Gute Beziehung statt strenge Erziehung (mit Katia Saalfrank) – Die Supernanny-Folge #69
Shownotes
Eltern wünschen sich nichts mehr als glückliche gesunde Kinder und eine liebevolle Beziehung zu ihnen. Innige Bindung auch in schwierigen Zeiten zu erhalten, ist nicht immer einfach. Warum ist mein Kind so abweisend? Oder findet alles peinlich was ich sage? Warum kriegt die Beziehung zwischen Eltern und Kindern Risse? Und wie kann man das Band zum Kind wieder aufnehmen? Katia Saalfrank war mal „Die Supernanny“ und hat ganz Deutschland bei der Kindererziehung geholfen. Viele Ihrer Sätze sind bis heute nicht nur Fernsehgeschichte sondern auch vielen im Ohr geblieben - und haben tatsächlich geholfen. Heute hat Katia Saalfrank eine Praxis für bindungs- und beziehungsorientierte Familienberatung. Sie selbst ist ganz jung Mutter geworden und hat vier Kinder, die so wie meine Kinder mittlerweile erwachsen sind. Wir erzählen heute auch von unseren eigenen Erfahrungen, denn auch wir haben turbulente Phasen erlebt. Katia sagt: Fragen stellen hilft. Und im Gespräch zu bleiben. Wie man das wieder hinkriegen kann, das erfahrt Ihr in dieser Folge. Schreibt unbedingt in die Kommentare Eure Erfahrungen. Oder an hey@mwiemarlene.de.
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Transkript anzeigen
00:00:00: Wir wünschen uns ja alle eine gute Beziehung zu unserem Partner, natürlich unserer Partnerin.
00:00:04: Zu unseren Eltern und zu unseren Kindern.
00:00:07: Und diese gute Beziehen, diese schöne Bindung die trägt uns wenn es gut läuft durch unser ganzes Leben aber ist nicht immer so.
00:00:14: Es gelingt einem nicht immer und als Eltern auch wenn man super liebevoll ist Vor einem ganz tollen Eltern zu sein, wird man nicht alles richtig machen.
00:00:23: Und in meinem Freundeskreis, in meinem Leben bei vielen Menschen die ich kenne ist es so dass es immer mal Phasen gibt wo man denkt Was habe ich denn falsch gemacht, dass das jetzt gerade nicht gut läuft?
00:00:34: Wen könnte man besser einladen als Katja Saalfrank.
00:00:37: Genau das haben wir heute gemacht!
00:00:39: Sie ist heute unser Gast.
00:00:40: Katja-Saalfrank ist bekannt geworden als Super Nanny.
00:00:43: Die Sendung hat sie gemacht zwischen vier und zwei tausend elf.
00:00:47: Eine richtig lange Zeit.
00:00:48: ganz viele Leute denken noch an Super Nennie wenn sie sich sehen.
00:00:52: Und trotzdem guckt sie auch mit einem kleinen kritischen Blick auf diese Zeit weil sie natürlich Vor allem sich darum kümmert als Familientherapeuten, als Diplompädagogin das Beziehungen im Zuhause gut funktionieren.
00:01:06: Dass Menschen unter einem Dach wohnen eine gute Bindung miteinander haben, gut miteinander kommunizieren und vielleicht wieder Dinge hinkriegen die ein Unwucht bekommen haben.
00:01:16: Wir sprechen über die große Kunst, Bindung herzustellen.
00:01:20: Eine gute Beziehung zu führen was man machen kann wenn das Kind vielleicht sich absonnert dich ablehnt als Mutter und noch viel mehr.
00:01:29: Ich freue mich dass ihr da seid.
00:01:30: ganz viel Spaß jetzt mit dieser Folge.
00:01:32: und Katja Saalfrank Willkommen im Podcast MW.
00:01:36: Marlene Wie gelingt das Leben?
00:01:38: Diese Frage stelle ich mir oft.
00:01:40: Mein Name ist Marlene Lufen Und gemeinsam mit euch suche ich nach Antworten.
00:01:46: So, ich freu mich sehr dass du bei mir bist.
00:01:48: Katja Seifrank wie schön!
00:01:50: Ich
00:01:50: freue mich auch sehr.
00:01:51: danke für die Einladung.
00:01:52: Ja
00:01:52: wir sind uns immer mal wieder begegnet in den letzten Jahren und ich habe die Begegnungen immer als sehr sehr auch irgendwie total herzlich sehr warm und sehr schön empfunden.
00:02:01: ja ich fand es auch immer schön.
00:02:02: ich weiß ich war mit meinen Büchern immer bei dir ja ich war auch glaubt zwanzig dreizehn mit meinem buch Beziehung statt Erziehung bei dir und da warst du gar nicht, also nicht angetan.
00:02:13: Aber du warst sehr kritisch!
00:02:15: Das heißt, das nicht mehr erziehen jetzt.
00:02:17: Nicht mehr er ziehen und so.
00:02:19: Und ich glaube da waren natürlich unsere Kinder auch noch kleiner und so.
00:02:23: aber da warst du ganz so.
00:02:25: also konntest mit dem Titel irgendwie glaub ich schon nicht so viel anfangen weil wenn man Erziehung weglässt und Beziehungen ist irgendwie so ein bisschen barbarisch glaube
00:02:33: ich.
00:02:33: Ist ja interessant habe ich gar nicht mehr so in Erinnerung.
00:02:35: Ja
00:02:35: das hast Du damals auch gesagt.
00:02:37: Wahnsinn!
00:02:38: Und weißt du was?
00:02:39: Es kann gut daran liegen dass es im Jahr Ton gelegt, auch von uns beim Fußstücksfernsehen.
00:02:49: Wie finden wir das denn überhaupt?
00:02:50: Das war jetzt die Kinder nicht mehr erziehen sozusagen und geht da mal allgemein so ein bisschen.
00:02:54: Ja ja,
00:02:54: das habe ich auf jeden Fall auch gemerkt und es war so hoch!
00:02:57: Ich
00:02:58: will eigentlich aus dem Kampf raus weil erziehen heißt ja ganz oft hat eine feste Vorstellung die setzt sich irgendwie
00:03:02: durch
00:03:03: Und ich wollte aus dem Kampf raus und war dann irgendwie so nicht darauf gefasst, dass sich jetzt Verteidigungsbeziehungen... Dass du so kritisch
00:03:09: angegangen wirst.
00:03:10: Ja,
00:03:10: dass ich das verteidigen muss!
00:03:13: Also ich würde sagen manchmal kann es ja sehr fruchtvoll sein wenn man ein bisschen den Gast herausfordert auch wirklich zu erklären was meinte denn so.
00:03:22: aber ich muss dir auch sagen ich habe mich natürlich im Laufe der Zeit immer mehr emanzipiert und mache mein Ding so ein bisschen.
00:03:28: Ich lasse mir einfach nicht mehr reinringen ne?
00:03:29: Ich mach' das dann so wie ich das empfinde
00:03:33: eben gesagt hast.
00:03:34: Ich habe mich so ein bisschen emanzipiert, dachte ich du sprichst auch von dir persönlich weil natürlich... Erziehung höchstpersönlich
00:03:41: ist.
00:03:42: Und weil es ja diese zwei Lager gibt, also entweder sehr autoritär und das war jetzt auch hat sich ja auch in den letzten zehn, zwanzig Jahren total verändert.
00:03:51: und ehrlich gesagt wenn man nicht vorher schon weich mit sich selbst ist dann ist man auch erst mal nicht weich Mit den Kindern.
00:03:58: Das heißt man entwickelt sich mit den Kindern und ich hab's einfach so verstanden dass es sozusagen so an der so war das Buch hier auch gedacht dass es ein bisschen an der Schwelle Okay, Erziehung des Altes.
00:04:11: Das wollen wir nicht mehr?
00:04:12: Wir wollen Kinder nicht strafen!
00:04:13: Wir wollen eigentlich auch keine Konsequenzen weil Handys wegnehmen irgendwie was weiß ich aufs Zimmer schicken das sind alles Sachen die uns ja auch wo wir auch merken es fühlt sich irgendwie zwar für den Moment vielleicht gut an aber eigentlich unstimmig weil wir wollen ja auch nicht dass unsere Kinder uns Dinge weg nehmen.
00:04:30: und dann war aber so die Frage wie was mache ich denn stattdessen und wie kann ich wirklich auch eine Beziehung leben?
00:04:37: Es ist ja heute in aller Munde über Instagram und so weiter gibt es ja so viele Menschen, die sich mit Beziehung und der Dimension dahinter auch beschäftigen.
00:04:45: Und das war damals ja noch gar nicht so.
00:04:48: Da gab's ja noch nicht mal Instagram?
00:04:49: Gab keine Kaumedien!
00:04:51: Also es war der Anfang.
00:04:52: Ja, es war den Anfang Facebook hat man dann schon mal ein bisschen
00:04:54: benutzt...
00:04:55: ...und meine Kinder sind mittlerweile erwachsen.
00:04:58: Da waren die natürlich ja so Kinder gerade zu der Schwelle zum Teenager werden und man hat natürlich da eine Menge gelernt auch.
00:05:06: Und ich finde es ganz toll, das müssen wir unbedingt heute auch besprechen dieses wie streng ist streng genug?
00:05:13: Wo ist strenge verletzend für Kinder und wo setze ich die Grenze als Eltern?
00:05:18: Ich finde dass is wirklich ne große große Aufgabe mit der ich mich ganz viel beschäftigt habe.
00:05:23: also ich glaube im Zweifel war ich wahrscheinlich eher zu soft, ja.
00:05:30: Weil ich eben auch dieses kategorische Jetzt wird der Fernseher mitten in der Sendung ausgemacht oder jetzt wird das WLAN ausgeschaltet obwohl vielleicht jemand gerade eine Nachricht geschrieben hat habe ich im Freundeskreis so erlebt und dann hab' ich immer gedacht er hat doch auch einen Anrecht darauf zu sagen okay lass mich das doch noch zur Ende machen ne?
00:05:48: Und strenge kann irgendwie auch echt too much sein.
00:05:52: Aber ich weiß nicht, vielleicht hätte ich auch in bestimmten Situationen sagen müssen und hier bestimme ich jetzt wie was machen.
00:05:56: Und wir machen es genau so.
00:05:58: Was ich grundsätzlich auch gemacht habe aber das ist wirklich etwas... Da muss man sehr rausarbeiten!
00:06:04: Wie hast du für dich das richtige Maß oder wie empfiehlt du das richtige Maß?
00:06:07: Also ich bin ja sehr präzise mit Worten.
00:06:10: Das wird mir immer wieder gesagt dass manche Leute das anstrengend finden.
00:06:14: Aber ich finde, wir haben eine wundervolle Sprache und wir haben wirklich die Möglichkeit so viele Worte zu suchen.
00:06:20: Und ich finde dass wir es uns auch wert sein sollten oder die Sache wirklich zu überlegen worüber sprechen wir gerade.
00:06:26: Und strenger ist zum Beispiel etwas das macht bestimmte Assoziationen im Kopf, die irgendwie was mit... Ja, eigentlich schon signalisieren.
00:06:38: Ich gehe über eine Grenze drüber.
00:06:40: also streng ist irgendwie eng und irgendwie hat vor allem mich im Blick Man guckt streng, also es hat so wenig mit Kontakt zu tun.
00:06:48: Deswegen ist für mich streng irgendwie gar nicht die Kategorie sondern eher Klarheit.
00:06:55: Also wie klar sind wir uns in dem was wir wollen und wo nehmen wir die Klarheit her?
00:07:01: Und das hat eben dann oft wieder mit unserer eigenen Grenze und mit unserem eigenen Gefühl und der Stimmigkeit zu tun.
00:07:08: Da bist du vielleicht anders als jemand anderes, weil du sozusagen vielleicht dreimal bittest auszumachen und dann auch die Erfahrung hast.
00:07:15: Das ist dann auch im Kontakt.
00:07:17: läuft das dann auch?
00:07:18: oder es gibt eine andere Situation wo du eben nicht so viel Raum geben kannst, wo du ganz klar merkst jetzt ist gerade mit die Grenze für mich grade doch eng.
