Wie geht man in Rente? (mit Ulrike von der Groeben) - Die "Wir kommen zum Sport"-Folge #65
Shownotes
Mit 40 hat Ulrike den Chefs ihren Posten angeboten, sollten sie der Meinung sein, sie sei nun zu alt fürs Fernsehen. Nun ja, es ging noch weitere 27 Jahre - und das zurecht. Denn Ulrike von der Groeben wurde zur Legende bei den RTL News, moderierte jahrzehntelang neben Peter Kloeppel den Sport. Die beiden waren ein unverwechselbares, humorvolles TV-Paar, das oft parodiert, manchmal imitiert und doch nie erreicht wurde. Und in all diesen Jahren hat sie sich Bescheidenheit und Bodenständigkeit bewahrt. Wie gelingt dann aber der Wechsel in den Ruhestand? Was sollte man vorbereiten? Was braucht man danach? Und was fehlt am meisten? Ihre Familie hat sie an ihrer Seite und da gibt‘s Gesprächsstoff genug. Am Küchentisch sitzen nämlich vier Erfolgsmenschen. Ulrikes Mann ist Judo-Europameister, Olympionike. Ihr Sohn Max wurde als „Danger“ in Fack ju Göthe berühmt und gehört zur Schauspiel-Elite, ihre Tochter Caro macht außergewöhnliche Reportagen (und war die erste Stimme von Peppa Wutz!!). Wie hat Ulrike das damals hingekriegt, als die Kinder klein waren und ihre Sendung doch genau dann stattfand, wenn sie beim Abendbrot saßen und von der Schule erzählten? Es wird nichts beschönigt und trotzdem bestärkt diese Folge Frauen in jeder Lebensphase. Hört rein und habt viel Spaß dabei!
Wenn ihr Anregungen habt, schreibt gerne eine Mail an hey@mwiemarlene.de oder kommentiert hier direkt.
Hier geht es zu unserem Podcast-Instagram-Account Marlene auf Instagram Ulrike auf Instagram Ulrikes Buch Ulrikes und Peter Kloeppels Abschied Die zwei erwähnten Reportagen von Caroline von der Groeben: Der Schnüffel-Fetisch Gewalt, Verwahrlosung, Drogen: 7 Tage in Duisburgs Problemhochhaus
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Transkript anzeigen
00:00:00: Bei Familie von der Gröben ist es so, da sitzen am Tisch vier Personen, die alle eigene Berufswege, Erfolge, Karrieren angefangen und erfolgreich durchgeführt haben.
00:00:12: Das ist wirklich abgefahren.
00:00:13: Also Ulrike von der Gröben ist natürlich selber eine ganz, ganz erfolgreiche Frau, beziehungsweise auch eine sehr geachtete und gewertschätzte Frau.
00:00:21: Wir alle kennen sie bei den RTL-Nachrichten mit Peter Klöppel.
00:00:24: Das ist hundertfach parodiert worden, wie die beiden miteinander am Ende der Nachrichten noch so ein kleines... Smalltalk abhalten, kann unglaublich viel spannende, witzige, schöne Sachen aus ihrem Berufsleben erzählen.
00:00:35: Sie hat ja ihr Berufsleben beendet und darüber auch ein Buch geschrieben.
00:00:38: Das ist ein Aspekt, über den wir sprechen.
00:00:40: Sie ist aber auch die Frau von Alex von der Grüben.
00:00:43: Der Mann hat mehrere Goldmedaillen geholt als Judoka und ein wirklich beeindruckender Typ, den ich auch kennengelernt habe.
00:00:50: Sie ist die Mutter von Max von der Grüben, der ein sehr erfolgreicher Schauspieler ist und der Danger bei Fuck You, Goethe.
00:00:58: Caro von der Grüben, eine wirklich tolle, interessante, faszinierende junge Frau, die habe ich als Teenager kennengelernt.
00:01:04: Und da hatte die schon so viel Power im Hintern.
00:01:06: Macht heute Filme, ist Regisseurin, Autoren, Produzentin, Selberschauspielerin, war und das wird original her auch nochmal ganz kurz anreißen, die erste Stimme von Pepper Woods.
00:01:16: Also da in dieser Familie ist ganz viel vorhanden.
00:01:19: Talent, Drive, vor mir.
00:01:22: Saß eben und dieses Gespräch hört ihr jetzt.
00:01:24: Eine Frau, die so herzlich bescheiden, humorvoll und einfach total normal ist.
00:01:31: Meine beiden Jungs von meinem Podcaststudio haben gerade gesagt, als sie das Studio verlassen hat, was für eine nette Frau, was für ein netter Mensch.
00:01:38: Also das geht sozusagen bei allem vorne weg, wenn man mit Ulrike von der Grüben spricht.
00:01:43: Wir beide sprechen über ein paar Insider-Storys aus ihrem Berufsleben, über diesen wahnsinnig wertschätzenden, herzlichen, glamourösen Wunder.
00:01:51: wunderschön absteht, den sie gefeiert hat.
00:01:53: Als sie in den Ruhrstand gegangen ist, dass das eher ein Unruhrstand ist, wird sie uns gleich erzählen.
00:01:59: Und vor allem, ja, sprechen wir darüber, wie das ist, wenn man so berufstätig ist, wie viele, viele andere Frauen ja auch, die gar nicht in der Öffentlichkeit stehen, aber einfach berufstätig sind und irgendwie diese Waage hinkriegen zwischen, ich bin dafür meine Kinder, ich bin dafür mein Partner, ich versuche die Familie zusammenzuhalten, aber ich habe eben auch eine eigene Karriere, ich habe eben einen eigenen Beruf, den ich gerne mache und wo ich nicht... immerher meines Zeitmanagements bin.
00:02:22: Ganz schönes, sehr, sehr ehrliches Gespräch.
00:02:24: Ich habe mich unheimlich gefreut, dass sie bei mir ist.
00:02:27: Und jetzt wünsche ich euch viel Spaß in dieser Folge mit Ulrike von der Grüben.
00:02:32: Willkommen im Podcast MW Marlene.
00:02:34: Wie gelingt das Leben?
00:02:36: Diese Frage stelle ich mir oft.
00:02:38: Mein Name ist Marlene Lufen und gemeinsam mit euch suche ich nach Antworten.
00:02:43: Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll, Reike.
00:02:45: Ich freu mich wahnsinnig doll, dass du jetzt bei mir im Podcast bist.
00:02:49: Wie du es gesagt hast, wir haben darüber schon mal gesprochen, ohne dass wir uns jetzt permanent sehen.
00:02:53: Aber wir haben uns immer mal auf ein Geburtstag von Frauke zum Beispiel, Frau Bludeweg getroffen, aber auch so.
00:02:58: Und vor Jahren haben wir schon mal darüber gesprochen und habe ich dir erzählt, dass das mein großer Wunsch ist.
00:03:03: Ja, und dann hast du aber auch gesagt, dass es nicht nur noch dein großer Wunsch ist, sondern dass dieser Wunsch als bald in Erfüllung gehen wird.
00:03:09: Und dann habe ich immer gewartet und gewartet und irgendwann mitgekriegt.
00:03:12: Ja, sie hat sich wirklich ihren Traum, ihren großen beruflichen Wunsch erfüllt.
00:03:17: Und ich meine, was gibt Schöneres, ne?
00:03:18: Ich muss es dir sagen, es ist wirklich was ganz, ganz, ganz Erfüllendes.
00:03:22: Und ich komme jetzt an.
00:03:22: Kommst
00:03:23: du eigentlich vom Radio?
00:03:24: Ich komme nicht vom Radio.
00:03:25: Was kommen ja eigentlich alle vom Radio?
00:03:26: Alle
00:03:26: kommen vom Radio.
00:03:27: Ich komme nicht vom Radio.
00:03:28: Ich komme vom Stories machen.
00:03:29: Also ich habe ganz normal Publizistik studiert, den Weg Journalist eingeschlagen, wollte eigentlich schreiben und dann habe ich einen Praktikum bzw.
00:03:37: einer Praktika gemacht und habe dann diesen Wettbewerb, den Journalistenwettbewerb bei der ARD gewonnen und war auf einmal in eine Olympia in Atlanta.
00:03:46: Ist ja der Wahnsinn, das wusste ich nicht.
00:03:47: In
00:03:47: diesen Männerhaufen.
00:03:48: Das kenne ich dich
00:03:48: schon so lange, das wusste ich nicht.
00:03:50: Ja, genau.
00:03:51: Und das war für mich tatsächlich ein großer Pick für mein Berufsleben.
00:03:55: Dann habe ich auf einmal die ersten... Da habe ich aber schon für die Akte auch Beiträge gemacht und hatte schon so ein paar andere Sachen gemacht.
00:04:01: Genau, dann stand ich auf einmal beim Casting, beim Frühstücksfernsehen im Prinzip zum ersten Mal so richtig in einem Fernsehstudio.
00:04:08: Ja, nicht nur im Prinzip, wirklich.
00:04:10: Und dachte, ich habe mich völlig zum Löffel gemacht und dann sollte ich es trotzdem machen.
00:04:13: Im Wissen von den... dass die Frau noch nie im Studio moderiert hat, aber ich war nun noch sehr jung, hatte aber schon ein bisschen Erfahrung gesammelt und durfte dann Learning by Doing im Studio machen.
00:04:23: Aber das war ja damals beim Privatfernsehen eigentlich Gang und Gebe, Learning by Doing.
00:04:29: Ich glaube, das war auch das Erfolgsrezept vielleicht sogar ein bisschen, dass man den jungen, damals waren wir ja jungen, Menschen viel zugetraut hat und sie hat es hier machen lassen und deswegen war man auch so, ja, ich hatte gar nicht so viel Angst, immer so was falsch zu machen, weil Fehler wurden auch akzeptiert.
00:04:45: Hauptsache
00:04:45: natürlich sah eine Hauptsache Frische reinbringen und zur Frische und zur spontanen Reaktion.
00:04:50: Da gehören natürlich dann auch irgendwann Fehler.
00:04:53: Genau, die verzeiht man sich, finde ich, als junger Mensch nicht ganz so.
00:04:55: Wenn man ein bisschen dabei ist, dann denkt man so... Aber es
00:04:58: ist natürlich ganz schlimm.
00:04:59: Und da hatte ich immer wahnsinnige Angst vor.
00:05:01: Ich habe bei dem Radio damals auch angefangen, wie eben alle.
00:05:04: Und dann habe ich sehr schnell auch moderieren dürfen.
00:05:07: Eine dreistündige Sportsendung.
00:05:08: Damals den Sportshop mit Venu Weber war derjenige, welcher war.
00:05:13: Das war der Sportschef von RTL Radio.
00:05:15: Sagt immer Spinnenholpling ohne Indiana.
00:05:18: Aber es war nämlich kein anderer da.
00:05:19: Und dann außer ich dann als Co-Moderatorin.
00:05:23: Ja, und wenn du dann natürlich sachliche, fachliche Fehler machst, das ist natürlich wirklich... Ergschlimm.
00:05:28: Als Frau in der Sport und in dem Fall sogar in der Fußballsendung, in der reinen Fußballsendung, wo das sowieso eigentlich gar nicht so ging, schmückendes Ballwerk, ja, aber da sehe ich auch dann, sachlich mit den Fußballern, mit den Trainern im Gespräch auszutauschen, da musste man ja damals noch, war das sehr, sehr ungewöhnlich.
00:05:46: Und da waren fachliche, sachliche Fehler natürlich ganz schlimm.
00:05:50: Das hat mich dann auch verfolgt.
00:05:51: Also wenn ich, wenn dann einfach mal was falsch gesagt habe, falschen Verein genannt oder ein Ergebnis.
00:05:57: Keine Ahnung, man macht Fehler.
00:05:58: Dann habe ich gesagt, alle da draußen gehört.
00:06:01: Alle da draußen.
00:06:02: Ein inhaltlicher
00:06:03: Fehler ist natürlich total.
00:06:05: Da hängen mir auch noch Sachen nach.
00:06:06: Ich weiß gar nicht, wie ich es mal erzählt habe.
00:06:07: Ich kann auch nicht mehr genau zusammenfassen.
00:06:09: Es ist auch richtig peinlich.
00:06:10: Ich war noch relativ, wie gesagt, sehr jung, noch neu im Frühstücksfernsehen als Moderatorin.
00:06:17: Davor hatte ich, wie gesagt, Beiträge gemacht für Akte und auch bei den lundbüschenden Spielen.
00:06:20: Und dann ging es um die EU.
00:06:23: Und die Einführung des Euro.
00:06:25: Und da war ich nicht so ganz auf Zack und habe irgendwie eine Frage gestellt.
00:06:28: Und meine Moderationspart, nämlich eine Guckendachtpart, ist ja mit der Frau.
00:06:31: Die weiß das nicht.
00:06:31: Kannst dir gar nicht mehr genau sagen, um was es ging.
00:06:34: Aber das ist natürlich richtig schlimm, ne?
00:06:35: Und davor hat man Schiss, wenn man anfängt mit diesem Job.
00:06:38: Und es wäre auch heute noch unangenehm, wenn du irgendwas sagst.
00:06:41: Und man merkt, dass man keine Ahnung hat von irgendeiner Sache.
00:06:44: Also bevor ich, wenn ich was nicht weiß, dann überlege ich mir dreimal, ob ich dazu jetzt ein Kommentar sage oder nicht so.
00:06:50: Da hat man ein bisschen mehr Spülversch... würde man ein bisschen Bauchgefühl nehmen.
00:06:54: Es hilft natürlich ungemein, wenn man gut vorbereitet ist.
00:06:58: Also, es ging mir immer so, wir haben ja auch, ich denke, die meisten von uns, du sicherlich auch, ja auch am Wochenende, Moderationen, irgendwelche privaten Veranstaltungen, ob das jetzt Preisverleihungen waren oder dies oder jenes.
00:07:09: Da sitzen auch verdammt viele Menschen rum und da kommen Gäste, da kommen laudertoren und du musst dich, ich habe wirklich immer sehr viel investiert in Vorbereitung.
