Kein Glück, nur ein bisschen weniger Pech (mit Comedian Tony Bauer) – Die Fallschirmspringer-Folge #64

Shownotes

Wer einmal Tony Bauer auf der Bühne gesehen hat, der vergisst ihn nicht mehr. So viel Power, Charme, Witz und dabei schwingt immer auch die Tragik seines Lebens mit. Denn Tony ist der Comedian mit dem Rucksack und ohne den könnte er nicht überleben. Er hat, seitdem er klein ist, eine sehr schwere, sehr seltene Krankheit, das sogenannte Kurzdarmsyndrom. Bis man das diagnostiziert hat, wäre er ein paar Mal fast gestorben. Heute füllt Tony große Hallen mit seinen Shows und haut auf der Bühne einen Brüller nach dem anderen raus. Spätestens seit Let’s Dance hat Deutschland sein Herz verloren an ihn. Er hat mit so viel Herz und Talent getanzt, seine Geschichte aufs Parkett gebracht und musste dann auf Anraten seiner Ärzte in Show 8 freiwillig gehen. Denn sein Körper hatte durch das Training viel zu viel Gewicht und Kraft verloren. Danach ist die Karriere aber so richtig durchgestartet. Wie das alles gekommen ist und warum er irgendwann im Madison Square Garden in New York auftreten wird, das erzählt er in dieser Folge. Außerdem von seiner Oma und Opa, die sich erstmal eine neue Wohnlandschaft gewünscht haben nach dem Erfolg, von seiner brasilianischen Mama und seinem Kumpel Hassan, der schon als Teenager an ihn geglaubt hat und immer an seiner Seite ist. Und Tony erzählt von dem Arzt, der ihm damals als kleinem Jungen das Leben gerettet hat. Und den er so gerne wiederfinden würde! Lasst uns helfen, den Mann zu suchen!! Wie, das hört Ihr jetzt. Habt ganz viel Spaß dabei. Sagt mir gerne, was ihr denkt - direkt hier. Oder schreibt mir an hey@mwiemarlene.de.

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Transkript anzeigen

00:00:00: Ich war erst vor ein paar Wochen auf der Comedy Nacht XXL, hier in Köln.

00:00:04: Köln ist sowieso Comedystadt, die Langsays Arena war.

00:00:08: Rappelfoll und die Comedians auf der Bühne, Männer, Frauen, manche richtig bekannt schon, manche auch ein bisschen weniger bekannt, aber es war ein sensationeller Abend.

00:00:17: Ich habe bestimmt zwanzig, dreißig mal herzhaft gelacht und was ist das für ein Genuss, wenn man so richtig lachen kann?

00:00:23: Also ich finde das eigentlich die größte Kunst, wenn Leute dich zum Lachen bringen können, nicht aus einer Situationskomik heraus, die immer natürlich toll ist, sondern weil sie einfach gute Geschichten erzählen können und eine puhante nach der anderen raushauen.

00:00:35: Und bei dieser kommen die Nachtwassungen, die gegen super.

00:00:38: Die hatte immer wieder echte Highlights und als letzter Act ist Tony Bauer aufgetreten.

00:00:43: Tony Bauer kennt Deutschland seit Let's Dance.

00:00:46: Da hat das ganze Publikum sein Herz an diesen jungen Mann verloren und mir ging es genauso.

00:00:52: Er ist der Comedian mit dem Rucksack und den trägt er, weil er ohne den nicht überleben würde.

00:00:58: Tony ist nämlich sehr schwer krank.

00:00:59: Er hat das Kurzdarm-Syndrom und das ist nicht nur eine schwere, sondern auch eine sehr seltene Krankheit.

00:01:05: Und auch darüber spricht er heute.

00:01:06: Toni ist ein wirklich wahnsinnig faszinierender Mensch mit Oma und Opa, mit einer Mutter, die faszinierend ist mit seinem Kumpel Hassan und daraus aus seinem Leben entsteht seine Comedy, seine Pointen, seine Stories, wie er das macht, wie er auch schafft, aus dieser schweren Zeit sich immer wieder rauszuholen.

00:01:24: Der Mann hat wirklich alles durchgemacht.

00:01:25: Als kleiner Junge, als Achtjähriger lag er im Krankenhaus und eigentlich mit einer Prognose, dass er A. nicht besonders alt wird und B. vor allem nicht viel Leichtigkeit in seinem Leben haben wird.

00:01:35: Genau das Gegenteil hatte.

00:01:36: geschafft, trotz seiner Krankheit.

00:01:38: Und das ist wirklich faszinierend.

00:01:40: Ich freue mich wahnsinnig doll, dass ihr da seid, dass ihr jetzt zuhört und viel Spaß mit Toni Bauer.

00:01:46: Willkommen im Podcast MW Marlene.

00:01:48: Wie gelingt das Leben?

00:01:50: Diese Frage stelle ich mir oft.

00:01:52: Mein Name ist Marlene Lufen und gemeinsam mit euch suche ich nach Antworten.

00:01:58: Jetzt muss ich erst mal sagen, vielen, vielen Dank, dass du drei Stunden Auto gefahren bist, um hier zu sein.

00:02:03: So schön, dich hier zu sehen.

00:02:04: Dankeschön.

00:02:05: Valene, für dich wäre ich sechs gefahren.

00:02:08: Schon mal ein bisschen auch noch wirklich.

00:02:09: Unsere Begegnung ist etwas ganz Schönes.

00:02:11: Da müssen wir eigentlich jetzt mal direkt darüber sprechen, weil ich war, habe ich gerade eben im Intro schon erzählt.

00:02:15: Ich war auf dieser Comedy Nacht XXL, Langsays Arena, alle da irgendwie rappelvoll das Ding.

00:02:22: Und es war wirklich lustig.

00:02:23: Ich habe bestimmt zwanzig Mal insgesamt gelacht an diesem Abend.

00:02:26: was ich ganz treu finde.

00:02:27: Also, wo geht man schon hin und muss wirklich lachen über die Comedy.

00:02:30: Das ist eine große, große Kunst.

00:02:32: Und du warst der letzte Act und du hast alle in deinem Mann gezogen.

00:02:36: Das

00:02:36: war wirklich großartig.

00:02:37: Danke, danke.

00:02:38: Vielen Dank.

00:02:39: Danke für die Blumen.

00:02:40: Danke schön.

00:02:40: Ich

00:02:41: glaube, am Anfang haben alle einmal ein kurzes Tränchen verdrückt.

00:02:44: Ich habe das auf jeden Fall, weil du ja erzählt hast, dass du ohne Rucksack standst auf der Bühne.

00:02:48: Du sitzt jetzt auch ohne Rucksack da, dabei kennengelernt haben wir dich mit Rucksack.

00:02:51: Ja,

00:02:52: genau.

00:02:52: Magst du das einmal erklären, wie das kommt, dass du jetzt...

00:02:54: Also, ich habe ja sonst... immer die Infusion im Rucksack gehabt und lieb.

00:02:57: siebzehn Stunden und ich kriege jetzt Medikamente spritzen und die sorgen dafür, dass ich das Essen, was ich esse, jetzt ein bisschen durch den Dignam aufnehmen kann.

00:03:05: und dadurch ist die Zeit, die die Infusion läuft, verringert worden auf zehn Stunden.

00:03:09: Das bedeutet, ich brauche den Rucksack nicht mehr die ganze Zeit und so kurze Auftritte.

00:03:13: Fortzig Minuten kann ich ohne Rucksack spielen und verliere nicht so viel Kraft, dass ich danach wieder angeschlossen sein muss.

00:03:19: Und das hat Tony Bauer am Anfang seiner Performance erzählt und alle erst mal, oh Gott, das ist so schön.

00:03:24: mit dir gefreut und was du dann aber schaffst.

00:03:26: Und das finde ich echt eine abgefahrene Kunst.

00:03:29: Also du hast sie emotional alle und haust dann einen nach dem anderen raus.

