Die vielen Leben der Désirée Nosbusch - Die Folge über Schatten und Licht #67

Shownotes

Sie hat den Abgrund unserer Medienwelt kennengelernt, da war sie noch ein Kind. Als Teenager auf großen Bühnen, als Moderatorin gefeiert, doch bald deutschlandweiter Häme und Gemeinheit ausgeliefert. Niemand hat sie damals geschützt! Désirée Nosbusch war ein Kinderstar. Sie war schon immer schön, klug, spricht fünf Sprachen fließend. Und sie traute sich was. Vielleicht war das schon zu viel für die Gesellschaft damals. Von der Öffentlichkeit zerrissen, vom Manager missbraucht, ohne eine Mark in der Tasche und allein ist sie damals aus Deutschland geflüchtet. Hat das Leben nochmal neu von vorn gedacht. Die Schauspielschule besucht, eine Familie gegründet, sich selbst gesucht und lieben gelernt. Und dann vor ein paar Jahren kommt sie wie mit einem Paukenschlag zurück und ist in aller Munde! Désirée Nosbusch spielt die Hauptrolle in der Netflix-Serie „Bad Banks“!! Das gibt’s doch nicht. Sie ist Charakterschauspielerin, eine gereifte tolle Frau, die keine Spur Bitterkeit in sich trägt. Wie geht das? Und was hat sie damals davor bewahrt abzustürzen nach all dem, was ihr angetan wurde? Darüber sprechen wir in dieser Folge. Und auch über den Glauben an die Liebe, auch wenn sie nicht immer auf Dauer gelingt. Vielleicht kriegt Désiré heute endlich die Achtung, die man ihr damals verwehrt hat. Spätestens mit diesem ehrlichen, herzlichen Gespräch von uns auf jeden Fall. Schreibt mir gerne Eure Gedanken - direkt hier, an hey@mwiemarlene oder auf Instagram.

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Transkript anzeigen

00:00:00: Also ich freue mich ja immer auf meine Gäste und ich freu mich wirklich immer auf das Aufzeichnen des Gesprächs.

00:00:05: Aber hier habe ich wirklich... Ich bin heute mit großer Vorfreude angereist, weil ich unseren Gast zum allerersten Mal persönlich kennenlerne und wir haben aber trotzdem schon eine Verbindung miteinander.

00:00:16: Desi Reynoldsbosch ist heute bei uns ganz tolle, ganz erfolgreiche Schauspielerin und Moderatorin Und für alle, die meiner Generation angehören eine Frau mit einer unglaublichen Geschichte in unserer Medienlandschaft.

00:00:28: Die war ein Kinderster als ich noch ein Kind war.

00:00:31: Sie ist nur ein paar Jahre älter und hat erst im Ferienprogramm mit Anke Engelke lustig den Sommer durchmoderiert nachmittags und ist dann aber wirklich auf die ganz großen Bühnen gekommen.

00:00:41: Da war sie noch ein kind!

00:00:44: Ich habe damals als Kind erlebt was das bedeutet weil sie alle Schattenseiten unserer Medienwelt und der Öffentlichkeit am eigenen Leib erlebt hat.

00:00:54: Sie ist gefeiert worden für die vielen Sprachen, die sie spricht, für die tollen Moderation beim Grand Prix de la Chanson zum Beispiel.

00:01:04: Und gleichzeitig glaube ich, die Welt war auch neidisch darauf dass jemand so souverän ist, so viele Sprachen spricht das so gut macht und dann muss man ja irgendwas finden was vielleicht nicht so toll ist.

00:01:15: In Zweifel ist sie für Sachen kritisiert worden, die aus heutiger Sicht wirklich absohnt sind.

00:01:20: Sie hat zum Beispiel einmal Franz Josef Strauß kritisieren, weil der sich darüber lustig gemacht hat, dass eine andere Frau zu dick ist und sie hat damals gesagt, dass sie das nicht so gut findet.

00:01:29: Und dafür hat sie Morddrohen bekommen!

00:01:31: Wie hart ist sowas von gekänzelt worden?

00:01:35: Und viele andere Bereiche, viele andere Momente in ihrer jungen Karriere wo sie wirklich durch die Hölle gegangen Wie sie das geschafft hat, daran nicht komplett zu zerbrechen.

00:01:47: Das habe ich mich oftmals gefragt und das besprechen wir heute was er geholfen erzählt noch andere viele schlimme Dinge erlebt Und wir sprechen aber auch über die lieben ihres lebens und über die tatsache wenn die liebe nicht für immer hält Was das eigentlich bedeutet und dass es auch etwas sehr schwierig ist was du in deinem leben hinnehmen musst gestalten muss und akzeptieren musst.

00:02:10: Da hat sie auch ein bisschen bei mir was aufgebrochen, weil so einfach und so leicht spricht man auch nicht darüber.

00:02:15: Aber wenn zwei Frauen sich öffnen dann kann manchmal ein tolles Gespräch entstehen und das ist in diesem Fall so gewesen!

00:02:21: Also ich wünsche euch ganz viel Spaß.

00:02:23: eine wundervolle Frau Eine wunderschöne Frau außen wie Ihnen ist heute bei uns.

00:02:29: Viel Spaß mit Désirée Nussbusch.

00:02:32: Willkommen im Podcast MW Marlene.

00:02:34: Wie gelingt das Leben?

00:02:36: Diese Frage

00:02:37: stelle ich mir oft.

00:02:38: Mein Name ist Marlene Lufen und gemeinsam mit euch suche ich nach Antworten.

00:03:02: berührt hat und ich dachte, es gibt sowieso nichts Schöneres als tolle Gespräche.

00:03:10: Wir Frauen möchten jetzt nicht irgendwas gegen unsere männlichen Kollegen sagen aber wir Frauen machen schneller auf!

00:03:18: Teilen schneller mit und gehen schneller ans Angemachte.

00:03:22: Ja, das fand ich ganz toll!

00:03:23: Und hier sitze ich nun?

00:03:24: Toll!

00:03:25: Ich habe so gedacht... Also ich habe mich wahnsinnig doll darüber gefreut und hab dich auch sofort gefragt.

00:03:29: Deswegen ist es so schön dass es jetzt auch geklappt hat du Kosmopoliten bisher einfach viel beschäftigt reißt um die Gegend und dass wir jetzt hier zusammensitzen.

00:03:38: Ist wirklich sehr schön.

00:03:39: Ich habe dann nochmal so darüber nachgedacht und ich will nicht alles aus der Vergangenheit durchkauen.

00:03:44: Schon mal vorne weg Aber als ich Kind war, habe ich dich im Filmprogramm gesehen.

00:03:49: Und wenn mir damals jemand gesagt hätte ... Ah!

00:03:51: Dass ich überhaupt beim Fernsehen landen, ne?

00:03:53: Das ist völlig außer Frage gewesen.

00:03:56: Aber dass ich mal mit dir zusammensitze und wir hier uns so gegenüber setzen und übers Leben austauschen, ich hätt's wahrscheinlich nicht geglaubt.

00:04:02: Also ich mein, ich hätte es auch nicht gegraubt.

00:04:04: Für mich war das ja auch sozusagen ein Ferienausflug.

00:04:08: also Ich hab mir ja wirklich bewusst damals nie überlegt, dass aus so etwas ein Beruf werden kann und dass das überhaupt ein Beruf ist.

00:04:17: Und dass man davon leben, vielleicht wenn man Glück hat, kann irgendwann.

00:04:22: also insofern mir wäre es genauso gegangen.

00:04:24: Es gibt heute noch ganz viele Momente wo ich wirklich so inne halte und denke was für einen Glück?

00:04:30: Dass das was man am liebsten tut, dass das zu einem berufwerden kann.

00:04:35: deswegen immer wenn Leute mich so fragen wo machst du Urlaub oder wirst du hin?

00:04:40: Ich mache keinen Urlaub, aber nicht weil ich das Gefühl habe.

00:04:43: Ich brauche keinen Urlaub oder ich bin besser als andere?

00:04:45: Nein gar nicht!

00:04:45: Sondern weil ich eigentlich schon so als das schönste empfinde dass sich das machen darf was ich am liebsten tue und da keine Erholung wirklich davon brauche.

00:04:57: Das Getöse drum rum und so das schon natürlich... Ich muss mich nicht von der Sache distanzieren, um dann wieder mit Freude zurückzukommen.

00:05:06: Um ehrlich zu sein geht es mir auch da ähnlich wie dir und ich glaube wir haben viele Punkte.

00:05:10: Das ist gerade in den letzten Wochen wo ich mich damit beschäftigt habe dass wir ja hier zusammensitzen werden und sprechen werden.

00:05:16: Wir haben schon sehr große Parallelen in unseren jeweiligen Leben und trotzdem ich kenne niemanden der so wie du so viel leben in einem Leben gelebt hat.

00:05:27: also das würde ich gerne mal besprechen.

00:05:28: Du hast dich so oft neu positioniert, neu erfunden.

00:05:33: Bist immer die Desirenos-Bosch geblieben aber als du wieder zurückkamst und jetzt deine Schauspielkarriere in einer Weise nach vorne gegangen ist noch mal ganz oben gegangen bin.

00:05:44: ich habe mich mit gefreut weil ich dachte das ist eine Frau die hat so viel durchgemacht Und die steht jetzt da, wo sie ist und wird von allen geachtet.

00:05:53: Und von allen liebt hat mich mitberührt.

00:05:55: Dankeschön!

00:05:56: Ja ich werde öfters mal so gefragt zu dieses Neu-Erfinden und dann denke ich immer so neu erfinden würde ja bedeuten man setzt sich bewusst irgendwo hin und sagt so was kann ich jetzt an mir verändern oder neu erfunden damit es in eine neue andere oder bessere Richtung geht?

00:06:14: Das habe ich so nie getan.

00:06:15: das einzige was nicht immer bewusst, aber was so in meiner DNA steckt ist versucht mich weiterzuentwickeln.

00:06:23: Also ich hatte immer einen Drang und einen Wunsch danach hinzuzulernen, weiterzukommen, mich infrage zu stellen also nicht neu erfindern sondern eher infragestellen.

00:06:34: um zu gucken.

00:06:35: bin ich noch auf einem richtigen Weg?

00:06:37: ruhe ich mich gerade auf irgendwelchen Lorbeeren aus sicherlich auch vielleicht ab und zu getriggert aus dem immer noch vorhandenen komplex, dass ich keine wirkliche Schulausbildung zu Ende gebracht habe.

00:06:51: Dass ich nicht studiert habe.

00:06:53: Ich meine die Generation aus der ich komme... Da war das ein Ding abgehen von der Schule, weil man irgendwo vor einer Kamera steht.

00:07:01: Gegen den Willen meiner Eltern.

00:07:03: Irgendwo ja auch gegen meinen Willen.

00:07:04: Ich wurde ja fast gezwungen, weil es für Unruhe gesorgt hat damals.

00:07:08: und wenn man mir nahegelegt hat irgendwie mach mal deine komischen Dinge dazu endet und dann kannst du wiederkommen.

00:07:14: Und aus dem heraus hatte ich immer das Gefühl, ich muss auf jeden Fall dafür sorgen dass ich nicht stehen bleibe.

00:07:21: kam natürlich dazu, dass ich dann ja schon ohne jetzt wirklich in den alten Kamellen da zu wühlen irgendwann auf so einem Weg mich befand der nicht mehr ganz selbstbestimmt war und der nicht mit meiner Warte sich falsch anfühlte.

00:07:37: Und dann habe ich gedacht, dann lieber gar nicht!