00:07:28: insofern also dass es sich vielleicht überschneidet ja?
00:07:31: Gerade mit deiner Grenze und du guckst kann ich die nochmal verschieben oder eben nicht sind jetzt natürlich alles Dinge.
00:07:38: Wenn ich das beschreibe, dann klingt es so als ob wir uns ewig Zeit nehmen und ewig reflektieren in der Situation.
00:07:43: aber eigentlich sind es Dinge die ihnen uns stattfinden und die uns ja Signale geben und wie wir überhaupt Beziehung gestalten.
00:07:50: Wo bist du und wo bin ich?
00:07:51: Und was ist mein Raum, und was ist dein Raum.
00:07:53: Und wo ist meine Grenze und wo ist deine
00:07:55: Grenze?".
00:07:56: Das ist ja das Tolle eigentlich an Beziehung, dass man näher herstellt und im Kontakt und in Verbindung ist.
00:08:01: Weil Kindern ist dann nur so wann fängst Du damit an also dieses Gespräch zu führen in welchem Alter?
00:08:07: weil... Wo war es denn?
00:08:08: Ich habe vor nicht allzu langer Zeit eine Situation gehabt, wo eine Mutter alles ausdiskutiert hatte mit ihrem wirklich noch sehr kleinen Kind.
00:08:17: Wo ich dann dachte, das ist jetzt auch schräg!
00:08:19: Erst mal sieht es lustig aus irgendwie.
00:08:22: Möchtest du das?
00:08:23: Oder möchtest Du das?
00:08:24: und vielleicht war der zweieinhalb oder so?
00:08:26: Also der war noch wirklich klein oder drei und sollte jetzt schon die ganze Menü entscheiden.
00:08:30: in der Bahn glaube ich im Zugfahrt ist.
00:08:32: Irgendwie sowas.
00:08:33: und dann denke ich mir manche überfordert Kinder auf wenn man sie in jede Entscheidung mit einbezieht.
00:08:40: was würdest du sagen Wann kann man regeln, die man zu Hause anwenden möchte wirklich besprechen mit einem Kind?
00:08:48: Also Beziehung.
00:08:49: folgt ja keinen Regeln.
00:08:51: Ich sage immer Beziehung ist im Grunde sowas wie ein Tanz, also Beziehungen sind im Grunden wie ein Tanz und wir kennen das aus Dirty Dancing.
00:08:58: Ja mein Tanzbereich dein Tanzbereich Das ist eben in der Beziehungs auch so.
00:09:02: Und jetzt haben wir ja Kinder und das heißt Wir haben schon eine körperliche Unwucht und wir haben auch ne Entwicklungspsychologische Unwuchten.
00:09:10: das heißt wir können nicht per se auf Augenhöhe tanzen Sondern wir brauchen sozusagen den Perspektivwechsel und müssen uns irgendwie oder dürfen uns einfühlen in das, was Kinder schon können und was sie noch nicht können.
00:09:23: Und an den Stellen, an denen Sie eben noch Entwicklung brauchen, können wir Verantwortung mit Ihnen gemeinsam übernehmen oder auch vollständig übernehmen?
00:09:31: Ja also du hast recht!
00:09:33: Der Punkt ist dass wir Kinder überfordern, es ist das was hinten rauskommt.
00:09:37: der Wunsch ist mit den Kindern in Kontakt zu sein und die Art und Weise wie wir in Kontakt sind auf die Kognition.
00:09:43: Also wir erklären den Kindern.
00:09:46: Und wir tun so, als ob wir wenn wir ihnen jetzt viele Auswahlmöglichkeiten geben die Kinder eine wirkliche Grundlage für die Überlegung hätten.
00:09:54: aber das haben sie ja nicht.
00:09:56: Wenn wir jetzt drei Parameter nehmen nämlich die drei großen Ars also Antizipation, Assoziation und Abstraktion.
00:10:04: Das sind die Dinge, die es uns möglich machen, Entscheidungen zu treffen, Dinge zu planen.
00:10:09: Wir können sozusagen assoziieren wir können Bilder im Kopf aufrufen, wir können mit Vorstellungen arbeiten, wir kann uns abstrahieren aus einer Situation.
00:10:18: Wir müssen nicht erst in diese Situation reingehen um Dinge zuplanen also auch.
00:10:22: Wir kann das dann anpassen aber vor allen Dingen können wir das im Kopf machen ja?
00:10:27: Und wir können vorwegnehmen dadurch auch bestimmt Ergebnisse.
00:10:32: Und das ist ja die Grundlage, um Entscheidungen zu treffen.
00:10:34: Das können Kinder eben sehr viel später erst.
00:10:37: Also die Hirnreifung ist erst Anfang Mitte zwanzig überhaupt abgeschlossen und wir müssen immer noch mit einplanen dass die emotionale Entwicklung viel weiter vorgelagert ist und dass Kinder eben mit ihren Emotionen verschmolzen sind was eben die Kommunikation besonders macht weil wir immer diesen Zwischenschritt brauchen einen Raum für die Emotion zu geben.
00:10:59: also wenn ich jetzt in diese Situation bringen immer an Mutter-Kind sitzen im Zug, die Mutter liest die ganze Karte vor.
00:11:05: Möchtest du Schillikonkane oder Spaghetti Bolognese?
00:11:08: Oder möchtest vielleicht mal Sushi
00:11:09: ausprobieren?".
00:11:10: Wo ich dann ja irgendwie so gedacht habe, wow das Kind schneidet das alles gar nicht mit!
00:11:14: Also ist es das Wette um übertragen in Sinne dass die Mutter vielleicht davon ausgeht, dass sie das Kind weiß wie schmeckt eigentlich Spaghetti bolognense oder das und das kann es noch nicht.
00:11:25: Ja oder dass es überhaupt sozusagen fünf Gerichte im Kopf aufrufen kann nebeneinander und dann überlegen kann.
00:11:32: Also, was man dann machen könnte wäre eben... Also ich wäre mit vier Kindern wahrscheinlich ein bisschen pragmatisch.
00:11:37: Ich würde auf den Preis gucken und wohl überlegen, müssen wir überhaupt im Zug essen?
00:11:42: Habe ich nicht?
00:11:42: vielleicht was dabei?
00:11:44: Genau!
00:11:44: Ich habe eine Stulle gemacht und dann möglichst die gleiche Stulle für alle weil wenn du dann anfängst zu fragen wer will das mit Ei, wer will es mit Schinken, wer wird es mit Käse so hast du wieder Diskussionen.
00:11:53: also das meine ich so.
00:11:54: ne dass wir Situationen entsprechend gestalten können und wir können überlegen welche Vorausfall geben wie ob das Kinder mit drin vorkommen in dem was wir gestalten.
00:12:05: Also ist wir nicht über den Kopf von Kindern hinweg, ständig das eigentlich der häufigste.
00:12:11: Also einer der häufigsten Aspekte die ich in den Beratungen habe es dass die Eltern einen Tagesablauf haben und irgendwann merken ist im Widerstand.
00:12:20: Dann gibt es starke Wutanfälle, dann funktioniert das nicht mehr.
00:12:23: Dann gibts starke Geschwisterkonflikte so also ganz gängige Sachen und dann ist ja die Frage nicht okay was macht man da?
00:12:30: sondern wo kommt es her?
00:12:31: Weil ist es eher ein Geschwisterskonflikt oder ist es... Wo kommt der Widerstand her?
00:12:35: Und ganz oft ist es so dass ich eben merke im Gespräch mit den Eltern wir das rausfinden, dass eben dieses Kind gar nicht drin vorkommt in dem was die Eltern im besten wissen und gewissen gestalten für das Kind Aber sie diesen Zwischenschritt nicht machen.
00:12:49: Wie geht es dir?
00:12:50: Was denkst du, was fühlst du?
00:12:51: Ja und soll ich dir etwas sagen?
00:12:53: das habe ich gerade jetzt hier in Berlin erlebt wo jemand gesagt hat das eigene Kind ist total gestresst.
00:12:58: er ist irgendwie so dreizehn oder so und ist jetzt auf eine Schule gegangen die halt Top, top, top of the Pops ist.
00:13:04: Wo die sich auch ganz doll reingekniet haben überhaupt diesen Platz zu bekommen.
00:13:08: und jetzt ist der Junge mit dem Sportangebot was er eigentlich toll fand und auch findet aber so überfordert weil es wird halt alles gefördert wird.
00:13:17: Die Sprengsprachen werden gefördert und noch ein Blasinstrument und eine Sportart wo der Fokus drauf liegt.
00:13:23: dieses Kind hat gar nicht genug Zeit sich auszuruhen Und der Vater war jetzt im Konflikt was er machen soll weil sie haben so viel dafür getan dieses Kind auf die Schule zu geben und theoretisch möchte der Junge da auch gerne gut drin sein, aber er ist überhaupt nicht gut.
00:13:37: Er war immer gut in der Schule, aber es ist da gar nicht gut weil die Ansprüche so hoch sind.
00:13:41: was würdest du für einen Rat geben?
00:13:43: Also
00:13:44: Ich würde mit den Eltern noch tiefer reingehen in die Dynamik.
00:13:47: Das sind ja Dynamiken, die du beschreibst.
00:13:49: Dass eigentlich eine intrinsische Motivation ne Freude Neugier da ist an einem Ort was mitzugestalten und was annehmen zu können.
00:13:57: Und dann ist aber immer wieder die Frage welche Verstrickungen sind da?
00:14:01: Was ich jetzt raushöre aus dem, was du erzählst es das dann Erwartung mit den vielen Angeboten einhergeht und zwar von außen und auch eher von sich aus dass er sich als guten Schüler kennt und auf einmal das Gefühl hat, ich bin kein guter Schüler mehr.
00:14:18: Und woran liegt's?
00:14:18: Ja es muss ja an mir liegen weil hier sind ja alle Angebote.
00:14:23: Und die Frage ist jetzt was also könnte man wahrscheinlich nur mit ihm besprechen?
00:14:27: dass würde ich aber in dem Alter... Das ist so ein Grenzfall.
00:14:31: da ist immer die Frage können die Eltern das mit dem Kind besprechen oder liegen da so viele Missverständnisse schon vor?
00:14:37: Das ist erst mal gut, es auch mit dem Jungen zu sprechen.
00:14:40: Aber ich gehe jetzt erstmal davon aus, weil ich spreche viel mit den Eltern, weil die Eltern die ersten Bindungspersonen sind und das auch aus meiner Sicht am besten besprechen
00:14:48: können.".
00:14:49: Ja, weil was soll ich mit dem Jungen besprechen?
00:14:51: Ich könnte vielleicht jetzt hören.
00:14:52: Gibt es irgendwas, was seine Eltern anders machen können und was er sich wünschen würde und nicht trau zu sagen oder schon gesagt hat und er das Gefühl hat, dass wird nicht gehört?
00:15:01: dann könnte ich vermitteln ja aber eigentlich denke ich ist es oft so ein sowas weißt du wie beim autofahren so'n blinder fleck dass man eigentlich so den schulterblick macht und den allround Blick macht und aber irgendwie einen toten winkel hat den man übersieht.
00:15:15: ja und denen zu beleuchten und dann zu gucken Okay, da gibt es vielleicht eine innere Erwartung des Jungen und das was dann vielleicht der nächste Schritt sein könnte ist zu gucken wo könnte der junge Druck haben.
00:15:28: Und zwar im Außen von den Lehrern.
00:15:30: ja so gibt's irgendein bestimmtes Fach was auch schwierig ist also zu differenzieren.
00:15:34: wo gibts vielleicht Zuhause einer Erwartungen der Eltern die Vielleicht auch unbewusst stattfindet in der Kommunikation In der Botschaft in der Resonanz und Wo gibt´s was bei ihm innerlich?
00:15:47: Und dann zu gucken, wo entsteht der Druck und Druck rauszunehmen.
00:15:51: Das wäre das erste.
00:15:52: Ich habe gerade heute eine Beratung gehabt.
00:15:54: da haben wir irgendwie ... Warte mal ob ich noch Zusammenkrieg formuliert?
00:15:57: Also wenn das Mädchen immer wieder muss, wenn sie nicht will, dann will sie nicht mehr, wenn Sie darf!