00:07:18: Günther, ich auch, hat das mal zu mir gesagt.
00:07:20: Nein, ich habe ihn sogar gefragt.
00:07:22: Da war ich bei ihm in der Sendung, man hat mit ihm zusammen sogar, da war ich mal bei zwei Senden und seiner Assistentin, damals, ich fragte Gessen wir mal, ob es das große Diktat war oder ob es der große IQ-Test war.
00:07:32: Also was hatten wir damals bei RTL?
00:07:33: Ja, ja, kann ich mich sogar erinnern.
00:07:35: Ja,
00:07:35: genau.
00:07:35: Aber eines vom Bahn ist, eine war mit Hapel Kerkling.
00:07:38: Da durfte ich auch im ersten Setting geben.
00:07:40: Also muss man sich mal vorstellen, was man alles gemacht hat.
00:07:45: Ich habe es teilweise vergessen.
00:07:47: Jetzt wird so ein bisschen in der Vergangenheit da gerade rumwühlen.
00:07:51: Obwohl du gar nicht danach gefragt hast, fällt es mir gerade spontan wieder ein.
00:07:54: Jedenfalls sagt er so ein bisschen spranisch.
00:07:56: Das sieht immer so unfassbar locker aus, als ob du es so aus dem Ärmel schütteln würdest.
00:08:01: Da sagt er, eins solltest du dir merken.
00:08:03: Sie.
00:08:04: Eins sollten sie sich, man sieht sich ja mit Günther
00:08:07: Jau.
00:08:09: Eins sollten sie sich merken.
00:08:10: Man kann nur locker aus dem Ärmel schütteln, was man vorher reingesteckt hat.
00:08:14: Das stimmt
00:08:15: natürlich.
00:08:15: Das
00:08:16: habe ich mir gemerkt.
00:08:17: Um Fehler zu vermeiden, sollte meine erste Linie gut vorbereitet sein und hilft auch dann nicht allzu nervös, weil Nervosität führt auch zu Fehler.
00:08:25: Das kann ich für mich auch.
00:08:26: sagen.
00:08:26: Ich bereite mich gut vor, auch wenn das vielleicht Bescheid klingt, aber auch echt fleißig.
00:08:32: Ich hatte gestern eine Wahnsinnsaufzeichnung, eine sehr außergewöhnliche Podcastaufzeichnung in einem sehr außergewöhnlichen Ort gehabt und habe das alles dann noch abends bis spät nachbereitet.
00:08:42: Insofern da, wo man natürlich, wie hier jetzt für sein eigenes Projekt arbeitet, macht es noch mal mehr Spaß.
00:08:47: Aber so grundsätzlich, es bleibt nicht aus, dass man sich, wenn man irgendwie die Hoffnung haben möchte, dass es gut wird, muss man richtig reinklotzen.
00:08:55: Und dann kann man es aber mit Leichtigkeit angehen.
00:08:57: Und das finde ich halt, wie.
00:08:58: dieses Gefühl ist schön.
00:08:59: Wenn ich vorher mich genug auch gedanklich ... Ich muss mir auch Gedanken machen.
00:09:02: Ich kann nur nicht nur sitzen und aufschreiben, sondern ich muss Zeit haben, mir dazu Gedanken machen zu können.
00:09:07: Und dann ist es natürlich schön, wenn man es dann freisch nachzumachen kann.
00:09:10: Ja, genau.
00:09:11: Da sind wir uns, glaube ich, sehr ähnlich in der Herangehensweise.
00:09:13: Und weißt du, was du wahrscheinlich noch nicht weißt, Ulrike?
00:09:16: Und das kommt mir jetzt gerade.
00:09:17: Ich weiß so wenig.
00:09:21: Oh, das stimmt nicht.
00:09:22: Ich habe eine Erinnerung, jetzt auch gerade in der Vorbereitung auf unser Gespräch, mir ist es wieder eingefallen in meinen relativem Anfängen.
00:09:28: Also ich war noch jung, noch nicht besonders erfahren.
00:09:31: Ich glaube, meine Kinder waren, vielleicht waren sie schon geboren.
00:09:34: Ja, ich glaube, der Fritz war schon geboren, aber es ist, wir reden von über zwanzig Jahren her.
00:09:37: Da gab es hier so ein Sport-Event, so eine Gala in Köln.
00:09:42: Ja,
00:09:42: mehrere direkt.
00:09:43: Genau, und du hast die eigentlich immer moderiert und den eines mal konntest du nicht.
00:09:46: Und da hast du mich vorgeschlagen.
00:09:47: Wir kannten uns gar nicht besonders gut.
00:09:50: Das weiß ich nicht.
00:09:52: Also, wir sind uns mal begegnet, aber du hast denen vorgeschlagen, dass sie mich fragen sollen.
00:09:56: Das fand ich so schön.
00:09:57: Das kann, dass dann wird es so gewesen sein, dass wir uns kurz vorher bei irgendeiner Geschichte getroffen hatten und gequatscht.
00:10:03: Und dann kamst du mir als Erste in den Sinn, weil ich fand dich immer genau so wahnsinnig, so herzerfrischend, so offen und so strahlend.
00:10:12: Du bist auch so jemand, den mag man halt einfach auf Anhieb.
00:10:16: Nicht umsonst macht man dann ja auch solche Jobs.
00:10:18: Aber das habe ich damals als ... mich schön empfunden, dass jemand die Sohn Standing hat und im Sport steht und irgendwie eine gestandene Moderatorin ist und das finde ich schön unter Frauen.
00:10:26: Wenn man sich dann auch sagt, hier fragt die doch mal, die finde ich gut, das mache ich heute auch natürlich ganz häufig und das ist was Schönes.
00:10:31: Das habe ich immer als Freude.
00:10:34: Ja, verbinde ich mit dir, dass du mir da diese Vorschusslorbeeren damals gegeben hast.
00:10:38: Du hast ja, ich meine, wo fangen wir an?
00:10:40: Du hast eine irre Familie.
00:10:41: Alle Mitglieder in deiner Familie sind für sich richtige Power Mensch und erfolgreich.
00:10:48: was tauglich du, die kannst du alle einladen.
00:10:50: Ja, mach
00:10:52: ich auch.
00:10:52: Mit deinem Mann hab ich auch schon mal auf einer Party unheimlich toll gesprochen, kann ich mich noch erinnern.
00:10:56: Ist auch ein paar Jahre hier, ist ja selber so super erfolgreich, ein Sportler gewesen, Goldmedaillengewinner im Judo und eine Erscheinung.
00:11:03: Wie groß ist der?
00:11:04: Er war, eins, acht, neunzig.
00:11:06: Aber so im Alltag werden wir ja alle ein bisschen kleiner.
00:11:09: Aber vielleicht ist er so eins, sechs, neunzig.
00:11:11: Aber der behauptet auch von mir immer, ich wäre keine eins, acht, neunzig, sondern allerhöchstens nur eins.
00:11:16: Es ist so ein kleiner Joke zwischen uns, mein Fakt ist das.
00:11:18: Das ist dreißig Zentimeter größer als ich.
00:11:20: Und da habe ich damals, als ich ihn dann kennengelernt und wir zusammenkam, da habe ich auch angefangen, fast ausschließlich Schuhe mit Absätzen zu tragen.
00:11:27: Ich hatte gar keine Sneaker.
00:11:28: Ich hatte gar keine flachen Schuhe, weil es dreißig Zentimeter sind echt viel.
00:11:31: Das viel, ja.
00:11:32: Und das Verrückte ist ja dann auch.
00:11:34: Also ob die das sagen, nicht die Leute, boah, der ist aber groß.
00:11:37: Die sagen, oh, die ist aber klein.
00:11:39: Ja, ich wirkte immer.
00:11:41: Ich bin normal große Frau für meine Generation.
00:11:45: Aber ich wirkte neben dem.
00:11:47: Das ist ein bisschen klein, ja.
00:11:49: Süß.
00:11:49: Aber ich finde, ihr seid natürlich auch ein Paar, ne?
00:11:51: Also ich finde, das hat gerade so was besonders charmantes, dass er einfach ein
00:11:55: sehr großer, ausdruckstarker
00:11:58: Typ ist.
00:11:59: und dann diese hübsche, schmale, zierliche Frau daneben, die aber genauso viel Power im Arsch hat, irgendwie.
00:12:06: Seid ihr wirklich ein tolles Paar?
00:12:07: Und an dem Abend hatte ich mich mit deinem Mann unterhalten, dass er auf der Bühne damals Theater gespielt hat.
00:12:12: Und das
00:12:12: macht er noch?
00:12:12: Das macht er noch.
00:12:13: Und er hat mir davon erzählt, wie erfüllend es ist.
00:12:16: Und ich finde, ist so eine irre Kombination.
00:12:18: Und passt ja auch wirklich, können wir auch gleich noch sprechen, zu deiner Familie.
00:12:21: Da steckt so viel Leidenschaft, Interessen, Talent in allen.
00:12:25: Ja, ich muss sagen, dass die große Vielseitigkeit hat, glaube ich, schon mein Mann.
00:12:30: Der Alex ist ja also wirklich eine sehr erfolgreiche Sportlarkarriere als Judo-Schwergewicht.
00:12:36: Ich mein, es ist ja logisch mit der Statur ein bisschen im Schwergewicht.
00:12:38: Aber der ist wahnsinnig diszipliniert.
00:12:41: Du wurde mir immer gesagt, natürlich hat er ein gewisses Talent, aber kein herausragendes.
00:12:46: damals mehrfacher Europameister wurde, zwei olympische Spiele mitgemacht hat, dass er, ich glaube, achtzehnfacher deutscher Meister geworden ist.
00:12:54: WM Bronze.
00:12:54: Also, er hat so viel erreicht.
00:12:56: Man nannte ihn ja den Judo-Graf.
00:12:59: Von der Grüden?
00:13:00: Wir haben ja den Graf auf dem Namen.
00:13:03: Also, Grafengreifen.
00:13:04: Es geht aber nur zum Namen.
00:13:05: Das gehört in Deutschland.
00:13:07: Da kann man die Menschen da draußen auch immer mal aufklären.
00:13:09: Das gehört einfach nur zum Namen.
00:13:11: Das war früher mal ein Titel, aber ein Titel gibt es ja nicht mehr und schon ebig lang.
00:13:15: Aber so heißen die halt Graf von der Gröben in meinem Fall jetzt Gräfin, weil ich da diesen Mann mit diesem Namen geheiratet habe.
00:13:23: Wir lassen das aber immer weg, wissen auch nicht viel.
00:13:26: Es steht in unseren offiziellen... Habt ihr's nicht gewusst,
00:13:28: dass du eigentlich Gräfin von der Gröfin bist?
00:13:30: Ja,
00:13:30: ich bin nicht Gräfin, ich heiße Gräfin.
00:13:32: Das muss man einfach sagen.
00:13:34: Aber die Menschen verstehen es immer noch ein bisschen falsch.
00:13:37: Und dann stolpert man diese über dieses Graf und Gräfin.
00:13:40: Deswegen haben wir gesagt, so kann man nicht heißen und sich nennen.
00:13:43: Oder wollten wir auch nicht.
00:13:45: Frau Gräfin.
00:13:45: Ja, genau.
00:13:46: Das ist ganz falsch.
00:13:47: Das heißt Gräfin.
00:13:49: Wie kam mir drauf?
00:13:49: immer mein Mann, der die wirklich die größten, also der war ein herausragender Sportler, hat dann auch ein sehr guter Kommentator, weil Sport ist natürlich seine Leidenschaft.
00:14:01: Der hatte dann das große Glück, dass er auch bei RTL dann direkt noch zum Ausklangen seiner Karriere schon anfangen konnte.
00:14:07: Das ist ja auch immer ganz gut.
00:14:08: Der hat zwar dreißig Jahre Jura studiert, das sollte eigentlich nach dem Wunsch deiner Familie Anwalt werden.
00:14:13: Aber der hat gesagt, nein, ich bleibe im Sport.
00:14:15: Und dann, er ist ein ausgezeichneter Kommentator.
00:14:18: Und Moderator hat er ja auch gemacht bei Sat.Eins auch.
00:14:21: Habe ich ja mal zusammengearbeitet?
00:14:23: Ich glaube nicht, nee.
00:14:24: Ich glaube alle.
00:14:25: Ich bin begegnet, bin nicht im Grau.
00:14:27: Aber nicht zusammengearbeitet.
00:14:28: Aber ich höre ihn als Kommentator.
00:14:30: Und natürlich.
00:14:30: Also an ihm kommt er gar nicht vorbei.
00:14:32: Genau.
00:14:32: Und
00:14:33: dann ist er ja auch noch ein Schauspieler.
00:14:35: Ja.
00:14:35: Das finde ich toll.
00:14:37: Das wissen viele gar nicht.
00:14:39: Der hat früher sehr viel gespielt.
00:14:41: Der spielt in der... Regelkomödien und diese in privaten Theatern und die privaten Theater, die spielen ja immer auf Swit.
00:14:48: Da spielst du dann ein Stück über zwei bis drei Monate und zwar jeden Tag, ich glaube, außer Montags am Wochenende auf zweimal.
00:14:55: Und dann war der immer weg und wir sind dann immer auch dann oft hinterher gefahren.
00:14:59: Und das macht er bis heute.
00:15:00: und jetzt kommt, er hat tatsächlich vor einem halben Jahr ein Einpersonenstück aufgeführt.
00:15:07: Das heißt Text lernen mit fast siebzig, damals war er noch fast ... über anderthalb Stunden hat er das Publikum Entertain.
00:15:17: Also das ist schon ganz mit sich alleine, muss man sagen.
00:15:20: Wahnsinn.
00:15:21: Ganz, ganz, ganz großartig.
00:15:23: Also das ist eine Gedächtnisleistung, eine Spieleleistung.
00:15:25: Also das ist ja toll.
00:15:26: Aber es macht ihn einfach glücklich auf der Bühne zu stehen.
00:15:30: Wie das mit deinen Kindern ist, müssen wir auch gleich noch sprechen.