00:07:39: Dann lieber... gucken, da rauskommen weil das fühlt sich nicht mehr richtig an.

00:07:43: und das gesamte was ich jetzt eigentlich sagen will ist hat vielleicht dazu geführt dass es so ausschaut als hätte man sich vielleicht neu erfunden.

00:07:50: aber es war eigentlich immer nur der wunsch ja weiterzukommen wach zu bleiben im kopf.

00:07:55: Was gibt es noch?

00:07:56: Und wie kann man irgendwie besser werden oder

00:08:00: gesund glücklich und das leben führen was man leben möchte?

00:08:04: weißt du was ich verrückt finde als ich dich wahrgenommen habe als Kind und dann auch als Teenager, eine junge Frau.

00:08:13: Du wirkt es für mich, wie jemand die schon so viel weiter ist.

00:08:17: Die so gebildet ist!

00:08:18: Du hast deine Sprachen gesprochen.

00:08:20: Ich muss das mal einmal für die Jüngeren erklären... Damals war das so ne?

00:08:23: Es gab ja kein Internet.

00:08:24: du hast Fern geguckt und deine Stars fanden im Fernsehen statt.

00:08:28: Du hast mit Anke Engelke dieses Ferienprogramm gemacht aber dann ging deine Karriere ja so nach vorne.

00:08:33: Du hattest diesen Eurovision Song Contest der damals noch hieß Grand Prix de

00:08:39: la Chanson

00:08:41: moderiert mit ganz vielen Sprachen musste gleich mal aufzählen, die so alles spricht.

00:08:45: Das heißt für mich war da eine Frau, die gar nicht so viel älter war als ich, ein junges Mädchen.

00:08:50: Die konnte so viel!

00:08:51: Die war so elegant und selbstbewusst.

00:08:54: zumindest hast du den Anschein gegeben bzw.

00:08:57: ich will es anders formulieren Du hast gewürgt auf uns.

00:09:00: Gut

00:09:00: jetzt muss man dazu sagen Ich komme aus Luxemburg Aus einem Land wo man schonmal Von vornherein mit drei Sprachen groß wird, also nicht weil ich so toll bin sondern es können dort viele und fast alle.

00:09:11: Nämlich welche Sprache?

00:09:12: Also wir haben unsere eigene Sprache das ist Luxemburgisch.

00:09:15: die führt jetzt nicht weit über die Grenzen hinaus aber immerhin ist unsere Sprache.

00:09:20: Wir lernen in der Schule gleich von der ersten Klasse an Deutsch Und dann kommt ab der zweiten Klasse und Schule kommt französisch hinzu.

00:09:30: später da war ich leider schon abgegangen kommt dann auch englisch dazu.

00:09:34: heutzutage glaube ich auch schon ein bisschen früher.

00:09:36: Ich war auf dem klassischen Gymnasium, ich hatte also Latein und jetzt kommt noch hinzu dass meine Mutter Italienerin ist.

00:09:42: insofern war bei mir zuhause italienisch noch eine Muttersprache wenn man so will.

00:09:47: das heißt ich kam schon damit.

00:09:49: es ist nicht dass sich alles dass ich jetzt vielleicht einen talent weil ich vom Ohr her immer eine Freude daran hatte, gut zu klingen, Akzente zu lernen, Dialekte zu lernen.

00:10:02: Dass ich diese Sprachen dann auch noch so spreche oder gesprochen habe sehr früh als käme ich von da.

00:10:08: Okay, das ist ein Talent.

00:10:09: Aber es wurde mir in die Wiege gelegt.

00:10:11: so und dieses Internationale an der Wirkung... Ich glaube, dass hat einfach damit zu tun, dass ich aus dem Zuhause komme wo halt Großmutter, halt Französin Vater schon gemischt Mutter Italie Das alles schon mitschwingte bei uns zu Hause Und das wirkte dann halt hier international.

00:10:30: aber das war eigentlich nur das was sich von zu Hause mitbekam.

00:10:33: Du kommst ja gar nicht aus so einem elitären Elternhaus Deinen Vater Lkw-Fahrer,

00:10:39: meine Mutter war Schneiderin und Hausfrau.

00:10:43: Nun habe ich schon eine Geschichte.

00:10:44: Ich hab mal bei einer Veranstaltung an Agala Peter Ostinov zu Gast gehabt und hatte ihn angesagt und er hat einen Vortrag gehalten.

00:10:55: Ich hatte ein Buch von ihm dabei und ich hol mir ganz selten in meinem Leben ein Autogramm, aber ich dachte mir, von Peter Ossinov hätte ich schon gerne eine Unterschrift in sein Buch.

00:11:06: Und dann ging ich nach der Veranstaltung hin und habe gesagt, schuldigen Sie Herr Ossinow dürfte ich Sie bitten, ob sie mir das Buch unterschreiben würden?

00:11:16: Sie sind doch diese Diplomaten-Tochter mit diesen vielen Sprachen.

00:11:21: Und habe gesagt, nein, ich bin keine Diplomatentochter!

00:11:24: Ich bin die Tochter eines Lkw-Fahrers.

00:11:27: und dann guckt er mich und sagt er

00:11:28: ja

00:11:29: aber ein diplomierter LkW-Fahrer.

00:11:33: Und das ist jedes Mal wenn es darum geht denke ich an Sir Peter Ostinov zurück weil eben diese Geschichte so rührend war damals.

00:11:42: was ich aber sagen muss ich komme mal zu Hause mein Vater glücklicher Lkw-Fahrer.

00:11:47: Mein

00:11:47: Vater wollte nie etwas anderes sein, mein Vater war sehr intelligent und war Elektriker von der Ausbildung und wollte aber immer Kontakt zu Menschen haben und ist dann da in dieses LkW fahren und dann später auch noch zusätzlich Busfahren um die Arbeiter abzuholen, da rein so gerutscht und das war seine Berufung hat er immer gesagt, er hat es geliebt!

00:12:08: Er war dann auch irgendwie Präsident der Fernfahrer Gewerkschaft in Luxemburg Und hat dafür gekämpft und er sagte immer, ich möchte nichts anderes sein.

00:12:19: Meine Mutter war eine Schneiderin.

00:12:21: Ich bin abends eingeschlafen mit dem Rattern der Nähmaschine im Ohr und bin praktisch morgens auch dazu wach geworden.

00:12:30: aber meine Eltern haben das was sie getan haben geliebt.

00:12:34: Das fand ich immer unheimlich schön!

00:12:36: Ich komme nicht aus einem Zuhause wo gejamert wurde weil man etwas eigentlich anderes hätte machen wollen.

00:12:41: Das ist witzig,

00:12:42: darüber habe ich mir noch nie Gedanken gemacht.

00:12:43: Ich glaube auch das bei meinen Eltern war so.

00:12:47: Und da ist viel wertvoller als wenn du jetzt in einem intellektuellen Elternhaus groß werden und sehr unglücklich sein und nicht mitnehmen aus deiner Kindheit wie es sein sollte.

00:12:59: Deswegen die Herkunft der Beruf seiner Eltern ist das nicht sondern was vermitteln sie dir?

00:13:04: Bei meinen Eltern habe ich schon öfter mal erzählt, die haben sich immer geliebt.

00:13:10: Die haben sich nie betrogen Zum Beispiel.

00:13:12: Und mein Vater war Geschäftsführer von so einer Firma mit hundert Angestellten, der war der Chef sozusagen, hat sich auch so verhalten.

00:13:20: aber die hat meine Mutter auf Händen getragen und meine Mutter hat alles so finanzielle organisiert in der Familie.

00:13:25: So bin ich groß geworden.

00:13:26: bei uns wurde immer über alles diskutiert und am Ende hatte Barbara Recht und alle haben drüber geschmunt.

00:13:31: jetzt ein bisschen war das eigentlich so.

00:13:33: Das ist schon eine schöne Basis um dann die Herausforderung zu meistern, die ja irgendwann kommen.

00:13:38: Ja und das Problem ist dann wenn man das selbst nicht erreicht in seinem Leben.

00:13:42: was jetzt die Beziehungen angeht, dass es schon auch also da denke ich oft dran zurück und denke mir wie schön gut.

00:13:51: Es wird ja oft gesagt früher ging man nicht so schnell auseinander Früher hat man... Ich meine meine Eltern haben sicherlich Gemeinsam das, was sie hatten aufgebaut.

00:14:02: Haben sich getroffen glaube ich schon auf Augenhöhe obwohl meine Mutter nur zu Gast in Luxemburg war und ja dann auch wegen meines Vaters blieb aber klar die Welt ist eine andere jetzt Und ich ertappe mich weiß nicht wie es dir geht Marlene habe Ich ertappe mich ab und zu dabei zum Beispiel so an Sonntagen Ich sage jetzt mal beim Spazieren gehen im Park oder ein Restaurants Wenn Familien so am Tisch sitzen Mama Papa Kinder dass ich denke, wie schön wenn man das geschafft

00:14:32: hat.

00:14:33: Das ist mir leider nicht gelungen.

00:14:35: also ich hatte gerne meinen Kindern das geschenkt, wenn sie ihre Eltern besuchen, dass es unter einem Dach stattfindet.

00:14:43: Hätte ich gern hingekriegt

00:14:44: und auch Das ist tatsächlich etwas, ich weiß gar nicht ob man da so einfach drüber sprechen kann.

00:14:49: Aber ich hätte das auch sehr gerne geschafft und ich finde es auch manchmal sehr schade dass es eben nicht so ist.

00:14:54: Weißt du allein so Dinge wie.

00:14:55: man guckt sich an und guckt sein Kind an dann sagt sie ist es hat er von dir

00:15:00: oder

00:15:00: weißt du noch damals als Erkleinbar?

00:15:02: Das ist dann nicht.

00:15:03: Nein, genau.

00:15:04: Das ist Schade!

00:15:06: Bei Problemen ist es schade, dass du die nicht besprechen kannst in der Art und Weise wie man es tut wenn man noch ein paar ist.

00:15:13: Bei schönen Dingen ist es ja auch so, du möchtest dich ja mit jemandem anders darüber freuen über was, was toll ist.

00:15:18: Was niedlich ist und was humanstolz drauf ist.

00:15:20: Kannst du eigentlich nur mit dem Vater sozusagen und nach Möglichkeit dann eben mit dem Partner?

00:15:26: Und wenn das nicht mehr so ist, gucken, wie man es handhabt.

00:15:30: Aber ich finde das ist auch ein Kapitel was für viele Frauen ja die in unserer Rolle sind, die die Familie trotzdem zusammenhalten und trotzdem einen Heim schaffen, wie auch immer das aussieht?

00:15:41: Wir machen ja einen Spagat also... Ich meine ich bewunder jeden der das auch in unseren Berufen wirklich schafft.

00:15:49: Ich glaube jeder Beruf hat seine Herausforderungen!

00:15:51: Ich möchte jetzt nicht auf unserem Beruf oder unsere Branche schieben Aber die verlangt uns schon viel ab.

00:15:58: Also diese Normalität und Beständigkeit, die ja so ein Familienleben auch nähert und braucht – das ist einfach nicht gegeben!

00:16:07: Das ist so schwer hinzukriegen.

00:16:09: Ich meine wieviel sind wir weg?

00:16:11: oder wieviele war ich weg als die Kinder klein waren?

00:16:13: Natürlich wurde immer für alles gesorgt und es ist heute noch alles organisiert aber man war halt nicht da.

00:16:20: Das zum einen, und bei mir ist das ja anders als beim Film.