00:16:03: Ja interessant guter Spruch also.
00:16:06: ich bin da auch selbstkritisch genug dass ich das auch lernen musste, obwohl ich ganz bestimmt immer dachte wir sind so Eltern die irgendwie ganz eine ganz tolle.
00:16:17: Ich habe eine wunderschöne Bindung zu meinen Kindern ja mit all dem was zwischendurch auch schwierig war aber bin sehr dankbar dafür dass wir dieses wahnsinnig enge liebevolle Band miteinander haben.
00:16:28: Und trotzdem hab ich, kann nicht mich noch genau daran erinnern und ich will da nicht ins Detail gehen.
00:16:31: Aber bei meinem ersten Kind, meinem Sohn war das so ... Der war ein guter Schüler.
00:16:36: aber trotzdem in der Grundschule gab's so eins, zwei Dinge.
00:16:39: Ich hab immer gedacht, das ziehen wir jetzt zusammen durch oder helfen wir dir?
00:16:43: Dann klappt es irgendwie alles.
00:16:45: Und dann war zu viel Druck!
00:16:48: Das hat ja irgendwann mal auf dem Bett gesessen an der dritten Klasse und hat gesagt, geht immer nur darum... Ich sag jetzt extra nicht rum, was ist mit seiner persönlichen Geschichte?
00:16:56: Es geht immer nur um da und darum.
00:16:58: Und es geht nie um mich!
00:17:00: Das sitzt mir heute noch in der Seele eigentlich.
00:17:05: Aber das sind so gute Gespräche für mich, ja?
00:17:07: Ja.
00:17:08: Also das ist aber genau das, was ich meine.
00:17:10: Dass wir Dinge gestalten und deinen Satz ... Wir ziehen das jetzt gemeinsam durch und du gestaltest und machst und tust.
00:17:15: Du
00:17:15: denkst, du machst das richtig weil du ihn unterstützt und hier noch mal ein bisschen...
00:17:18: Genau.
00:17:19: Dann kommt sozusagen auf einmal aus diesem Beziehungstanz.
00:17:23: Kommt er nach oben und sagt Hallo, hier bin ich Brauche auch was und ich finde, ich erinnere mich auch an genau solche Situationen.
00:17:29: Und da lernen wir als Eltern also Lernen im Sinne von Wir erfahren etwas darüber wie wir wirken dass das was wir eigentlich wollen gar nicht bei den Kindern ankommt.
00:17:39: Ja und das ist ja ich meine spricht ja auch total für euch das eben Zum einen die Situation da ist, dass es möglich ist.
00:17:47: Weil in vielen Familien ist das ja gar nicht möglich, dass man auf der Bettkante auch mal sagt, hallo's geht gar nicht um mich!
00:17:52: Zum einen und zum anderen, dass er es sagt und zum dritten, dass du es hören kannst und was daraus folgt.
00:17:58: Und darum geht – es geht nicht darum immer alles perfekt und richtig zu machen, das kann keiner, so sind wir nicht geschaffen.
00:18:04: Ja schön, das ist glaube ich ganz wertvoll für Eltern dass man nicht alles perfekt machen muss, aber die Ohren offenhalten und das Herz offen halten auch aushalten.
00:18:16: Wenn vielleicht jemand hier von außen mal Anregungen gibt und nichts ... Nein, nein, bei uns ist es nicht so.
00:18:20: Es ist irgendwie leichter manchmal, das abzuwenden und sagen, das sind Probleme von anderen Leuten, aber nicht von einem selber.
00:18:26: Und ich glaube, das ist wirklich was Wertvolles, wenn man schafft zu akzeptieren, dass vielleicht ein Blick von Außen sehr hilfreich sein kann.
00:18:33: Absolut!
00:18:34: Dass man mal etwas neu überdenkt weil ich das jetzt auch so gerade in unterschiedlichen Situationen erlebt habe.
00:18:40: Ich hab übrigens heute in deinen neuen Podcast reingehört, da geht es auch grade um eine Frau die getrennt ist.
00:18:46: Es gibt ein Kind und das Kind hat nur viel engere Bindung zu der Mutter als zu dem Vater.
00:18:55: Der Vater wünscht sich aber mehr Kontakt.
00:18:57: Ohne da jetzt auf diesen Fall einzugehen, weil da hat sie ja konkrete Fragen gestellt.
00:19:01: Aber das gibt es ja öfter mal ne?
00:19:03: Dass dann nach einer Trennung oder auch durch diese alleinerziehende Situation eine sehr enges Band ist.
00:19:09: Manchmal dass man von außen denkt okay gib dem Kind vielleicht doch ein bisschen mehr Spielfläche mit anderen oder so.
00:19:14: Das ist schon sehr eng und dann hat's der Vater vielleicht auch schwer.
00:19:18: Wir haben oftmals Situationen, wo Väter sich einfach nicht kümmern.
00:19:21: Das ist ja mindestens das gleich große Problem.
00:19:24: Aber wie ist dein Rat für eine Mutter?
00:19:27: Die spürt das Kind, möchte aber vielleicht gar nicht so engen Kontakt... ...aber du erkennst als Therapeutin es ist zu viel was du von dem Kind erwartest als Mutter.
00:19:37: die Enge ist zu groß.
00:19:41: Also Puh!
00:19:41: Es ist jetzt schwierig das Abstrakt zu beantworten.
00:19:44: also ich finde erstmal wichtig dabei anzufangen.
00:19:47: Das also gute Bindung und enge Bindung sind auch wieder Begriffe, die müsste man nochmal gucken.
00:19:54: Weil eigentlich gibt es nur sichere und unsichere Bindungen ja?
00:19:57: Und Eltern oder Kinder nehmen die Bindung an, die sie angeboten bekommen und wir Menschen kommen wenn wir auf die Welt kommen auf die welt um uns zu binden.
00:20:06: Wir können gar nicht anders.
00:20:07: Ja das ist ja auch das große problem dann im grunde.
00:20:11: Oder dass wird dann welche Bindungsmuster wir erfahren haben, wenn wir selbst wieder in Beziehung gehen als Erwachsene und dann eben Nähe und Distanz und Räume und Grenzen aushandeln.
00:20:25: Also da kommen dann auf einmal Bindungsängste oder die Frage, wie sehr vertraue ich auf mich?
00:20:30: Oder wie sehr brauche ich eine Spiegelung von außen.
00:20:33: Ja also das finde ich eben dann immer wieder sehr spannend weil man da eigentlich auch so viel über sich selbst erfährt was man ja gar nicht erfährt wenn man nur mit sich ist.
00:20:43: Wir brauchen auch denn weil du auch gesagt hast sich von außenspiegeln zu lassen.
00:20:46: wir brauchen letztlich auch immer mal wieder den Blick vom Außen weil wir uns in der eigenen Suppe drehen kann man sich schlecht betrachten selbst.
00:20:55: Auch wenn es nicht immer so einfach ist und nicht immer nur spaßig, wenn der andere eine Rückmeldung gibt.
00:21:01: aber wenn man wirklich interessiert ist daran wie man wirkt und nicht das sozusagen als eine Verletzung im Selbst wahrnimmt ja dann kann es sehr näherend sein finde ich auch sich gemeinsam zu entwickeln.
00:21:14: also ich finde getrennte Elternschaft ist wirklich ein.
00:21:17: Also ist ein Thema und natürlich kriege ich in meiner Praxis auch mit, dass es in den letzten Jahren das auch zugenommen hat.
00:21:22: Dass Eltern Paare beziehungsweise also Eltern sich trennen und dann getrennte Elternschaft leben.
00:21:28: Ich glaube die größte Herausforderung ist, dass man wirklich die Paarbeziehung von der Elternchaft
00:21:35: trennt.
00:21:37: nicht so einfach, weil ja man oft auseinander geht.
00:21:40: Weil man nicht mehr mit dem anderen zusammen sein möchte, weil es bestimmte Kränkungen gibt und man sagt ich möchte mich dem nicht mehr aussetzen.
00:21:47: Und wenn dann aber in der Elternschaft die man gestaltet wo ihr auch eben Kontaktnähe und Distanz dazu gehört Wenn da dann eben alte Verletzungen deutlich werden indem wie Kontakt zum Kind gestaltet wird oder auch Ängste Dann wird das eben schwierig Da wirklich im Sinne des Kindes, das ist immer das Credo sozusagen.
00:22:10: Im Sinne des kindes.
00:22:11: also ich verstehe das aus deiner Sicht dass es für dich wichtig ist.
00:22:14: Ich versteh' dass du Angst hast, ich versteh', dass du Sorge hast, dass du nicht mehr so wichtig bist Für deine Tochter und oder für deinen Sohn.
00:22:22: Und gleichzeitig lass uns Das nicht kleiner machen als es ist aber auch nicht größer und lasst uns vor allen Dingen gucken erst mal wie ist es für dein Kind?
00:22:30: weil Du kannst dir sicher sein Dein Kind liebt Dich Ja.
00:22:34: Das heißt nicht, dass es immer mit dir zusammen sein will aber das heißt nicht ,dass es weniger Liebe hat wenn es wo anders ist.
00:22:41: Weil ich das dann manchmal auch so beobachte, dass das Elternteil wirklich glaubt Dass das Kind eben nur glücklich und ruhig ist Wenn die Mama ganz doll in der Nähe ist Und da einfach so eine richtige... Es ist unheimlich schwierig Also von außen sehr schwierig.
00:22:59: Aber
00:23:00: das ist auch wirklich, du hast vielleicht das Thema Trennung.
00:23:03: Du hast das gleiche Alter und trotzdem hast du komplett andere Konstellationen.
00:23:07: Und ich finde gerade so dieses ja die Frage wie alt ist das Kind?
00:23:11: Und wenn ich dann höre Das Kind ist zwei und belebt im Wechselmodell Ja, dass das einfach so eine da nochmal wirklich zu gucken Ist es sinnvoll aus bindung theoretischer Sicht.
00:23:25: Auch das würde ich nicht verneinen, sondern die Frage ist immer wie ist es gestaltet.
00:23:30: Also ich habe auch schon Eltern erlebt, die haben sozusagen Wohnungen nebeneinander oder das Nestmodell wo eben dann einmal einer auszieht also wo die Eltern wechseln ja nur ein zweijähriges Kind sozusagen dann immer eine Stunde von A nach B zu fahren und dann Kinder ausfallen zu lassen oder Fahrzeiten so Das muss man sich auf jeden Fall bewusst machen dass sehr viel Unruhe im Leben der Kinder eben dann bedeutet diese Unruhe eben auch auf Kosten der emotionalen Sicherheit gehen kann.
00:23:59: Ja und dann eben sich selbst überprüfen, die eigenen Ängste zu überprüpen, die eigene Sorge zu überprüfen und eben Kontakt zu gestalten.
00:24:07: Und da brauchen wir uns auch in der getrennten Elternschaft im Grunde.
00:24:11: So schwer wird es für alle Beteiligten ist gerade wenn die Kinder noch klein sind.
00:24:14: Mir fällt jetzt wieder so doll auf Katja du hast ja eine ganz große Gabe ne?
00:24:18: Du kannst Menschen in schwierigen Situationen sehr, sehr schwierigen Situationen.
00:24:24: Weil es geht um Kind, es geht über größte Ängste.
00:24:27: Kannst du auf so eine nicht urteilende aber klare Art und Weise sagen was du vielleicht siehst, was du empfiehlst?
00:24:36: Und vielleicht auch mal wirklich eine Kritik äußern oder einen Rat geben den die Person vielleicht sonst gar nicht so gut hören möchte.
00:24:45: Aber da hast du wirklich ne ganz große Gabe.
00:24:48: das war ja wirklich der Zauber oder die Magie von deiner Sendung, also jeder kennt die Supernennie.
00:24:55: Leute an meinem Team sind viel jünger, die sind Mitte zwanzig Ende.
00:24:59: Es
00:24:59: gibt Sendungen mit mir noch weil ich danach auch noch Fernsehen gemacht habe aber Supernenne.
00:25:03: und ich sage dir auch warum?
00:25:04: Weil ich finde dass es echt schwierig ist für die betroffenen Familien, weil das eben echte Situationen sind.