00:03:32: Und bist so lustig, dass man nur noch über dich lachen muss und mit dir lachen muss.

00:03:35: Hattest du das immer schon?

00:03:37: Ja, ich glaube, ich war schon immer so Spaßvogel.

00:03:39: Ich glaube, das war schon so.

00:03:40: Und irgendwie war Humor auch so mein Überlebenskampf, ne?

00:03:43: Also wenn ich im Krankenhaus war, habe ich die Krankenschwestern zum Lachen gebracht und so, damit ich nicht alleine dort bin.

00:03:47: Und dann durfte ich ein Schwesternzimmer und durfte mit den Chillen und so.

00:03:50: Und ja, und dann, du warst ja ich, war immer auch ein leichtes Ziel.

00:03:54: für auch in der Schule und so was.

00:03:56: Ich bin klein, ich bin dunkelhäutig, ich bin schwer behindert.

00:03:59: Und dann war ich immer so ein leichtes Ziel auch für so Mobbingattacken oder sowas.

00:04:03: Und mich hat immer mein Humor gerettet.

00:04:05: So, mein Humor.

00:04:06: Mit dem witzigen Typen will keiner Stress haben.

00:04:08: Den witzigen Typen will man immer um sich herum haben.

00:04:11: Und dann habe ich das einfach, glaube ich, dort geschult.

00:04:13: Und dann hat sich es irgendwann, hat sich so von alleine, hat sich so entwickelt, dass man immer der Mittelpunkt jeder Party war.

00:04:20: Egal was passiert ist, man immer irgendwie auch in den traurigsten... die witzigsten Sachen rausziehen konnte und dann den Leuten wiedergeben konnte.

00:04:28: Und dann haben die trotz dieser großen Emotionen, die dann auch so passiert ist in der Vergangenheit, durch die Krankenhausaufenthalte und so, trotzdem immer so ein bisschen lachen können über die Sachen, die so widerfahren sind.

00:04:38: Ja, und ich glaube, irgendwann hat sich so eine Eigendynamik damit entwickelt.

00:04:41: Und dann war es der einzige Ausweg, den ich hatte, das zu versuchen, weil ich sonst, ich glaube, in der freien Wirtschaft oder so, hätte man mich aufgefressen und ausgekackt.

00:04:49: Ich kann halt gar nix so.

00:04:51: Es war halt die einzige ... logische Konsequenz aus allem.

00:04:53: Ja, und dann ein Glück hat es bis hierhin so gut funktioniert.

00:04:56: Ja, ist wirklich eine steile Karriere, die du hingelegt hast.

00:04:59: Letztes Jahr noch den Comedypreis als Newcomer gewonnen, hast du gerade eben gesagt, jetzt schluss mit Newcomer.

00:05:04: Jetzt schluss, jetzt muss der große kommen auch.

00:05:06: Newcomer ist vorbei jetzt.

00:05:08: Wie

00:05:08: ist das eigentlich mit deinem Ehrgeiz?

00:05:10: Also, wenn man so viel Aufmerksamkeit bekommt, du bist ja so ein bisschen, du warst auf einmal da und dich vergisst man auch nicht.

00:05:17: Also, weil du bist einfach da, du hast eine tierische Präsenz, du bist sehr humorvoll, aber eben auch Ketscht natürlich uns alle.

00:05:22: Packst du uns am Herzen?

00:05:24: Wie groß war nach diesem ersten Auftritt oder diesem ersten Aufschlag das Gefühl, okay, jetzt muss ich das ja auch immer wieder beweisen?

00:05:32: Eigentlich habe ich das gar nicht in mir, dass ich irgendwen was beweisen will, da draußen, sondern ehrlich gesagt, ich habe den lieben Gott immer um eine Chance gebeten.

00:05:39: So um ein Leben lang wollte ich einfach nur eine Chance haben.

00:05:41: Und dann habe ich die Chance bekommen und jetzt kann ich einfach mir selber beweisen, dass ich recht hatte.

00:05:46: Weil du musst dir vorstellen, Marlenich war ein kleiner Furt zum Krankenhaus, die ganze Welt bricht... um dich auseinander und du weißt gar nicht, was du machen sollst und wer du sein willst und warum alles so schwierig ist.

00:05:56: Und dann ist der einzige Verbündete, den man hat, ist halt der Liebe Gott.

00:06:00: Und man betet und man fragt, hey, bitte nur dieses, nur einmal Glück.

00:06:04: Ich will gar, also eigentlich gar kein Glück, nur ein bisschen weniger Pech.

00:06:07: Und vertraue mir, ich mach daraus was Gutes.

00:06:09: Ich hab noble Interessen.

00:06:10: Ich möchte gar nichts Schlechtes.

00:06:11: Ich möchte nur für mich selbst ein schönes Leben haben.

00:06:14: Und als es dann gekommen ist und ich wusste, nach dem ersten Auftritts war auch komisch, es war so, ich hab das erste Mal gespielt, auf so einem Open Mic, da kann halt einfach jeder hin und sich so ausprobieren.

00:06:23: Und ich war da, Marlene.

00:06:24: Und ich spiel.

00:06:24: Und für mich hat es sich so angefühlt, als ob der liebe Gott in meinen Ohr flüstert.

00:06:28: Das ist es.

00:06:29: Und direkt danach habe ich alles, was ich vorher gemacht habe, einfach beendet, gekündigt und habe gesagt, okay, das ist jetzt mein Tau.

00:06:35: Das halte ich fest.

00:06:36: Und man muss mich totschlagen, dass ich loslasse.

00:06:37: Und es war nie so, dass ich gedacht habe, ich muss den anderen beweisen, dass ich gut bin.

00:06:42: Ich muss den anderen beweisen, dass die sagen, ich bin stolz auf dich oder so was.

00:06:45: Das war nie.

00:06:46: Sondern ich wollte mir selber beweisen, dass ich recht hatte.

00:06:49: Weil ich hab im Krankenhaus, hab ich mir dauernd erzählt, obwohl ich so bin, wie ich bin, obwohl ich nicht gesund bin, obwohl ich nicht die gleiche körperliche Distribution hab, wie die anderen, kann ich genauso gut sein oder vielleicht noch viel, viel besser.

00:06:59: Und mittlerweile ist es so, dass ich, ich kreiere Dinge, ich bin kreativ, gar nicht damit die anderen mich fühlen, sondern ich bin kreativ, weil dann spüre ich mich am allermeisten.

00:07:09: Ich freu mich natürlich über das Lob der anderen und dass die anderen sich freuen, dass ich da bin, dass ich etwas von mir, was ich in mir hab, jemanden geben kann, der vielleicht gerade nicht das gleiche fühlt.

00:07:18: oder der das gleiche in sich hat.

00:07:20: Aber prinzipiell ist es so, dass ich schon immer irgendwie alles für mich getan habe.

00:07:25: So, und ich freue mich, dass das, was ich cool finde, die Welt cool findet.

00:07:29: Und dass die ganzen Hirngespinze, die in meinem Kopf sind, die Leute auch da draußen feiern und ich darf einfach ich selber sein.

00:07:35: Und die Leute finden das cool.

00:07:36: Es ist halt irgendwie alles noch so unwirklich.

00:07:39: Kann ich irgendwie nachfühlen?

00:07:41: Kann ich spürt man, also kann ich nachfühlen, wie du das gerade erzählst.

00:07:44: Wann standst du zum ersten Mal auf der Bühne?

00:07:46: Wann war dieser Moment?

00:07:47: Vor vier Jahren.

00:07:48: Ich mach das noch gar nicht so lange.

00:07:50: Ich hab jetzt gerade so meine Lehrling-Zeit so beendet und bin jetzt so erste Mal so darf eigene Werkzeug anfassen und so.

00:07:56: Vor vier Jahren.

00:07:57: Ich hab halt brutalsten Freunde der Welt.

00:08:00: Die haben mich sofort unterstützt.

00:08:01: Mit allem so, was ich gemacht hab, haben sie mich sofort unterstützt.