00:16:24: Beim Film bist du dann wirklich auch über längere Zeit weg Und ich habe ja jetzt die Kinder kleiner waren auch nur weniger gearbeitet und trotzdem ist es so Dass Du halt nicht immer da warst.

00:16:34: Ich glaube aber dass auch in anderen Berufenmütter nicht immer Da sind.

00:16:37: also die tatsache wenn Du's einfach Nicht schaffst und dann gibt's Ja zwei Möglichkeiten entweder Du blendest es aus und erhältst Die Familie und lässt die Ehe am Laufen Und machst das so oder du kannst das nicht, weil es eben nicht mehr richtig ist.

00:16:54: So war's offensichtlich bei uns jeweils beiden?

00:16:57: Ja, es braucht halt auch immer zwei die in dem Moment auch dass gleiche oder selbe brauchen und man entwickelt sich ja nicht immer parallel.

00:17:05: Man hofft halt immer nur, dass man wieder irgendwo zusammen kommt.

00:17:09: aber wenn jemand immer weg ist und der andere wünscht sich ein geregelteres Leben dann ist es irgendwann nicht mehr stimmig.

00:17:18: War denn dein Partner der Vater, der Kinder?

00:17:22: Hätte der gewollt dass du zu Hause bleibst.

00:17:24: Ich glaube nicht das er so rational je gedacht hat ich hätte gern dass sie zuhause bleibt.

00:17:29: es glaube ich nicht weil er mich schon auch immer unterstützt hat und ich glaub auch sehr stolz war auf das, was ich getan habe.

00:17:37: Aber es war natürlich damals als unsere Kinder klein waren muss man sich vorstellen.

00:17:42: Es sind zwei Menschen aus ihren Leben rausgegangen und sind in ein neues Land damals gezogen nach Amerika In eine völlig neue Welt für uns beide.

00:17:54: Der Grund dass wir hingezogen sind War sein Traum Dass er dort arbeiten wollte Und die Möglichkeit hatte Dort anzudocken.

00:18:03: Und ich war immer so, dass ich gedacht habe.

00:18:05: Wenn ich jemandem das ermöglichen kann, dann werde ich mich da nicht gegen wehren und ich bin jetzt erstmal ein paar Jahre Korrespondentin.

00:18:14: was sich damit sagen wollte ist Ich lebe halt in Amerika weil dort ist wichtig für ihn zu sein und ich pendel Deutschland hin und her.

00:18:22: Ich bin teilweise im Rhythmus von sechs Wochen hin und Her geflogen und dann kriegen wir es hin.

00:18:27: Ich war auch damals die, die das Geld verdient hat Und wollte das auch so, um ihm zu ermöglichen in seine Karriere erstmal zu investieren als Filmkomponist.

00:18:38: Wir hatten aber immer die Abmachung wenn wir Kinder kriegen weil wir sie wollten gehen wir zurück nach Europa.

00:18:44: Das war immer abgemacht Ja und dann hat das fünf Jahre gedauert bis unser Sohn kam.

00:18:51: Dann war er karrieremäßig an einem Punkt wo es anfing zu laufen.

00:18:55: dann wollte er nicht mehr zurück habe ich auch verstanden.

00:19:00: Ich musste aber viel arbeiten, auch finanziell um uns da noch zu unterstützen.

00:19:05: Hauptsächlich damals mich.

00:19:07: also war ich die das Geld nach Hause brachte.

00:19:10: damit hatte ich aber auch nie ein Problem.

00:19:12: und dann hatten wir auf einmal zwei Kinder kleine Kinder.

00:19:17: sie sind nur zweieinhalb Jahre auseinander.

00:19:19: Wir gingen nicht zurück nach Europa.

00:19:22: Es war kein Support System da.

00:19:24: ich hatte weder eine Mutter noch ne Schwester noch ne Tante.

00:19:26: es heißt jede Hilfe musste organisiert und engagiert werden, er war voll auf dem Weg seiner Karriere.

00:19:34: Und ich dachte immer noch wir kriegen das hin?

00:19:37: Und dann standen sich auf einmal zwei fremde gegenüber.

00:19:40: Ich hatte dort keine wirklichen Freunde mehr weil die wussten ja diese mal weg.

00:19:45: Ich hatte hier in Europa kein wirkliches Leben.

00:19:48: Ich bin teilweise von der Bühne runter nachts noch irgendwo nach Frankfurt gefahren, den ersten Flieger damit ich meinen Sohn vom Fußballfeld oder vom Schulhof abholen kann.

00:19:57: Nachmittags nachdem der Fliega gelandet ist, damit man auch alles hinkriegt und ich glaube wir haben uns einfach verloren.

00:20:03: es gab nicht wirklich den Grund.

00:20:06: Es war nicht auf einmal die Liebe weg oder so.

00:20:08: Die ist heute noch da.

00:20:09: also ich rede jetzt kann nur von mir aus reden Das ist immer noch Meine große Liebe und das ist immer noch der einzige Vater, den ich mir wünschen würde für meine Kinder.

00:20:19: Aber irgendwann waren es zwei verschiedene Leben.

00:20:23: Dann kriegt man das komischerweise dann in dem Moment auch nicht mehr hin.

00:20:29: Wir haben schon versucht.

00:20:31: Und dann braucht das ganz viele Jahre... Ich habe dann immer noch so gedacht, irgendwann im Alter haut er's wieder hin!

00:20:39: Aber klar, dann kam das Leben dazwischen.

00:20:40: Dann hat er noch mal geheiratet und ein Kind bekommen.

00:20:45: Also meine Kinder haben noch eine Halbschweste.

00:20:47: Und dann muss man das sowieso sich aus dem Kopf ... Das war's!

00:20:52: Und ich finde, das ist ja schon eine Aufgabe dann sich zu schütteln.

00:20:55: Zu berappeln auch und damit... Wir sind ja alle gestartet haben an die große Liebe gedacht vielleicht auf so bei Paaren sowie du es beschrieben hast.

00:21:03: man sieht manchmal im Paar im Fernsehen oder irgendwie spazieren gehen und denkt sich so, die haben das irgendwie geschafft.

00:21:08: und dann guckst du und denkst dass das ist dir DSP gelungen.

00:21:12: Ich liebe mein Leben sehr.

00:21:13: vieles in meinem Leben ist wirklich wahnsinnig schön aber das hat eben nicht geklappt.

00:21:16: Mir ist einfach wichtig finde ich jetzt in der Zwischenzeit Und das ist sicherlich auch so eine Sache, die mit dem Alter gekommen ist.

00:21:24: Dass alle gut miteinander sind.

00:21:26: und halt heißt der Vater meiner Kinder und ich sage immer bis zehn irgendwann bin ich die, die dich im Rollstuhl schiebt oder du mich vielleicht weiß also je nachdem wer es braucht aber wir sind alle gut.

00:21:38: da ist unheimlich viel Liebe und das hat halt mit der Ehe nicht geklappt.

00:21:43: Aber die Liebe ist da und teilweise denke ich mir tiefe Freundschaft zu Lebensmenschen vielleicht sogar wichtiger.

00:21:51: Klar ist es nicht das, was man vielleicht mal wollte aber es sind alle gut miteinander und das ist

00:21:56: wichtig.".

00:21:57: Und das eine große Leistung?

00:21:58: Wenn einem das gelungen ist dann ist es wirklich etwas sehr schönes.

00:22:01: Es ist vielleicht auch nicht so jedem Zeitpunkt einfach.

00:22:04: Aber wenn man da hinkommt dass man sagt jetzt hat man unter alles was passiert ist alles was man was vielleicht weh getan hat irgendwie einen Haken dran gemacht.

00:22:13: ein gutes Leben führen und nicht... Und man

00:22:15: freut sich, wenn's dem anderen

00:22:16: gut geht.

00:22:17: Genau!

00:22:18: Das ist es.

00:22:20: Dann hofft man ja, dass man nochmal eine große Liebe findet vielleicht?

00:22:25: Ich hab auch ne Freundin die sagt für mich das Thema abgehakt ich brauch keinen Mann in meinem Leben.

00:22:30: Da denk' ich immer is eigentlich auch ne schöne Sache.

00:22:32: aber ich finde eine Zweisamkeit ist ja eigentlich was sehr schönes und auch wenn ich jetzt meinen lieben Superdoll genieße gab auf jeden Fall Phasen wo ich dachte mir fehlt was.

00:22:42: Ich habe dann irgendwann gedacht, ich möchte erstmal so eine richtig tolle Beziehung zu mir selbst haben.

00:22:49: Und die fange ich an zu haben und das merke man daran oder das merken ich daran dass sich auf einmal wahnsinnig gerne allein bin.

00:23:00: Gut!

00:23:00: Ich hatte noch nie Probleme allein zu sein.

00:23:02: Das ist nicht... sich anfühlt wie ein Manko oder wie jemand... wieso ist niemand bei mir?

00:23:08: So überhaupt nicht.

00:23:10: Ich genieße das, ich fange an immer mehr.

00:23:14: Das ist ein Prozess der Ginge war Jahre jetzt mich auch okay zu finden, mich zumögen.

00:23:20: Finde mich nicht immer toll aber im Frieden zu sein mit vielem und ich merke so ich suche auch nichts und kein Mann.

00:23:29: So mein Gott wenn einem noch mal jemand über den Weg läuft... Aber ich glaube das muss dann sowas sein und sagt

00:23:35: hoch?

00:23:36: Ganz genau.

00:23:37: Wo kommt

00:23:37: das denn jetzt her?

00:23:39: und dann ist es ja auch toll, aber mir fehlt gerade nicht.

00:23:43: Ich habe auch dadurch gelernt meine Freundschaften mehr zu pflegen weil das ist ja auch so ein Punkt wenn man in so einer Zweisamkeit ist dann muss ich jetzt sagen in meinem Leben durch die vielen Orte dann sind oft Freundschaft Und ich finde ja, meine Freundinnen sind ja meine Lebensretterin.

00:24:00: Total!

00:24:01: Ja und die bin ich nicht bereit für irgendwas zu opfern.

00:24:04: diese Beziehungen insofern das muss sich da einfügen wenden und mein Hund also er ist auch der hat auch seinen ganz festen Platz im Leben.

00:24:15: Meine Kinder sowieso die stehen überall.

00:24:17: im Insofern es ist gerade total schön so wie es ist.

00:24:21: Ich habe gelernt Nein zu sagen, ich konnte so schlecht nein sagen.

00:24:26: Ich weiß nicht wie es bei dir ist Jeder muss Kompromisse machen und dann in der Beziehung sowieso.

00:24:31: aber ich habe so oft Kompromiss gemacht Und während ich sie machte zu mir selbst gesagt ja ja ich würde das jetzt eigentlich nicht machen Aber ich mache das Ich brech mir ja keinen Zack und aus der Krone dabei.

00:24:40: Und trotzdem staut sich, dann ist es wie so ein Mülleimer, den man nicht lehrt!

00:24:45: Und auf einmal ist dieser Mülleimmer voll... ...und dann läuft er über und man weiß gar nicht mehr was es zum Überlaufen gebracht hat.

00:24:51: Und ich finde da muss man aufpassen und jetzt erfüllt sich gar nicht mal so sehr.

00:24:56: Da wird immer gleich Recycle.

00:24:58: Also mir geht's damit gerade richtig gut.

00:25:01: Ich musste schon dahin kommen.

00:25:04: Als Kind schon, ich bin immer gerne ins Bett meiner Schwester gekochen.

00:25:08: Ich habe gerne meine Menschen um mich herum.

00:25:10: Ich bin gerne in der Gemeinschaft und mein ganzes Leben.