00:15:32: Aber es zeigt ja irgendwie auch.
00:15:33: Und ich habe auch in meinem Freundeskreis Schauspielerinnen und Schauspieler, die ja zum Teil bis zum Ende irgendwie, kennt man von älteren Schauspielern, wirklich ihr ganzes Leben auf der Bühne sind.
00:15:43: Und wenn du deinen Beruf so verstehst, als Künstler kann man das wahrscheinlich noch mal mehr als in einem normalen klassischen Beruf, wo du jeden Tag, Montag bis Freitag irgendwie morgens antanzen musst.
00:15:51: Wenn dein Beruf dein Leben ist, dann kann dich das natürlich auch bereichern und es hält dich wach.
00:15:56: Du hast Kontakt mit jungen Menschen, du musst Text lernen oder was auch immer.
00:15:59: eben sich wieder drauf schaffen muss, immer auf Zack bleiben muss.
00:16:02: Und bei dir war das auch so.
00:16:03: In die Rente hast du dich nicht wirklich gerade reingewünscht, oder?
00:16:07: Ja, ich sag mal so am Ende.
00:16:09: Also, das ist ja sehr, sehr auffällig, völlig verrückt.
00:16:11: Also, mit Mitte vierzig habe ich immer schon gedacht, ja, irgendwann kommt der Traktor neben dich vom Schirm, dann bist du einfach zu alt.
00:16:17: Und dann habe ich das mal angesprochen, so bei den Chefs, dann habe ich gesagt, also, Kinder, ich kann mir vorstellen, das kommt der Trauer und riecke, hör doch bitte auf, das ist doch, ich rede gar nicht drüber.
00:16:27: Und dann habe ich mit Mitte fünftig dann auch nochmal angefragt und habe gesagt, Leute, wenn vielleicht eine interessante Arbeit, ich weiß jetzt auch nicht was, aber wenn irgendwann, ich wollte ja weiter, auf jeden Fall weiter arbeiten.
00:16:38: Und wenn man eben beschließt, wir nehmen die älteren Leute runter vom Schirm und lassen die bei jungen glatte Gesichter da auftauchen, das hätte ja auch alles passieren können.
00:16:48: Und die haben immer nur gesagt, nein, ich sag ja, vielleicht ist es irgendein Job, wo ihr dann denkt.
00:16:52: Ach, den hätten wir auch der Ulrike geben.
00:16:53: Nein, und so haben, ich hatte immer Angst davor.
00:16:56: Und komischerweise, als ich dann wurde.
00:16:58: Da bin ich mir gesagt, so, jetzt ist mir auch schon egal.
00:17:01: Und jetzt, und dann haben sie anstatt mich also früher vom Schirm zu nehmen, haben sie dann, als ich dann mein tolles Wort Renteneintrittsalter erreicht hatte, also schon ja vorher, haben sie dann gesagt, sag mal, kannst du nicht noch ein bisschen länger bleiben?
00:17:15: Und das fand ich natürlich wirklich großartig.
00:17:18: Weil du hast dann auch im Laufe der Jahre die Angst verloren, dass du nur aus optischen Gründen, weil du eben ganz normal alt hast, nicht mehr gesehen.
00:17:27: Zuschauer lieben dich, wir lieben dich, alle lieben dich und dann bleibst du mal schön da, wo du bist und Peter und du.
00:17:33: Das war natürlich auch ein großer Wunsch, dass Peter Klöppel und ich noch möglichst lang diese sehr erfolgreiche Nachrichtensendung dann zusammen gemacht haben.
00:17:42: und als dann auch Peter Richtung Renteneintrittsalter ging, dann hatten sie auf einmal die Idee uns mit einem großen Finale in die Rente zu schicken.
00:17:52: und ja, das war dann großartig.
00:17:55: Das war wirklich, also wer da nicht, wenn er das gesehen hat, nicht die Tränen.
00:18:00: Ja, das
00:18:00: war nicht auch.
00:18:01: Da könntest du jetzt noch anfangen zu holen.
00:18:02: Wer
00:18:02: da nicht Tränen in Augen hatte, mir das gesehen hat, der hat irgendwie auch keinen, keinen Herz, keinen Gefühl.
00:18:07: Aber ich konnte das so nachführen, ist ja was Wahnsinnig Schönes mir, wie liebevoll, wie humorvoll, wie gedankenvoll ihr verabschiedet wurde.
00:18:15: Was spricht dafür, dass unser Berufsleben, euer Berufsleben auch, die Kollegen sind auch Freunde, die sind Teil eures Lebens gewesen.
00:18:22: Und genauso habt ihr euch verstanden, genauso.
00:18:24: haben die Zuschauer euch auch verstanden.
00:18:26: Ich glaube, da wird auch keiner abgeschaltet haben, weil ihr seid zwei Ikonen gewesen.
00:18:30: Nein, die haben zugeschaltet.
00:18:31: Es hat sich rumgesprochen.
00:18:32: Ja, ich weiß.
00:18:33: Hast du das schon gesehen?
00:18:34: Der Peter und die Ulrike, die hören auf.
00:18:36: Die laufen gerade bei Frauke.
00:18:38: Ja,
00:18:38: ganz genau.
00:18:39: Und das ist so, das war sowas Schönes.
00:18:42: Und es ist so schön gelungen, dass es auch für Zuschauer eine Wohltat war.
00:18:45: Weil natürlich ihr seid ja von uns allen auch Teil des Lebens gewesen.
00:18:49: Also ich habe auch immer gerne RTL Nachrichten geguckt, auch weil eure Gesichter mir und allen anderen auch eine Verlässlichkeit vermittelt haben.
00:18:57: Also erst mal hattet ihr beide immer so ein Weit miteinander, der war humorvoll, der wurde natürlich in vielen Sketchen auch parodiert und ihr beide konnte damit auch spielen.
00:19:05: Aber ihr hattet auch diesen Humor und ihr hattet aber auch immer was, man wusste, was man von euch hört, das hat Hand und Fuß.
00:19:11: Ist ja was ganz Wertvolles in diesen Zeiten.
00:19:14: Und das wurde tatsächlich dann hinten raus, glaube ich, immer wertvoller.
00:19:18: Also ganz am Anfang haben wir das, glaube ich, alle Organis so gesehen.
00:19:22: Das ist einzig wirklich kluge.
00:19:26: war, dass man bei RTL und dann ja viel auch bei anderen, sondern sehr auf diese Personalisierung gesetzt hat.
00:19:33: Also die Sendung, das Gesichter, Persönlichkeiten, die ankommen, die vertrauenserwecken sind, aber trotzdem die Leichtigkeit haben.
00:19:41: Und das war natürlich schön, Peter und ich.
00:19:42: Wir sind ja so unterschiedlich im Besen, in unserem Temperament, in dem, was wir auch ausstrahlen.
00:19:48: Und trotzdem haben wir uns so mega gut verstanden, weil das ist der Klassiker Gegensätze, ziehen sich an.
00:19:53: Ich habe den Peter immer.
00:19:55: bis heute ein bisschen dafür bewundert, aber auch beneidet.
00:20:00: Manches, was er kann.
00:20:01: Und er hat mich auch mit meiner ganzen Fröhlichkeit und mit dem herzhaften Erlachen und immer das Gute sehen.
00:20:12: Und das ist uns nicht nur die Schwere machen.
00:20:15: Das Leben ist schon schwer genug.
00:20:17: Das war schon alles gut, diese Kombination.
00:20:20: Und man wusste, was die beiden da machen.
00:20:24: Das hat Hand und Fuß, das ist gut recherchiert.
00:20:27: Das sind gute Nachrichten, ob im Sport oder in der Politik, in welchem Teil auch immer.
00:20:33: Und das haben sie honoriert.
00:20:35: Und was ich auch sagen muss, ist, in Nachrichtsprecher hat natürlich immer eine Neutralität zu vermitteln und so weiter.
00:20:41: Und trotzdem gibt es eben Figuren in den Medien oder im Fernsehen, wo man das wissen möchte.
00:20:49: Bei Peter Klöppel war es in den Nachrichten auch so.
00:20:51: Ich wollte wissen, wie ... Erzählt der von diesem Thema.
00:20:55: Wir haben in den letzten Jahrzehnten so viele Momente gehabt, die einschneidend waren.
00:21:00: Und dann ist es eben interessant, wie macht das der Peter Klöppel?
00:21:04: Weil es einem dann hilft, selber seine Haltung zum Thema zu vermitteln.
00:21:07: Und da geht es ja gar nicht, dass einer stumpf da seine Meinung erzählt, sondern einfach
00:21:11: nur, wie
00:21:12: berichtet er?
00:21:14: Mit welchem empathischen Ausdruck oder mit welcher Haltung berichtet er?
00:21:21: Und das war bei euch wirklich so.
00:21:23: Ja, du hast es auch schon eben angedeutet, was man bei der letzten Sendung auch gesehen hat.
00:21:30: Zum einen natürlich, dass wir nicht alleine da waren, sondern das ist ein großes Team, wo auf Freundschaften entstanden sind und wo man kann es ja gar nicht genug loben.
00:21:42: Ganz ehrlich, das weißt du auch so schön, dass wir das auch schön im Sinne der Zuschauer des Hauses und der Kollegen moderiert haben.
00:21:51: Aber die meiste Arbeit, die machen ja alle, die man gar nicht sieht.
00:21:57: Das fängt in der Maske an und das hört beim Redaktionsleiter auf.
00:22:04: Und ich war ja noch der Wanderer zwischen den Welten, weil ich saß zwar in der Nachrichtenredaktion, da war mein Arbeitsplatz, aber ich flitze natürlich ständig hin und her in die Sportredaktion, weil da saßen die Autoren, die die Beiträge für den Sport machten.
00:22:19: Und deswegen kriegte ich beide Redaktionen mit und ich muss sagen, das war so wahnsinnig abwechslungsreich.
00:22:24: Ich bin oft, oft bin ich gefragt worden.
00:22:27: Ist das nicht langweilig?
00:22:29: Über so viele Jahrzehnte immer derselbe Job.
00:22:32: Ich habe gesagt, nee, ein Tag in einer Nachrichten Redaktion ist mit Sicherheit einer der spannendsten Aufenthaltsorte, um deinen Beruf auszulügen.
00:22:42: Die Zeit verfliegt es.
00:22:43: Du kriegst alles als Erste mit.
00:22:46: Ich muss gestehen am Ende.
00:22:49: durch die immer neuen und schnelleren Informationsquellen und Plattformen, da war es mir langsam fast zu viel.
00:22:56: Ich habe gesagt, ich kriege das gar nicht mehr.
00:22:59: Also gar nicht mehr alles verarbeitet, als es dann auch im Sport so war, dass immer mehr Sportler, Fußballer mit ihren Social-Media-Kanälen.
00:23:09: Und dann hast du gesehen, was der gepostet hat und das.
00:23:11: Und dann müsste man das nicht auch machen.
00:23:13: Also das war am Ende, wurde es mir fast ein bisschen zu viel, die Information.
00:23:19: Ich finde jetzt in diesen Zeiten, da müssen irgendwie die Generation gut zusammenarbeiten.
00:23:22: Ist bei uns auch so.
00:23:23: Also wir haben auch im Moderatoren-Team, aber natürlich sowieso bei den Redakteuren.
00:23:27: Da gibt es Kollegen, die sind auch eher schon... Ja, wie soll ich sagen, Mitte, Ende, Fünfzig oder Anfang, Sechzig.
00:23:33: Und dann haben wir eine wahnsinnig tolle junge Garde, die so um die Dreißig sind, Mitte, Zwanzig bis Mitte, Dreißig, die noch mal was ganz anderes mitbringen, die bringen andere Inhalte rein.
00:23:43: Die haben andere Quellen und haben andere Jokes und so viel.
00:23:47: Und das einfach zu kombinieren.
00:23:49: Wenn wir jetzt vom Mauerfall sprechen, dann haben wir beide Bilder im Kopf.
00:23:54: Wir wissen, wie wir uns da gefühlt haben.
00:23:55: Wir haben eigene Erlebnisse.
00:23:57: Das ist bei denen so.
00:23:57: meine Kinder sagen immer, ach, Mama, zieht wieder aus der Nachrichtszeit.
00:24:02: Aber diese Kombination und ich finde das so schön.
00:24:05: Du bist ein sehr bescheidener Mensch, Ulrike.
00:24:07: Fällt mir jetzt nochmal total auf, dass du da hingegangen bist und gesagt hast, Mensch, bin ich jetzt vielleicht zu alt?
00:24:12: Was ist das für eine sanfte Art, mit deiner Karriere umzugehen?
00:24:17: Ich bin, glaube ich, irgendwo oft bescheiden, ja.
00:24:21: Aber ich bin vor allen Dingen auch mit einem riesen Optimismus ausgestattet, aber doch Realist.
00:24:29: Ich bin auch gerade einen klaren Verstand.
00:24:31: der mich mit wachen augen auf die geschehnisse nicht nur in der großen beiden welt sondern auch zum beispiel in unserem genre gucken lässt.
00:24:40: und da wäre es nicht ungewöhnlich gewesen dass man eine ältere frau vom schirm nimmt zum beispiel ganz ehrlich Hätte es auch sogar verstanden.
00:24:54: Aber gerade im Sport, jetzt rede ich auch von der Nachkriegszeit, da gab es im ZDF-Sportstudio.
00:25:01: Harry, Valerian und Dieter Kürten, zwei ganz wunderbare Sportstudien.
00:25:08: Und das waren nur diese klassischen Typen.
00:25:11: Ja, die wurden immer älter und immer älter.
00:25:13: Da war das das Normalste von der Welt, dass die da im Sportstudio weitermachen.
00:25:17: Und die, ich meine, Die Sportler, das liegt in der Natur der Sache, die hätten deren Enkel am Ende sein können.
00:25:27: Das fand ich, das wurde dann immer ein bisschen schiefer schon.
00:25:30: Wenn du dann am Ende wirklich die Ommi von denen sein kannst, über die du da Tag für Tag berichtest.