00:25:10: Das ist ja nicht wenn meine Arbeit zu Ende ist oder Drehschluss für das Team ist, dass dann wird das Buch zuglappen und sagen jetzt machen wir alle was anderes sondern ja weiter.
00:25:20: Und das finde ich schon problematisch, dass sozusagen also es war eigentlich gemacht dafür einmal in das Licht zu gehen so war das auch für die Familien machbar und dann aber auch wieder in die Anonymität.
00:25:32: und das ist eben schwierig.
00:25:34: das wissen wir heute auch bei anderen Formaten die in ähnlicher Weise produziert werden oder gezeigt werden.
00:25:41: und wo eben heute noch möglich ist weiß ich nicht Frauentausch oder andere Formate die dann eben auch durchs Netz gehen Das wird der Sache nicht gerecht.
00:25:50: Aber du hast recht, die Leute erinnern sich?
00:25:52: Ja!
00:25:52: Die Leute erinnern sich jeder kann assoziieren und das war jetzt wirklich bei meinen Kolleginnen, die alle so viel jünger sind als ich, dass sie waren halt Kinder, als du diese Sendung gemacht hast.
00:26:03: Das war schon, hatte schon eine wahnsinnige Wirkung hat auch glaube ich so den Erziehungsstil von vielen Familien geprägt und viele die stille Treppe, die X-Fach eingeführt wurde.
00:26:15: Vielleicht gab es die aber man assoziiert die mit...
00:26:17: Ja genau, die wurde ja eigentlich abgeschafft.
00:26:20: das ist ja das Besondere eigentlich sein dass sie abgeschauft wurde.
00:26:23: Aber du hast nochmal was interessantes gesagt weil die Leute fragen mich ganz häufig so was hat sich verändert?
00:26:28: Und natürlich hat sich ganz viel verändertes Format war.
00:26:36: Das, was sich verändert hat ist, dass ich dort weniger therapeutisch arbeiten konnte.
00:26:43: Weil natürlich du sagst das so und es ist eben auch immer wieder was, wo ich merke wenn ich Interviews gebe oder wenn Leute jetzt nicht bei uns.
00:26:52: Aber wir machen ja kein Interview aber dass Menschen in Kolumnen einfach so schnelle Tipps haben wollen.
00:26:58: Und das wird dann sehr verhaltensorientiert und ich verstehe das aus diesem Kontext der Sendung weil sieht, als ob ich den Leuten sage mach mal so oder mach mal.
00:27:09: Und du hast jetzt schon gesagt ja ich war auch kritisch oder ich habe die Dinge beim Namen genannt und gleichzeitig muss man Trotzdem noch mal sagen, dass wir über hundert Stunden Sendung produziert haben.
00:27:21: Du weißt das?
00:27:22: Wie es ist und dann wird das sozusagen zusammengeschnitten.
00:27:25: Ja du kennst das bei Wegläser oder wir kennen's vom Dschungel wo viel mehr produziert wird und es dann eben auch eine Erzählung gibt die nicht verkehrt ist sie aber trotzdem ja einen bestimmten Fokus hat und die natürlich so zu sagen auch Momente wo Raum ist oder wo ich bestimmte Fragen stelle um dann auch vielleicht zu etwas zu kommen wo das eben nicht erzählt wird.
00:27:47: Und gleichzeitig habe ich das aber auch so ein Stück vertieft und würde ich heute sagen, mache ich eher eine Beratung mit sowas wie die therapeutischen Tiefe.
00:27:57: In der Regel kommen ja Eltern zu mir, die nehmen Geld in die Hand, haben wirklich einen Anliegen.
00:28:02: Normalerweise oder ganz gängig sind es Menschen, die haben sich sehr damit auseinandergesetzt.
00:28:07: wer bin ich Perspektive vertrete ich, also so in der bindungsorientierten Richtung ja oder auch beziehungsorientiert.
00:28:15: Ich sage ja bindungs- und beziehung orientierte ist nochmal noch mal konkreter für mich.
00:28:19: Und ich habe jetzt gerade mehrere Familien und wo ich mich immer wieder Sätze sagen höre wie wir können gerne schauen.
00:28:29: Also dann ist die Frage Ja was?
00:28:31: Was ist denn deine Meinung dazu?
00:28:33: Und dann kann ich nur sagen eine Meinung hab ich dazu gar nicht weil wir sitzen hier nicht in der Kneipe oder beim Kaffee und es geht nicht um eine Meinung.
00:28:41: Das finde ich sowieso bei Beziehungen immer ein bisschen oberflächlich, sondern die Frage ist was wollen sie?
00:28:48: Und was wollen Sie für ihr Kind?
00:28:52: Ja und ich habe da ganz oft gesagt jetzt in den letzten Wochen immer wieder – Sie können das so machen wie das für Sie gut ist!
00:28:58: Das ist Ihr Leben, das ist Ihr Kind, dass ist Ihre Beziehung.
00:29:01: was ich machen kann ist, weil sie kommen ja zu mir.
00:29:04: Wer nicht bei ihnen jetzt vor der Tür gestanden und hat gesagt will ihn mal etwas sagen?
00:29:07: Ich kann das sagen, was aus entwicklungspsychologischer Sicht, aus evolutionsbiologischer Sicht überhaupt aus wissenschaftlicher Sicht für das Kind spricht.
00:29:15: Und ich kann Ihnen sagen ungefähr, was hinten rauskommt
00:29:19: bzw.,
00:29:20: was Sie erleben
00:29:21: werden.".
00:29:21: dann, weil wir können das heute ein Stück antizipieren.
00:29:25: Und ihr die Entscheidung wie und was sie tun liegt bei ihnen?
00:29:28: Wir können gerne etwas gemeinsam entwickeln und gemeinsam sozusagen Rat halten aber ich kann keinen Rat geben!
00:29:34: Ich glaube ich verstehe genau was du meinst auch so im Rückblick auf diese Sendung und dass sicherlich man hinterher auch manchmal denkt diese Familie jetzt wieder im Anonymen ist und ihr Ding machen kann.
00:29:49: Und das alles, was trotzdem vielleicht darüber gekommen ist, dass man jetzt auch genau raus gehört hat, dass du viele haben ja Angst wenn sie zum Therapeuten gehen oder wenn Sie auch zu einer Familienberatung gehen, dass sie dann sozusagen Dinge hören
00:30:04: die
00:30:04: sie angreifen wo sich Menschen Eltern angegriffen fühlen hören, dass sie was falsch gemacht haben und so.
00:30:10: Und das schaffst du irgendwie dann doch – und das war eben damals auch so, dass man niemals das Gefühl hatte, du zeigst jetzt mit dem Finger auf die Eltern oder du sagst, naja, macht der hier ganz falsch?
00:30:20: Und ich sage jetzt wie es richtig sein soll, dass sich die herabgewürdig fühlen, sondern du hast immer irgendwie den Blick, wie könnte vielleicht die Lösung Ohne dass jemand
00:30:30: in seiner Integrität verletzt wird.
00:30:32: Richtig, genau!
00:30:34: Ja, weißt du?
00:30:35: Mich schmerzt das immer wieder sehr wenn Eltern zu mir kommen weil die... Ich finde Eltern sind wirklich die wohl eine rapste Gruppe in unserer Gesellschaft, ne?
00:30:43: Weil wir machen ja immer alles falsch und ich habe sehr jungen Kinder bekommen mit zwanzig Anfang zwanzigt damals und noch Abitur irgendwie gemacht also zwischenmündlichen und schriftlichen Abituren kam mein erster Sohn, ja Und natürlich wussten es alle besser Wie es zu machen ist.
00:31:00: ja und ich habe irgendwie erst gedacht, auch wie toll das mir alle was sagen.
00:31:03: Dann hab' ich gesagt
00:31:04: A.)
00:31:04: Ist es so unterschiedlich?
00:31:05: Und
00:31:05: B.)
00:31:06: Fühlt es sich so schlecht an auch manchmal die Art und Weise, wie Menschen dann Dinge an einen ran tragen.
00:31:12: Und mich schmerzt es heute noch wenn ich mit Eltern zu tun habe, die so verunsichert sind weil sie zum Kinderarzt gehen oder weil sie in irgendwelchen Arztpraxen sind wo dann von Ja, wo im Grunde ein Verhalten manchmal sogar einen totalentwicklungsgerechtes Verhalten was aber intensiv im Verhalten sich auswirkt als pathologisch dargestellt wird und Eltern dann auf einmal ja Krankheitsbegriffe hören.
00:31:36: Und dann eben auch geneigt sind das abzugeben an ein medizinisches System.
00:31:43: Da würde ich mir einfach wünschen dass wir alle ein bisschen mehr im Konjunktiv sprechen.
00:31:48: es könnte sein Und B eben vor allen Dingen immer wieder auch Menschen den Raum geben oder sie im Perspektivwechsel sehen, dass Eltern sich bemühen und das zu sehen.
00:32:00: Wir sind in einer sehr, sehr diffizit orientierten Welt wo immer auf das geguckt wird was nicht da ist und was da sein sollte nach welchen Maßstäben auch immer nach unserer eigenen Erwartung.
00:32:10: wir wissen aus der Entwicklungspsychologie Die Bedürfnisse sind sehr vielfältig, aber es gibt nicht so viele Bereiche.
00:32:17: Es gibt Sicherheit, Verbindung und Selbstwirksamkeit slash Autonomie.
00:32:21: Das sind alle Bereiche in denen du im Grunde alles einteilen kannst.
00:32:24: Sag
00:32:24: mir die Teilen noch mal?
00:32:25: Autonomien also Selbstwirksamkeit, Verbindungen zur anderen zu haben und sich selbst.
00:32:32: Und das wichtigste Basisgrundbedürfnis ist Sicherheit.
00:32:36: Safety
00:32:36: first!
00:32:37: Ja.
00:32:38: Du kannst das sehr schön sehen an der Corona-Zeit, da waren alle Basisgrundbedürfnungsbereiche total beeinträchtigt und gestört genau.
00:32:46: Und was passiert?
00:32:47: Wir sind alle aus der Mitte geraten ja eine mehr oder andere weniger auch da wieder sehr spannend wie Familien damit umgegangen sind.
00:32:55: Wenn ich jemanden vor mir sitzen habe als Arzt, als Ärztin dann weiß ich dass da ne Verunsicherung ist Weil der kommt mit einer Einschränkung.
00:33:04: Aber ich finde wirklich Wertschätzung ist eigentlich das Allerwichtigste und sonst kommen wir nicht weiter, weil ich kann dir natürlich sagen was ich denke.
00:33:13: aber wenn du nur das tust was du denkst was Ich denke was gut ist dann bist Du ja nicht bei Dir.
00:33:20: in diesen Gedanken haben Wir Früher erzogen In einem Jahrhundert wo es Natürlich Darum Ging Dass wir alle Funktionieren Ja Im Schlimmsten Falle eben auch Soldaten werden Und Gehornnahmen sind Ja und Heute Brauchen wir andere Menschen und wir wissen auch, dass es nicht gesund ist.
00:33:35: Also wir brauchen Menschen die ihr Leben gestalten, die gut in Verbindung gehen können, die gute Verbindung zu sich selbst haben, die eine Gesellschaft mitgestalten können.
00:33:45: Ja so das ist das was wir
00:33:46: brauchen,
00:33:47: die sich etwas zutrauen,
00:33:49: übernehmen wollen und nicht so ängstlich sind.
00:33:51: und gibt der ganze Abhandlung oder gibt auch so diesen Begriff?
00:33:55: die ängspliche Generationen also ganz viele junge Menschen werden ja groß mit vielen Ängsten welche Gründe auch immer das hat und gehen dann ins Leben.
00:34:05: Und haben so diese Resilienz irgendwie nicht, weil sie so viele Stellen haben die sich verunsichern.
00:34:12: Du hast gerade eben was angesprochen.
00:34:14: da würde ich noch einmal konkret nachfragen wollen oftmals gehen Eltern mit ihren Kindern oder Teenagern zum Arzt?
00:34:20: Weil die Kinder irgendwie nicht gut funktionieren und unser Schulsystem oder unser System grundsätzlich mit den Kindern mit all den Dingen mit denen Sie konfrontiert sind funktionieren.