00:25:14: Und deswegen meine Kinder aus dem Haus.

00:25:16: Ich würde mal sagen, das war eine sehr harte Zeit in meinem Leben.

00:25:19: Es ist gar nicht so einfach in einem Leben was schon so viel beinhaltet wie du es gerade gesagt hast.

00:25:25: Es is wirklich schwer weil natürlich möchte man Kompromisse machen und man möchte ne Zweisamkeit leben.

00:25:32: auf der anderen Seite ist da ein Job, da ist vielleicht zu Hause ne Wohnung, ein Haus Da sind andere Kinder.

00:25:39: Strukturen nochmal zu finden ist vielleicht weniger leicht als mit Mitte zwanzig, wo du jedes Wochenende jemand spannendes findest.

00:25:52: Könnte der vielleicht mein Ehemann werden?

00:25:53: Könnt ich mit dem vielleicht?

00:25:54: So das war ja eine ganz andere Zeit und das zumindest glaube ich fällt allen nicht so leicht und manchen gelingt es dann und manche vielleicht nicht.

00:26:03: Ich glaube aber auch daran, ich bin kein Typ für Dating und Dating-Apps usw.

00:26:07: Aber ich glaube an das Leben und die Liebe und Schicksal und was auch immer passiert

00:26:12: wird.

00:26:12: Und man muss ja einfach akzeptieren dass in dieser Altersgruppe, in der wir uns bewegen... ...und ich weiß, ich Bin älter als du... ...aber da sind halt auch wenn einem mal jemand Gutes begegnet, die sind halt verheilert.

00:26:26: Also ich sag jetzt mal mir sind den letzten Jahren wirklich ein Mann begegnelt wo ich dachte Wow, gibt es das so?

00:26:35: Aber der ist glücklich verheiratet seit Jahren und da wird man ja im Leben nicht irgendwie rangehen.

00:26:40: Weißt du sie meinen insofern?

00:26:42: Gottes

00:26:42: Willen!

00:26:43: Und das meine ich.

00:26:44: Es ist auch total okay... Ich frage mich oft was ist dieses gesellschaftlich oder weil man so groß geworden ist?

00:26:51: also red jetzt über mich und wo ich herkomme dass man immer so wie so stellt man das auf so ein Perlesto wie sagen wir auf Deutsch Immer das man das Gefühl hat, man ist weniger werkt.

00:27:05: Zum Beispiel als ich nach Luxemburg zurückgezogen bin – das ist jetzt vielleicht acht Jahre her – habe ich gemerkt dass du zu gewissen Dingen gar nicht eingeladen wirst wenn du nicht ein Partner hast.

00:27:18: Also es werden immer Paare eingeladen.

00:27:21: und wenn du alleine im Pächenabende oder wo du sagst wieso werde ich, ah ok ist das weil die Angst haben dass du irgendjemand was wegnimmst?

00:27:29: Ich habe keine Ahnung.

00:27:30: Das muss man einfach akzeptieren denke ich nur okay da will ich dann auch gar nicht hin.

00:27:34: aber wieso haben wir immer das Gefühl dass wir weniger wert sind weil da kein Mann an unserer Seite ist.

00:27:40: Was ist das

00:27:41: also?

00:27:42: das stimmt auf jeden Fall.

00:27:43: ich würde sagen mein Umfeld biegelt mir das jetzt nicht wirklich.

00:27:46: Ich bin da manchmal in den Phasen dann auch so... Das fünfte Rad am Wagen gewesen, was aber akzeptiert wurde?

00:27:52: Aber ich hatte das selber!

00:27:53: Ich sage mal so ein Beispiel wenn ich am Wochenende Brötchen holen gegangen bin und ich hole mir einen oder zwei Brötchens, dann habe ich manchmal gedacht oh Gott wirkt es

00:28:02: scheiße.

00:28:03: im Ernst ja

00:28:05: Ja.

00:28:05: Ich musste da... Könne ich jetzt ein Trennchen verdrücken?

00:28:09: Nein, nein!

00:28:09: Aber ich verstehe.

00:28:12: Ich kann mich nicht freispringen, dass ich die Phase nicht gehabt hätte.

00:28:14: Jetzt nicht mit dem Brötchen holen aber so Momente.

00:28:17: Werd noch mal ein paar Jahre in der Eltern kommen.

00:28:19: dahin, wo ich jetzt bin muss ich dir wirklich sagen das legt sich.

00:28:23: Das kriegt auch einen Freiheitsgefühl ohne dass man diese Freiheit je ausnutzen müsste.

00:28:30: oder es hat dann auch sowas wo du sagst Nee, so wie ich will.

00:28:35: So ohne egoistisch sein zu wollen aber klar dann kommt die nächste etappe im kopf die gedanken man denkt das hat man ja im umfeld jetzt auch schon ab und zu des menschen krank werden dass Menschen Herausforderungen haben.

00:28:53: Ich habe auch einiges erlebt letztes Jahr, wo ich dann mein Gott sehr dankbar war.

00:28:57: Dass ich eine Freundin habe die sich in München in den Bus setzt und neun Stunden nach Luxemburg fährt um da zu sein wenn ich sie brauche.

00:29:06: Also so klar man sagt man ist erst mal alleine Aber da kann man ja wirklich auch irgendwie sich... Man muss früh genug anfangen darüber nachzudenken.

00:29:16: glaube wie man sich das so vorstellt im noch fortgeschrittenen Alter.

00:29:22: Genau und das glaube ich mir irgendwann dann auch gelungen, dass ich dieses Gefühl... Ich werde am Wochenende morgens wach.

00:29:29: Wie gesagt die Kinder waren dann ausgezogen und ich bin dann erstmal alleine.

00:29:33: Das fand ich wirklich am Anfang sehr sehr traurig einfach ja!

00:29:37: Und ich habe mir das aber gestaltet und da bin ich auch sehr dankbar für.

00:29:43: Heutzutage kann, ich glaube zum ersten Mal in meinem Leben, kann ich heutzutag sagen Ich freue mich manchmal wenn ich mal wirklich zwei Tage nichts zu tun nicht zu arbeiten habe und keine großen Verabredungen habe und so Das Wochenende vor mir liegt und ich denke oh herrlich jetzt kannst du was machst du denn jetzt?

00:29:57: Herrlich!

00:29:57: Kannst du füllen Da musste ich wirklich...das muss dich mehr hart erarbeiten.

00:30:01: Bevor man Kinder hatte, war man ja auch Single oder eben in einer Partnerschaft und hat so seinen Tag gelebt.

00:30:07: Und wenn du dann diese Aufgabe der Mutter nicht mehr tagtäglich hast und deinen Sinn des Lebens jeden Tag präsentiert bekommst, dann finde ich ist das erst mal – zumindest im meinem Fall war es auf jeden Fall eine Herausforderung – und dann erarbeitet sich wieder und findet sich wieder zurück in die Phase oder in das Leben, was man vorher auch schon mal hatte.

00:30:24: Wo man nicht so wahnsinnig viel Verantwortung für andere Menschen hatte.

00:30:28: Ja

00:30:28: gut ich hab so das... Die geht's doch auch als Mutter.

00:30:31: Das wird ja nicht weniger es wird nur anders.

00:30:34: also meine Kinder leben in Amerika.

00:30:36: Egal wann ich am Tag auf die Uhr gucke, habe ich immer parallel zwei Uhrzeiten im Kopf und denke schlafen die gerade?

00:30:43: Ah was machen die grade?

00:30:44: haben sie schon gefrühlt.

00:30:46: Das geht ja nicht weg.

00:30:47: oder es ist ja die Sorge um die Kinder, die Freude, die Angst.

00:30:52: dieses Teilhaben wollen wissen was sie denken.

00:30:55: das geht hier nicht weg.

00:30:56: also das erfüllt mich ja immer noch so.

00:30:59: ich hab das Gefühl ich lebe immer noch parallel halb bei denen, obwohl ich ganz weit weg bin.

00:31:05: Geht mir natürlich genauso.

00:31:06: Ich glaube das ist bei praktisch allen Hüttern so dass man du leidest ja mit wenn die ein bisschen Liebeskummer haben, du leitest mit wenn sie vielleicht, wenn es ihnen gesundheitlich nicht so gut geht.

00:31:14: Du leidst einfach nochmal doll mit.

00:31:16: und trotzdem komme ich manchmal in diese Phasen wo ich denke im Moment läuft's gerade bei beiden so richtig schön entspannt und toll und die sind beide glücklich mit ihrem Leben herrlich!

00:31:24: Das kann mich nichts glücklicher

00:31:25: machen.

00:31:26: Das sind die besten Krasen im

00:31:28: Leben.

00:31:29: Du sprichst mit den Deutschen, ne?

00:31:30: Ja doch!

00:31:31: Wenn ich da bin ist es dann ja Deutsch.

00:31:34: aber wenn ich nicht da bin würde ich jetzt mal sagen reden sie Englisch.

00:31:38: War das für dich als du nach Amerika gegangen bist auch ein bisschen so... wie zum Beispiel bei den Kaulitzbrüdern, die ja irgendwann gesagt haben das war so viel Trubel um sie herum und so viel Meinung was über sie sich gemacht wurde.

00:31:52: Das ist auch ein Befreiungsschlag.

00:31:54: war für die Seele nach Amerika zu gehen?

00:31:56: Ja aber das war nicht das mal wo ich mit Harald dann nach Amerika gezogen bin und wir da unser Leben aufgebaut haben.

00:32:03: Das war vorher, das war bei mir als ich zur Schauspielschule ging.

00:32:07: Da war ich knapp achtzehn, war noch keine achtzehnt war ja hier schon entlassen worden, Personen an den Grater und einmal durch einen Kakao gezogen.

00:32:19: Also ich war ja schon damals am Ende meiner Karriere angekommen das erste Mal und hatte auch da wiederum den Komplex dass ich von der Schule gegangen war und Latein konnte aber kein Englisch und dachte mir naja gut ich wollte unbedingt zu einer Schauspielschule und dann bin ich nach New York wie ein Befreiungsschlag.

00:32:41: Das stimmt, da kam ich in eine Welt die nicht einfach war also wo ich erst mal sehr viele Wochen an irgendeinem Fenster eines YMCA's in der Upper West-Zeit geweint habe und dachte wie komme ich aus der Nummer wieder gut raus?

00:32:56: aber in der ich so gewachsen bin und wo ich wirklich nur nach dem beurteilt wurde, was ich in dem Moment abgeliefert habe.

00:33:04: Also da gab es keine, die Desire aus der Zeitung oder die Desredi... Was weiß ich?

00:33:09: Eine Schlagzeile XY um sie nicht alle nochmal zu wiederholen!

00:33:12: Insofern das ja, das kann ich nachempfinden wenn die das gesagt haben, die Kaulitz Brüder dass das auch für mich so ein Befreiungsschlag war.

00:33:21: Ich wollte da auch gar nicht wieder weg.

00:33:23: also ich bin ja dann ... Der Grand Prix de Revision hat mich ja kurz rausgeholt.

00:33:28: Da kam der Anruf und ich weiß noch, wie ich damals René Steichen leider nicht mehr erlebt.

00:33:33: Der Regisseur damals, der das unbedingt mit mir machen wollte in Luxemburg, der mich anrief und ich weiss noch, ob ich zu Renée sagte?

00:33:40: Ich sage, nee!

00:33:42: Ich verheere sie sehr.

00:33:44: Aber mir geht es gerade so gut hier.

00:33:46: Ich habe nächste Woche eine Szene mit einem Partner hier und ich mache die Glasmenagerie und kann jetzt nicht irgendwie... Und die haben einfach nicht locker gelassen.