00:08:04: Ich hab eigentlich angefangen, während Corona und da gab es ja keine Bühnen und so.

00:08:07: Also hab ich Wohnzimmer-Show gespielt.

00:08:09: Das war völlig erheblich.

00:08:10: Ich hab einfach meine Freunde so hingesetzt, so wie du da auch sitzt.

00:08:13: Dann stand ich gegenüber, hab ich gesagt, jetzt Comedy.

00:08:15: Dann hab ich ja eine Firmenbedienung in Hand.

00:08:17: Also wer Mikrofon?

00:08:18: und habt ihr einfach so erzählt, anderthalb Stunden?

00:08:20: So, ich hatte ja keine Ahnung, am Anfang hat man sieben Minuten, dann fünfzehn, es geht ja immer weiter.

00:08:24: Ich wusste es gar nicht.

00:08:25: Und dann war bei Instagram so eine Werbung.

00:08:27: Comedy Open Mike in Bremen.

00:08:28: Und dann hab ich die Jungs angerufen und hab gesagt, wir müssen nach Bremen.

00:08:31: Und die so, okay, fahren wir nach Bremen.

00:08:32: Und ich hatte ja auch kein Geld oder so.

00:08:33: Und dann haben die einfach Hotel bezahlt und so, sind einfach mitgefahren und haben mir ein gutes Gefühl gegeben.

00:08:38: Und dann bin ich aufgetreten.

00:08:39: Ich wusste auch nicht, dass man sagt, dass mein erster Auftritt, kann ich vielleicht einen guten Spot, also es gibt verschiedene Spots so.

00:08:44: Und manche sind besser, manche sind schlechter.

00:08:46: Einfach schwieriger, so.

00:08:47: Dann hab ich einfach irgendeinen Spot gekriegt, dann hab ich meine Geschichte erzählt.

00:08:50: Und dann wussten wir gar nicht, weil ich wöchke zu den Jungs, ich so, wie war denn?

00:08:54: Die so, ja, keine Ahnung, wäre also gut so.

00:08:56: Wir haben gar keine Ahnung von Resonanz und so, ob was Gutes, was Schlechtes.

00:09:00: Dann sind die in der Pause rausgegangen und alle haben darüber gesprochen, was ich erzählt hab.

00:09:03: Dann kamen die so zu mir und sagten, ja, das war wirklich richtig, richtig gut.

00:09:06: Und dann haben wir einfach die ganze Zeit, wie heute auch, eigentlich daran getüftelt und weitergearbeitet.

00:09:12: Und mittlerweile sind alle irgendwie Teil davon geworden, mein bester... Das ist irgendwie immer, wenn er kann, irgendwie dabei und unterstützt alles.

00:09:19: Maxi, auch super guter Freund vom ersten Auftritt an, dabei gewesen, macht tausend Fotos, als wäre es seine eigene Hochzeit so.

00:09:26: Also die sind so, was ich immer möchte, ist alle sagen jemand zu mir, ich wär so großartig.

00:09:31: Aber das stimmt gar nicht.

00:09:31: Also ich hab ganz, ganz viele großartige Menschen um mich herum und von denen durfte ich lernen.

00:09:36: Und deshalb bin ich so die Summe aller Teile.

00:09:38: Ich hatte großartige Ärzte, großartige Krankenschwestern, meine Oma, meine Opa, meine Mama, meine Freunde, alle sind ... Brutal, hundertmal besser als ich.

00:09:46: Und deshalb ist, wenn ich auf der Bühne stehe, möchte ich das alle sehen, dass eigentlich alle mit mir auf der Bühne stehen, weil ich alleine bin wurscht.

00:09:53: Ja, ich glaube, das ist ein Riesengeschenk, wenn du so dein Ding machen kannst und deine Crowd um dich herum hast.

00:09:59: So diesen Support.

00:10:00: Und erstmal kannst du natürlich auch Sachen besetzen, also Jobs vergeben irgendwie, die einfach verlässlich gemacht werden müssen.

00:10:07: Und das machen deine, wenn's deine Leute sind, dann ist es natürlich umso schöner.

00:10:10: So bist du auch bei diesem Podcast.

00:10:12: Also ich mach den auch mit Menschen, die ich schon lange kenne und das ist was voll schönes.

00:10:16: Das ist das beste, oder?

00:10:17: Also ich habe mir irgendwann gedacht, okay, guck mal, dann ich kann jetzt richtig erfolgreich werden, dann bin ich ganz oben ganz alleine, dann steige ich in mein Auto, ich sprühe mich mit Parfüm ein, dann habe ich irgendwie alle gedribbelt so, aber Hauptsache ich habe teures Parfüm so, ist doch voll scheiße.

00:10:29: Alle sollen mit mir aufsteigen und dann heben wir ein bisschen ab und dann kommen wir wieder zurück und dann heben wir wieder ab und dann kommen wir wieder zurück.

00:10:35: Es macht doch mehr Spaß, wenn du die Leute dabei hast, die du liebst, als irgendwelche random Menschen, die dich gar nicht richtig kennen.

00:10:41: Deine Mama war achtzehn, als sie dich bekam, was mir gerade immer zählt.

00:10:44: Also noch eine richtig junge Mutter, die natürlich, also mit achtzehn, wenn ich mir vorstelle, mein Tochter ist jetzt einundzwanzig.

00:10:49: Wow, das ist wirklich noch sehr, sehr jung.

00:10:52: Verrückt.

00:10:52: Wie war das bei dir, als du ein kleines Kind warst?

00:10:54: Wie bist du groß geworden?

00:10:55: Eigentlich cool, ne?

00:10:56: Also ich bin einfach in Duisburg groß geworden, so, mit ganz ganz vielen anderen Kindern.

00:11:01: So wie man früher groß geworden ist, man war draußen, man hat gespielt, wir haben Scheiße gebaut, so.

00:11:05: Wir haben halt auch Quatsch gemacht, ne?

00:11:06: Wir haben, was weiß ich, Alter, Fenster eingeworfen und, ach, wir haben allen möglichen Quatsch gemacht.

00:11:10: Und meine Mama hat oben gewohnt, also erste Stock.

00:11:14: Da drunter hat von meiner Mama die Mama gewohnt.

00:11:16: Und meine Oma und mein Opa haben eine Straße weiter gewohnt.

00:11:18: Also war das so so ein Konglomerat von so Leuten, die mich großgezogen haben, so.

00:11:23: Wenn ich nicht mehr oben bei Mama... sein wollte, bin ich runtergegangen zu meiner Oma, also zu Mami, zu meiner Mamas Mama.

00:11:29: Und wenn ich da nicht mehr hin wollte, habe ich Opa angerufen, dann kam der mich abholen, dann war mal Fußball spielen und so.

00:11:33: Opa war auch noch mein Fußball Trainer und dann, ja, es war eigentlich, es war richtig schön.

00:11:36: Ich war in der Woche immer bei Mama, Freitags bei Mami und Samstags hat mein Opa mich abgeholt, morgens ganz früh von meiner Mami und dann sind wir zu Oma und Opa gelaufen, habe ich Trainingsanzug angezogen und sind mal zum Fußballplatz gegangen.

00:11:48: Und so lief es eigentlich, ich glaube, bis ich krank geworden bin so und danach noch ein bisschen hinaus, ich glaube so bis zwölf.

00:11:55: Und dann irgendwann war ich für kurz Zeit nur bei Oma und Opa, weil meine Mama weggezogen ist, beziehungsweise wir sind weggezogen.

00:12:01: Meine Schule war aber immer noch in Duisburg.

00:12:03: Und die Leute, mit denen ich auf der Schule gegangen bin, waren auch immer noch in meiner Grundschule.

00:12:07: Und dann wollte ich die Schule nicht wechseln, weil die mich ja schon kannten, auch mit dem, was ich hab und wie ich bin.

00:12:12: Und dann bin ich zu Oma gezogen.

00:12:13: Und dann war ich drei Jahre bei Oma, weil die Schule da in der Nähe war und so was.