00:34:30: dann halt auch man nicht in unserem Schulsystem, wo Kinder irgendwie von der ersten Klasse an still sitzen sollen eigentlich.
00:34:35: Auch wenn es mal aufgebrochen wird mit fünf Jahren und was die alles können müssen.
00:34:40: Und das ist so schade dass wir dadurch so viele Kinder und junge Menschen eigentlich verunsichern.
00:34:48: Und lieber ein Medikament geben, damit sie ruhig sind und ihre Hausaufgaben machen können anstatt zu sagen dieses Kind braucht was anderes.
00:34:56: Empfindest du das auch so?
00:34:57: Und wie viel die Diagnose ...
00:35:01: Du sprichst von ADHS jetzt zum Beispiel ja!
00:35:04: Ich fange mal so an, der Raum den ich anbiete und den auch ausbilde.
00:35:08: Das ist mir tatsächlich ein Anliegen.
00:35:09: Ist tatsächlich einen Zwischenraum für Eltern zwischen der eigenen Sorge und den Fragen die sie haben und dem Gang zum Kinder- und Jugendsechater oder auch zum Kinderarzt oder auch vom Kinderarzen nochmal zum Kinder und Jugendsekretär also sozusagen ein Raum wo es nicht darum geht Verhalten zu pathologisieren oder Diagnosen zu stellen sondern sich wirklich mit Dynamiken zu beschäftigen und das Verhalten was die Kinder zeigen nochmal besser zu verstehen.
00:35:35: Um zu gucken, gibt es einen Anteil bei uns, bei mir den wir verändern können?
00:35:40: Ich habe da so ein symbolisches Bild des kleinen Goldfisches, denen in dem System Schule haben oder auch in dem system Familie überhaupt in seinem Leben haben.
00:35:51: und das was wir, oder dass was du gerade ansprichst ist.
00:35:54: Dass wir im Grunde diesen kleinen Fisch rausnehmen an der Schwanzflosse und sagen dich müssen wir jetzt mal sezieren ja?
00:36:00: Anstatt dass wir gucken warum schwimmt denn dieses Fischlein in diesem Wasser in dieser Atmosphäre grade nicht so wie wir uns das vorstellen?
00:36:08: Ja oder wie es sich gut anfühlt?
00:36:10: Warum ist es nicht lebendig?
00:36:12: Warum kann's nicht gut durchatmen?
00:36:14: Das ist eben etwas, was wir ganz häufig machen.
00:36:16: Dass wir eben die Kinder uns angucken und dass wir das Verhalten isoliert sehen und nicht im Kontext dessen in dem es stattfindet.
00:36:25: Und deswegen halte ich für wichtig, dass wir uns diesen Kontext angucken.
00:36:31: Und eben nicht gleich sagen ja, das ist ADHS.
00:36:34: also jetzt komme ich zum zweiten Punkt einige Konstellationen, wo eben auch Eltern mit so einer Diagnose kommen.
00:36:42: Und ich nehme das zur Kenntnis im wahrsten Sinne des Wortes.
00:36:45: Sie nehmen es erst mal zur Kenntenis.
00:36:47: und für mich ist immer die Frage wie zeigt sich denn das Verhalten was für die Eltern störend oder für die Schule störand ist?
00:36:52: Oder ja wie intensiv ist das Wand tritt das auf?
00:36:56: Wie gehen sie damit um?
00:36:57: usw.
00:36:58: Das sind ja erstmal alles wichtige Referenzpunkte und Parameter, die man erst einmal um das besser zu verstehen begreifen darf erzählen darf, sich klarmachen darf.
00:37:09: und dann wirklich weil der Clou an der Sache ist das jedes Verhalten einen Sinn hat.
00:37:16: Und wenn wir jetzt davon ausgehen dass jedes Verheiten in sich erstmal einen Sinn macht Also eine Unruhe, was ihr ADHS an Symptomen mit sich bringt.
00:37:25: ADHS-Symptome sind sehr vielfältig auch ja nicht weil ein Kind sich... also wenn man sagt ein Kind kann sich nicht konzentrieren muss man auch immer wieder gucken ist das denn eine Konzentration die wir uns gerade wünschen auf Mathematik oder ist es eine Konzentration was das Kind sich grade wünscht?
00:37:41: und in den meisten Fällen ist es eben so dass Kinder sich auf die Dinge die sie gerne tun sehr gut konzentrieren können aber eben nicht auf die dinge die wir gerne wollen dass sie sich konzentrierend.
00:37:51: ein wichtiger Unterschied.
00:37:53: Und dann eben zu schauen, warum macht das für das Kind jetzt Sinn Unruhe?
00:37:57: Also wo kommt die Unruh im System her?
00:38:00: und aus meiner Sicht und aus meine Erfahrung kann man wahnsinnig viel in der Umgebung herauskristallisieren, wo Unruhe herkommt.
00:38:09: Spätestens dann wenn die Eltern die Idee haben das Kind ist erkrankt oder das Kind nicht normal kommt ja Unruh in das System der Eltern rein und wir sind so eng verklickt mit dem System unserer Kinder.
00:38:22: das nennt man Bindung dass da auch eine Resonanz ist.
00:38:25: Das heißt wie gucke ich das Kind an?
00:38:27: Wie sage ich Dinge?
00:38:28: Da kommen Botschaften mit rüber Ja.
00:38:31: Und auf diesen feinen Ebenen zu arbeiten, das lohnt sich erst mal bevor man dann auch überlegt gibt es noch weitere Möglichkeiten.
00:38:42: und selbst wenn man Medikamente gibt.
00:38:43: also ich bin jetzt gar nicht so dass ich sage nie Medikament oder so und ich habe auch schon Kinder begleitet und auch Familien begleitete die Medikamente genommen haben genutzt haben und dann aber auch wieder haben sein lassen oder mit Eltern das überlegt.
00:38:58: Ich finde, da muss man offen sein.
00:39:01: Aber ich finde vor allen Dingen wichtig dass wir es mit den Kindern tun.
00:39:06: die eben ihren Kindern dann Medikamente ins Müsli getan haben oder ins Wasser.
00:39:12: Und die gesagt haben, der würde das nie nehmen und ich finde, dass ist eben nicht wertschätzend.
00:39:16: Das ist unlauter.
00:39:18: Ich verstehe die Not dahinter.
00:39:20: Das is gar keine Frage.
00:39:21: und trotzdem brauchen wir ja eine Zusammenarbeit und Kinder sind auf Kooperation angelegt weil sie eben Verbindung suchen und ehrlich gesagt auch darauf angewiesen sind.
00:39:32: also da es wieder des Grundbedürfnis nach Verbindung da Eltern zu ermutigen, dass sie mit den Kindern ins Gespräch gehen die ins Boot holen.
00:39:40: Weil es geht ja um die Kinder und ich sage immer zu den Eltern also so oder so sind das ja Dinge, mit denen ihr Kind leben muss weil wir können uns zwar von unseren Eltern trennen irgendwann, also wir gehen aus dem Haus Wir können uns von Partnern und Partnerinnen trennen aber von uns selbst können wir uns halt nicht trennen.
00:39:56: Ja und Das wäre doch gut wenn wir jetzt gucken wie können wir denn mit der Eigenart?
00:40:00: Wie können was hier für Strategien haben wir dann Um damit gut umzugehen?
00:40:06: Und die Unruhe ist halt etwas, was in unserer Gesellschaft leider einfach immer mehr zunimmt.
00:40:12: Weil wir so durchlässig uns das Leben gestaltet haben.
00:40:16: Sag mal ein Beispiel!
00:40:17: Versuch mal zu beschreiben, was ist diese ganze Unruhre?
00:40:20: Die jeder spürt aber wo...
00:40:22: Also es gibt unterschiedliche Ebenen der Unruhes.
00:40:25: Es gibt sicherlich das, was wir wissen also dass Krieg ist gar nicht soweit weg von uns.
00:40:30: Das Krieg is sehr weit weg von Wir.
00:40:33: ausrechnen können Statistiken, wann sterben wie viele Menschen.
00:40:36: Also ich erlebe viele Kinder die sehr viele Sorgen sich machen, sehr viele Gedanken sich machen dadurch dass die Welt enger kleiner geworden ist.
00:40:44: Dadurch das wir im Grunde zu jedem Zeitpunkt auf fast allen Kontinenten zu jedem zeitpunkt wissen was da wie passiert und auch Meldungen bekommen.
00:40:54: also das heißt da ist die welt sehr viel durchlässiger geworden und Ich glaube auch unser gehirn ist nicht dafür gemacht dass wir das alles verarbeiten.
00:41:03: Also das ist so das eine.
00:41:04: Das kennen wir auch ein bisschen noch aus der Zeit mit Corona, dass wir dann auch irgendwann überlegt haben wann gucken wir Nachrichten?
00:41:10: was gucken wir?
00:41:11: weil es so überflutend für unser Gehirn war.
00:41:14: damit wachsen unsere Kinder heute auf.
00:41:17: also was für uns mit Neugier verbunden ist mit unserer Generation Wahnsinn und ist ja auch Wahnsinn aber ist für die Alltag.
00:41:24: Das Zweite ist, dass wir einfach sehr viele Kontaktmedien haben.
00:41:30: Also wir haben sehr viele Kanäle wie wir Kontakt aufnehmen können und Kontakt ist nicht mehr so wie ganz früher.
00:41:36: sag ich jetzt mal, so wie du und ich noch aufgewachsen sind man geht auf die Straße und man klingelt irgendwie bei dem Kind und guckt dann und schade der es nicht da oder so oder die haben was anderes zu tun.
00:41:45: Kannst du runterkommen?
00:41:46: Ja genau!
00:41:47: Und dann ist man aber auch den ganzen Nachmittag weg und irgendwann wenn's dunkel ist kommt man zurück und dann hat man sich nie aufgeschlagen usw.. Aber Ich will damit sagen dass die Art und Weise, wie wir heute Kontakt aufnehmen zu anderen Menschen und in Verbindung gehen sehr vielfältig ist.
00:42:02: eben manchmal auch dazu führt, dass wir da ein bisschen differenzieren oder zumindest uns dessen bewusst sein müssen.
00:42:07: Also wir könnten stundenlang auf TikTok und auf Instagram versinken in einem Sepping.
00:42:13: Das ist Sepping das was wir ja früher gemacht haben wenn wir drei Programme hatten
00:42:18: als die Fernbedienung eingeführt wurde.
00:42:20: Da war seppen das große Wort was dazugang.
00:42:22: Genau
00:42:23: genau und das machen wir heute mit mehreren Geräten und mit ganz kurzer Aufmerksamkeitsspanne was ja im Grunde das ja auch Unruhe macht.
00:42:31: Ja, weil wir verarbeiten ständig da ist ein Kochrezept und da ist was weiß ich.
00:42:35: Da wird irgendein Bericht von einem Tier gezeigt und da is'n lustiges Video usw.
00:42:39: Also das geht ja... Und es lenkt ab!
00:42:43: gibt uns scheinbar eine Erholung, aber eigentlich ist die Erholungen nur ein Resignation, glaube ich.
00:42:49: Unseres Nervensystems, dass wir irgendwann sozusagen nicht mehr können und es dann so eine vermeintliche Beruhigung ist, aber ist es nicht.
00:42:56: Also das macht unruhig schon im Außen von den Dingen, die sozusagen in der Gesellschaft jetzt einfach an Veränderung da sind.
00:43:03: Und dann gibt es einfach auch Dinge, die uns in Beziehung beunruhigen.
00:43:08: Ja, weil wir einen Tagesablauf für Kinder gestaltet haben der sehr eng ist und der sehr wenig mit du hast vorhin schon mal auch gesagt.
00:43:17: Mit Ruhe zu tun hat.
00:43:19: ja also unser Leben besteht im Grunde nur zwischen zwei Polen zwischen Anspannung und Entspannungen Und wir haben eigentlich ein Leben für die Kinder gestaltet, was nur aus Anspannung besteht.
00:43:30: Also die stehen morgens auf und dann müssen sie sich anziehen und müssen aus dem Haus gehen in die Kita oder in die Schule.