00:33:56: und dann war mein Gedanke so, naja okay gut.

00:33:58: Dann zahlen sie dir einen Flug nach Luxemburg.

00:34:01: Wenn du Glück hast, kannst du deine Eltern sehen und mein Gott ja ok komm mach mal!

00:34:07: So ist das entstanden.

00:34:08: dass mich das dann wiederum irgendwo hin katapultiert hat ist dann auf dem nächsten Blatt Papier.

00:34:13: aber ich war diese Jahre es waren dann im Endeffekt dreieinhalb Jahre habe mich glaube ich gerettet was den Beruf angeht und auch was mich angeht weil die haben mir Die Liebe zur Sache wiedergegeben und ich habe gemerkt, Ich kann was.

00:34:30: Genau wusste noch nicht was aber irgendwas kann ich Und das sagen die mir hier und die mögen mich hier und sie finden dass das richtig ist Dass ich hier bin und da halte ich mich jetzt mal dran fest.

00:34:40: Toll!

00:34:42: Ich muss es jetzt trotzdem ohne dass wir die Stories im Einzelnen erzählen.

00:34:44: Aber ich muss es nochmal so erklären Das war ja wirklich so dadurch ein natürliches Selbstbewusstsein hatte ist, was zumindest nach außen hin sehr rüber kam.

00:34:54: Du standst da mit einer Selbstverständlichkeit als junge Frau zwischen diesen ganzen Männern und hast dich getraut das eine oder andere Mal vielleicht mal einen frechen Spruch Wahrheit auszusprechen, aus unserer heutigen Perspektive.

00:35:10: Du hast einmal Franz Josef Strauß kritisiert.

00:35:12: danach warst du wie du sagst eine Personannone.

00:35:14: gerade ich kann mich sogar daran erinnern dass sich mit glaube ich auch irgendwie so ne Meinung gebildet hatte weißt und so dachte naja manchmal denke ich mir so wir waren noch nicht bereit dafür was du damals schon verkörpert hast eigentlich einfach deiner Zeit voraus und bist dann so durch die Mange gezogen worden.

00:35:36: Das war richtig schlimm, das muss so hart gewesen sein.

00:35:41: Ja

00:35:41: es war hart.

00:35:42: Also es war hard einerseits sicherlich für mich aber was mir viel mehr Schmerzen zugefügt hat ist dass es so hart für meine Familie war weil ich konnte ja weggehen So, ich musste weggehen.

00:35:56: Aber meine Eltern und mein Bruder der irgendwie fünf Jahre jünger ist als ich und der auf dem Schulhof sich Dinge anhören musste über seine Schwester Und wir lieben uns sehr heute noch und waren so eng und er immer nur weinte und sagte warum reden die so böse bei dich?

00:36:13: Er war jung Und war dann auch noch krank und hat einen Unfall.

00:36:18: Das war das, wo ich dachte, mein Gott da habe ich echt ein Leid über die Familie gebracht und eine Familie in die Öffentlichkeit gezahlt, die ja gar nicht hin wollte.

00:36:28: Das tat mir wahnsinnig leid!

00:36:29: Und das war auch ein Grund, wo Ich dachte je weiter weg ich bin umso mehr kann sich das vielleicht beruhigen.

00:36:35: Meinerzeit vorausglauben weiß ich nicht.

00:36:37: Was ich war oder was es war... Es war halt nicht normal dass man einer Jungen Person oder einem jungen Menschen erlaubt hat, seine Meinung öffentlich im Fernsehen.

00:36:49: Ich sag jetzt mal um Füllner Acht zu äußern und... Oder um halb acht war es auch immer die Slots waren wo diese Sendung liefen?

00:36:56: Und ich glaube das ist das was damals dazu geführt hat dass das halt ja so Wellen geschlagen hat.

00:37:02: Wellengeschlagen!

00:37:03: Ich glaube ne wir hatten nur das Fernsehen Es war irgendwie ganz Deutschland hat sich irgendwie Maul zeressen über dich weil du nun auch noch Wunderschön warst, weißt du?

00:37:12: Als wenn das... Es wird einer so schönen jungen Frau gar nicht zugestanden.

00:37:17: Und in Nachhinein muss ich sagen, finde ich das richtig beschämend.

00:37:20: Eine

00:37:20: schöne Hülle von Nichts hat man mich damals begtitelt.

00:37:24: Wahnsinn!

00:37:24: Das ist irgendwie auch un... es hatte ich auch keiner verteidigt, das habe ich manchmal gedacht ne?

00:37:29: Du hattest Manager in der Zeit.

00:37:32: Es ist gar nicht mal der Manager, der ja auch nicht wirklich ein Manager war.

00:37:38: Die Geschichte kennt man jetzt auch zur Genüge und die tue ich mich immer wieder schwer zu hören und über die will ich auch gar nicht reden weil dieser Mensch sich ja nicht verteidigen kann.

00:37:47: Dieser Mensch wurde wie wir wissen ermordet von seinem eigenen Sohn und dieser Mensch hat nicht nur mir sehr weh getan sondern sehr vielen anderen jungen Frauen auch die dann jetzt über die Jahre, was ich mutig fand und was mich auch sehr berührt hat an mich gewandt haben aufgrund des Buches meiner Biografie, die ich geschrieben habe.

00:38:12: Die den Muttern hatten, mich zu kontaktieren und zu sagen, du ich auch und danke dass Du es aussprichst!

00:38:19: Ich hab mich nicht getraut.

00:38:21: wie auch immer das war.

00:38:22: ja da wurden ganz viele junge Menschen missbraucht und ich war halt eine davon Das ist gar nicht mal nur das, sondern da gab es ja noch ganz viele auch berühmte Menschen die in hohen Positionen saßen und hier auch nichts getan haben.

00:38:39: Aber ich bin nie angetreten!

00:38:42: Ich wollte nie Rache üben, ich möchte keine Namen nennen... Jeder, der da war und weiß was er getan oder nicht getan hat und heute noch lebt und erleben einige zum Glück nach vorn.

00:38:53: Der weist das!

00:38:54: Und wenn der sich morgens im Spiegel guckt muss der damit klar kommen oder die damit klarkommen.

00:38:59: Das ist nicht an mir da irgendetwas zu sagen es würde ich nie tun.

00:39:02: Ich musste nur irgendwann für meine Geschichte damit raus.

00:39:07: Und das habe ich mir lang überlegt, weil ... Ich wollte es nicht!

00:39:10: Nur... Meine Geschichte hat sich nicht erzählt in dem ich das ausgelassen hab.

00:39:14: Ich hab's versucht.

00:39:16: Aber es wirkte so.

00:39:17: was hatten die für ein Problem?

00:39:18: Wieso ist denn die ewig auf der Flucht?

00:39:20: Was rennten die rum?

00:39:21: Wisso ist die...?

00:39:22: Ich musste es mit Teil meines Lebens auch öffentlich werden lassen, damit sich mein Leben erzählt.

00:39:30: Weil es machte keinen Sinn und äh.... Merkt, glaube ich gibt's dazu auch nicht zu sagen.

00:39:36: Weißt du das ist alles gesagt?

00:39:38: Ja

00:39:39: Und der Mensch kann sich nicht verteidigen und deswegen finde ich es auch fair dass ich da nicht mehr darüber sage

00:39:45: Was hat dich aber damals gerettet davor abzustürzen?

00:39:49: in irgendeiner Weise?

00:39:51: Ich habe es irgendwann gepackt Abzuhauen!

00:39:55: Ich bin ja abgehauen ohne was.

00:39:58: Ich bin abgehauern aus einem Leben.

00:40:00: Mir war ja alles genommen Warn.

00:40:03: Ich hatte weder ein Bankkonto auf meinem Namen noch eine Kreditkarte, ich hatte nichts!

00:40:08: Ich hatte gar nicht.

00:40:09: sich bin mit leider sehr spät muss ich dazu sagen.

00:40:13: also wenn ich ganz ehrlich bin war ich dreiundzwanzig als ich es dann gepackt habe endlich mich ganz zu lösen diese ganzen Fluchtversuche vorher sprich dran Jahre New York zwei Jahre Paris das war ja alles.

00:40:27: aber wirklich zu sagen dass war weil meine heute noch beste Freundin zu mir sagte, diese Reven du jetzt nicht gehst ist deine Seele kaputt und die kannst du nicht mehr reparieren.

00:40:40: Da wusste ich jetzt muss ich gehen!

00:40:42: Und ich bin wirklich mit einem Pass in der Hand gegangen.

00:40:47: Ich habe in dem Alter bei Null angefangen.

00:40:49: Ich hatte kein Geld mehr.

00:40:51: Die Person hat alles... Ich weiß nicht wo die Sachen sind weil die Person ja leider dann auch nicht mehr lange lebte.

00:40:57: aber Irgendjemand hat vielleicht das, was ich mal verdient habe.

00:41:01: Und es liegt auf keine Ahnung.

00:41:02: wo ist auch Wurscht?

00:41:04: Ich hatte keine Wohnung!

00:41:05: Ich hatte nichts mehr!

00:41:06: Ich bin... ich hab wirklich in dem Alter ... ich hab mit Dreiundzwanzig bei Null angefangen und ich bin so froh dass ich's gemacht habe.

00:41:13: Ja.

00:41:13: Ich hab mich gerettet und meine Eltern haben mich unterstützt.

00:41:16: Die haben mir geholfen, die haben gesagt komm wir kriegen das hin und hatten Freunde auch.

00:41:21: und voilà das war und es ging darum die Seele zu retten.

00:41:25: Man sieht jetzt noch mal daran denkt, was wir gerade gesprochen haben.

00:41:28: Das man als Mutter so mitleidet das muss ja für deine mutter wenn du das siehst dass dein ganz schlimmer dass deiner tochter sowas angetan wird dass deine tochter Öffentlich so niedergemacht wird gleichzeitig so ausgenutzt wird Muss wirklich unglaublich.

00:41:42: meine eltern.

00:41:43: beide haben sehr Tut mir auch sehr leid und es ist auch nicht solch hätten sie nicht versucht mich da.

00:41:49: ich wollte ja meinen Eltern nicht immer die Wahrheit erzählt, weil ich wollte denen ja keinen Schmerz zufügen.

00:41:56: Ich habe nach außen hin eine Fassade aufrecht gehalten, die ja nicht stimmte.

00:42:01: Das ist ja so.

00:42:03: Ja das ist wahrscheinlich der Mechanismus, der dann irgendwie greift und deswegen hatte ich es auch eigentlich nur gesagt neu erfunden im Sinne von beim Schopfe gepackt und was Neues gestartet wenn das alte nicht mehr gut war.

00:42:19: Qualität oder eine Fähigkeit vielleicht, wenn man diese Fähigkeiten kultiviert.

00:42:24: Dass man, wenn etwas wirklich nicht mehr gut ist, dass man dann sich da rauszieht und sagt, dann mache ich was anderes?

00:42:31: Dann...

00:42:32: Ich mein, es sind zwei verschiedene Dinge dieses im Beruf Dinge zu verändern.

00:42:38: Das ist ne Entwicklung das wir gerade angesprochen haben.

00:42:42: Das war ja von vornherein nicht gut.

00:42:44: Da war ja nur immer die Frage Wie schafft man's?

00:42:47: Mir war ja klar, ich hatte ja nichts.

00:42:50: Ich bin da abgehauen mit einem Taxi, wo der Taxifahrer gesagt hat du musst die Part nicht zahlen ist es okay!