00:12:16: Und Oma und Opa sind auch Bred-Menschen, ne?

00:12:18: Also, die haben mir so ... Meine Mama ist Brasilianerin, da ist ein bisschen Halodri immer so ein bisschen ... und so.

00:12:26: Und meine Oma und mein Opa sind halt Deutsch.

00:12:28: Da ist so ein Ohr wird gegessen und so, weißt du, so dachzehn Uhr bist du zu Hause, so das halt strikt.

00:12:34: Dann habe ich mir auch viel davon abgucken können.

00:12:36: Und dann

00:12:37: war das für dich als Kind eigentlich ganz cool, dass da jemand so schön die Grenzen setzt und du dich verlässlich darauf zählen konntest, dass es genauso kommt wie Oma und Opa sagen.

00:12:44: Ja, nee, das war schon Abfuck.

00:12:47: Das war schon immer, auch immer gestritten jeden Tag und so, weil ich zu spät nach Hause gekommen bin.

00:12:51: Ich war halt einfach ein Junge, der so gerade Teenie geworden ist und dann die Welt entdecken wollte.

00:12:57: Und ja, wie gesagt, ich war auch kein einfacher Junge.

00:12:59: Da war es dann wahrscheinlich ab und zu bisschen cooler bei Mama, weil die Zügel ein bisschen lockerer waren und Mama hat gesagt, weißt du was, mach einfach, am Endeffekt musst du halt damit klarkommen, wenn was passiert so.

00:13:08: Und Oma und Opa hatten ein bisschen mehr Angst.

00:13:10: Meine Mama hatte auch richtig Angst, aber die wusste, wenn die dieses Gefühl... von Mitleid, die wird aus mir kein vernünftiger junger Mann.

00:13:17: Wenn ich jetzt irgendwas mache, ich denke halt gar nicht an die Krankheit.

00:13:20: Ich bin erst mal Tony, dann mache ich das.

00:13:21: Und dann, wenn mich das stoppt, dann gehe ich noch einen Schritt weiter.

00:13:24: Und wenn wirklich gar nicht mehr geht, dann höre ich auf.

00:13:26: Aber ansonsten fühle ich mich halt wie ein normaler Mensch.

00:13:29: Und ich bin auch ein ganz normaler Typ so.

00:13:32: Und bei Oma war immer so ein bisschen mehr so, ah, der muss jetzt nach Hause kommen, weil jetzt muss Kochsalz gespritzt, jetzt muss die Antibiose muss.

00:13:38: So, weißt du?

00:13:39: Es war immer so sehr, sehr strikt.

00:13:41: Das ging mir dann, weil ich glaube, ich bin auch ein bisschen... Brasilianer, gingen wir dann auch hart auf den Sack zwischendurch und wir haben jeden Tag gestritten.

00:13:48: Und mein Opa ist dann so, lass den doch, lass den Jungen doch, lass den Jungen doch.

00:13:52: Das war schon so entgegengesetzlich einfach so.

00:13:55: Man kommt glaube ich auch nicht so richtig aus seiner Haut raus.

00:13:57: Also ich kann das irgendwie nachfühlen von deiner Oma, glaube ich.

00:14:01: Im Zweifel habe ich das auch ein bisschen in mir bei den Menschen, die mich umgeben und die vielleicht auch manchmal ein bisschen Grenzen brauchen, gebraucht haben zumindest.

00:14:07: Ich musste wirklich lernen, nicht zu viele Ratschläge zu geben, wenn sie größer Und das ist dann irgendwann das Wichtige.

00:14:15: Eigentlich will ich am liebsten über deine Comedy sprechen, aber ich möchte trotzdem, weil du jetzt von deiner Kindheit erzählst.

00:14:20: Wann bist du krank geworden?

00:14:21: Wann kam das raus?

00:14:22: Ich verachte, ich weiß noch, meine Marben hat in einer Videothek gearbeitet und dann hat die Playstation ausgelegen, also geklaut.

00:14:30: Verstehe.

00:14:33: Ich

00:14:33: wollte ausgeliehen, sagen wegen, damit die Leute denken, weißt du.

00:14:37: Aber wir hatten halt keinen, der hat einfach mitgenommen.

00:14:40: Die hat längere Zeit ausgelehnt, sagen wir so.

00:14:42: Verstehe.

00:14:42: Und da kam das Spiel Harry Potter.

00:14:44: und der Gefangene von Aska waren raus.

00:14:46: Das habe ich gespielt die ganze Nacht.

00:14:47: Und dann habe ich einfach Bauchschmerzen bekommen.

00:14:49: Und als ich Bauchschmerzen bekommen habe, sind wir ins Krankenhaus gefahren.

00:14:52: Und der Arzt, der Ambulanz, hat mich drei Mal nach Hause geschickt, weil er sich keinen Reim darauf machen konnte.

00:14:57: Und dann beim dritten Mal hat er mich dann gefragt, oder beim vierten Mal hat er mich gefragt, willst du hier bleiben?

00:15:01: Und ich hatte Sommerferien.

00:15:01: Und ich so, ja, ich würde gerne hier bleiben.

00:15:03: Und dann haben die... Weil

00:15:04: du so eine Schmerzen hast.

00:15:05: Weil

00:15:05: ich so Schmerzen hatte.

00:15:06: Weil ich nicht mehr nach Hause konnte.

00:15:07: Und das bedeutet ja schon, wenn ein Kind Sommerferien acht Jahre alt, kann man sich schon vorstellen, der sie lieber am

00:15:11: Krankenhaus bleiben.

00:15:13: habe ich die Nacht geschlafen, keine Schmerzmittel gekriegt und so, weil meine Mama noch da und hat gesagt, du schläfst schon ein, mach dir so wegen der Ruhe hier und so.

00:15:20: Und dann am nächsten Tag bin ich wach geworden.

00:15:22: Ich weiß auch nicht mehr ganz, was meine Mama mir alles erzählt.

00:15:24: Dann haben die mir Insulin-Wert, die Insulinspiege abgenommen und ich hatte eine HI.

00:15:28: Es ist so hoch quasi, dass man es nicht mehr auf dem Bildschirm sieht.

00:15:31: Und daraufhin haben die mir Insulin gespritzt und durch die Insulingabe bin ich ohnmächtig geworden.

00:15:36: auf dem Gang.

00:15:37: Ich wollte meinen Urin abgeben und bin auf dem Gang unmächtig geworden.

00:15:40: Und dann haben die mich auf Intensivstationen gelegt und dann kam der Chirurg, hat es gesehen, wie ich aussehe, gesagt, wir müssen sofort operieren.

00:15:46: Und dann hat der gesehen, dass der Dünndam sich verdreht hat ineinander.

00:15:50: Das heißt Wolvolus.

00:15:51: Und das passiert eigentlich nie.

00:15:52: Du gewinnst eher im Lotto, als dass das passiert so.

00:15:55: Und dann haben die den kompletten Dünndam entfernt und haben das dann wieder zugemacht und dann ging es immer schlechter, schlechter, schlechter.

00:16:02: Dann haben die jedes Krankenhaus in ganz Deutschland angerufen, ob mir jemand Und kein Krankenhaus hat ja gesagt.

00:16:07: Alle Krankenhäuser haben gesagt, wir können nichts mehr tun und so.

00:16:10: Das

00:16:10: heißt, die haben einen Arzt gesucht, der sich damit auskennt?

00:16:12: Oder eine Ärztin?

00:16:13: Genau,

00:16:13: die irgendwie helfen können, weil die wussten nicht mehr weiter, die wussten nicht mehr, was die machen soll.

00:16:18: Und dann hat es einen Arzt in Mannheim.

00:16:20: zurückgerufen.

00:16:21: Bis heute weiß ich nicht, wie er heißt.

00:16:22: Ich such den bis heute, ich weiß leider nicht mehr, wie er heißt.

00:16:25: Der hat zurückgerufen und hat gesagt, schick den rüber so schnell, wie es geht.