00:43:36: Und schon bindungstheoretisch ist es genau umgekehrt.
00:43:39: also Sie haben ja lange jetzt als Kita-Kind habe ich geschlafen vielleicht bei meinen Eltern aber ich bin nicht im Beziehungen Ich bin nicht in Verbindung.
00:43:49: das heißt eigentlich brauchen wir jetzt einen Tank der aufgefüllt wird, ja?
00:43:52: Mit Beziehung.
00:43:53: Und was passiert es?
00:43:54: aber?
00:43:54: dass wir nur ganz kurz zusammen sein können und dann gehen wir in den Tag und dann kommen wir um drei oder vielleicht auch um halb fünf erst in die Kita holen die Kinder ab Dann ist der Tag eigentlich rum.
00:44:05: Ja also haben wir halb fünft dann haben wir noch anderthalb Stunden und selbst in diesen anderthals stunden Oder auch in den drei stunden die wir noch am nachmittag haben sind manchmal Eltern da die sagen das ist so stressig für mich.
00:44:16: und dann sprechen wieder rüber und ich frage schau mal Drei Stunden Zeit Was ist in den drei Stunden, dass es das so stressig macht?
00:44:24: Weil's sind die eins.
00:44:25: Aber ja, Tag besteht aus drei Stunden im Grunde ohne... Also das ist die Kühe ne!
00:44:28: Es gibt dann noch Pflichtprogramm morgens und abends mit zehn Uhr kurz.
00:44:31: Da sollen die Kinder ja wieder was tun.
00:44:33: aber wo?
00:44:34: am Tag macht ihr es euch richtig schön.
00:44:38: Und das wieder rauszuarbeiten und da Ruhe reinzubringen, Ruhe auch in der Verbindung zu wissen.
00:44:43: Ich bin wichtig, ich bin wertvoll.
00:44:45: Ich bin gesehen und gehört in meinen Anliegen und dafür Räumen zu schaffen.
00:44:50: Und dann kann ich mich auch wieder beruhigen.
00:44:53: Dann macht das keine Unruhe.
00:44:55: Aber wenn Eltern eben in Trennung sind oder viele Dinge eben... Oder kein Raum ist auch dafür was du auch erzählt hast ne?
00:45:01: In deiner Mutterschaft dass es Bettkantengespräche gibt oder auch Abendsgespräche gibt oder am Nachmittag Ansprechbarkeit, also eine emotionale Präsenz da ist.
00:45:11: Ja du kannst mich ansprechen ich bin interessiert daran was du denkst um was du fühlst.
00:45:14: ja dann macht das Unruhe im System.
00:45:17: Einsprechbar sein ist ein ganz toller Begriff und Punkt glaube ich wirklich weil Kinder spüren ja total wenn du abgelenkt bist ne?
00:45:24: Also ich bin ja nun auch immer eine berufstätige Mutter gewesen?
00:45:27: wo war ich wirklich?
00:45:28: sagen muss auch wenn die Leute immer denken ich habe die ganze Zeit durchgearbeitet hab ich ja wirklich überhaupt nicht.
00:45:33: als sie Kinder klein waren war ich erst Ganz in Köln, also meine Familie habe ich ja einen Kölner großgezogen sozusagen gegründet.
00:45:41: Und die ersten Jahre war ich überhaupt nur dort und bin gar nicht hier beim Frühstücksteigen gewesen.
00:45:47: Ich bin ja erst wieder zwei tausend sieben oder zweitausend acht, also sieben, acht Jahre nach meinem ersten Kind wieder überhaupt im Weg hingewiesen.
00:45:55: Und dann war ich mal zwei Tage weg drei Tage weg und so.
00:45:58: Und trotzdem ist es natürlich so.
00:46:00: irgendwann hab' ich wieder mehr gearbeitet.
00:46:02: Machst du auch mal parallel was am Handy oder guckst in deine Mails und eigentlich sitzt dein Kind und ist gerade Mittag.
00:46:09: Und da habe ich wirklich gesagt, das hat Kinder genervt, obwohl die selber gerne am Handy rumdatteln.
00:46:13: aber wenn das dann deine Mutter macht oder deine Eltern machen, dann ist es nochmal eine andere Qualität?
00:46:19: Und hab' ich wirklich gedacht ne also wenn Gespräch ist ein Gespräch und wir haben Zeit miteinander und dann muss alles auch mal... Es kann auch mal anders sein, es kann mal sein dass man etwas machen muss.
00:46:30: Das ist ganz klar bei mir auch so.
00:46:32: Aber ich habe gespürt, wie wichtig denen es ist dass man ansprechbar
00:46:36: ist.
00:46:36: Ja das man ansprechbar ist und ich kenne das natürlich auch und mir fällt noch was ein.
00:46:41: also Unruhe kommt auch rein wenn ich unter Druck stehe oder wenn die Person mit der Ich im Kontakt, wenn unter Druck steht.
00:46:49: Also wir haben alle so was getriebenes.
00:46:51: So erlebe ich das ganz häufig dass wir schon so getrieben irgendwie morgens aus dem Bett kommen oder eben gar nicht aus einem Bett kommen weil das was uns dann antreibt gar nicht so schön ist und dieser Druck auch arbeiten zu müssen.
00:47:03: Das ist zum Beispiel auch etwas bei den Eltern die ich begleite immer wieder auch merke.
00:47:09: Ich habe jetzt eine Familie wo es wirklich so ist Ein bisschen Zeit brauchte, um in der Schule anzukommen und wirklich dieser Druck ganz rausgenommen wurde.
00:47:20: Und die Eltern das so organisiert haben, dass die Mutter eben viel im Homeoffice gemacht hat und das Kind aus der Betreuung am Nachmittag rausgenommen hat.
00:47:27: Du glaubst nicht was das für ein Unterschied war?
00:47:30: Also wie weit wir gekommen sind jetzt damit, dass das Kind morgens gerne einigermaßen gerne in die Schule geht und es sich integrieren kann weil die Unruhe draußen ist oder... Reduzierter ist.
00:47:42: Aber was das für einen Kopfstand ist für die Mutter, also wirklich meine Hochachtung.
00:47:48: Also eine halbe Stunde noch ins Büro zu fahren und dann da irgendwelche Meetings nicht so machen mit der Chefin oder dem Chef in Kontakt zu gehen und das so ernst zu nehmen und es so zu organisieren.
00:48:01: Das kann ja auch nicht jeder in seiner Arbeit.
00:48:03: Manche können's leichter und manche können es weniger leicht aber auch damit zu händeln und nicht sofort sagen, nee, kann ich nicht!
00:48:09: Und das Kind muss sich anpassen.
00:48:11: diesen Druck, den erlebe ich auch so oder habe ich auch erlebt.
00:48:15: Wenn Eltern so das Gefühl haben diese Bindung von der du ja so sprichst und die auch so schön ist aber wenn diese Bindung gestört ist, wenn das Kind Ablehnung zeigt also wenn so richtig was redest du will ich nicht hören und Tür zu usw.
00:48:31: Wo kann man ansetzen?
00:48:32: Was wäre ein gutes vielleicht ein guter erster Schritt.
00:48:36: Also auch hier nochmal Es wäre wichtig, vielleicht hast du ja eine Assoziation von... Wie alt möchtest du das Kind machen?
00:48:43: Fünfzehn,
00:48:43: sechzehn.
00:48:44: Er war abgefuckt auf seine Eltern und die sind nicht mehr ran gekommen an ihn.
00:48:48: Sowas wirst du wahrscheinlich auch erleben in deiner Praxis und den vielen Jahren, denen du gearbeitet hast.
00:48:55: Was könnte ein Game-Changer sein oder was kann ein guter Rat sein für Eltern?
00:49:00: Also das Interessante wenn wir die Bindungstheorie uns angucken ist dass in der Pubertät Folgendes passiert, nämlich die Bindung zu den Eltern.
00:49:09: Das was ich vorhin gesagt habe wir kommen auf die Welt um uns zu binden weil wir davon abhängig sind auch deswegen ist das so angelegt ist dass es entfällt.
00:49:18: ja also die Bindung Die Abhängigkeit in der Bindung zu den Eltern entfällt und junge Menschen orientieren sich dann mehr nach außen, mehr zur Peer-Group.
00:49:28: Mehr zu der Frage wie kann ich da dazugehören?
00:49:31: Wie bin ich dort wichtig und wertvoll?
00:49:34: Und dann sind das eben genau auch manchmal ungute Sachen wie Drogen und Risikoverhalten und Selbstverletzungen usw.. Das ist jetzt natürlich so ein bisschen vielleicht kein schneller Hinweis aber das ist der Grund weshalb Mein Ziel auch ist, möglichst früh eine gute Beziehung zu haben.
00:49:52: Weißt du?
00:49:52: Die Bindung kann sicher oder unsicher sein aber auf der Bindung entsteht die Beziehungen bis zur Pubertät funktioniert dieser autoritäre Ansatz.
00:50:04: ja ich bin da stärkere ich setze mit Macht etwas durch Ich gehe über deine Grenzen drüber Und was wir aber dann machen ist, dass wir so etwas wie ein Kampf eben auch sehen.
00:50:14: Ja?
00:50:14: Und das wird die Kinder in sehr vielen Momenten eine Hilflosigkeit und eine Ohnmacht gebracht haben, die Wut-und Ärger und Schmerz auch speichert.
00:50:25: Das ist dann so ein bisschen das, was dann im ... In dieser Zeit sozusagen an die Oberfläche kommt.
00:50:31: Das heißt je früher ich im Dialog bin mit meinem Kind, je früher Ich in einer wohlwollenden Beziehung, in was nicht heisst es wenn ich auch Konflikte habe Und was auch nicht heißt, dass wir sozusagen in der Zeit, in der dann diese Loslösung, diese Ablösungen passiert, Kontakt haben können.
00:50:48: Aber der Kontakt verändert sich weil die Bindung... Die Abhängigkeit zur Bindung entfällt, die emotionale Abhängigkeiten entfellt und die Wirtschaftliche ist eben noch da passiert es dann, dass auch wir Eltern das Gefühl haben von ich verliere die Kontrolle.
00:51:03: Mein Kind wird erwachsen, mein Kind geht raus, mein kind macht Dinge, die ich nicht gut finde und wir passen das aber da nicht an.
00:51:10: Ja, spätestens dann ist der Zeitpunkt wo sozusagen wir nur noch auf Beziehung vertrauen können ja Es sei denn Wir sperren unsere Kinder dann ein oder wir machen solche Maßnahmen.
00:51:21: Und manchmal ist es so, dass eben unsere Kinder auch Umwege brauchen sowie wie wir auch und das ist für uns Eltern ganz furchtbar wenn das dann eben auch in diesen Bereich reingeht in dieses existenzielle.
00:51:33: Und das ist glaube ich ein spannender Punkt.
00:51:35: Also Kinder nehmen manchmal Umweger, auch wenn wir das gar nicht aushalten können also... Die ziehen komische Sachen an, haben komische Frisuren.
00:51:44: Tätowieren sich vielleicht was?
00:51:45: Deine Tochter hat ihren ersten Freund und denkt, wie kann das denn sein oder was auch immer.
00:51:52: Und nehmen so Umwege.
00:51:54: Das habe ich auch empfunden und das hab' ich auch so erlebt.
00:51:57: Ich glaube so im Nachhinein – das, was die Kinder dann zu mir gesagt haben zum einen bei meiner Tochter
00:52:02: z.B.,
00:52:04: Du nimmst das nicht persönlich, wenn ich blöd zu dir war.
00:52:07: Das hat mir geholfen.
00:52:08: Ich fand dich zwar blöd und fand dein total uncool was du mir jetzt hier zu sagen hattest aber... Hab immer versucht mir selber zu sagen, das ist eine Pubertät.
00:52:20: Das hat jetzt erst mal nichts mit mir zu tun.
00:52:21: Vielleicht hatte ich auch genug Selbstbewusstsein als Mutter?
00:52:24: Ich glaube es ist ganz schwierig wenn du sowieso gerade in der Phase bist wo's dir nicht gut geht wo du vielleicht an dir selber zweifelst.