00:42:57: Ich konnte ja nicht mal in die Taxifahren zahlen.

00:42:59: Das heißt was ich damit sagen will ich wollte auch niemanden damit reinziehen und ich konnte hier auch mit niemandem wirklich reden weil das war ja alles in der Presse.

00:43:08: Wem willst Du Dich denn anvertrauen mit so einer Geschichte?

00:43:13: Ich hätte nicht gewusst, wem.

00:43:15: Ohne ... ich hatte ja Leute mit reingezogen und insofern das ist was anderes.

00:43:20: also dass dazu gehen... Also für meinen Geschmack Rückblicken habe ich viel zu viele Jahre gebraucht um da loszukommen aber es war halt so wie's war.

00:43:28: mir wurde ja irgendwann mal vorgeworfen warum ich warum jetzt drüber reden brauche sie Presse hießes.

00:43:33: Und

00:43:34: dann hab'

00:43:35: ich gesagt als wenn ich eins nicht brauch ist es Presse.

00:43:38: man redet dann darüber wenn man die Kraft hat ist zu tun.

00:43:42: Es braucht lange, weil man muss ja auch erst mal sich selbst verzeihen.

00:43:47: Ich musste mich selbst ja mir selbst erstmal versuchen klarzumachen warum ich aber gewisse Dinge zugelassen habe.

00:43:55: Warum lässt man das mit sich machen?

00:43:57: Warum lässt Man das zu?

00:43:59: Das kann auch sehr viel nachvollziehen wenn man in einer Beziehung steckt die einfach nicht gesund ist wo

00:44:04: es braucht

00:44:04: stattfindet wo er ausnutzen jeder hin sich körperlich und seelischer natur stattfindete und dann das meinst du mit sich eingestehen, dass...

00:44:14: Man hat es ja irgendwie auch zugelassen.

00:44:17: Ich weiß, das ist eins was ich sagen kann, ich habe so wahnsinnig viel gearbeitet in den Jahren war auf der Bühne war ich sicher.

00:44:23: Da hat mir keiner weh getan.

00:44:24: Ja!

00:44:25: Was ich mehr gearbeitet hab, was ich mehr weg konnte, was immer weg war und Es gab viele Ausbruchsversuche die halt aber alle Misslungen sind.

00:44:33: Aber jetzt rede ich schon viel zu viel darüber.

00:44:36: Aber man redet dann drüber wenn man nicht Kraft hat, sich dann auch den Reaktionen die dann kommen zu stellen.

00:44:42: Und man muss sich gar nicht rechtfertigen vor anderen, ob man drüber spricht oder nicht?

00:44:47: Das ist ein jedem gutes Recht seine eigene Geschichte zu erzählen!

00:44:51: Das ist

00:44:51: sowieso etwas was mich so... Ich mein früher war es vielleicht mehr die Presse und heute ja vielleicht immer noch ich weiß es nicht.

00:45:00: aber auch alles was auf den Social Media Plattformen stattfindet das Recht was sich Menschen rausnehmen etwas zu bewerten, etwas zu verurteilen.

00:45:13: Etwas zu kritisieren ohne den Inhalt zu kennen macht mich teilweise nicht nur traurig sondern

00:45:22: so wütend

00:45:23: wo ich denke kann man da irgendwie bitte irgendetwas tun damit das aufhört?

00:45:28: wer gibt dir das recht über etwas zu urteilen was du gar nicht kennen kannst und du wirst gar nicht gefragt?

00:45:36: So ist es.

00:45:36: Und weißt du was?

00:45:37: Es gibt in unserer Zeit, in der wir leben immer mal wieder Momente wo man das Gefühl hat wenn ich es jetzt nicht ausspreche platze.

00:45:45: ich muss mich dazu jetzt äußern.

00:45:47: Man muss nicht seine zu allen seinen Szenen dazugeben aber man muss.

00:45:51: manchmal Muss es raus und dann ist es auch in Ordnung.

00:45:54: und manchmal würde man sich wünschen dass noch mehr Menschen sich trauen zu sagen Das ist meine Meinung dazu, das ist meine Haltung und dazu stehe ich!

00:46:02: Ist mir egal wie Du das bewertest.

00:46:03: Ich sage das jetzt so

00:46:05: Ja, aber das sind dann Themen... Also was ich meine ist man macht Werbung für irgendetwas.

00:46:09: Was Teil unseres Berufes ist und jemand schreibt drunter wenn ich so operiert wäre.

00:46:16: Wo ich so denke also wenn ich eins wirklich ehrlich sagen kann ist dass ich nichts gemacht

00:46:21: habe.

00:46:21: So!

00:46:21: Und das möchte ich mal abbrechen.

00:46:22: Nee, aber weißt du was ich mein?

00:46:24: Aber ich bewerte auch nicht Leute die es machen.

00:46:26: Jeder macht was er will.

00:46:28: Halt dich doch einfach zurück.

00:46:29: Sagt doch einfach nichts oder?

00:46:31: Das meine ich die auf der oberflächlichen dummen Ebenen.

00:46:35: Und also da bin ich so, ich blocke alles was kommt und ich sage das ist mein Ding!

00:46:40: Ich will das nicht

00:46:41: haben.".

00:46:41: Ja.

00:46:42: Und wenn wir dann ein bisschen netter miteinander umgehen... und mir tut es nicht leid.

00:46:46: Mir ist es, ich kann damit umgehen aber die Jungen unsere Töchter und noch jüngere Mädchen wie sollen sie das denn verarbeiten?

00:46:53: Was da alles abgeht?

00:46:54: Das stimmt sich übrigens deinem Gesicht an und was für ein wunderschönes Gesicht du hast wo noch nichts gemacht

00:47:01: ist, ne?

00:47:02: Nein.

00:47:02: Ich hab mich das auch schon gefragt.

00:47:04: soll ich!

00:47:04: Das fragt du mir

00:47:05: doch alle

00:47:05: oder?!

00:47:06: Ja klar, das sind wir alle, aber... Also wir

00:47:07: kümmern alle irgendwie die Dinge.

00:47:08: Aber jeder wie er will und wer weiß, ich sag' auch nicht nie, keine Ahnung im Moment halt nicht, aber es ist immer so.

00:47:15: lass doch jeden leben, lass einfach jeden menschenes Leben.

00:47:19: Kannst Du mit Deinen Kindern über diese Themen in Deinem Leben sprechen?

00:47:24: Also ich habe sehr früh gelernt dass Kinder so viele Fragen wie sie selbst verarbeiten können und wollen.

00:47:31: Okay,

00:47:32: schlau!

00:47:33: Und insofern meine Kinder stellen Fragen?

00:47:37: Ich habe irgendwann... Da fing ich an mit mir ins Gericht zu gehen und in Therapie zu gehen als ich kleine Kinder hatte weil ich dachte wenn meine Kinder mal fragen muss sich Antworten haben.

00:47:49: da hab' ich angefangen diese Dinge aufzuarbeiten nicht vorher Und vorher habe ich sie weggedrückt und sie kam immer wieder hoch.

00:47:55: Ich hab sie weg gedrückt, so meine Kinder wissen sehr viel aber ich warte immer dass die fragen und dann habe ich eine Antwort versuche eine antwort zu haben.

00:48:06: wenn du sagst du hast es in der therapie aufgearbeitet.

00:48:08: so viele menschen haben welche themen auch immer in ihrem leben und versuchen die richtige therapie die richtige therapeutien oder therapeuten zu finden.

00:48:16: Und manchen gelingt es eben, so den Knoten zu lösen und zu sagen das hat mir wirklich geholfen.

00:48:21: Bei manchen hat man ein Leben lang finden sie aber nicht den Schlüssel um dieses Problems zu löse.

00:48:27: Kannst du definieren was es war?

00:48:30: Was dir dann geholpen hat darüber heute so zu sprechen?

00:48:34: Therapie auf jeden Fall!

00:48:35: Also einfach Gespräche in der Therapie oder welche Form der Therapien?

00:48:38: Es gab

00:48:38: Gesprächstherapie nennt man das hier auch in Deutschland.

00:48:43: In Amerika ist es ja seit Jahren schon... normaler gewesen, dass man ... Ich habe meinen Schwink.

00:48:49: Ich habe meine Therapie.

00:48:51: Das ist ja so der Angehung zum Friseurdamen und zum Taubhäuten.

00:48:53: damit will ich das jetzt nicht schmälern sondern es gehörte mehr dazu.

00:48:57: Das war normaler!

00:48:59: Und ich weiß noch als ich rede jetzt von vor...fünfundzwanzig Jahren also ich damit anfing, dass ich hab sogar mal einen Werbevertrag verloren in Deutschland weil ich öffentlich gesagt hatte, dass sich in Therapie bin Wusste nicht, dass stimmt mit dir irgendetwas.

00:49:14: Wahnsinn!

00:49:15: Jeder

00:49:15: wie er will.

00:49:16: Es gab einen Satz der mich gerettet hat.

00:49:21: Ich saß mal da und habe gesagt Ja aber, aber wieso hab ich?

00:49:25: Warum habe ich?

00:49:26: Wieso hab' ich das zu... Und der Therapeut saß mir gegenüber und sagte nur Desiree Sie waren ein Kind.

00:49:34: und dann dachte ich

00:49:35: Ja

00:49:35: ja recht Sagt, sie konnten das alles noch gar nicht wissen.

00:49:39: Sie konnten das gar nicht analysieren.

00:49:41: Sie war ein Kind und das hat mir so sehr geholfen.

00:49:45: insofern forever dankbar.

00:49:47: aber also ich halte sehr viel davon.

00:49:49: Ich bin auch nicht jemand der denkt man muss jetzt immer dahin rennen.

00:49:53: Also ich war jetzt Jahre nicht mehr.

00:49:55: Aber mir persönlich hatte es sehr gehofft mit jemanden der von außen drauf guckt Der nichts sonst kennt der nur die Fakten guckt Und der mir dann hilft, das irgendwie in die richtigen Schubladen zu packen?

00:50:09: Ich habe das in meinem Leben punktuell auch gehabt.

00:50:13: Ich hab nicht die Kindheitserfahrung aufzuarbeiten was bei vielen ja so ist.

00:50:18: Bei mir war es natürlich über die Themen, die wir jetzt schon gesprochen haben.

00:50:21: Es gab immer mal Phasen in meinem leben wo ich das Gefühl hatte ich muss mit jemandem drüber sprechen, der sich damit gut auskennt und der mir einfach einen guten Hinweis gibt.

00:50:30: Das wird ja gesagt im Ratschlag ist es nicht, auch Ratschläge sind Schläge.

00:50:34: aber am Ende ist es so dass ich trotzdem aus diesen Gesprächen oder Therapiesitzungen einzelne Therapie Sitzung.

00:50:40: manchmal habe ich dann zweimal mich getroffen drei mal mich getroffene das auch gut.

00:50:44: oder jetzt ist manchmal so.

00:50:45: manchmal schreibe ich dem eine Nachricht und sage jetzt würde ich gerne einmal kommen dann hilft mir schon einmal dass ich das mal raus erzählen

00:50:51: kann dass man sich selbst mal reden hört darüber und teilweise indem man es einfach nur Aussprech nimmt es der Sache eine Kraft weg und sie wird kleiner.

00:51:03: Ich finde das toll

00:51:04: sehr hilfreich

00:51:05: weil ich finde so im ich mag zumindest bin ich so, ich mag nicht meinen Freundeskreis belasten mit immer dem gleichen Thema und ich kann und dann das und ich finde nicht jeder hat genug.