00:16:27: Mit dem Hubschrauber, bitte.

00:16:29: Habe ich mit dem Hubschrauber rübergeflogen.

00:16:30: Es war richtig, es war, ich war ja so sediert und so was.

00:16:34: Und dann ist eine Ärztin mitgeflogen und dann weiß ich noch, wie der Pilot gekommen ist und gesagt hat, wenn du dich übergeben musst, kein Problem, wir haben so Tüten.

00:16:40: Und ich so, okay, und ich war ja sediert.

00:16:42: Ich war ja da, aber ich war nicht so ganz da.

00:16:44: Und irgendwann werde ich so wach und dann gucke ich und dann kotzt einfach die Ärzte in die Tüte.

00:16:48: Das wäre ich niemals vergessen.

00:16:54: Die

00:16:55: hatte auch keinen

00:16:55: guten Tag.

00:16:56: Die hat wahrscheinlich

00:16:57: auch, die hat wahrscheinlich auch natürlich Sorge gehabt.

00:16:59: Aufregung und dann da oben, also ich kann gar nicht damit klar.

00:17:04: Und dann bin ich angekommen.

00:17:06: und dann haben die mich sofort notoperiert, sofort notoperiert, der, ich hier hoch, der es gemacht hat, hat meine Mama erklärt, was der gemacht, der hat gesagt, ich versuche, dass wir alles ineinander nähen, dann nehmen wir das zu und dann ist der Dick da verbunden mit den Sachen bla bla bla und dann braucht er keinen künstlichen Darmausgang, weil der künstliche Darmausgang irgendwie, da war irgendwas mit.

00:17:24: Es hat irgendwie nicht funktioniert.

00:17:25: Und dann hat meine Mama sich bedankt.

00:17:27: Meine Mama ist sechsundzwanzig zu der Zeit, ne?

00:17:29: Sie ist selber noch richtig jung.

00:17:31: Und dann hat sie sich bedankt mit Tränen.

00:17:32: Danke, danke.

00:17:33: Und da hat der Chirurg gesagt, dank mir nicht.

00:17:35: Ich versuch das.

00:17:36: Der wusste selber gar nicht, ob das klappt.

00:17:38: Dann haben die das gemacht.

00:17:39: Und meine Mama hat gesagt, sofort danach hat sie so gesehen, mir geht's wieder besser.

00:17:43: Und dann war eine ganze Zeit in Mannheim und ... hatte ich ja vorher den Schlauch, der jetzt meiner Brust ist, den hatte ich im Hals.

00:17:49: Und dann wurde ein Tag der Schlauch vom Hals in die Brust gelegt, damit ich rausgehend darf.

00:17:53: Weil es sind so viele Keime in der Luft, dass wenn der am Hals ist, dass sofort sich eine Selbstis bilden kann und so was.

00:17:59: Und dann haben wir es gemacht.

00:18:00: Es war super.

00:18:00: Es hat geklappt.

00:18:01: Meine Mama war neben meinem Bett.

00:18:02: Und dann habe ich es zu meiner Mama gesagt, Mama, ich bin wieder richtig gesund.

00:18:06: Ich bin ein richtiger Junge.

00:18:07: Ich kann wieder alles machen.

00:18:08: Und dann kommt der Chirurg, der mich operiert hat.

00:18:10: Hört das, kommt rein, guckt mich an, setzt sich auf mein Krankenhausbett und hält so meinen Ober.

00:18:15: und tatschelt so da drauf und sagt zu mir, Toni, du bist jetzt ein falsches Springer.

00:18:19: Das, was du hast, ist das Wichtigste, was du hast.

00:18:21: Das darf niemals kaputt gehen.

00:18:22: Dein Rucksack.

00:18:23: Der Schlauch.

00:18:24: Das darf

00:18:24: niemals kaputt gehen.

00:18:25: Dann tatschelt der nochmal auf den Oberschenkel und geht.

00:18:28: Und ich war so acht, einhalb Jahre alt und ich wusste, der hat mir erklärt, ich werde nie wieder gesund.

00:18:33: Der hat es nur in seinen Worten gesagt, aber gleichzeitig hat er mir so viel gegeben, weil der ... die Wahrheit gesagt hat, nicht drum herum geredet hat.

00:18:39: Er hat mir so viel Empowerment gegeben, ich habe verstanden, okay, wenn ich nicht gesund werde, dann versuche ich alles so gut zu tun, wie ich kann und jeden Tag so zu nutzen, wie es geht.

00:18:49: Und er hat mir so viel Licht gegeben, deshalb heißt mein Solo zum Beispiel falsch im Springer.

00:18:53: Es heißt so wegen ihm, weil er mir was gegeben hat, was mir niemand geben konnte.

00:18:57: Und ich habe es dann so genannt, weil ich dachte, okay, vielleicht gibt es da draußen andere Kinder und andere Eltern, die auch ein bisschen was brauchen.

00:19:03: Und dann ist nur Umarsch an ihm gleichzeitig, aber gleichzeitig gebe ich... den Kindern was.

00:19:07: Also lebt dieses, was er zu mir gesagt hat, ein bisschen weiter in anderen Leuten.

00:19:12: Und das ist der Arzt, den du nie wieder gefunden hast?

00:19:14: Den habe

00:19:15: ich nie wieder gefunden.

00:19:16: Vielleicht

00:19:16: finden wir den ja jetzt.

00:19:17: Das wäre riesig eigentlich.

00:19:19: Machen wir einen Aufruf.

00:19:19: Machen wir auf jeden Fall.

00:19:20: Die ganze

00:19:20: Zeit am googeln und so.

00:19:22: Ich finde den nicht.

00:19:23: Weißt du, was ich interessant finde?

00:19:25: Ich glaube, bei einem achtjährigen würde man immer denken, man muss das ganz verblühmt und man muss ganz vorsichtig sein.

00:19:30: Und bald bist du wieder gesund und so.

00:19:31: Du beschreibst ja genau das Gegenteil, ne?

00:19:33: Ich würde sagen, dass es auch in meinem Leben, sowohl als Mutter als auch bei mir selber, dass sich absolut bewahrheitet hat, dass es schlau ist, Dinge nicht nur zu beschönigen, sondern schon auch immer mit Hoffnung.

00:19:44: Also Hoffnung ist, glaube ich, was ganz wichtig ist.

00:19:46: Wenn man keine Hoffnung hat, dass man trotzdem schönes Leben hat, wird es, glaube ich, sehr, sehr schwer.

00:19:49: Aber die Dinge trotzdem so beim Namen zu nennen und die... Dinge auszusprechen und Wahrheiten auszusprechen ist, glaube ich, wirklich was Wertvolles.

00:19:57: Du hast doch lieber eine Kugel in der Brust als sechs im Rücken.

00:20:00: Ja.

00:20:01: So, denke ich mir immer.

00:20:02: Deshalb ist das, finde ich immer ganz cool, wenn die Leute unverblümt sagen, wie es um mich steht, was passieren kann, was nicht passieren kann.

00:20:09: Damit kann ich viel, viel besser umgehen als mit der schönen Lüge.

00:20:12: Deine Krankheit hast du ja gerade schon beschrieben, ist extrem selten und hat viele Beeinträchtigungen, die man sich, glaube ich, so als gesunder Mensch nicht so richtig vorstellen kann.

00:20:20: Ja.

00:20:20: Das heißt, aber mal ein Burger essen und Papier misst dazu, was was geht und was geht nicht.

00:20:26: Ich glaube, ich habe mein Körper mittlerweile so trainiert, dass der alles kann, aber es war auch ein langer Weg.

00:20:30: Ganz am Anfang habe ich immer gegessen und dann erbrochen.

00:20:33: Also es war die ganze Zeit so und deshalb habe ich ganz wenig gegessen.

00:20:36: Und dann hat sich.

00:20:37: später habe ich dann einfach mir gezwungen zu essen und jetzt esse ich alles auch gerne.