00:52:30: dann kommt deine Tochter oder dein Sohn und haut die Einspruch nach dem anderen raus immer dran bleiben also nie zu suggerieren dass man jetzt das eigene Kind nicht mehr mag oder nicht mehr liebt hat oder so dieses Band dieses liebevolle Band näher breiten zu lassen.
00:52:46: Das war, glaube ich wirklich das Wichtigste was gelungen ist würde
00:52:49: ich sagen.
00:52:50: Ja und das nennt man Verbindung.
00:52:52: also ich finde auch dass es schon sehr viel dazu gehört wenn Eltern ihre Kinder verlassen sozusagen oder so hart sind so ein Desinteresse zeigen auch sie weg schicken oder so.
00:53:03: da muss schon viel passieren finde ich.
00:53:06: und Ich finde auch so dieses weil Konflikt heißt ja wir haben unterschiedliche Perspektiven.
00:53:12: Konflikte lösen heißt, wir erzählen uns von diesen Perspektiven und wollen verstehen was der andere denkt.
00:53:17: Und fühlt das natürlich in der Pubertät bei Jugendlichen jetzt nicht die erste Prioris zu sagen ich möchte deine Perspektive verstehen?
00:53:25: Das ist auch klar!
00:53:26: Und trotzdem wie du halt sagst immer wieder nochmal zu sagen Ich bin nicht gegen dich sondern ich möchte es verstehen.
00:53:34: Ich möchte mit dir in Verbindung sein, ich verstehe schon dass du nicht mehr jeden Tag mitessen möchtest und ich versteh das du selbst entscheiden möchtes an bestimmten Stellen und da vielleicht dann auch zu gucken.
00:53:43: wie fühlt sich das für mich stimmig an?
00:53:45: Möchte ich am Wochenende um zwei nochmal durch Berlin fahren um dich aus der Bar abzuholen oder von der Party abzuholen?
00:53:52: so also muss man sich ja auch gut stellen miteinander ne?
00:53:55: Da ist es dann wirklich ein Geben- und ein Nehmen- und einen Gucken ein Aushandeln und eben zu gucken können wir miteinander die Dinge aushandeln und dafür braucht man eben auch Vertrauen.
00:54:06: Und klar, die hauen einem Sachen um die Ohren und da hast du völlig recht.
00:54:10: Da ist dann immer die Frage Kann ich das auf einer Selbstoffenbarungsebene hören?
00:54:14: Weil wenn mein Kind mich beschimpft heißt es ja erst mal Es ärgert sich Ja nicht.
00:54:21: Ich bin jetzt die Person, wie mein Kind mich
00:54:23: betitelt.".
00:54:25: Und das hat verschiedene Phasen.
00:54:27: Wir sind ja auch in.
00:54:28: wenn die Kinder in der Pubertät sind geht es ja um Ablösung d.h.
00:54:30: Es geht um Abschied, es geht um Trennung und das ist ja auch traurig!
00:54:35: Das darf ja auch Traurig sein.
00:54:36: also vielleicht jetzt nicht mit vierzehn da denkt man dann auch schon mal Ganz freudig ans Ende.
00:54:41: Aber wenn die Kinder dann so achtzehn, neunzehntzwanzig sind und dann wirklich in die erste eigene Wohnung gehen?
00:54:46: Und jetzt hatte ich ja Glück weil ich habe viel gehabt das heißt bei mir war es ein bisschen Abschied auf Raten und auch immer noch mal mit rückschleifen und so und finde es wunderbar aber so dieses wirklich so dieses Gefühl zu haben.
00:54:57: Jetzt ist was bin ich denn?
00:54:59: jetzt bin Ich jetzt noch Mutter oder ich koche jetzt nicht mehr für Kinder, sondern nur noch für zwei oder für einen.
00:55:06: Das ist irgendwie dann... Ja damit muss man auch leben
00:55:10: und lernen zu leben.
00:55:12: Das war eine ganz große Aufgabe.
00:55:13: da habe ich schon öfter mal hier drüber gesprochen.
00:55:15: Wenn du auf einmal diese Aufgabe siehst dass die Aufgabe es irgendwie erledigt.
00:55:19: also natürlich hast du immer noch Gedanken an deine Kinder und wahrscheinlich hast du machst du dir auch immer noch gesorgen um deine Kinder wenn du auch noch siebzig bist weil's immer nochmal was gibt wo du denkst ach und klappt das denn
00:55:29: alles so gut?
00:55:29: Weil man halt
00:55:30: Mutter isst.
00:55:32: Aber so grundsätzlich ist halt diese Aufgabe, es so erledigt die morgens zu wecken und für die Schule fertigzumachen.
00:55:37: Und mit denen einfach so ins Leben zu bringen.
00:55:42: Ja
00:55:42: das ich will noch eine Sache sagen weil ich das echt richtig spannend finde jetzt auch mit unseren Erwachsenen Kindern zu gucken wie wir dann eben Nähe und Distanz und Beziehung gestalten.
00:55:52: Weil natürlich sind wir biologisch verwandt und wir sind Eltern ja?
00:55:57: So und trotzdem ist die Frage also es gibt gar keine Verpflichtung, dass meine Kinder mit mir Kontakt haben müssen.
00:56:04: Und umgekehrt spüre ich diese Verpflichtungen natürlich schon weil es ist mein Kind ja aber wie kann das freiwillig sein und wie können wir das gestalten?
00:56:11: Ich habe immer gesagt wenn Eltern mich gefragt haben oder Menschen mich gefragt hat was ist denn dein Ziel was möchtest du erreichen?
00:56:16: hab ich immer gesagt ich wünsche mir dass meine kinder gerne zu mir kommen und dass wir gerne Kontakt haben miteinander.
00:56:22: Das ist gelungen.
00:56:23: Ja, das ist total gelungen und da freue ich mich auch so ähnlich wie du.
00:56:26: Ich bin da auch sehr, sehr happy.
00:56:29: mit vier Kindern habe ich auch zu jedem irgendwie eine ganz besondere Beziehung und Verbindung.
00:56:35: Und trotzdem ist es so, dass wir das eigentlich keine Woche manchmal sogar nicht mal einen Tag vergeht, wo man nicht irgendwie in Kontakt ist.
00:56:42: Dafür liebe ich dann auch wieder die Medien, ja?
00:56:43: Dass man eben schnell hier und da mal eine Sprachnachricht oder ein Signal schicken kann – das war ja früher nicht so möglich!
00:56:49: Das ist schon toll also, dass man sozusagen Familie nicht mehr auf einem Ort begrenzt sondern den emotionalen Ort sozusagen ins Außen verlagert in Verbindung ist und das Gefühl hat, da ist ein Netz.
00:57:02: Und trotzdem
00:57:03: beschäftige ich mich damit auch gerade jetzt.
00:57:06: wie viel Kontakt kreiere ich?
00:57:09: Also die melden sich bei mir auf aber grundsätzlich würde ich auch mal eine paar Tage von denen gar nichts hören und manchmal habe ich einfach so ne Sehnsucht und möchte den einfach nochmal gute Nacht schicken.
00:57:19: und manchmal denke ich wirklich aktiv drüber nach muss ich noch mehr loslassen und die machen lassen weil ich hab mich ja auch nicht im Alter von Anfang Mitte zwanzig jeden Tag bei meiner Mutter gemeldet oder sie sich bei mir.
00:57:32: Also es ist ja schon anders, es ist ein bisschen anders als das Frühjahr.
00:57:36: Ja, als das Früher war ich weiß jetzt natürlich gar nichts über dich aber ich weiß über mich eine ganze Menge und ich war extrem froh als ich zu Hause draußen war und deswegen ist sozusagen das was ich mit meinen Eltern gelebt habe und lebe gar kein Referenzpunkt für mich.
00:57:51: wie sein könnte so und ich hab mir angewöhnt tatsächlich Fragen.
00:57:56: Also wenn ich das Gefühl habe, Ich möchte gute Nacht sagen und ich mache das drei Tage hintereinander dann kann ich den anderen mal fragen Ist es klebrig?
00:58:05: Kommt das klebrigt bei dir an.
00:58:08: Oder ich merke es mittlerweile auch selbst, dass es mein Bedürfnis ist und dann kann ich vielleicht am nächsten Tag auch das wieder anders regulieren und habe eine andere Strategie in dem ich mir ein Foto angucke oder so.
00:58:19: aber ich kann damit irgendwie arbeiten und ich kann fragen... Das ist ja genau die Basis!
00:58:25: Ich finde da gibt's gar keine klare allgemeinbühltige Aussage solltest du mehr loslassen oder nicht?
00:58:31: sondern ich denke wie fühlt sichs für dich an Trauer, die bei dir gerade da ist.
00:58:36: Dann ist es vielleicht etwas was dann Ausdruck findet in dem ich will nochmal Kontakt haben und kommt das dann so auch an?
00:58:43: Das könntest du für dich prüfen und du könntest auch noch mal fragen oder ist es einfach hey!
00:58:47: Ich habe an dich gedacht und dann ist es schön wahrscheinlich Also auch wenn du keine Erwartung, das finde ich auch wichtig.
00:58:55: Dass wir keine Erwartungen haben – es ist mir eigentlich auch super wichtig dass wenn ich meinen Kindern ein Signal schicke oder Kontakt aufnehme, dass die sich bitte um Gottes Willen so wie ich das immer wahrgenommen habe bei meinen Eltern nicht verpflichtet fühlen.
00:59:09: Bitte!
00:59:10: Nicht.
00:59:11: Kein Druck, weil die haben ein volles Leben und ich habe ein vollem Leben.
00:59:14: Das finde ich das Schlimmste wenn da irgendwie dieses Gefühl entsteht.
00:59:17: Ich muss mich da noch mal melden.
00:59:18: Ja genau.
00:59:20: Und das aber auch offen zu besprechen einfach.
00:59:22: Dann gibt es auch wieder Zeiten... Da weiß ich ja dann auch, da hat der eine vielleicht weniger zu tun oder die wissen auch ich hab weniger zu tun und dann etabliert sich gerade was anderes sondern wird's auch wieder anders.
00:59:32: Ja, so würde ich das auch beschreiben.
00:59:35: Es ist zum Beispiel was, was es bei meiner Mutter noch lebt und die meine Schwester mir überhaupt keinen Druck macht.
00:59:41: Wenn wir da sind und wenn wir vorbeikommen oder wenn wir uns anrufen,
00:59:45: freut
00:59:45: sie sich und hat – obwohl sie an Demenz erkrankt ist – überhaupt nicht dieses Ding!
00:59:49: Und jetzt
00:59:49: vielleicht weilen?
00:59:51: Ja, vielleicht auch.
00:59:51: Aber manche werden hier ein bisschen gastiger oder werden fordernd oder finden immer irgendwas schlechtes.
00:59:57: Das ist wirklicherweise nicht so.
00:59:58: Und das gelingt uns auch ganz gut mit meinen... Kindern.
01:00:03: Und vielleicht ist das nochmal so.
01:00:04: eine Abschlussfrage für, wenn wir schon bei Erwachsenen-Kindern sind und manche Eltern haben das Gefühl die Kinder kommen nicht auf die Beine, sie kommen nicht aus dem Quark, die werden nicht selbstständig, die wollen vielleicht nicht ausziehen oder kriegen ihr Leben nicht so richtig auf die Reihe?
01:00:20: Wie macht man das dann vielleicht als Eltern?
01:00:23: hat man vielleicht zu viel abgenommen ohne jetzt einen Urteil zu sprechen, das wollen wir ja auf gar keinen Fall... Ja.
01:00:30: Das könnte beides sein.
01:00:31: also man könnte zu viel abgenommen haben und man könnte auch zu wenig abgenommen habe so dass die Kinder so erschöpft sind, dass sie da bleiben wo sie sind.
01:00:38: Also es ist nicht allgemeingültig zu sagen wie da eine Dynamik wirkt aber in der Regel ist es immer wieder gut mit den Kindern zu sprechen und zu fragen Was ist los?
01:00:50: Wovor hast du
01:00:50: Sorge?".
01:00:51: Also, da fallen mir Tausende von Dynamiken ein.