00:51:16: Ich

00:51:17: habe glaube schon so ein zwei Freundinnen wo ich schon auch viel mal erzählen kann.

00:51:21: ich kenne von denen aber auch ganz andere Themen Aber auch wirklich Abgründe oder Zeiten, die sehr, sehr schwer waren.

00:51:30: Es ist ja schön, wenn man jemanden hat – wer auch immer das ist?

00:51:33: Wenn man jemandem hat mit dem, den man dann schreibt und dem anrufen kann und sagt,

00:51:36: jetzt

00:51:37: brauche ich mal kurz deine Zeit!

00:51:39: Und ich möchte da auch die Freundin sein, die dann vielleicht Zeit hat oder einfach nur sagt ruf denen mal an oder ruft sie mal an, die kann dir bestimmt gut helfen.

00:51:48: Was war die glücklichste Zeit in deinem Leben?

00:51:53: Ach, ich finde das ganze Leben ist irgendwie Glück.

00:51:57: Also wenn ich jetzt sagen würde... Ich befinde mich gerade in einer... In der glücklichsten Zeit meines Lebens dann würde ich anderen Zeiten so unrecht tun weil Glück ist ja so eine Sache.

00:52:08: Das find' ich immer so schade.

00:52:09: man erlebt es ja oft erst im Rückspiegel und man dann so sagt Oh damals war ich auch richtig glücklich hab's gar nicht gemerkt So!

00:52:17: Insofern Jeder Tag, an dem es eine mehr möglich wird, dass man noch gesund aufsteht kann Glück bringen und im Rückspiegel ist da auch ganz viel Glück.

00:52:29: Nein ich würde sagen trotz all der Sachen die mir passiert sind mein glückliches Leben!

00:52:35: Ich habe ein Leben wo ich darf mich mit Menschen und ich darf mir überhaupt diese Gedanken machen.

00:52:40: Ich denke immer so wie viele Menschen haben gar nicht die Zeit?

00:52:45: und dürfen sich die Zeit gar nicht nehmen, sich diese Gedanken übers Leben zu machen.

00:52:49: Das ist ja auch schon ein purer Luxus, dass wir uns damit auseinandersetzen dürfen.

00:52:55: Nein!

00:52:55: Also ich finde das Leben ist ein großes Glück.

00:52:58: Ich kann das nicht so sagen – die glücklichste Zeit.

00:53:01: Jedezeit hat ihre Gutes, ihre Herausforderungen... Geburt, Kinder.

00:53:07: Alles!

00:53:08: Da kommt so viel rein.

00:53:10: aber jetzt war ich gerade mit meiner Tochter bei einer Verleihung wo sie einen Preis gekriegt hat und ich sehe mein Kind auf der Bühne und es ist ein erwachsener Mensch der seinen Weg geht und er Erfolg hat.

00:53:22: was aber wichtig daran ist die glücklich in dem Institut und schon ist auch das wieder vergleichbar.

00:53:28: also ich kann gar nicht sagen

00:53:30: Also finde ich eigentlich sehr, sehr nachvollziehbar.

00:53:33: Weil jetzt für mich auch sagen würde... Ich habe auch nicht diese eine Zeit.

00:53:36: Jedezeit hat ihr Glück und die Herausforderung.

00:53:39: Wenn die Kinder geboren werden und klein sind, mein Gott war das niedlich!

00:53:42: Aber was haben wir da auch gelitten?

00:53:45: Und da Schlafentzug und überhaupt nichts mehr für sich machen können.

00:53:48: Genau.

00:53:49: Und jetzt so hart oder wie es erstmal ist wenn sie dann wechseln oder andere Dinge kommen und gehen.

00:53:55: Dann hat man das Glück findet man in anderen Situationen.

00:53:58: Ich find das übrigens ganz interessant.

00:54:00: Ich habe gar kein Bild von deinen Kindern vor Augen.

00:54:03: Und ich weiß aber, dass die beide tolle Musiker, tolle Künstler sind in ihrem Bereich auch wirklich erfolgreich und toll sind.

00:54:10: Das heißt du hast ja deine Kinder auch geschafft zu erziehen?

00:54:14: Dass sie nicht in der Karriere der Mama sich sonnen oder im Schatten der Karre der Mama groß werden.

00:54:22: Das Gute

00:54:22: ist das einfach mein Beruf auf dem anderen Kontinent stattgefunden hat.

00:54:28: Mein Sohn wurde in der Schule gefragt, was macht ... Als die Kinder es erzählt haben.

00:54:34: Was machen die Eltern beruflich?

00:54:36: sagte mein Sohn angeblich weil.

00:54:37: das wurde dann vom Lehrer aufgeschrieben.

00:54:40: Ich glaube meine Mutter sagt guten Abend meine Damen und Herren.

00:54:45: Das war also die Berufsbezeichnung meines Sohnes und meine Tochter, als sie anfing irgendwann auf das Internet zu gehen.

00:54:53: Da war sie nur so groß.

00:54:54: Fand irgendwann ein Clip von der Begrüßung Eurovision damals in drei Sprachen.

00:55:00: Good evening, Moswa!

00:55:01: Und mein Tochter dreht sich in der Küche um und sagt zu mir, du hast mir nie erzählt, dass du eine Store des

00:55:06: warst!".

00:55:08: Das relativiert alles.

00:55:10: Genau.

00:55:11: Und da meine Kinder wirklich auch ... Obwohl Sie beide Musiker sind... Sind's ganz verschiedene Wege.

00:55:18: Nee, sie wollen auch nicht und das ist ganz getrennt.

00:55:21: Sie wollen auch was den Vater angeht genauso.

00:55:24: Die sind sehr darauf bedacht ihren Weg zu gehen.

00:55:27: Meine Tochter findet es schon gar nicht gut wenn ich irgendwann mal etwas poste wo sie mit drauf ist.

00:55:32: Also das respektiere ich sehr und das finde ich ganz toll insofern da geht jeder so seinen Weg.

00:55:38: Ich war jetzt wirklich zum ersten Mal klingt auch so pathetisch aber... Also ich durfte mit meiner Tochter, zu dieser Verleihung im Rahmen der Grammys und ging so mit wirklich so.

00:55:52: Und saß auf einmal so... Ich rede jetzt so als hätte ich das nie erlebt!

00:55:55: Ich habe diese Leute alle schon mal angesagt in meinem Leben.

00:55:57: aber es war so, ich war als Mama dabei und saß am dem Tisch mit Joni Mitchell und Chaka Khan und John Mayer wie sie alle heißen und sie war eine von denen und hielt eine Rede.

00:56:12: Nur Mama.

00:56:14: Toll!

00:56:14: Das war einer der schönsten Momente meines Lebens und mein Sohn war dabei, wir beide waren so stolzer Bruder, stolze Mama und da dachte ich mir wie schön wenn das auf einmal sich so verändert und ich wollte auch nichts anderes sein in dem Moment und ich habe das sehr genossen.

00:56:32: Kann ich nachführen?

00:56:33: Sofern

00:56:33: jede Zeit hat wirklich sein Glück.

00:56:36: Sag mir ganz kurz, wofür hat ihr deine Tochter den Preis bekommen?

00:56:39: Sie

00:56:39: hat eine Künstlerin produziert.

00:56:41: Also geschrieben und produzierte als Erdison Raye Und die wurde sozusagen als new artist of the year und meine Tochter ist halt als Produzentin... Hat sie ein Resonator Award bekommen als Produzentin für diese Arbeit.

00:56:55: Toll!

00:56:56: Wirklich

00:56:56: wirklich toll!

00:56:57: Gratuliere ich dir!

00:56:58: Ja danke

00:56:58: schön!

00:56:59: Aber die wirklich habe dafür nichts getan.

00:57:01: aber Ich war so wo ich dachte das Schöne ist wenn du so merkst wenn Menschen ihren Weg finden.

00:57:08: Weil wir wissen alle, wir haben ja auch lange gesucht und dann dachten wir es ist das, dann dachte man es ist dass.

00:57:14: und dann sucht man, wenn Leute ihren Weg finden und darin aufgehen, das ist so ein Geschenk!

00:57:20: Ist es wirklich?

00:57:21: Wenn so ältere Menschen immer sagen mir geht's gut, wenn es dir gut geht heutzutage ist es doch so ne?

00:57:27: Und uns als Eltern gehts gut.

00:57:29: Wenn es den Kindern gut geht, das macht einen sowas von glücklich und da kann man auch mit vielem anderen umgehen.

00:57:34: Spätestens seit der Serie Bad Banks bist du eine der Top-Schauspielerinnen in Deutschland, die aktuell die tollsten Dinge produzieren und spielen.

00:57:45: Und das war so eine tolle Serie mit dir in der Hauptrolle!

00:57:49: Das war für mich so der Punkt dass ich dachte ist das abgefahren?

00:57:52: Mit welchem Karacho die Serie zurückkommt und jetzt einfach so in aller Munde ist.

00:57:57: und eine Produktion nach der anderen die wirklich unheimlich interessant sind.

00:58:01: Jetzt gerade kommt auch ein neuer Fernsehfilm, ein neues Spielfilm raus.

00:58:05: Im CTF?

00:58:06: In fremden Händen genau.

00:58:08: Ganz andere Rolle die ich aber ganz spannend finde.

00:58:11: da geht es jetzt nicht um mich in der Rolle sondern das Thema.

00:58:15: Da geht es um ja wie sagt meine schwarze Witwe eine Frau die halt sich Männer anlacht und mit den Beziehungen eingeht und sie sozusagen fast in den Tod pflegt Währenddem sie das aber tut, sozusagen.

00:58:33: Das ganze Geld und das ganze Hub-und-Gut sich erst mal einsackt.

00:58:38: Und es ist basierend auf einer wahren Geschichte die der Regisseur und Autor Christian Bach erlebt hat.

00:58:44: Und hier habe ich wahnsinnig schwer getan am Anfang weil ich dachte darf ich so was spielen?

00:58:49: Diese Frau ist diese Carola so... Carola Bussard heißt sie.

00:58:54: Aber dann dachte ich, nein es ist wichtig!

00:58:56: Das ist ein wichtiges Thema weil meine Mama ist auch im Jahr die Mütterung von der Müttern-Karole.

00:58:59: Wir haben alte Menschen, ältere Menschen um uns und das Schlimmste finde ich so wenn ich beobachte wie es meiner Mama geht.

00:59:07: Das Schlimms ist ja die Einsamkeit.

00:59:09: Klar Krankheit auch aber Einsamigkeit ist ganz ganz furchtbar als fast eine schlimmste Krankheit.

00:59:14: Und wie schnell man da auf etwas reinfallen kann einfach nur wenn man denkt Da is endlich einen menschen fand ich sehr wichtig.

00:59:22: und dann bin ich immer so jemand, der denkt das dachte ich auch damals bei Christelle Leblanc.

00:59:27: Bei Bad Banks es ist nicht ein Mensch einfach nur böse.

00:59:31: also jemand böses zu spielen ist nicht reizvoll finde ich.

00:59:34: spannend finde ich herauszufinden warum reagiert ein mensch in der situation so oder so.

00:59:41: und sich fand dieses buch sehr sehr toll geschrieben und es ist mal kein Drieihundertneunund neunzigster Krimi, sondern es ist wirklich ein für den Sehenswert.

00:59:52: Was das Thema die Geschichte und natürlich auch wie er geworden ist.

00:59:56: insofern sein Film auf dem ich sehr stolz bin.

00:59:59: Kannst du glaube ich auch sein?

01:00:00: Ich durfte ein ganz bisschen reingucken und ich freue mich auf jeden Fall darauf.