00:25:35: Und nur von jungen Leuten im Sport ist das nun mal so, dass du nur über junge Männer und Frauen berichtest.
00:25:41: Ich habe mir nie darüber Gedanken gemacht,
00:25:44: ich mache so was.
00:25:45: Aber ist doch in Ordnung.
00:25:47: Und ich glaube, du sprichst natürlich vielen Frauen auch aus der Seele.
00:25:50: Ich mache mir jetzt über mein Alter zum Beispiel wenig Gedanken.
00:25:57: Ich versuche es vor allem auch nicht ständig zu thematisieren.
00:26:00: Ich weiß also, die Fünfzig von Weitem gewunken hat.
00:26:03: Gewinnt heißt das glaube ich richtig.
00:26:06: Da habe ich dann gedacht, ach Gott, jetzt musste auch immer mal so ein bisschen, naja, ich werde ja auch bald Fünfzig.
00:26:11: Und dann habe ich irgendwann mal gesagt, blöd.
00:26:14: Das mache ich nicht mehr.
00:26:16: Warum
00:26:16: soll ich das denn thematisieren?
00:26:17: Kann man froh sein, wenn man das Alter erreicht und die Lebenserfahrung hat.
00:26:21: Und ich mache es gar nicht mehr zum Thema.
00:26:22: Und da ich es nicht mehr so viel zum Thema mache, mache ich mir auch keinen Kopf drum.
00:26:26: Ich bilde mir ein.
00:26:27: Ich spür dann das schon, wenn ich so das Gefühl habe.
00:26:30: Jetzt bist du nicht mehr
00:26:31: so richtig.
00:26:31: Aber ganz ehrlich, hier richtig.
00:26:33: Ich habe das tatsächlich auch so groß nie thematisiert, weil ich auch mega fit bin und gesund und ich habe mir immer Sport gemacht.
00:26:39: So dass ich das Gefühl rankörperlich war, immer jung, ich hatte nicht das Gefühl, du hast jetzt Zipperlein hier oder da bis heute nicht.
00:26:47: Ich brech mir öfter was, weil ich ein bisschen tollpatschig bin, war ich aber schon als Kind.
00:26:55: Aber nur in dieser Situation, wirklich beruflich, weil mal ganz ehrlich, Marlene, das ist ja auch eine finanzielle Geschichte.
00:27:01: Du musst überlegen, was kann ich denn sonst noch?
00:27:04: Ich
00:27:04: hatte das Gefühl, die sollte mir Gedanken machen, denn dann Mitte fünftig vielleicht dazustehen.
00:27:10: Und du kriegst nichts sinnvolles mehr angeboten.
00:27:13: Und dann schiebt man dich so von einem schlechten Job im Hintergrund zum nächsten.
00:27:17: Das wollte ich jetzt auch nicht so.
00:27:19: Deswegen habe ich das eher aktiv angesprochen, um da vielleicht gleich ein schönes Projekt ins Leben rufen zu können.
00:27:26: So als Macherin dann auch im Hintergrund.
00:27:28: Es gibt ja genug Berufe, die man auch in unserer Branche noch machen kann.
00:27:32: Und da wollte ich eben gehört werden.
00:27:34: Leute, kommt wenn nicht nachher.
00:27:37: und schiebt mich einfach weg.
00:27:38: Wenn ich spreche das an, ich wäre bereit, auch was anderes zu machen.
00:27:42: Sonst privat oder in meinem normalen sozialen Leben habe ich alter nicht zum Thema gemacht.
00:27:50: Ich habe ja auch die Rente nicht, ich habe mir null Gedanken gemacht über die Rente.
00:27:55: Null.
00:27:55: Was mache ich dann?
00:27:56: Was tue ich da?
00:27:56: Wer bin ich da?
00:27:58: Ich habe gesagt, es wird schon alles gut gehen.
00:28:00: Bevor du davon erzählst, wie das jetzt ist, Erzählen wir mal so, weil du gerade gesagt hast, ihr seid so unterschiedliche Charaktere.
00:28:06: Ich möchte einmal so ein bisschen Mäuschen spielen, nochmal in diese, wie das wirklich war, wenn ihr da eure Nachrichten macht habt, sozusagen einen kleinen Insiderblick.
00:28:16: Gibt es so einen Moment, an den du dich erinnerst, der so irgendwie typisch, aber auch besonders war mit Peter zusammen, ihr beide?
00:28:24: Es ist völlig verrückt eigentlich gar nicht.
00:28:28: Je mehr man nachbohrt, umso mehr entzaubert man, glaube ich, das, was mit uns war.
00:28:34: Wir waren ja außerhalb der Arbeitszeit nicht in dem Sinne befreundet.
00:28:39: Wir haben uns nie.
00:28:41: Einmal zum Tennis spielen.
00:28:42: Ansonsten hatte Peter ein ganz anderes soziales Leben als ich.
00:28:46: Ich bin ja der, auch David, der die Unterschiede.
00:28:50: Ich komme ja morgens schlecht raus.
00:28:52: Ich habe jahrelanges Frühstücksfernsehen moderiert, aber trotzdem kam ich nicht gut raus.
00:28:56: Das hilft ja nichts.
00:28:58: Ich bin lieber morgens nicht ganz so früh fit.
00:29:01: Deswegen habe ich es mir angewöhnt, irgendwann morgens möglichst oft zu joggen.
00:29:05: Dann bustest du ja schon mal so alles ein bisschen durch, dass du wach wirst.
00:29:08: Ich bin ein Nachtmensch.
00:29:10: Gern abends raus oder treffe mich mit Freunden.
00:29:13: Und auch als die Kinder da waren, hatten wir ein offenes Haus.
00:29:15: Da kamen die Menschen zu uns und es wurde wahnsinnig viel.
00:29:18: Also jedes Fußballspiel, glaube ich, gefühlt.
00:29:20: Was wichtig war, haben wir immer bei uns in großer Klicke geguckt.
00:29:23: Ich feier abends gerne.
00:29:24: Ich trinke mein Bier.
00:29:26: Peter gehört, glaube ich, noch.
00:29:28: Bier ist nun gar nicht sein, ein Weinchen natürlich und ein Guter bestimmt auch und ein Tropfen auch und nicht viel und der geht auch früh ins Bett und so.
00:29:38: Das ist was das bei einem ganz anderes Umfeld.
00:29:42: Man muss natürlich auch sagen, wir haben uns aber auch jeden Tag tagsüber gesehen.
00:29:48: Was
00:29:49: willst du denn abends noch erzählen?
00:29:50: Ja,
00:29:50: da haben wir auch viel gesprochen, aber ganz viel natürlich auch.
00:29:53: Du weißt, wie es ist über den Job, über die Sendung.
00:29:59: Klar, ich weiß viel über seine Familie, über seine Frau und seine Tochter Gina.
00:30:07: Alex hatte dann auch gesundheitlich immer irgendwelche Nachwähnen.
00:30:12: Ein Leistungssport ist nicht gesund.
00:30:15: Das sollten wir uns alle immer vor Augen halten.
00:30:17: Es gibt viele, viele Hochleistungssportler, gerade die erfolgreichen, die wirklich nachher schwer zu kämpfen haben.
00:30:24: Guck dir
00:30:25: Boris Becker an, der kann nicht mehr tennis spielen.
00:30:28: Der geht genauso schlecht wie mein Mann.
00:30:31: Also dann gab es immer mal so kleine Rückschläge.
00:30:33: Also wir haben sehr viel im Laufe des Tages natürlich immer so ein bisschen erzählt.
00:30:37: Aber dann war es auch gut.
00:30:39: Witzig.
00:30:40: Aber ihr seid eben wirklich, ihr gehört zur TV-Geschichte Deutschlands dazu.
00:30:44: Und ich finde, das ist ganz toll.
00:30:46: Ja, da bin ich auch stolz.
00:30:48: Ich habe das erst begriffen durch den Abschied.
00:30:51: Ich musste also sehr, sehr lange habe ich gebraucht.
00:30:53: Ich kapiert habe, wie wichtig wir für den Sender waren, wirklich.
00:30:56: Also das haben wir auch während dieser Abschiedsendung, die uns da geschenkt wurde, dass die mal einen ganzen Sendeplatz freigeschaufelt haben, um eine Sondersendung für Peter Klöppel und Ulrike von der Gröbensmann.
00:31:06: Das musste erst mal schon verarbeiten, bis wir das dann kapiert haben.
00:31:10: Und dann sagt er, Peter, ich kann das gar nicht glauben, wie wichtig wir waren.
00:31:17: Und ich glaube, uns beiden ist da es so aufgegangen, welchen Stellenwert wir auch fürs Haus hatten.
00:31:25: Und das Schöne ist, was ich jetzt auch mit großer Freude sehe, dass die Sendung aber auch ohne Peter und Ulrike erfolgreich funktioniert.
00:31:38: Es geht weiter mit den neuen Teams, die teilweise auch schon alte Gesichter in Anführungszeichen, also einer meiner Nachfolger ist ja Andreas von Tien, den kannte man ja auch schon.
00:31:49: Und ich finde es schön, dass offensichtlich, dass es geht, die Menschen haben uns damals auch ganz, ganz vielen natürlich auf allen möglichen Kanälen geschrieben oder auch gesagt.
00:32:00: Ach, wie schade.
00:32:01: Und was sollen wir denn dann abends machen?
00:32:02: Ja, ich sah weitergucken, nur ohne uns.
00:32:04: Aber sie haben auch alle gesagt, aber ihr habt es euch verdient.
00:32:07: Sie haben uns das schon gegönnt, dass wir dann auch mal in Rente gehen.
00:32:11: Du warst nicht nur deswegen eine sehr erfolgreiche Frau in deinem Job, weil du einfach sehr gut warst, sondern auch weil du wahnsinnig verlässlich warst.
00:32:22: Und auch als deine Kinder noch klein waren, hast du deinen Job gemacht.
00:32:27: Gibt es etwas, wenn du jetzt so zurück schaust und sagst, ach vom Nachhinein, da hätte ich gerne mehr die Zeit irgendwie anders gerne verteilt oder irgendwas anders gemacht?
00:32:38: Ach weißte Marlene, ich hatte ja.
00:32:41: manchmal fragt man sich, wie wär's gewesen?
00:32:44: wäre es vielleicht da besser gewesen, du hättest doch mehr von den Nachmittagen mitgekriegt, als die Kinder zu Hause waren.
00:32:52: Also wir hatten ja ebenso verlässlich, wie ich meinen Job gemacht habe, hatten wir eine verlässliche Erzieherin, die wirklich alles, die mit den, die schulischen Probleme gelöst hat.
00:33:03: Sie war halt da, wie sonst.
00:33:07: Aber ich war es eben nicht selber und vielleicht hätte ich das eine oder andere in der Pubertät.
00:33:12: Gerade da, wo es dann auch schwierig war.
00:33:14: wird mitgekriegt.
00:33:16: Nur abends, dann ist dann schon viel Zeit vergangen, vielleicht fragt man sich manchmal.
00:33:21: Das ist ein bisschen mühsig.
00:33:23: Ich hatte, als ich drin war, also als es noch passierte, natürlich war ich manchmal traurig.
00:33:28: Das geht ja los, dass dein Kind zu einer anderen Frau Mama sagt.
00:33:33: Und ich dachte, wie kann der, der sagt der Mama zu meiner Tagesmutter, zu meiner ersten.
00:33:37: Bei Max hatte ich noch eine andere Tagesmutter.
00:33:40: Und heute hat er sich das erste Mal gedreht.
00:33:43: Und du sagst ja, warum dreht er sich nicht dann das erste Mal, wenn ich dabei bin?
00:33:47: Und wenn das du bald in kaum Schulfesten, ich konnte mir ja nicht bei jedem Laternen singen und so freinehmen, weil ich hatte halt da zu sein.
00:33:58: Peter und ich, wir waren immer da, wir hatten auch unsere dreißig Urlaubstage, die sollten wir bitte schieben, wenn es geht, noch möglichst ein bisschen koordinieren, dass das, dass wir möglichst viel als Team da waren.
00:34:09: Und ja, manchmal war ich traurig.
00:34:12: Einmal hat Caroline gesagt, das erinnere ich auch noch, da war sie vielleicht so vier.
00:34:18: Und wir waren an der Tankstelle.
00:34:20: Und ich gehe rein und bezahlen, kommen wir da ins Auto und ich sage, Mama, warum bist du eigentlich nicht Lehrerin geworden?
00:34:27: Ich sage, Caro, nee, Mama ist keine Lehrerin.
00:34:31: Ich bin viel zu ungeduldig.
00:34:32: Ich könnte mit den Kindern gar nicht gut umgehen.
00:34:36: Aber warum fragst du?
00:34:38: Mama, wenn du Lehrerin wärst, dann wärst du nachmittags immer bei uns zu Hause.
00:34:43: Und da musste ich natürlich schon schwer schlucken.
00:34:46: Ja, so Momente hat man.
00:34:47: Wahrscheinlich hat die fast jede berufstätige Mutter, weil die
00:34:51: wenigstens,
00:34:52: zumindest die, die voll arbeiten, können den Plan so erstellen, wie er perfekt ist.
00:34:57: Ich kann mich auch erinnern.
00:34:58: Und ich hatte ja immer nur jede zweite Woche früher, heutzutage jede dritte Woche.
00:35:02: Und als die Kinder ganz klein waren, habe ich ja sechs Jahre ausgesetzt.
00:35:05: Da war ich dann in Köln, war dann beim WDR, aber nicht beim Frühstücksfernsehen, aber Frühstücksfernsehen.
00:35:10: War
00:35:10: das sechs Jahre, wo du ausgesetzt hast?
00:35:13: Sechs Jahre?
00:35:13: Ja,
00:35:13: sechs
00:35:15: Jahre.
00:35:15: Und witzigerweise selbst in der Zeit, wenn mich irgendwie Leute erkannt haben und ich guck sie jeden Morgen, da meine ich mich schon drei Jahre nicht mehr,
00:35:24: dann guck ich mich, ich guck mich auch noch mal.