00:20:41: weil es wichtig ist, dass du weiter ist, damit die anderen Organe einfach auch weiter arbeiten, weil sonst wird der Magema kleiner, die Niere, wenn du nicht trinkst, Leber, also alles.

00:20:51: Alles, was da ist, ist ja irgendwie so ein Zusammenspiel mit allem.

00:20:53: Deshalb ist es sehr, sehr wichtig, dass du das machst.

00:20:55: Und ich hatte eigentlich nie so wirklich Einschränkungen beim Essen und so.

00:20:58: Es war eher so, dass durch diese Krankheit so ganz, ganz schlimme Begleiterkrankungen vollgewarnt.

00:21:04: Ich war zum Beispiel mal gelehmt.

00:21:06: Ich war blind.

00:21:07: Ich war ganz, ganz häufig im Koma.

00:21:09: Ich hatte Tuberkulose.

00:21:10: Erst in Lunge, dann in Gehirn und in Wirbelsäule.

00:21:13: Ich hatte Pankreatitis.

00:21:15: Also ich hatte wahrscheinlich so viele Krankheiten, die kann sich keiner ausdenken, einfach weil das, was ich ... dass das Immunsystem so stark schwächt, dass man, wenn irgendwas passiert, direkt hier schreit und dann die Bakterien einfach aufnimmt, dann gibt es so Mangelerscheinungen einfach.

00:21:31: Wenn, ihr müsst euch vorstellen, die Infusion, die ich bekomme, ist ja synthetisch hergestellt.

00:21:34: Und es ist nicht gut, über Infusion ernährt zu werden.

00:21:37: Am besten ist, normal zu essen, einfach für den Gesamtorganismus.

00:21:40: Und dadurch sind die Leberwerte immer ein bisschen erhöht.

00:21:43: Und dann haben wir mal versucht, um die Leber sich selbst regenerieren zu lassen, ist ja wie so ein Regen... Da haben wir versucht die Fette wegzulassen.

00:21:51: Aber Vitamin A ist ein fettlösliches Vitamin.

00:21:55: Das passiert bei normalen Menschen nicht.

00:21:56: Also dann erst ja keine Fette, dann könnt ihr trotzdem sehen.

00:22:00: Aber ich habe zwei Jahre keine Fette bekommen und dann ist mein Augenlicht weggegangen.

00:22:03: Dann war ich einfach blind und keiner wusste woran es liegt und dann wird es wieder... Experimentiert, dann wird geguckt, ob das das ist und das ist.

00:22:12: Keiner denkt ja, dass es so naheliegend ist.

00:22:14: Und dann habe ich Spritzen ins Auge bekommen, hinter die Netzhaut zu gucken, ob da was kaputt gegangen ist oder sowas.

00:22:19: Komischerweise hat meine Mama immer ein richtiges Gespür.

00:22:22: Die sagt dann, der hat das nicht bekommen, zwei Jahre.

00:22:24: Und daraus irgendwann testen die das und dann ist es das so.

00:22:27: Genauso wie mit einem Vitamin-B-Mangel.

00:22:29: Also niemand von uns wird einfach so aus dem Nichts so ein Vitamin-B-Mangel entwickeln.

00:22:33: Ich hatte ein Vitamin-B-Mangel, der mich dann, das wusste auch keiner, was es ist.

00:22:36: Es war eine Spätfolge der Fette, die nicht gegeben worden sind.

00:22:39: Und dann bin ich ins Koma gefeiert, haben nämlich ins Koma versetzt, weil es war gar keine Schmerzen, aber es war so ein Unwohlsein, die ganze Zeit.

00:22:46: Es kann man gar nicht beschreiben, wenn man es nicht kennt.

00:22:48: Es ist so, es würde man krampfen, aber man kann gar nicht richtig, es wirklich ist einfach ein sehr, sehr schlimmes Gefühl.

00:22:54: Und dann hat die Ärztin, die das gefunden hat, das ist, hat er eine Woche vor... vorher ein ähnlichen Fall und deshalb wussten die nur, was es ist.

00:23:01: Sonst hätte das keiner gefunden und ich werde daran gestorben.

00:23:04: Das ist

00:23:05: einfach so Zufälle.

00:23:06: Also das ist immer wieder passiert, bis ich achtzehn war.

00:23:09: Und erst ab dann war es so, dass es bergauf gegangen ist.

00:23:13: Wahnsinn, wie viel Zeit du dann als Kind im Krankenhaus verbracht hast.

00:23:17: Was hat dir in dieser Zeit am meisten im Krankenhaus geholfen?

00:23:21: Weißt du, es gibt ja so viele Dinge, die heutzutage vielleicht besser gemacht werden.

00:23:24: Dann kommt mein Clown ins Krankenhaus oder die Hamspielzimmer.

00:23:27: oder was hat dir wirklich geholfen, die Zeit zu überstehen?

00:23:30: Ja, alle, also die kranken Schwestern waren unglaublich.

00:23:33: Ich war ja so häufig da, ich war ja wie Familie für die so.

00:23:35: Die haben mich häufiger gesehen, als Teil war sie ihre Ehemänner und so.

00:23:38: Ich hatte unglaubliche Ärzte, die haben einfach mit mir Spaß gemacht.

00:23:41: Ich werde niemals vergessen, ich hatte richtig Schmerzen, das ist nur eine Anekdote.

00:23:45: Richtig Schmerzen, ich hatte richtig Bauchweh.

00:23:46: Und du kriegst keine Schmerzmittel, weil sonst könnt ihr ja den Schmerz nicht lokalisieren.

00:23:51: Also musst du warten, bis der Arzt, der Ambulanz, bis der ready ist, um hochzukommen und du Schmerz zu lokalisieren, guckt, was das ist und dann kriegst du Schmerzmittel.

00:23:58: im besten Fall, okay?

00:23:59: Schmerzmittel.

00:24:00: Ich habe richtig Schmerzen.

00:24:01: Ich sag so, Schwester, ich habe richtig Schmerzen.

00:24:03: Ich brauche irgendwas.

00:24:04: Unten ist der Arzt noch, der kommt gleich hoch.

00:24:06: Ich sag die Namen jetzt extra nicht.

00:24:08: Unten ist der Arzt, der kommt gleich hoch und dann gibt der dir was.

00:24:10: Macht dir keine Sorgen und so.

00:24:11: Und dann habe ich so Schmerzen, dass ich fast einpenne.

00:24:14: Ich penne so, weil ich bin so kaputt davon.

00:24:17: Ich penne fast ein.

00:24:17: Der Arzt kommt hoch, richtig laut.

00:24:19: Ich werd so wach, der kommt zu mir, pack mich am Fuß und sagt zu mir, du wirst niemals drauf kommen, wenn ich gerade aufgenommen habe.

00:24:25: Ich bin richtig abgefuckt, ich so werde Anton Bauer.

00:24:28: und geht raus.

00:24:29: Der wollte mir nur sagen, dass er einen aufgenommen hat, der so ähnlich heißt wie

00:24:31: ich.

00:24:35: Ich sag dir, die Ärzte brauchen auch Humor, um ihren Job zu machen, ne?

00:24:40: Ich sag mir, was ist denn mal mit Bahnen gelungen?

00:24:42: Das ist alles?

00:24:44: Also, die waren unfassbar.

00:24:46: Die haben so viel Herz auch gegeben.

00:24:48: Na klar war ich dann auch im Spielzimmer dann und so was, ne?

00:24:51: Aber dann meine Mama, meine Opa, meine Oma hasseren ganz viel.

00:24:54: Es gab auch Zeiten, da hab ich selber nicht verstanden, wieso ich das krieg.

00:24:57: Eigentlich will ich niemanden auf den Sack gehen.

00:24:59: Ich will von niemanden irgendwas haben.

00:25:01: Ich bin nie neidisch.

00:25:02: Ich will, dass alle erfolgreich sind, so.

00:25:04: nicht in mir so.

00:25:04: Ich möchte aber auch selber einfach ein schönes Leben haben.