01:00:04: Die Serie muss dir sagen, ich gucke dir so gerne in dein Gesicht!

01:00:08: Ich glaube dass du aus vielen Gründen eine tolle Schauspielerin bist aber auch Weil du ein Gesicht hast, was mit ... Ich sag's jetzt mal.

01:00:15: Einundsechzig bist du jetzt?

01:00:16: Ja!

01:00:17: Einundsechs.

01:00:17: Einer

01:00:19: der schönsten weichsten Gesichter ist die ich so natürlicherweise vor mir habe.

01:00:23: Ich muss es dir wirklich sagen.

01:00:24: Nein danke, da kann ich aber nur zurückgeben an dich.

01:00:27: Brauchst

01:00:28: du gar nicht dieses typische Frauenmachen sich Komplimente aufs Äußere?

01:00:32: Doch das müssen

01:00:33: wir auch machen oder wir dürfen auch.

01:00:35: Aber ich glaub wichtig ist wenn wir... Also das ist so Früher hat man doch, oder man sagt doch immer so Schönheit kommt von ihnen.

01:00:41: Das ist auch so ein Satz wo man sagt ja hallo aber ich glaube also was mich zumindest berührt bei Frauen und Menschen.

01:00:49: Und das ist immer so dass wo ich hin möchte eine gewisse Authentizität.

01:00:54: Wenn man wirklich versucht ohne Rücksicht auf Verluste authentisch durch seinen Alltag oder das was man vom Leben noch... hat oder so zu gehen.

01:01:06: Das finde ich so wichtig und ich glaube, wenn man das ausstrahlt dann ist vielleicht die Chance groß dass es auf der anderen Seite jemanden erreicht oder berührt

01:01:14: würde sagen dass ich auch erst in meine eine gewisse Kraft in mir selber gekommen bin als ich bemerkt habe, dass es kein Manko ist wenn man mal in der Situation nicht so gut aussah oder auch nicht so good war zum Beispiel.

01:01:30: Also was nicht gut

01:01:31: gewuppt hat.

01:01:32: Null!

01:01:32: Beruflich

01:01:33: oder vielleicht auch privat.

01:01:34: Als ich be merkte, dass wenn ich das mir zugestehe und vielleicht auch unter Freunden darüber spreche, dann bin ich frei geworden.

01:01:45: Je mehr ich das begreife, desto schöner und mehr macht mir mein Leben

01:01:49: Spaß.".

01:01:49: Und

01:01:50: es ist auch diese... Ich glaube, dass war auch das was Bildbanks für mich zum Erfolg gemacht hat, war dieses Loslassen.

01:01:58: Einfach loslassen?

01:01:59: Natürlich muss man seine Hausaufgaben machen aber nichts mehr mit Druck erreichen wollen!

01:02:05: Ich glaube das ist schon sehr wichtig Weil dann kriegt es wahrscheinlich eine Durchlässigkeit oder eine Ehrlichkeit.

01:02:12: Ich weiß das nicht!

01:02:13: Gott sei Dank gibt's ja keinen Rezept für unseren Beruf, sonst wären wir alle Oscarpreistrenger...

01:02:17: Wollte ich sagen, da hätten wir alle einen Oscarjahr

01:02:20: haben?

01:02:21: Ja und sich gegenseitig... Ich weiß nicht wie es dir geht weil ich hatte auch immer so ein bisschen Sorge als ich Moderatorin noch mehr war als jetzt.

01:02:30: Ich moderiere ja jetzt nicht mehr so viel.

01:02:33: Machst du dir da auch so Gedanken, wie wird man in dem Beruf älter?

01:02:38: Ich hatte immer Sorge davor.

01:02:40: Wenn ich in einem langen Kleid nicht mehr eine Showtreppe runterkomme und das nicht mehr gut aus... Sie, dann werden sie mich ausrangieren.

01:02:48: Oder?

01:02:49: Und da hatte ich so eine Panik vor und dann dachte ich immer, weil ich bin auch keine Journalistin!

01:02:54: Insofern konnte ich mich nicht sehen in einer journalistischen Talkrunde.

01:03:00: Weil ich sage das bin ich nicht.

01:03:01: Das ist nicht meine Stärke.

01:03:03: Da habe ich unheimlich... Also ich lebe jetzt als Schauspielerin was das angeht besser.

01:03:09: Da hab' ich weniger Angst vor.

01:03:10: Das gehört vielleicht jetzt nicht hierher aber das würde ich mir privat gerne mal fragen.

01:03:13: Doch

01:03:14: doch, jetzt kannst du ja.

01:03:14: Ich finde es super interessant.

01:03:16: komischerweise habe ich das nicht so sehr.

01:03:19: Ich hatte das früher nicht so, als ich angefangen habe war die Junge und die Unterfahne wirklich noch sehr jung.

01:03:26: in den Berufen waren und dann eine Sendung wie Frühstücks-Fansehen.

01:03:29: Da war ich, oder war ich?

01:03:29: War ich vor dem Jahr zwanzig oder sechsundzwanzig?

01:03:31: Gerade sechsundzehnzig geworden konnte mich ja damals nicht schon bei YouTube und wo man sich heutzutage schon mal ausprobiert also gab es alles nicht.

01:03:39: Ich mache mir die Gedanken irgendwie nicht.

01:03:41: Ich habe das schon mal hier auch erzählt, ich glaube dass ich irgendwann spüren werde wenn ich was verändern will oder nicht mehr so richtig passe.

01:03:48: vielleicht wird es mir sonst auch jemand sagen im Zweifel hat jeder ja auch das Recht dazu.

01:03:52: dann mache ich mich gar nicht so sehr gedankend darum.

01:03:54: ich glaube aber dass sich da viel getan hat in den letzten Jahren.

01:03:58: ich gucke selber gerne ältere Frauen und auch älteren Männer an.

01:04:02: solange sie mit einer lebensbejahenden Haltung diesen Beruf auslügen werden natürlich jemand nur noch gastig verbittert ist, dann wird es schwer finde ich.

01:04:10: Aber wenn im Gegenteil also... Ich war zum Beispiel gerade in dem Kinofilm und das ist jetzt mal auch eine absolute Empfehlung.

01:04:17: diese Lücke dieser entsetzliche Lücke.

01:04:19: Habe ich noch

01:04:21: nicht gesehen!

01:04:22: Es ist

01:04:22: einer der schönsten Filme mit einer Senterberge.

01:04:25: Jede Rolle ist top besetzt, die Geschichte ist wunderschön und Senterberger ist

01:04:30: mein Gott

01:04:31: spielt die toll.

01:04:32: Ich spiele jetzt als alte Frau mindestens so gut wie zwanzig Jahre vorher und deswegen ist es so.

01:04:37: was kommt rüber aus den Augen?

01:04:39: Was bringt jemand mit?

01:04:41: Was kann jemand andern noch geben?

01:04:43: Und das ist genau dann wieder die Authentizität von der du gesprochen hast.

01:04:46: wenn jemand sich zugesteht, so zu sein wie er wirklich ist.

01:04:50: Dann kann er auch seinen Beruf noch lange ausüben und hat glaube ich... Und

01:04:54: viele Themen hätte man ja vorher auch nicht spielen können.

01:04:59: Man braucht doch Lebenserfahrung!

01:05:00: Du musst ja das auch mit füllen mit etwas.

01:05:03: Richtig.

01:05:04: Und so finde ich es auch mit dem Moderieren.

01:05:08: Ich denke mir teilweise, dass in meinem Fall die Berlinale oder der Opus Ich profitiere davon von einer Lebenserfahrung, ich habe das Gefühl, ich bringe was mit.

01:05:19: Was auch für die Sache gut ist.

01:05:20: Absolut!

01:05:21: Aber klar man ist immer gespannt, wie lange man dann einfach so das Alter haben darf, was man hat?

01:05:27: Ich bin echt gespannt inwiefern wir uns da noch weiterentwickeln dürfen und der Beruf es zulässt.

01:05:34: für uns Frauen

01:05:36: Bin ich auch gespannt und ich glaube, du wirst noch lange in deinem Beruf arbeiten.

01:05:43: Weil es so ist wie ich es gerade gesagt habe wenn man dir gerne zuschaut bei dem was du sagst und was du machst.

01:05:49: So würde ich sagen kann ich das für viele andere Menschen sagen Männer und Frauen.

01:05:53: Und bei Frauen freut es mich besonders, weil früher war's einfach so, dass man dann so aussortiert wurde.

01:05:57: Wenn man irgendwie nicht mehr ganz pinnab-girl mäßig rüberkommt.

01:05:59: Total!

01:06:00: Ich hab ganz liebe enge, enge Freundin die jahrelang beim, sag jetzt mal bei einem ID Sender irgendwie die Nachrichten moderiert hat und der auf einmal einfach gesagt wurde wir brauchen was Jüngeres und dann hinter die Kamera und das ist schon.

01:06:17: ich denke boah das würdest du mit dem Mann nicht machen.

01:06:20: da müssen wir kämpfen.

01:06:22: Da müssen wir kämpfen.

01:06:23: Und das machen wir manchmal darüber, dass man es ausspricht und manchmal auch andere Frauen oder andere supportet und die unterstützt.

01:06:32: Das schon da hat sich viel Gutes getan.

01:06:34: Absolut!

01:06:35: Es ist so schön... Ich danke dir!

01:06:36: Ich danke dich!

01:06:37: Das war

01:06:38: wirklich ein großes Vergnügen mit dir zu sprechen.

01:06:40: Danke, dass du dich so geöffnet hast.

01:06:42: Du hast mich auch geöffnete.

01:06:43: Das ist ja nicht das Einfachste darüber zu reden.

01:06:46: Auch darüber, wie man sich gewünscht hätte.

01:06:50: Ja, aber am Ende hat... ich glaube es ist dann immer irgendwie richtig so wie es ist oder?

01:06:56: So ist

01:06:56: das.

01:06:57: Genau.

01:06:57: Man macht

01:06:57: das Beste draus und das ist dann auch richtig gut!

01:07:00: Und es kommt noch ganz viel Schönes!

01:07:01: Bestimmt!

01:07:01: Davon bin ich hundertprozentig überzeugt.

01:07:03: Ich sehe immer noch eine Bank unter einem Olivenbaum irgendwo keine Ahnung der Tuscana und ich lese Geschichten

01:07:10: Sehr gut!

01:07:12: So ungefähr stelle ich mir das auch vor und ich danke dir sehr für diese Vorstellung!

01:07:16: Vielen Dank!

01:07:18: Manchmal denke ich so, es sind ganz viele kleine Leben die in ihr Leben reinpassen mussten und wie sie das so alles gemanagt hat.

01:07:26: Das haben wir jetzt gerade gehört.

01:07:27: Schön dass ihr bis zum Ende zugehört habt!

01:07:29: Ich kann euch wirklich sehr ans Herz legen den Spielfilm den ihr im ZDF am zweiten März sehen könnt in fremden Händen mit Desiree in der Hauptrolle Und das ist ja keine leichte Rolle gewesen für Sie aber bestimmt eine sehr spannende Geschichte.

01:07:41: Schön, dass ihr diesen Podcast so gerne mögt.

01:07:44: Das ist wirklich für uns alle hier im Team was ganz ganz Tolles, dass wir das mitbekommen und dass ihr es so toll kommentiert und einfach teilhabt an unseren Geschichten und den Menschen die wir zu Gast haben.

01:07:55: Das is wirklich was sehr schönes.

01:07:56: Habt eine schöne Woche!

01:07:58: Wir hören uns in zwei Wochen wieder.