00:35:29: Aber als ich dann wieder eingestiegen bin, war mein Töchterchen noch relativ klein, ich glaube, war sie, glaube ich, so drei.
00:35:33: Und dann hat sie mal, als ich dann Sonntagsabend gefahren bin, Mama, musst du wieder zu den Berlin.
00:35:39: Und der Satz, der hat mir natürlich auch wehgetan.
00:35:42: Man muss wieder zu dem Berlin.
00:35:44: Und das ist heute noch ein Spruch, den wir uns sagen.
00:35:48: Das haben wir mit Alex.
00:35:49: Weil Alex war dann ja zwei Jahre in Hamburg bei Satz Eins.
00:35:53: Da war er nämlich nur zwei Jahre.
00:35:54: Er war der Redaktionsleiter von täglich ran.
00:35:58: Und da musste der immer vom Montags bis Freitags.
00:36:01: Und da stand Max auch.
00:36:02: Papa nicht Hamburg fahren.
00:36:04: Papa nicht Hamburg fahren ist bei uns auch in den Sprachgebrauch.
00:36:10: Ja, genau.
00:36:10: Und wie machst du es dann ihm richtig?
00:36:11: Ich glaube, das ist wirklich die große Herausforderung für jemand, also für die Mutter, die einen Beruf.
00:36:16: Bei Männern ist irgendwie noch mal etwas einfacher, wobei du erzählst.
00:36:19: Ja,
00:36:20: wie die am Papa gehangen haben.
00:36:21: Genau.
00:36:22: Und du musst es so abwägen.
00:36:23: Hast du das mit deinen Kindern mal besprochen?
00:36:25: Gibt es irgendwas, wo sie sagen, das war eigentlich... Das hätten wir uns anders gewünscht, jetzt, wo sie erwachsen sind?
00:36:30: Nein, gar nicht.
00:36:33: Das haben sie mir auch immer vermittelt, dass sie das Gefühl hatten, dass das Mama eigentlich immer für sie da ist.
00:36:40: Als sie sehr klein waren, das war der Vorteil in meinem Job, dass ich dann, ich wollte eigentlich nur vier Tage arbeiten, dann auf gar keinen Fall.
00:36:48: Dann haben sie gesagt, okay, da kannst du später kommen.
00:36:51: sodass ich die Vormittage mit den Kindern verbringen konnte.
00:36:54: Also beide Max ist erst mit vier in Kindergarten, weil ich war ja da vormittags.
00:36:58: Und abends das Kind doch nicht weg, wenn es anschließend schon ihr Tagesmutter übergibt.
00:37:03: Und so, also als ich die kleinen Kindphase hatte, ist die Vormittage... Ja, und abends kam ich ja auch nach Hause.
00:37:09: Meine Tages... Mutter und später die Erzieherin, die hatten schon auch die Aufgabe, die quasi betfertig zu machen, dass wir dann aber noch Quality-Time hatten.
00:37:20: Dann sind wir noch einfach nur schmusen, einfach nur vorlesen, einfach nur Geschichten erzählen und ein bisschen erzählen und da sein.
00:37:28: Und das änderte sich im Laufe der Jahre natürlich dann auch mehr in schöner, ausführlicher... Abendessen mit den Kindern, auch mit Freunden viel und deren deren Freunden und der.
00:37:39: Also sie haben gesagt, naja, sie haben das eigentlich, können das nicht sagen, dass sie das Gefühl hatten, dass wir nicht genug für sie da gewesen wären.
00:37:47: Also ich habe das Gespräch aber auch geführt.
00:37:48: Also ich habe auf jeden Fall auch noch mal, es hat sich so ergeben und beide Kinder haben das auch gesagt, obwohl ich natürlich manchmal mir gewünscht hätte, dass ich eben da bin.
00:37:56: Ja, dass du in einer anderen Stadt bist.
00:37:59: Und ich habe ja dann wie so eine Art Jungesellenleben geführt.
00:38:02: alleine ins Bett und wach alleine auf.
00:38:04: Gut, morgens hast du nicht viel Zeit nachzudenken bei uns.
00:38:06: Da arbeitet man auch sehr viele Stunden.
00:38:10: Aber also dann zu den Nachmittag dort zu sein und meine Kinder nicht sehen zu können, hat mir manchmal sehr zu schaffen gemacht.
00:38:20: Wir haben dann versucht, eine Vokabeln lernen mit Facetime und die wussten immer, die können sich immer bei mir melden.
00:38:26: Die rufen auch an während der Sendung, weil sie gerne nicht auf dem Schirm haben.
00:38:29: Ach, Mama, Mama, hat ja gerade Arbeit.
00:38:32: Aber haben das eben nicht... als so empfunden, dass ich nicht für sie da war.
00:38:38: Also so wie du es eben gerade, du warst immer für deine Kinder.
00:38:41: Ich glaube, das ist mir auch gelungen.
00:38:42: Und ich finde, es ist nochmal so ein bisschen auch eine Lanze brechen dafür, dass man als berufstätige Mutter auch für seine Kinder sehr da sein kann.
00:38:49: Es ist dann eigentlich die Qualität.
00:38:51: Wenn du nach Hause kommst, bist du dann da, hast du dann ein Ohr und versuchst du dann wirklich, dich auf die Themen deiner Kinder einzulassen und nicht da noch einen, noch einen Call und hier und jetzt mache ich mir nochmal.
00:39:02: Gut, das war am Beruf dann eben auch wirklich abgeschlossen.
00:39:04: Tag.
00:39:05: Ja, ich bin auch am Wochenende, habe ich ja noch noch Jobs oft gemacht.
00:39:09: Aber eben auch reduziert, ich habe auch oft sogar Sachen abgesagt.
00:39:14: Und das hat man ja gar nicht verstanden.
00:39:16: Der ist ja selbstständig und der Selbstständiger nimmt ja alles, was ihm angeboten wird.
00:39:22: Das ist ja unfassbar.
00:39:24: Du kannst doch nicht absagen.
00:39:25: Dann sage ich, doch, ich sage... Ich habe meinen festen Job, ich arbeite schon genug und das andere mache ich noch so ein bisschen nebenbei, weil manchmal ist es ja auch schön, wenn du irgendwo auf der Bühne stehen kannst.
00:39:35: Muss ich sagen, kennst du das nicht auch, wenn du da mal so eine große Gala moderierst und nicht nur im Studio bist und den direkten Applaus, aber auch eventuell ... Direkte Desinteresse.
00:39:49: Ich habe auch schon Veranstaltungen moderiert, wo die Leute so viel gesoffen sind, gerade in Köln.
00:39:52: Ja,
00:39:53: gesoffen und gequatscht.
00:39:54: Ja, gesoffen und gequatscht.
00:39:56: Und da stehst du auf der Bühne, wenn das hochinteressante Gäste erfolgreiche Sportler, gerade bei diesen Sportler-Errungen, dann denkst du, mein Gott, sie haben unhöflich respektlos gehört, wenn sie seine Panik, wenn sie dann noch was getrunken haben.
00:40:10: Aber die Kombination, dass man beides so ein bisschen hat, das war schon schön.
00:40:15: Aber wir kamen ja auch über die Kinder.
00:40:19: Wir reden jetzt tatsächlich ja auch so ein bisschen über Luxusprobleme.
00:40:25: Denn ich meine, wie viele Millionen Frauen in aller Welt, die stellt sich gar nicht die Frage.
00:40:35: wie man das regelt und ob man arbeiten kann.
00:40:39: Da muss gearbeitet werden.
00:40:41: Das
00:40:41: stimmt.
00:40:42: Und trotzdem muss ich sagen, jeder hat seine Geschichte und jeder hat seine Lebensumstände.
00:40:46: Und wenn drumherum alle irgendwie Zeit haben, nachmittags zum den Kindergeburtstil selber organisieren, dann finde ich, ist es auch in Ordnung zu sagen, das war meine Herausforderung und das war nicht immer einfach.
00:40:56: Und ich finde gerade, weil du die Pubertät angesprochen hast, es gibt ja mit Kindern, wenn sie groß werden, den ersten Freund haben, das erst mal bedrunken sind und so weiter und so fort, gibt es ja auch Momente, wo man denkt, okay, mache ich das alles richtig, sehe ich alles.
00:41:11: Habe ich irgendwas übersehen?
00:41:13: Ist das Band fest genug?
00:41:16: Und das muss man auch erst mal schaffen.
00:41:18: Ich finde, das ist manchmal eine große Herausforderung gewesen.
00:41:23: Ist das Band fest genug?
00:41:25: Genau.
00:41:26: Gerade in den Zeiten, also Pubertät ist mal so, mal so bei den Jungs, was deutlich leichter aussieht, dass der Max mit mir dann ungefähr, weiß ich nicht, Gespräche, nein, gab es ja eigentlich kaum.
00:41:40: Gott sei Dank haben dann dieses berühmte Auslandsjahr.
00:41:43: Und ich habe erst gedacht, das zerreisten das Herz, wenn mich mein Kind nach Richtung USA verlässt und ich bin und das das überstehe ich nicht.
00:41:55: Aber der war Gott sei Dank so schweigsam.
00:41:57: Und so, dass ich dann im Vorfeld schon, dass ich dachte, na ja gut, anschweigen kann er mich dann.
00:42:02: Schweigt da da.
00:42:06: Aber bei McConnie war deutlich schwieriger in der Pubertät.
00:42:11: Ich weiß allerdings, ich war die.
00:42:13: einer der renitentesten pubertierenden Teenager.
00:42:17: Allerdings, meine Eltern waren auch super, super streng.
00:42:21: Vor allem meine Mutter, mein Vater.
00:42:22: Das ist immer die Mütter, haben ja früher erzogen, als ich zu Hause war.
00:42:26: Hab schon über ziemlich viele Stränge geschlagen.
00:42:29: Und eigentlich waren wir relativ lange alleine auch bei der Karnie.
00:42:32: Und es war immer wichtig, dass ich sie nicht über die Wörfe, die waren ein bisschen jünger als die anderen, weil sie in der Klasse übersprungen hatte.
00:42:39: Und die hat doch zu uns gesagt, du kannst, ihr könnt mich nicht in die Klasse überspringen lassen.
00:42:43: Aber dann soll ich mit den, darf ich mit denen nicht gleichziehen.
00:42:47: Das habe ich eingesehen, habe gesagt, dass du recht kind.
00:42:51: Dann kommt halt alle zusammen erst um zwölf nach Hause und nicht du schon um zehn.
00:42:55: auch als Zinnif gewesen und so weiter.
00:42:58: Aber dann ist sie trotzdem noch immer sehr, sehr, sehr.
00:43:01: Und manchmal, wir haben es auch richtig gestritten.
00:43:03: Aber da geht es eben wirklich darum, dass du das Band nicht abreißen lässt, dass du dann auch mal über Dinge hinwegsehst, weil wenn du da stur bist und dann der Streit einfach zu groß zuwingen, manchmal ja fast Nichtigkeiten auch.
00:43:24: Dann musst du als vernünftiger Erwachsener auch mal sagen, komm, lass es nicht zum Bruch kommen.
00:43:32: Das war mir schon außerordentlich wichtig.
00:43:35: Ich würde sagen in meinem Freundeskreis und auch bei mir.
00:43:39: meinem Ex-Mann ist es so, zumindest aus meinem Blickwinkel, die Erkenntnis ist eher zu viel strenger, macht eher was kaputt, als zu wenig Grenzen setzen.
00:43:52: Beides ist wichtig.
00:43:53: Du musst Grenzen setzen und du musst tolerant sein, dass deine Kinder ihre Bedürfnisse haben und vielleicht auch mal einen Fehler machen, weil sie sind ja noch Kinder.
00:44:05: Aber ich würde im Nachhinein sagen, es gibt in meinem Freundeskreis eher tendenziell Männer, die sagen jetzt und sehr dankbar sind, dass sie zu ihren Söhnen wieder dieses innige Verhältnis haben, was sie eine Zeit lang nicht hatten.
00:44:16: Ich finde manchmal, weil sie genau das, was du sagst, auf etwas bestanden haben,
00:44:22: was
00:44:23: aus dem Blickwinkel des Kindes aber sehr schwer nachts zu erfüllen war und es ist so.
00:44:29: Du musst als Eltern nicht immer gewinnen.
00:44:30: Du kannst auch mal sagen und weißt was, okay, wir machen es so.
00:44:33: Und das ist auch wichtig für das Verhältnis mit den Kindern, oder?
00:44:37: Ja, ich habe mir da im Aufgedanken gemacht, was ich wirklich überhaupt nicht leiden konnte, ist, wenn wir bei anderen waren und dann die Kinder von eben, die dann sagten, dürfen wir das?
00:44:47: Nein, nein.
00:44:48: Und dann, ob bitte, ob bitte, ob bitte.
00:44:51: Und dann, ja, okay.
00:44:52: Ja, okay, das ist nun auch blöd.
00:44:54: Und so wollte
00:44:54: ich nie sein.
00:44:55: Und deswegen habe ich mir vorgenommen und uns auch durchgezogen im Großen und Ganzen.
00:45:01: Wenn ich Nein sage, wenn ich auch dabei bleiben werde und möchte, weil ich meine Gründe dafür habe, dass ich dann Nein sage.
00:45:10: Und was haben die ganz schnell kapiert?
00:45:12: Die ist dann bald natürlich auch die Freundin meiner und die Freundin, die es von zu Hause gewöhnt waren.
00:45:16: Wenn sie ein bisschen quengeln, dann wird es schon.
00:45:18: Und dann hat die, ich sehe Kaolin da stehen, ach, Leo hat keinen Zweck, wenn ihr ihn nein sagt, meint ihr ihn nein.
00:45:24: Also ich glaube, so eine Verlässlichkeit, ne?
00:45:26: Ja, das hat
00:45:27: was damit
00:45:27: zu tun.
00:45:28: Genau.
00:45:28: Und ich würde sagen, das ist auch was sehr Wichtiges.