00:25:07: Und dann habe ich ganz häufig Mama gefragt, hey, warum habe ich das?

00:25:10: Wieso muss ich das kriegen?

00:25:11: Wieso gibt der liebe Gott mir das?

00:25:12: Ich bin auch gar kein böser Mensch.

00:25:14: Ich will doch auch nur rausgehen, so in die Schule gehen, Fußball spielen.

00:25:17: Ich will doch auch ganz normal sein.

00:25:19: Und dann hat meine Mama zu mir gesagt.

00:25:20: Und jetzt gerade, jetzt erst in dieser Entwicklungszeit, checkt man das vielleicht so ein bisschen so.

00:25:25: Sie gesagt, der liebe Gott gibt einen immer nur das, was man ertragen kann.

00:25:28: Und dir gibt dir ein bisschen mehr, weil obwohl du das alles hast, mit einem Lächeln durch die Welt gehst.

00:25:32: Und meine Mama Vorgestern.

00:25:34: Ich war dort, wir haben was gegessen und meine Mama guckt mich an und das hat die früher schon immer im Krankenhaus gesagt.

00:25:40: Sagt sie so zu mir.

00:25:41: Siehst du, ich habe dir immer gesagt, es liegt nicht an dir, es liegt in dir.

00:25:44: Und was in dir ist, kann dir niemand nehmen.

00:25:46: Bahnen, wie

00:25:47: viel Stärke und Weisheit dieser junge Mensch damals dann ja schon hatte.

00:25:51: Ja, mein Mann ist

00:25:53: unglaublich.

00:25:53: Wirklich, wirklich unglaublich.

00:25:55: Und was du, ich wollte den Tag sagen, ich habe auch als, ich habe auch immer wieder im Krankenhaus Zeit verbracht, einfach aus Ründen in meinem Leben und habe auch immer festgestellt, dass so, wenn Menschen, egal wie schlimm die Situation ist, ja, mit einer gewissen Leichtigkeit mit ihr umgehen, ne?

00:26:10: Voll.

00:26:10: Leichtigkeit.

00:26:12: Ein schöner kleiner Spruch, dass dein Kind dann wer auch immer lachen kann.

00:26:17: Das macht einen Riesenunterschied.

00:26:19: Du weißt wahrscheinlich auch selber mal, das Letzte, was ich brauche, ist Mitleid.

00:26:23: Wofür brauche ich denn Mitleid?

00:26:24: Ich bin eine Maschine.

00:26:25: Guck mal, woher ich komme und was ich daraus gemacht habe.

00:26:28: Ich brauche kein Mitleid.

00:26:29: Mit Gefühl ist was anderes.

00:26:30: Aber das will ich sagen.

00:26:31: Das finde ich schon.

00:26:32: Mit Gefühl ist was Schönes.

00:26:33: Das habe ich also in Phasen, wo ich das brauche, da habe ich es ja sehr schön gemacht.

00:26:36: Darüber freut man sich.

00:26:37: aber mit Gefühl ist was ganz anderes, dass jemand sagt.

00:26:39: Ey, Kuma, richtig cool.

00:26:41: Aber wenn man sich so wirklich so betrachtet und so sein Umfeld betrachtet, wer ist denn wirklich da und sagt, ey, Kuma, dope, was du gemacht hast.

00:26:49: Du kommst von da, das ist es geworden.

00:26:51: Hast du jemals dich selbst reflektiert?

00:26:53: Jeder sagt immer, der kommt von gar nix.

00:26:55: Das hat Hassan zu mir gesagt.

00:26:56: Das sagt immer, der kommt von gar nix.

00:26:58: Aber du kommst von einen Ort, da sterben Menschen.

00:27:00: Und Kuma, wo du jetzt bist, das kann niemand.

00:27:02: Also und das war so, okay.

00:27:04: So sind alle meine Leute.

00:27:06: Und die geben mir Kraft.

00:27:07: Ich weiß noch, Marlene, ich war im Krankenhaus.

00:27:09: Es war so, siebzehn.

00:27:11: Ich war letztes Mal nach dem Koma.

00:27:13: Da dachten die, ich hab Leukämie und so was.

00:27:15: Weil meine Leukocyten mir an schlecht waren und so.

00:27:16: Dann kommt Hassan ins Krankenhaus.

00:27:18: Und ich guckte ihm so an, ich sag, ja, Hassan, Digger, was ist das für ein Leben?

00:27:21: Was soll das sein?

00:27:22: Das ist mein Leben, sag ich zu dem.

00:27:23: Und dann guckte er mich an.

00:27:25: Und ich hatte schon immer irgendwie blond gefärbtes Haar.

00:27:27: Auch im Krankenhaus.

00:27:28: Ich hatte tausend Ohrringe und so.

00:27:30: Ich war trotzdem auch im Krankenhaus irgendwie cool.

00:27:32: Ein Typ.

00:27:32: Ja, ja, so.

00:27:34: mich gesehen und nicht vergessen, so wie heute auch.

00:27:36: Und ich hab immer irgendwie Comedy gemacht, rumgesungen, rumgetanzt, immer irgendwie so das gemacht.

00:27:40: Und dann sag ich, das ist mein Leben, Bruder.

00:27:42: So, hier treffen wir uns, unser Leben lang treffen wir uns hier.

00:27:45: Das sind unsere Geschichten.

00:27:46: Und da hat er zu mir gesagt, komm, ich sag dir jetzt was, sag ich dir nie wieder, sag ich dir einmal nie wieder.

00:27:50: Guck dir mich an, sagt, so wie du bist, du bist ein Star.

00:27:53: Du bist nur nicht berühmt.

00:27:55: Warte ab.

00:27:55: Eines Tages bist du berühmt.

00:27:57: Und dann passiert das alles und dann gewinne ich den Comedypreis und der Hass dann sieht das weint.

00:28:02: Weint mehr als ich.

00:28:03: Ich komme runter, der nimmt mich im Arm, flüstert mir und so.

00:28:06: Siehst du, ich wusste schon immer.

00:28:07: Das sind, weiß ich, die sind mein Anker.

00:28:10: Die geben mir das alles.

00:28:12: Also, es ist ganz toll, wenn man Freunde hat, wenn es einem nicht gut geht.

00:28:14: Ganz, ganz wichtig, aber wenn es einem richtig gut geht.

00:28:17: Dann Freunde zu haben, die sich freuen, nicht nur, weil du jetzt berühmt bist und weil man jetzt vielleicht den schönsten Tisch in der Zerobe kommt, sondern ohne Neid, sich mit deinem besten Freund zu freuen, ist was ganz tolles.

00:28:28: Hundert

00:28:28: Prozent.

00:28:28: Ich mach irgendwas, die sitzen gegenüber, die weinen, weil die sehen, was war und die sehen, was daraus geworden ist.

00:28:35: Die wissen, ich will, dass alle dabei sind.

00:28:37: Also selbst wenn ich den gar nichts geben würde, dann würden sie sich einfach freuen, weil die wissen, wie hart ich gestruggelt habe.

00:28:43: Wie hart es war, sich eine Chance zu erkämpfen.

00:28:46: Die sind unglaublich.

00:28:47: Ich wünsche allen Menschen da draußen wirklich, wünsche ich das Gefühl, welches ich habe, wenn ich meine Jungs sehe, meine Mama sehe, meine Oma sehe, mein Opa sehe, wenn ich was mache.

00:28:56: Die sind so glücklich und das macht mich glücklich.

00:28:59: Das wünsche ich allen Menschen da draußen.

00:29:00: Eigentlich ist das schönste und das Wichtigste, wichtiger als Geld, wichtiger als Gesundheit.

00:29:04: Also, du sprichst es gerade aus, ne?

00:29:07: Eine Frage noch zu dieser Zeit, die so super, super hart und super schwer war.

00:29:10: Du hast ja gerade eben schon beschrieben, dass du manchmal gesagt hast, das soll jetzt hier mein Leben sein.

00:29:15: Wie geht es denn weiter?