01:00:53: Die seien könnten warum Kinder sozusagen ihre Flügel nicht ausbreiten und nicht wegfliegen wollen oder zumindest mal einen Nest weiter oder vielleicht auch mal auf den Boden fliegen wollen und die Welt erkunden wollen.
01:01:06: ja also wir haben vorhin gesagt dass Kinder auf die Welt kommen und Verbindungen brauchen und auch leben wollen und auch abhängig sind von der Verbindung oder der Qualität der Verbindung auch zu uns Bezugspersonen, Bindungspersonen.
01:01:21: Und gleichzeitig wachsen sie ja auf in dem Spannungsfeld der eigenen Autonomie und Selbstwirksamkeit Und da gehört es auch mit dazu, dann eben irgendwann Verbindungen freiwillig gestalten zu können.
01:01:34: Also möglichst nicht in einer Abhängigkeit zu verfallen ja also weder in einer Beziehung zu sein in einem missbräuchlichen wo emotionale Abhängigkeiten geschaffen ist oder stattfindet noch zu den Eltern sondern eben auch Ja, Lust zu haben.
01:01:48: Zu gucken wie breit sind die Flügel und kann ich fliegen?
01:01:51: Und tragen sie mich.
01:01:52: und am besten eine Zuversicht zu haben, die eben nicht sagt oh Gott!
01:01:56: Oh Gott der Ast bricht Ich muss schnell auf den nächsten und noch auf dem nächsten und vielleicht noch auf einen dickeren Hüpfen sondern zu vertrauen dass egal ob der Ast bricht oder nicht ich Flüge habe und ich fliegen kann.
01:02:07: Diese Zuversicht brauchen die Kinder, weil wir vorhin über Umwege gesprochen haben natürlich in Aufwachsen.
01:02:13: Also Kindheit heißt Kindheit leben, Kindheit begleiten heisst ein Raum zur Verfügung zu stellen wo Kinder experimentieren dürfen Und Strategien ausprobieren dürfen in der Begleitung von uns Erwachsenen, weil manche Strategien eben nicht zu Ende gedacht oder zu Ende gefühlt oder erlebt sind und wir aber besser wissen wie es ausgehen kann.
01:02:34: Insofern ist das schon ein Raum des Experimentierens und des Aushandelns und wenn Kinder das nicht haben und so eng und streng geführt werden Dann laufen sie mit gestutzten Flügeln eben durch die Welt.
01:02:48: und vielleicht ist dann auch irgendwann ein Punkt, wo Sie sagen ich bleibe hier sitzen weil meine Flügel tragen mich nicht.
01:02:55: Oder Sie haben sozusagen Ihre Flüge sind lahm geworden, es wären jetzt so die beiden Ranges bei den Endpunkte.
01:03:03: Weil sie sich nicht zutrauen oder weil sie sich ausprobiert haben was für ein wundervolles Gefühl ist zu fliegen und den Wind unter den eigenen Flügelen zu spüren.
01:03:13: Und ich finde aber trotzdem, also alles das was ich sage ist sicherlich nicht verkehrt und trotzdem finde ich es schon sehr komplex heute in die Welt rein zu kommen.
01:03:22: Also ich weiß nicht wie's dir geht, aber so bei uns... war das vielleicht schon auch ein bisschen offener.
01:03:28: Aber die Generation unserer Eltern, da war ja doch sehr klar man macht eine Lehre oder man studiert und dann hat man nicht so viele.
01:03:34: Also man hat Semester irgendwie, die man macht und man kann hier nochmal studieren und da und je nachdem wie das finanziell ist und so.
01:03:40: Und dann geht man aber in den Beruf und es waren vorgegebene Biografien.
01:03:45: Heute hat sich das, finde ich, verändert dass Biografie nicht mehr festgelegt sind.
01:03:49: Berufe, die wir gelernt haben, die fallen weg mehr so vorgegeben.
01:03:57: Und so beständig, also ich finde das schon auch sehr krass was wir der Generation die jetzt gerade heranwächst und gerade erwachsen wird zumuten.
01:04:07: in vielen Bereichen auf der einen Seite alles easy alles möglich und
01:04:11: so genau die
01:04:12: Türen stehen offen aber es ist schwierig eine Wohnung zu finden sie also selbstständig zu werden.
01:04:17: Es ist auch schwierig ein Beruf mit Perspektive zu finden weil sogar in den Tech berufen und bei den Informatikern heißt es jetzt ja, die braucht man auch nicht mehr.
01:04:27: Weil irgendwann demnächst schreiben sich auch Softwareprogramme alleine.
01:04:31: Es ist so viel Unsicherheit Und wir sprechen auch nur über Unsicherheiten.
01:04:36: Und weißt du was?
01:04:37: Ich versuche meinen Kindern mir selbst meine Freunden oder auch Gesprächspartmann hier im Podcast zu sagen am Ende ist es so Vertrau darauf dass diese Welt dich braucht Was ich was kann, womit ich etwas anfangen kann.
01:04:52: Also auf die eigenen Talente und Fähigkeiten zu vertrauen, die vielleicht mit Anfang zwanzig noch nicht so ausgeprägt sind, die sich aber ausprägen werden?
01:05:00: Absolut!
01:05:01: Und das muss man viel mehr vermitteln als das, was wir manchmal tun.
01:05:05: Mit der Schule auch.
01:05:06: Ja, das finde ich auch.
01:05:07: Also das ist total... Ich finde es genau so wie du sagst diese große Unsicherheit.
01:05:12: wo führt das hin und was kann ich erwarten wenn ich das oder dass studiere?
01:05:17: Und eigentlich ist es heute ...ich gehe in einen Feld rein, ich studiere etwas aber ich weiß gar nicht.
01:05:22: Das war der große Vorteil bei der Pädagogik eigentlich auch weil Pädagogik durfte jeder studieren.
01:05:27: Ich wollte eigentlich Psychologie machen da hat man meine Enzene nicht gereicht so und bin auch heute total happy mit allem wie's gemacht habe.
01:05:33: Aber pädagogic damit kannst du alles machen im Grunde.
01:05:36: Also du kannst in bestimmte Felder gehen, ja und dann aber doch kreativ sein.
01:05:41: Ich meine ich habe im Grund auch einen Beruf erfunden.
01:05:43: Eltern- und Familienberaterin gibt es auch nicht so oder gab es nicht, den zu erfinden.
01:05:48: Und ich finde das total gut und ermutigend was du sagst so dieses dass man eben auf seine Flügel und auf das was einem Freude macht was einen ausmacht.
01:05:58: also was kannst du beitragen zur Welt?
01:06:00: Ja, wofür bist du hier?
01:06:01: Ich meine das klingt jetzt so ja ein bisschen pathetisch.
01:06:04: Aber ich finde trotzdem wirklich die Frage so was kann ich beitragen?
01:06:08: Was ist mir wichtig?
01:06:09: Was empfinde ich wertvoll und was kann nicht tun aus mir heraus um sich dann immer wieder auch neu zu erfinden?
01:06:16: Also das sind glaube schon die Dinge, um die es dann eben auch geht und das meine ich mit gestalten.
01:06:22: Ja absolut!
01:06:23: Und wenn wir diesen Raum nicht geben sondern ein so enge Schullaufbahn haben und dass da immer wieder um Noten geht und um ganz frühe Selektion
01:06:30: usw.,
01:06:31: ist es einfach nicht mehr zeitgemäß?
01:06:33: Nein, absolut nicht.
01:06:35: Vielleicht auch noch so ein Gedanke am Ende haben die Optimisten eher recht als die Pessimisten.
01:06:42: Und wir leben in so einer Welt, wo so viel pessimistisch gesehen wird unser Klima unsere Gesellschaftsstrukturen die Politik und trotzdem werden wieder durchkommen.
01:06:51: Und trotzdem werden wir vielleicht in zwanzig Jahren Lösungen gefunden haben, die wir jetzt noch überhaupt nicht uns vorstellen können.
01:06:56: daran glaube ich ganz fest.
01:06:59: versucht das irgendwie auch zu verkörpern.
01:07:01: Ja, also ich glaube auch und deswegen ist es so wichtig dass wir immer auch zuversichtlich mit unseren Kindern sind.
01:07:10: Und das sehen was da ist oder unsere Erwartungen überprüfen was wir wieder denken was sein müsste.
01:07:16: Das
01:07:16: fängt finde ich an wenn die ganz klein sind, dass man wenn sie stürzen oder wenn sich wehtun ordentlich pustet.
01:07:24: Gucken
01:07:25: wir,
01:07:25: wird wieder besser.
01:07:26: Nicht dass man alles abtut wenn wir kein Problem haben aber so dieses Gefühl vermittelt.
01:07:31: jetzt müssen wir einmal ganz doll pusten und dann ist es wieder gut und später auch bin die Probleme auftauchen das man so vermitteln.
01:07:38: okay da ist jetzt erstmal nicht so dolle
01:07:41: komplex.
01:07:42: krieg mal hin.
01:07:43: gucken wir mal wie könnte wie könntest
01:07:44: genau gucken wir.
01:07:46: schauen wir mal was ich in meiner Beratung sage schauen wir Mal wie weit wir kommen Schauen wir mal, was wird.
01:07:52: Also nicht indem wir passiv hier sitzen sondern indem wir uns den Dingen zuwenden und in der Zuversicht sind dass wir Wege finden die für den nächsten Schritt konstruktiv sein können.
01:08:03: Ja deswegen ist die Arbeit von Eltern und das was man tagtäglich macht von solcher Bedeutung und man macht nicht alles richtig aber man versucht es am nächsten Tag wieder ein bisschen besser zu machen wenn man sich als Eltern auch mal entschuldigt dass man vielleicht etwas nicht richtig gemacht hat.
01:08:20: Dann kann man auch wieder was kitten, was vielleicht nicht gut ist und diese Arbeit für unsere Gesellschaft so wertvoll.
01:08:27: Einen Schritt zurücktreten und zu sagen das habe ich nicht gut gemacht, das tut mir leid!
01:08:32: Und die Wertschätzung darf gerne von allen kommen, die wirklich jeden Tag aufstehen und ihre Kinder versuchen bestmöglich in die Welt zu entlassen und alles mitzugehen, was wichtig ist.
01:08:41: Das sind ganz, ganz wertvoller Teil unserer Gesellschaft, ganz wertvolle Arbeit.
01:08:45: Und du bist ein großer Teil davon mit den vielen tollen Impulsen die du in deiner täglichen Arbeit gibst und auch heute gegeben hast.
01:08:52: Danke schön!
01:08:53: Ja, vielen Dank dass ich hier sein durfte.
01:08:55: Ich finde es immer sehr spannend und ich fand sie jetzt super schön mit dir auch ein bisschen Zeit zu haben wirklich jetzt hier mit dir mal dich erleben zu dürfen, die spüren zu dürfen.
01:09:02: Vielen Dank!
01:09:03: Danke schön.
01:09:03: das ist auch was was ich extrem genieße, dass ich so viel machen kann.
01:09:07: Dankeschön Katja!
01:09:10: Das war sehr schön.
01:09:11: Mir hat das viel, viel Spaß gemacht und ich freue mich dass ihr bis zum Ende zugehört habt.
01:09:14: wenn ihr Lust habt, dann kommentiert doch sehr gerne mal auf der Plattform, auf der ihr diesen Podcast hört.
01:09:21: Dann gucken nämlich und sehen nochmal ganz andere Menschen was ihr dazu schreibt und hören vielleicht die Folge an.
01:09:27: aber grundsätzlich kommt bei unserem Team hier und mir ganz viel Zuneigung und Liebe für diesen Podcast an Und ich möchte euch da noch einmal ganz herzlich Danke sagen.
01:09:36: es wirklich sehr sehr schön.
01:09:38: Ich habe das Gefühl ich hab die liebevollste tollste Verständnisvollste Community, die man sich eigentlich nur wünschen kann.
01:09:44: Also euch!
01:09:46: Und ja kommentiert sehr gerne, bewertet diesen Podcast wenn ihr Lust habt.
01:09:51: auch das ist unheimlich hilfreich und ansonsten freue ich mich einfach wenn ihr in zwei Wochen wieder am Start seid dann gibt's die nächste Folge und bis dahin wünsche ich euch eine gute Zeit.