00:45:31: Und du musst auch natürlich manchmal sagen, und jetzt ist hier ein Punkt, habe ich aus, gibt auch ein, zwei Sachen, wo ich wirklich sehr, also im Nachhinein... Verdränge das manchmal sogar.
00:45:40: Mein Sohn hat mir das jetzt mal noch mal vorgeführt.
00:45:42: Also ich habe auch ein paar Sachen durchgezogen.
00:45:45: Das war nicht einfach für ihn.
00:45:47: war aber für mich die letzte Kante, die ich da ziehen konnte.
00:45:50: Und um auch selber irgendwie bei der ganzen Sache noch vernünftig gesund zu bleiben.
00:45:57: Oder dass man mir nicht auf der Nase rumtanz oder auch einfach zu Hause so den Haussingen nicht zerstört.
00:46:05: Und trotzdem war das aber so.
00:46:06: dieses Band, das ist nie kaputt gegangen.
00:46:11: Das darf also man darf nicht so hochkommen lassen.
00:46:14: Es ist auch eine überschaubare Zeitspanne.
00:46:20: Und ich wusste immer, wie ich war.
00:46:22: Ich habe immer gedacht, wieso wunderst du dich?
00:46:25: Du warst noch schlimmer.
00:46:28: Ja, das ist gut.
00:46:30: Ich möchte über deine Kinder sprechen, weil über euch und meine Familie von der Grügen.
00:46:34: Das sind vier.
00:46:35: Erfolgsmenschen.
00:46:37: Alle in ihrem Bereich.
00:46:39: Und
00:46:40: damit meine ich natürlich nicht nur den Beruf, sondern ihr seid alles Persönlichkeiten.
00:46:44: Deine Tochter habe ich kennengelernt, deinen Sohn Max habe ich kennengelernt.
00:46:46: Deine Tochter ist auch Schauspielerin.
00:46:50: Die ist die Stimme vom Pepper Wutz.
00:46:52: Ja, ja, die ist die Schema am Anfang.
00:46:55: Von den allerersten Folgen.
00:46:58: Sie ist allerdings, ich habe am Anfang davon gesprochen, was mein Mann für einen Hochbegabter in sehr, sehr vielen Bereichen ist und vielseitig eben.
00:47:07: Aber Caro, die toppt das eigentlich noch.
00:47:09: Also deswegen, man hat ja als Eltern immer, möchte man ja, das geht fast allen Eltern so, irgendwann, wenn die dann im Alter werden und dann kommt, welcher Ausbildung.
00:47:21: wollen wir denn?
00:47:22: Und können wir uns vorstellen?
00:47:23: Welchen Beruf können wir uns vorstellen?
00:47:25: Und dann wird man auch schon ein bisschen nervös, wenn man so sieht, da gibt es gar nicht so eine klare Ausrichtung.
00:47:32: Und als Max uns dann eröffnete, dass er das ernst meint mit der Schauspielerei und dass er auch auf die Schauspielschule gehen wird und er sich auch beworben hat auf den staatlichen Schauspielschulen.
00:47:44: Wenn das wirklich so gut ist, dann werden wir eben keine Steine in den Weg legen.
00:47:48: Auch wenn du weißt, das ist ein Beruf, da kommen, das ist ja fast wie beim Fußballprofi.
00:47:55: Viele, viele, viele können damit später nicht ihr Geld verdienen und eine Familie ernähren oder zumindest sich selber.
00:48:03: Also, wir wussten schon, wenn wir an Sicherheit denken, aber es hilft doch nichts.
00:48:10: Und Karo, die hat so viele verschiedene.
00:48:13: Interessen und Qualitäten.
00:48:14: Die muss auch immer wieder Neues ausprobieren.
00:48:17: und die macht auf der einen die macht Synchro ab und zu spitzende Rolle.
00:48:22: Dann ist sie aber ganz ganz wesentlich.
00:48:24: Da hast du sie ja sicherlich auch schon gesehen in ihren Reportagen seit vielen, vielen Jahren ist ja selbstständig und journalistisch und arbeitet für das Y-Kollektiv.
00:48:33: Die macht Reportagen zu allen Themen, die man sich überhaupt nur vorstellen und dann nicht mal vorstellen kann.
00:48:40: Vielleicht doch nicht muss.
00:48:41: Sie macht auf viele Dinge, wo ich sage als Mutter, also das brauche ich nicht.
00:48:46: Warum muss ich mir eine dreißigminütige Reportage angucken über Höschenschnüffler?
00:48:53: Da denkst du, was gibt's?
00:48:55: Das gibt's.
00:48:57: Also, sie arbeitet ja... Ja, es ist verrückt, ne?
00:49:02: Ja.
00:49:02: Es ist verrückt.
00:49:03: Aber weißt du was?
00:49:04: Das mach ich ja.
00:49:06: Komm mal wieder an den Anfang.
00:49:07: Ich mach jetzt auch.
00:49:07: mich interessieren Dinge.
00:49:08: Ich mache sie so und deine Tochter ist noch so jung.
00:49:11: Du machst das auch schon.
00:49:12: Mach das
00:49:12: mega.
00:49:13: Ja.
00:49:13: Und jetzt, ja?
00:49:14: Ja,
00:49:14: und jetzt ist ja sehr viel für Starren TV.
00:49:17: Allerdings wirklich in Brennpunkten unterwegs.
00:49:21: Aber sie schafft es halt irgendwie.
00:49:23: Sie hat eine Art an sich, dass die Zugang kriegt zu Menschen.
00:49:27: auch wenn es den ganz schlecht geht und wenn sie ja schon abseits der Gesellschaft sind und auch zu ja eben auch zu Drogen abhängigen, zu Obdachlosen.
00:49:38: und sie knackt die Menschen und nimmt uns mit und auch auf Probleme aufmerksam zu machen, die wir vielleicht von der falschen oder zu einseitig betrachten, dass sie einen einmal mitnimmt in die andere Welt und das macht mich schon stolz, immer in Bewegungen.
00:49:56: Das ist irre, was die leistet.
00:50:00: Und du kannst ja auch so wie du sagst, wir wünschen uns alle irgendwie, dass unsere Kinder ein Berufsleben ergreifen, was ihnen viel Freude bereitet, wo sie ihre Talente ausschöpfen können und was ihnen eine gewisse Sicherheit gibt.
00:50:12: Auf dem Weg dahin kann man die begleiten.
00:50:14: Ich finde auch, man ist auch da, man regt vielleicht auch mal zu einem Gedanken an.
00:50:21: Aber du kannst die nicht abbringen vom Weg, weil dann tust du ihnen keinen Gefallen.
00:50:25: Dann kommt dein Sohn noch mit ins Spiel.
00:50:28: Da muss man sagen, irgendwann warst du die Mutter von Max von der Grüben.
00:50:32: Ja,
00:50:33: vor allen Dingen war mein Mann.
00:50:34: Also mein Mann erzählt, seine Kumpel sagten dann, du warst auch nicht leicht.
00:50:39: Da bist du im Europameister, interessiert keinen Menschen, sondern du warst immer nur der Mann von.
00:50:45: Und jetzt bist du auch noch der Sohn von, der Vater von.
00:50:50: Ja, tatsächlich war irgendwann so, dass wenn wir dann gemeinsam in die Innenstadt gingen, also früher kamen dann die Autogramm sammler.
00:50:58: zu mir.
00:50:58: Und die Kinder kriegten das ja so mit, wie man dann damit umgeht.
00:51:02: Und dann auf einmal kamen die Autogrammsammer, da kann man ja gar nicht sagen, die wollten ja dann immer gleich ein Selfie machen.
00:51:09: Und auf Max so.
00:51:10: Und dann war das ja so, wenn ich erinnere mich, da waren wir mal auch einkaufen, da war mein Schuhgeschäft.
00:51:15: Und ein Mädel hat er erkannt, der ging dann ja auch mit dem Käppi auf und so, hat sich jetzt nicht verkleidet, so auch nicht.
00:51:21: Und dann dann eine, ihr kann ihn, und dann gucken alle, und dann war der da.
00:51:26: erst mal mit Unterstand auf der Straße vor dem Schuhgeschäft Schlange.
00:51:30: Das war zu den Hochzeiten von Fakyo Goethe.
00:51:33: Als
00:51:33: Fakyo Goethe, das war damals einfach ... Ein Mega-Erfolg.
00:51:38: und die Schauspieler dann eben mit Elias Embarek für die Älteren und der Danger.
00:51:46: Ich glaube, es ist der erfolgreichste Film.
00:51:47: Ich bin nicht hundertprozentig sicher, das ist der erfolgreichste Film.
00:51:49: Ich weiß nicht, wie oft ich Fackjugöte schon gesehen habe, weil immer, ich weiß nicht, wie es hier gibt.
00:51:54: Immer, wenn ich es gucke, mag es sein, wenn der eigene Sohn damit spielt, dass man es nochmal anders sieht.
00:51:58: Ich bleibe immer dran hängen.
00:52:00: Die Story ist genial.
00:52:02: Alle Schauspieler sind toll und dein Sohn ist so über... Und ich meine, man denkt ja immer, zumindest wenn man ihn bei diesen Filmen erst kennengelernt hat, dann denkt man, der ist ja so, ne?
00:52:12: Dabei hat er viele Facetten.
00:52:14: Er ist ein toller Schauspieler, hat auch schon viele ganz, ganz tolle andere Rollen gespielt.
00:52:18: Aber er gehört auch zu den Schauspielern.
00:52:20: Weil die Rolle so prägend ist, wo wahrscheinlich die Menschen denken, der ist so.
00:52:24: Ja, das ist ja klar.
00:52:25: Und nicht nur die Menschen, obwohl das natürlich eigentlich ja alles Menschen in der Branche sollten ja wissen, dass Leute Schauspieler in der Regel eine Rolle spielen und nicht unbedingt so sind.
00:52:37: Das ist ja auch verrückt, der hat ja ... Dessen Leben war ja im Grunde doch ziemlich verquast.
00:52:42: Also der kriegt ja schon einen Nachwuchspreis und ging danach erst auf die Schauspielschule.
00:52:48: Der kriegt ja die goldenen Kamera als Pestallion, Nachwuchsschauspieler, ja.
00:52:54: Und ein paar Wochen später hat er dann auf der Schauspielschule angefangen.
00:52:58: Er hat dann aber wirklich versucht, ich meine, das waren ja alle drei Filme, waren ja sehr erfolgreich, wenn gleich der erste auch mein Lieblingsfilm ist, ne, von Kügelgüter Eins.
00:53:08: Aber alle waren mega erfolgreich, er wollte aber den Danger los werden.
00:53:11: Und dann hat er ja Sturr alles abgesagt.
00:53:14: Das war dann irgendwann nicht einfach, dann musste er schon mit seiner Agentin.
00:53:19: Max, wenn du Geld brauchst, dann gib mir Bescheid.
00:53:21: Dann nehmen wir mal was an.
00:53:23: Dann auf einmal kam es wirklich, dass der ein tolles Angebot nach dem anderen kriegte und ernsthafte Rollen spielen durfte.
00:53:31: Also bei der Mittagsfrau der Nazi, dass er das deutsches Haus gespielt hat.
00:53:35: Er hat so viele tollen, das Netz.
00:53:39: Da wurde den Hooligan.
00:53:41: Also ich muss sagen, da waren schon tolle Rollen dabei.
00:53:44: Dann hat er sich sogar noch mal getraut, wieder mit Boran.
00:53:48: Kinn, also mit dem Regisseur, ein Film zu machen, der dann nicht so erfolgreich war wie die fakulite Filme, aber immerhin auch noch Chantal
00:53:59: im
00:54:00: Märchenland.
00:54:00: Auch toll für mich.
00:54:02: Das war dann nochmal, aber dann war.
00:54:05: er und auch seine Agentur waren auch der Meinung.
00:54:08: Jetzt darf man auch nochmal das Komische.
00:54:11: Auf
00:54:11: jeden Fall.
00:54:12: Ich sehe ihn auch gerne, ich sehe ihn wirklich auch gerne.
00:54:14: Auch
00:54:14: wenn er wirklich, also er hat jetzt zweimal so die Nichte des Polizisten, neulich, das war auch so ein Film.
00:54:19: Ja, und wenn du dann als Mutter immer irgendwelche Sex-Szenen siehst oder sogar bei der Mittagsfrau Vergewaltigungs-Szene, wo dann so der böse, schlimme, ganz schlimme Typ.
00:54:35: Furchtbar.
00:54:36: Naja, aber das hilft ja nix.
00:54:38: Auch solche Rollen müssen ja von irgendjemandem gespielt werden.
00:54:41: Und im allerbesten Fall, wenn sie von einem guten Schauspieler gespielt, weil sie dann nachvollziehbar sind und dann der Schrecken, der ja vermittelt werden soll, auch rüber kommt.
00:54:49: Muss.
00:54:49: Ja.
00:54:50: Aber wenn er stirbt, empfehlen das meine Kinder.
00:54:52: Guckt mein Mann sich gar nicht an.
00:54:53: Oh Gott.
00:54:54: Da sagt er, da leidet oder wenn er leidet.
00:54:57: Nee, das guckt ja immer.
00:54:58: Mein Mann guckt dann nicht.
00:55:00: Das ist doch nur eine Rolle.
00:55:02: Ja.
00:55:03: Und dabei, ich kann mich irgendwie so herbstwagen in Erinnerung, der war doch, als der geboren wurde, hatte der ja, hatte der nicht ein Herzfehler oder der Marx war ja eigentlich nicht komplett gesund, ne?
00:55:13: Nee, das war ganz dramatisch.
00:55:14: Der hatte einen schweren großen Herzfehler, wo ich auch gar nicht so lang und satt darüber sprechen möchte, weil er ist ja kernesund geworden.
00:55:23: Also das war das vorne, der hatte die Arterien vertauscht.
00:55:26: Das ist die Transposition der großen Arterien, da konnte man aber... Gott sei Dank, eine sogenannte Switch-Operation machen, die noch relativ neu in Deutschland war.
00:55:36: Auch da war ich wieder... glücklich, dass ich mich entschieden hatte, weil wir galten damals als Spätgebärende, also mit ein paar, Alex und ich, also ich war im ersten Kind, und dann haben die gesagt, geht mal lieber in die Uniklinik, man weiß ja nicht, ich war so glücklich, dass ich in der Uniklinik war, mit so einem schwerherzkranken Kind, dass das da aufgefallen ist, dass er da versorgt werden konnte, dass ich den nicht in eine andere Klinik verlegen lassen musste.
00:56:06: Es ist so wichtig, wenn, was du, Angst, da ja das ging auf Leben und Tod.
00:56:12: Uns hat keiner versprechen können, dass er die OP übersteht, dass er überlebt.
00:56:17: Und dann ist das alles gut gegangen und dann musste nie nachoperiert werden und ist kerngesund und deswegen verstehe ich ihn auch, wenn er da jetzt nicht unbedingt mithause angeht.
00:56:30: Ich habe es nur angesprochen, weil es zeigt, dass eben Bei einer Familie, wo jeder seine Karriere hat und man sieht den starken Danger und man sieht deinen Sohn in tollen Rollen, man sieht deine Tochter mit ihren Projekten.
00:56:41: Aber es ist eben, es ist gar nicht immer nur alles gratulierend.
00:56:44: Nein,
00:56:44: du
00:56:44: musst als Mutter diese ganzen Dinge wegstecken und musst es damit umgehen und deine Sorgen irgendwie kanalisieren und hast es ganz toll gemacht.
00:56:54: Bist du in der Rente oder was machst du so?
00:56:57: Was machst du den ganzen Tag?
00:57:00: Also es ist ja kein Geheimnis, dass ich ein Buch geschrieben habe, und zwar als ich es kundgetan hatte oder bekannt wurde, dass ich aufhören werde.
00:57:08: Irgendwann ist direkt ein Verlag auf mich zugekommen.
00:57:11: Und hat gesagt, Sie können sich vorstellen, mir ein Buch zu schreiben.
00:57:13: Und dann habe ich gesagt, das kann ich mir gar nicht vorstellen, weil ich habe überhaupt nicht die Absicht, wieder zu arbeiten.
00:57:18: Die Frage, was machst du denn dann, wenn du das gar nicht vorstellen kannst?
00:57:21: Das habe ich immer gesagt, nix, ich mache nix.
00:57:23: Na sagen Sie, man kann doch nicht nix machen.
00:57:26: Ich sage doch, ich meine Sie damit natürlich vor allen Dingen nichts, worauf ich keine Lust habe.
00:57:33: und sondern nur Dinge, die mir Freude und Spaß bereiten und die Vorstellung ein Buch strammt zu müssen hat, war jetzt erstmal nicht davor gesehen.
00:57:41: Aber dann haben natürlich meine Agentur, mein Mann, meine Kinder, ja natürlich machst du das, ist doch toll, da hast du was zu tun oder dann kannst du noch was Geld verdienen und wie auch immer, dann habe ich das mit dem Verlag gesprochen und wir haben dann tatsächlich ein Neuland quasi beschritten, weil ich habe den Vorschlag dann okay gefunden, mich nochmal zusammenzureißen und einfach die Rente nochmal ein paar Monate zu verschieben, also nochmal zu verschieben.
00:58:11: Die Mischung aus Autobiografie und Ratgeber.
00:58:15: Das ist, was mir wirklich im Nachhinein gut gefallen hat.
00:58:21: Ich habe mich noch nie... so sehr mit meinem Leben und mit mir beschäftigt, wie natürlich in diesen Passagen, wo ich ganz autobiografisch über mich, über meine Familie, ich meine mir plaudern jetzt auch darüber.
00:58:36: Und Gedanken, die ich mir zu vielen, vielen Themen mache, weil mich meine Co-Autorin da immer zugedrängt hat.
00:58:43: Die hat gefragt und nochmal gefragt und gesagt, wir müssen darüber schreiben.
00:58:47: Wir wollen auch darüber schreiben.
00:58:49: Und dann eben wirklich richtig gute Ratschläge zum Thema Rente für Menschen.
00:58:52: die dann in Rente gehen.
00:58:54: Und ich glaube, dass du da sehr viel zu geben hast.
00:58:56: Also insofern hast du nicht nur
00:58:57: was für Schäftigung
00:58:59: gehabt, sondern dass du nicht ins Loch fällst, sondern ich glaube, dass es wirklich sehr bereichernd ist.
00:59:03: Es ist schön zu lesen, wie du das gemacht hast, was deine Geschichte ist, wenn man jemand meint, so gut zu kennen und die Leute, die dich im Fernsehen gesehen haben, die kennen dich ja auch.
00:59:12: Die kennen auch die ganze Menge von dir eigentlich.
00:59:14: Und ich fange ja tatsächlich auch ein bisschen mit meiner Kindheit an, weil man sich dann fragt, wie bin ich die geworden, die ich heute bin.
00:59:22: Und das ist natürlich... Natürlich Kindheit, Jugend, Erziehung, eine ganz andere Welt.
00:59:26: Wenn du zum Beispiel über das Kapitel, haben großes Kapitel auch Ehrenamt.
00:59:31: Weil ich meine, es gibt so viele Menschen, die wirklich noch was tun wollen, aber nicht mehr arbeiten und die auch was zurückgeben.
00:59:37: Gerade welche, die so eine gute Rente haben, wie ich, die dann auch sagen, wir wollen was zurückgeben.
00:59:43: Aber dann wissen viele nicht, was denn und wie finde ich das denn, was du mehr passt und so.
00:59:47: Und dann ist man natürlich eingefallen, wie früh ich von meiner Familie, von meiner Mutter ans Ehrenamt gebracht
00:59:54: wurde.
00:59:54: Du stehst schon seit ewig Zeiten für Ehrenamt.
00:59:58: In der Zeit, wo wir gesprochen haben, dass du mir damals die Chance gegeben hast, bilde ich mir ein, dass ich damals schon wusste, dass du dich ehrenamtlich engagierst und dass du immer auch für das Ehrenamt und dass es sowas Schönes ist in der Gesellschaft.
01:00:09: Wenn man einen Ehrenamt übernimmt, dann verstehst du.
01:00:12: Ja, und das, was war für uns in meiner Familie, gehörte das dazu, dass man sich irgendwie sozial engagierte.
01:00:18: Und da bin ich meiner Mutter echt dankbar für.
01:00:20: Ich meine, wir können doch als Prominente immer den Finger in die Wunde, wir können auch auf Probleme aufmerksam machen.
01:00:26: Und eins meiner Patenkinder ist, im April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, April, Und das heißt, der liegt seit fünf Jahren im Bett und kann sich nicht bewegen.
01:00:41: Heute ganz, ganz viele haben das auch durch Corona, dieses Post-Corona und dann bleibt es.
01:00:48: Die können kein Licht ertragen.
01:00:50: Wir haben gar keine Kraft aufzustehen, die liegen nur im Bett, weil sie zu schwach sind.
01:00:56: Fatigue, Müdigkeit, die sind zu schwach aufzustehen.
01:01:00: Die Bettdecke ist zu schwer, weswegen die Zimmer aufgeheizt sein müssen unter das Zimmer, in dem wir liegen.
01:01:07: Und manche... Wir können auch nur fünfzehn Minuten am Tag überhaupt mit einem Familienmitglied sprechen.
01:01:14: Und leider hat es meinen Pattenkind auch so schwer getroffen.
01:01:17: Und dann gehört es natürlich auch dazu, sich dazu engagieren.
01:01:20: Wir haben ja die Möglichkeit, unter ehrenamtlich und dann über den Liegendemus auch dann hier draußen am Heumann zu stehen und zu moderieren.
01:01:29: bescheidenen, winzigen Instagram-Kanal darüber zu sprechen und das bekannt zu machen.
01:01:36: Ja, wir haben die Möglichkeit, das zu tun.
01:01:39: Und das sollte man dann auch machen.
01:01:41: Ja, finde ich auch, finde ich auch.
01:01:42: Und es ist dann doch nicht nur was, was man gibt.
01:01:45: Nein, du nimmst es auch
01:01:46: ganz
01:01:46: viel.
01:01:46: Sondern auch wenn wir ganz viel wieder zurücknehmen.
01:01:48: Und in Phasen, in manchen Phasen hat man dafür vielleicht ein bisschen mehr Zeit.
01:01:51: In manchen hat man etwas weniger Zeit.
01:01:54: Aber es ist was Total Schönes und das ist auch sehr inspirierend, das so von dir zu hören.
01:01:59: Man inspiriert sich immer im persönlichen Gespräch und natürlich in so einem Podcast auch für alle anderen.
01:02:04: Und
01:02:04: ich muss auch ganz ehrlich sagen, man inspiriert sich aber auch beim Bücherschreiben bis sich ganz alleine.
01:02:09: Das hätte ich auch nicht gedacht, dass ich da, wenn ich da sitze und nur über all die Fragen nachdenke, die mir da meine Co-Autorin mit auf den Weg gegeben hat und das dann versuche, in Worte zu kleiden und Gedanken.
01:02:23: Es tauchte schon immer die Frage auf, hast du nicht Angst, in ein Loch zu fallen?
01:02:28: Und viele fallen in den Loch.
01:02:29: Und das ist zum Beispiel im Ruhestands Coaches gibt.
01:02:33: Das ist ein Beruf, dass Menschen den helfen, die damit nicht klar kommen.
01:02:39: Also ein bisschen plötzlich eine gesellschaftliche andere Rolle zu spielen.
01:02:43: Es gab eine der beiden Coaches, die ich da interviewt habe, die sagte mir, der Übergang in den Ruhestand.
01:02:50: ist, bezeichnen wir Wissenschaftler, als existenzielle Lebenskrise.
01:02:56: Da sage ich, das ist ja furchtbar.
01:03:00: Man muss wissen, auch die Geburt des ersten Kindes ist eine existenzielle Lebenskrise.
01:03:06: Und das sagt man zu Dingen, unumkehrbar sind.
01:03:11: Du bist
01:03:12: dann Mutter von heute auf morgen, das kannst du ja nicht mehr rückgängig machen.
01:03:16: Und du bist dann Rentner, kannst du auch nicht mehr rückgängig machen.
01:03:18: Du kannst dich zuschütten mit Arbeit, aber du bist trotzdem im Ruhestand.
01:03:22: Du kannst es nicht trainieren, du kannst es nicht üben.
01:03:25: Das ist auch so ganz wesentlich.
01:03:26: Du kannst es dir vorstellen vielleicht, sowohl dass Mutter werden, als was ja eine schöne Geschichte ist.
01:03:33: und nicht für alle ist der Ruhestand was schönes, weil sie vielleicht noch gerne weiter arbeiten.
01:03:38: Auf jeden Fall hat beides auch seine Herden, das weiß ich noch genau.
01:03:42: Deswegen kann ich das nachführen,
01:03:43: was du gerade sagst.
01:03:44: Dürfen wir jetzt sagen, also das Schönste in meinem Leben ist meine Kinder und das auch alles, was da mit einem hergeht und das größte Glück.
01:03:53: Aber ich kann mich noch ändern, als man so geboren war und ich warte sofort diese überbordene Liebe und bin total aufgegangen im Muttersein.
01:04:00: Aber da auf einmal kannst du nicht mehr ins Bett gehen, wann du Lust hast und schlafen wann du Lust hast.
01:04:05: Auf einmal kannst du im Urlaub nicht mehr liegen und ein Buch lesen und so.
01:04:08: Und noch viele Kleinigkeiten.
01:04:09: Und das ist schon auch so, dass du denkst.
01:04:11: Jetzt für immer.
01:04:12: Für immer.
01:04:13: Das andere Leben ist ausgelöscht, ne?
01:04:15: Das
01:04:15: kommt wirklich der Moment.
01:04:16: Ich weiß irgendwann, da wurden wir noch quasi getrennt, da waren wir dann immer in meiner kleinen Bude.
01:04:21: Da hatten wir noch nichts Größeres gefunden.
01:04:23: Mit Kindern, der lag ja da so auf dem Bauch.
01:04:26: Wir mussten nach seiner Operation, sollte der möglichst viel dann spät, als er zu Hause war, trainieren.
01:04:31: Wir mussten auf dem Bauch liegen.
01:04:32: Klapp hatte er so an seinem Spielteil da rum.
01:04:36: Und dann sagte mein Mann auf einmal, guck mal.
01:04:39: Und der ist jetzt immer bei uns.
01:04:42: Egal was wir tun, wo wir sind, was wir machen, der ist immer da und wir sind immer für den verantwortlich.
01:04:51: Und dann habe ich das lustigerweise im Urlaub, der dann ein halbes Jahr später war, der erste Urlaub.
01:04:56: Da war ich schon da.
01:04:57: Muss sagen, ich hatte dann schon schon wieder angefangen zu arbeiten natürlich.
01:05:01: Und das Kind und war ziemlich durch.
01:05:04: Dann wurde ich natürlich ausschlafen morgens.
01:05:06: Ja, nix.
01:05:08: Dann wurde mir Schmerz hat klar.
01:05:10: Nein, das Baby hat keinen Urlaub.
01:05:12: Das kennt keinen Urlaub.
01:05:13: Und auch, wie du sagst, in Ruhe ein Buch am Strand lesen.
01:05:17: Also auch Sam ist es nicht nur schön, dieses größte Glück auf Erden.
01:05:24: Das hat dann eben auch diese Seite.
01:05:26: Es geht halt einher.
01:05:28: Vielleicht ist das aber bei allem Glück so.
01:05:30: Es geht einher mit auch Schmerz.
01:05:33: Also genauso, wenn du wahnsinnig verliebt bist, ist die allein die Vorstellung, dass die lieber endet, schmerzhaft.
01:05:39: Und wenn du gar nicht so doll liebst, ist es nicht so schlimm.
01:05:41: Also im Grunde großes Glück geht auch immer ein bisschen mit Schmerz einher.
01:05:44: Und so kann man das auch für die Zeit sagen, wenn man Mutter wird und eben jetzt in deinem Fall auch, wenn man in die Rente geht.
01:05:50: Man hat endlich Zeit für die Freundinnen.
01:05:53: fehlt auch was?
01:05:54: Was ist das, was dir vielleicht am meisten fehlt?
01:05:57: Also ich sage mal ganz kurz vorne, mein sehr, sehr lieber, wundervoller, schon älterer Kollege von mir hatte jetzt aus gesundheitlichen Gründen einige Zeit, war er nicht bei der Arbeit und wir haben alle gehofft, dass er wieder kommt, er ist wieder da, er ist wieder gesund, das ist ganz, ganz wunderschön.
01:06:12: Aber in der Zeit, wo er viele, viele Monate nicht da war, sagt er, mir fehlt einfach, das so durch die Gänge zu laufen und mal viel für euch zu sehen und einfach so diesen Austausch.
01:06:23: Das kann ich nachfühlen.
01:06:24: Was ist das, was dir am meisten finde?
01:06:25: Ja, exakt das.
01:06:26: Das ist auch das Einzige, wenn ich ganz ehrlich bin, das Einzige, dass die Vermisse sind die Kollegen.
01:06:32: Alle.
01:06:34: Natürlich meine Lieblingskollegen, mit denen ich besonders bin.
01:06:36: Aber da muss ich sagen, ich treffe ja die Kollegen.
01:06:39: Meine Lieblingskollegen, ich hab verschiedene Klicken, ich hab die Melzgruppe, ich hab meine Band, ich nenn sie meine Band, weil die jungen Kollegen, die haben entliebt, mir zum Abschied gemacht, aufgenommen.
01:06:52: Wir treffen uns natürlich auch regelmäßig.
01:06:53: Dann hab ich eine Doppelkopfrunde.
01:06:57: Kollegen kreist, aber die trifft man dann abends.
01:07:01: Du triffst ja keine mehr, das ist anders.
01:07:03: Und das ist gewöhnbar.
01:07:04: Und ich bin eben immer über die Gänge, wie ich ja gesagt habe, zwischen Nachrichtenredaktionen und der Sportredaktion auch hin und her.
01:07:12: Und du arbeitest mit denen und redest mehrfach am Tag und immer wieder.
01:07:15: Du plantest den nächsten Tag, du plantest die Woche, du plantest... Man spricht schon viel in unserem Job.
01:07:21: Du musst ja die Nachrichtenwert auch bewerten.
01:07:23: Also da kommt was rein, das machen wir morgens auch.
01:07:26: Überlegen wir... Machen wir das und das ist passiert.
01:07:29: Was machen wir denn dazu?
01:07:30: Machen wir überhaupt was dazu?
01:07:31: Machen wir vielleicht was Humorvolles?
01:07:32: Machen wir da draußen einen kleinen Gag?
01:07:33: Oder ist es eigentlich was, wo ein Experte noch zugeschaltet werden kann?
01:07:37: Und dieser Austausch jetzt bei uns im Beruf, wenn du ne Krankenschwester bist im Krankenhaus, der wird's genauso geben.
01:07:42: Die
01:07:42: Gäte hat doch auch den
01:07:42: ganzen Tag die Fälle.
01:07:43: Die Gäte hat die Fälle, die muss ich sorg.
01:07:45: Immer Menschen.
01:07:46: Die
01:07:46: geht in den Austausch.
01:07:47: Und man bleibt oft zack.
01:07:48: Das ist ja so ein bisschen die Kunst, dass du dann noch Austausch hast, auch zu Themen irgendwie.
01:07:53: Hast du das?
01:07:54: Ja, natürlich.
01:07:55: Das schläft ja auch.
01:07:56: alles nicht ein.
01:07:56: Ich bin ja noch gefordert.
01:07:57: Ich bin ja auch noch auf Lesereis.
01:07:59: Ich bin ja noch unterwegs und ich habe auch wie gesagt eine ganze Reihe von Interessen und alle in meinem Umfeld sind ja Menschen, mit denen man sich über Themen unterhält.
01:08:09: Es ist allein schon ganz wunderbar, dass ich jetzt Zeit habe, nach meinem Sport die Süddeutsche zu lesen.
01:08:15: Das habe ich immer gelesen.
01:08:16: Deswegen darf ich den Namen auch immer wieder sagen.
01:08:18: Ich
01:08:19: habe sie auch erwähnt.
01:08:20: Und jetzt mache ich die auf und dann verbringe ich da Zeit.
01:08:25: Da ist mal schnell anderthalb, zwei Stunden weg.
01:08:28: Und dann habe ich meine Themen und da kann ich mich wieder aufregen.
01:08:30: Wir treffen schon relativ regelmäßig auf Freunde.
01:08:33: Ich kann mich dann schon auch mit... den Rentnern in meinem Freundeskreis.
01:08:38: Da sind auch Hundebesitzer dabei.
01:08:39: Ich habe selber keinen Hund.
01:08:40: Aber dann sagen wir, lass uns doch auf dem Feld treffen.
01:08:44: Machen wir mal zwei Stunden Spaziergang und reden darüber.
01:08:47: Also nee, es gibt genug Themen.
01:08:49: Leider Gottes gibt es auch ganz viele schlimme Themen.
01:08:52: Und es wird auch nicht besser gerade in der Welt.
01:08:55: Und dann ist es auch wichtig, dass du dich austauschen kannst.
01:08:59: Und auch wenn man zu Hause was ist.
01:09:01: Und ich quatsche auch mit meiner Laufpartnerin.
01:09:04: Also dreimal die Woche sind wir fest verabredet.
01:09:07: Das ist so und das bleibt so und das wird sich wahrscheinlich auch nie ändern.
01:09:12: Dann laufen wir die, du kennst dich an Köln aus, du kennst die berühmte Geissbock-Grunde wahrscheinlich vom Stadion des ersten FC Köln.
01:09:21: zum Vereinsheim, zum Geißburg-Heim und wieder zurück.
01:09:23: Ich laufe diese Strecke nicht, meine Liebe.
01:09:25: Das läufst du, weil du super fit bist.
01:09:27: Ich bin nicht so... Ich quatsche noch dabei.
01:09:30: Ja, toll.
01:09:30: Und das ist ja übrigens auch das allerbeste Spazierengehen und quatschen noch besser für dich zumindest.
01:09:36: Wenn man es kann joggen in das fürs Gehirn wahnsinnig.
01:09:38: Ja, absolut.
01:09:39: Das kann man unbedingt machen.
01:09:41: Also du hast wirklich so viel Tolles erzählt.
01:09:44: Ich habe ganz große Lust, dein Buch von vorne bis hinten zu lesen.
01:09:47: Freiheit beginnt jetzt.
01:09:48: Tipps für den Staat in den Unruhe stand.
01:09:51: Ja,
01:09:51: so ist es.
01:09:51: Das spiegelt genau das wieder, was du erzählt hast.
01:09:54: Und ich glaube, das große Glück sowieso im Berufsleben ist es, im Leben ist es.
01:09:59: Und dann ganz besonders in der Zeit, die dann so nach dem Berufsleben kommt, Menschen zu haben, mit denen man in den Austausch geht, was wir gerade besprochen haben.
01:10:06: auch zu bewerten.
01:10:08: Was heißt das?
01:10:09: Und das ist passiert.
01:10:10: Was Schönes oder was Dramatisches.
01:10:12: Man kann sich austauschen.
01:10:13: Man erzählt davon, wir brauchen die Nähe zu andern.
01:10:17: Und das kann nicht immer nur der Partner oder die Kinder sein.
01:10:20: Die Kinder sind aus dem Haus.
01:10:21: Unser Leben geht weiter.
01:10:23: Nur alleine mit sich ist auch kein Modell.
01:10:25: Wir brauchen andere Menschen und ganz besonders, wenn man in den Unruhrstand Ruhestand geht.
01:10:30: Ja, aber und das ist aber wirklich auch genau das, was auch ein Thema ist, wenn man dann mal auf den Ruhestand zusteuert.
01:10:36: Und irgendwann kommt der Punkt, da sollte man sich vielleicht doch Gedanken machen.
01:10:41: Was habe ich dann so vor?
01:10:43: Peter Klöppel hat es im großes Interview von Peter und mir gemeinsam in dem Boot drin.
01:10:49: Er sagt, es ist wichtig, dass man sich mal hinsetzt, auch mit seiner Frau, wenn man einen Partner hat, oder sein Mann, oder mit der Familie.
01:10:57: Aber eigentlich mit dem Partner oder auch mit sich allein, wenn er halt keine hat.
01:11:00: Oder
01:11:00: mit der Freundin und genau mit jemandem.
01:11:02: Was
01:11:03: ist mir wirklich wichtig im Leben?
01:11:06: Was will ich unbedingt beibehalten oder neu machen?
01:11:10: Das ist ja jedem überlassen, ob er noch aufbrechen möchte zu neuen Ufern oder aber einfach vieles, was er jetzt schon super gerne macht, aber nicht oft genug, weil es sich nicht ergibt.
01:11:20: Was ist mir wichtig?
01:11:21: Und da muss ich mir überlegen, Wie kann ich jetzt schon oder muss ich vielleicht die Weichen stellen, wenn ich das machen möchte?
01:11:30: Wenn ich zum Beispiel sage, ich möchte gerne noch ein paar große Fernreisen machen, dann sollte ich mir überlegen, habe ich dafür genügend Geld?
01:11:40: Oder müsste ich dafür jetzt auch ganz bewusst schon was zurücklegen?
01:11:44: Denn die Rente ist dann doch meistens deutlich weniger oder immer als das, was man vorher verdient hat.
01:11:50: Und man muss sich vielleicht auch die Frage stellen, bin ich fit genug?
01:11:54: Ich habe inzwischen schon dreißig Kilo über Gewicht und habe zuviel.
01:11:58: Ich mache keinen Sport.
01:12:00: Du nicht, aber die figurenige
01:12:01: Person.
01:12:03: Nicht ich, sondern Menschen, wenn man also überlegt.
01:12:07: Das ist mein Wunsch und das ist mein Zustand der finanzielle, der gesundheitliche.
01:12:13: Da muss man alles mal überlegen, was kann ich dafür tun, dass ich mir das, was ich mir vielleicht vorstelle fürs Alter für den Ruhestand auch leisten kann.
01:12:23: Und dass die Weichen in der Rechtszeit sich zu stellen, das ist, glaube ich, ein ganz wesentlicher Punkt.
01:12:29: Und wenn du zum Beispiel merkst, ach, wichtig im Leben ist mir eigentlich nur mein Garten oder so, dann ist das auch in Ordnung.
01:12:36: Ja, natürlich.
01:12:38: Also ein Hobby zu haben, Leidenschaften zu haben, ist ein großer Glücksspender und sorgt natürlich auch dafür, dass die Seele gesund bleibt, dass Hirn gesund bleibt in Zeiten, wo man viel Stress hat.
01:12:50: Ein Hobby zu haben, gerne malen, im Garten arbeiten, whatever.
01:12:54: Aber auch, Freunde, du hast es ja eben selber gesagt.
01:12:55: Also das und da auch tatsächlich so kam ich nämlich angeben drauf, weil du sagst, dass man sich austauschen kann.
01:13:01: Und wenn das dir wichtig ist, dich mit anderen auszutauschen und ich glaube, es ist für jeden.
01:13:06: Ja, es ist wichtig.
01:13:07: Auch Nähe und auch vielleicht sogar Kritiker, dass man auch mal von jemand, der kritisch auf mich guckt und sagt,
01:13:16: noch mal eine Anregung gibt, der muss einen ja nicht unterputzen.
01:13:18: Nein, da muss man die Weichen vielleicht schon stellen, wenn man noch nicht zu alt ist.
01:13:28: Ja, du bist ja mal jung.
01:13:29: Du hast es ja noch lange vor dir.
01:13:32: Ja.
01:13:34: Also noch genieße ich.
01:13:36: Die Zeit gebe zu, ich bin durch.
01:13:39: eben das Buch noch noch sehr, sehr, sehr ausgefüllt mit meinem Leben.
01:13:43: Aber ich sehe es jetzt an allen Ecken und Enden, dass es mir nie langweilig werden wird.
01:13:50: Und ganz ehrlich, ich würde es als fast als Luxus bezeichnen, wenn ich mal ein Stündchen langweile hätte.
01:13:57: Ja,
01:13:57: ich auch.
01:14:00: Sehr schön, sehr schön, dir zuzuhören, liebe Ulrike, das ganze Genossen.
01:14:03: Sehr schön, mit dir zu sprechen.
01:14:06: Ja, dann grüßt deine Familie ganz lieb von mir.
01:14:09: Und wir hoffen dich sehen uns bald nicht auf deiner großen Jogging-Runde, aber an anderer Stelle ganz bestimmt, ganz bald.
01:14:16: Ich freue mich
01:14:16: drauf.
01:14:16: Und Fans wird auf Rauches Geburtstag.
01:14:20: Danke dir.
01:14:21: Ja, ich danke dir.
01:14:23: Schön, schön war das.
01:14:24: Mir hat es viel Spaß gemacht.
01:14:25: Ich hatte mich auch gefreut auf Ulrike von der Grünen und diese Freundlichkeit und diese Natürlichkeit ist einfach was Besonderes und was er erfrischend ist und hat mir viel Freude bereitet.
01:14:34: und nur alleine, wenn man gehört hat, wie sie nicht nur über ihr eigenes Leben denkt, sondern auch wie sie dieses Thema Ehrenamt nach oben
01:14:42: holt.
01:14:44: finde ich für unsere Gesellschaft sehr wertvoll.
01:14:45: Fand ich ganz toll, was sie dazu zu sagen
01:14:47: hatte.
01:14:48: Bewertet gerne diese Folge.
01:14:50: Darüber freue ich mich immer sehr, einmal ein paar Sternchen geben und ich freue mich natürlich, wenn wir einfach uns in zwei Wochen wieder hören.
01:14:56: Hab eine wunderschöne Woche.
01:14:58: Lasst es euch gut gehen.
01:14:59: Bis dann.