00:29:15: Diese Frage nach dem Warum, die kommt ja, wenn man so ganz am Boden ist, dass man sich fragt, warum ich, ich habe deswegen irgendwann und ich habe ein schönes Leben.

00:29:24: Aber wie jeder Mensch gibt es immer auch Zeiten, die schwierig sind.

00:29:27: Und ich mache den Podcast ja auch deswegen, weil es einfach so bereichernd ist zu hören.

00:29:30: Guck mal, da ziehe ich was raus.

00:29:31: Und es habe ich aus vielen Gesprächen schon.

00:29:33: Ganz viele Leute, übrigens ist es auch ganz wunderschön, wenn ihr mir das schreibt.

00:29:36: wenn dieses Feedback hier ankommt, die sich Notizen gemacht haben bei ein paar Folgen.

00:29:40: Das ist ja Killer.

00:29:41: Wie schön ist das denn?

00:29:42: Ja, weil du einfach, du nimmst ja was mit, wenn jemand was erlebt hat und daraus für sich eine Erkenntnis gezogen hat und die eben so toll teilen kann, wie du das ja auch kannst.

00:29:51: Und diese Frage nach dem, warum, die hat ja keine Antwort.

00:29:54: Es gibt keine Antwort auf das, warum.

00:29:56: Ich habe deswegen diesen Begriff Karma, habe ich aus meinem Sprachgebauch gestrichen, weil was heißt ein Karma, dann würde ja jeder, dem schlecht geht, irgendwas Blödes gemacht haben und jeder, der gesund ist.

00:30:06: oder der Reich ist, ist der tollste Mensch der Welt?

00:30:08: Nein.

00:30:08: Also irgendwie Karma funktioniert nicht so, wie es vielleicht in der Wortbeschreibung steht.

00:30:13: Wie hast du das bekämpft, diesen Warum nachzujagen?

00:30:16: Boah, das ist, das ist eine gute Frage.

00:30:18: Ich bin ja tiefgläubig.

00:30:20: Also ich glaub, richtig, richtig hart mit allem, was ich hat, an den lieben Gott.

00:30:23: Und wir sind halt Brasilianer.

00:30:25: Und meine Mama hat da mal was Kluges gesagt.

00:30:27: Weil ich natürlich auch immer gesagt, warum ich?

00:30:29: Wieso das alles?

00:30:30: Ich will doch auch nur ein tolles Leben haben und so.

00:30:32: Und ich hab natürlich immer nach oben geschielt.

00:30:34: Meine Vorbilder waren halt Michael Jackson, Prince, Jamie Foxx, Eddie Murphy.

00:30:39: So, ich guck nach oben, ich sag, ich will das doch auch.

00:30:41: Und meine Mama hat gesagt, jeder, der alles hat, hatte irgendwann nix.

00:30:44: Dem wird alles genommen.

00:30:45: Also, du startest... Ich hatte es vonext, es hätte ich nicht auf alles zu kriegen.

00:30:48: Okay, vielleicht muss sich das alles durchleben, damit ich verstehe, was ich jetzt habe, damit ich dankbar bleibe, damit ich an anderen Menschen irgendwas geben kann.

00:30:57: Das heißt nicht, dass ich zufrieden bin mit dem, was ich habe.

00:30:59: Ich trachte schon nach allem.

00:31:01: Also natürlich, wenn du nichts hast, dann willst du alles kriegen.

00:31:04: Aber ich habe jetzt nie wieder irgendwie das Gefühl gehabt, nach dem Einmal, warum ich, sondern okay, schon in Ordnung.

00:31:11: Ich krieg das schon irgendwie gelöst.

00:31:12: Ich krieg das schon irgendwie hin.

00:31:14: Vielleicht ist es einfach was.

00:31:15: wo ich durchgehen muss und wenn du jemanden senden willst, dann send mich.

00:31:18: Ich schaff das schon.

00:31:20: Sehr, sehr schön.

00:31:21: Deine Mama ist Brasilianerin.

00:31:22: Gibt's dein Papa in deinem Leben?

00:31:24: Den gibt's nicht.

00:31:24: Der ist Zigaretnohlen.

00:31:26: Ah, verstehe.

00:31:26: Seit

00:31:26: drei Jahren.

00:31:28: Verstehe, verstehe.

00:31:28: Aber Oma und Opa sind da.

00:31:29: Oma und Opa

00:31:30: sind da.

00:31:30: Von dem Papa.

00:31:31: Nee, angeheiratet.

00:31:32: Angeheiratet.

00:31:33: Ja.

00:31:33: Meinem Mamas

00:31:34: erster Mann.

00:31:34: Davon sind die Eltern meine Oma und Opa.

00:31:36: Die auch besten Menschen der Welt.

00:31:38: Ich glaub, Opa hat noch nie in seinem Leben Nein zu mir gesagt.

00:31:41: Oh.

00:31:41: Egal, was ich mach.

00:31:42: Es gab wirklich, ne?

00:31:43: Marlene, ich hab Fußball gespielt in der Wohnung und ich glaub, ich will nicht wissen, wie viele Bierflaschen ich dem Mann aus der Hand geschoben hab.

00:31:50: Also während der getrunken hat.

00:31:52: Es sind so witzige Sachen passiert.

00:31:54: Aber nie, nie hat der Mann reingesagt.

00:31:56: Noch nie, nie wollte der irgendwas, nie.

00:31:58: Oma wollte immer.

00:32:00: Und ich ja, Joghe, so vernünftig, steh gerade, also was so.

00:32:04: Wie halt Omi's sind.

00:32:05: Aber alle beide in Kombination sind einfach brutal.

00:32:09: Die sind auch so, Opa hat auch, ich durfte am Anfang kein Fußball spielen.

00:32:12: Der Arzt hat gedacht, ich darf kein Fußball spielen.

00:32:14: Und es war so der einzige Mittelpunkt, den ich hatte, wo ich nicht krank war.

00:32:18: Sondern entweder bin ich gut oder schlecht.

00:32:20: Und ich wollte der Beste sein.

00:32:22: Ich habe Sachen gemacht, das darf man eigentlich gar nicht.

00:32:24: Ich hatte Bettruhe, dann habe ich im Bett Zit-Ups gemacht und so, damit ich fit werde.

00:32:28: Meine Opa hat mit mir den Infusion-Ständer, hat er so gehalten und wir sind Treppen gelaufen hoch und runter, damit ich wieder Kraft in den Beinen bekomme, damit ich wieder schnell Fußball spielen kann und so.

00:32:36: Das war das Einzige, was mich so am Leben gehalten hat.

00:32:39: Mit den Jungs einfach was zu machen, Fußball zu spielen.

00:32:41: Und dann war der Arzt gesagt, ich darf kein Fußball mehr spielen.

00:32:43: Und dann haben wir einen Opa nächtelang gegoogelt, wie wir das machen können, weil es war Gefahr, dass der Schlauch rausrutscht.

00:32:52: was sehr eng ist, muss da drüber.

00:32:53: Und der googelt und, wie kriegen wir das hin?

00:32:55: Blah, blah, blah.

00:32:56: Und dann hat der einfach so einen Taucherschopp angerufen.

00:32:59: Und dann haben die mir eine Taucherweste genäht.

00:33:01: Also so eine richtig fette Neoprenweste, also aus dem Neoprenanzug.

00:33:04: Die haben den abgeschnitten, genäht, dass es so eine Weste wird.

00:33:06: Und ich hab die nicht alleine angezogen gekriegt und nicht ausgezogen.

00:33:09: Vor dem Spiel hat der mir die immer runter.

00:33:11: Ich sah aus wie Michelin-Männchen.

00:33:12: Ich war richtig fett so.

00:33:14: Aber irgendwie, ja, hat trotzdem funktioniert so.

00:33:16: Und dann, ja, daran siehst du halt, wie unfassbar die sind.

00:33:20: versuchen auch alles möglich zu machen, damit ich mich normal fühle, crazy.

00:33:24: Und du musst halt immer mitdenken, ne?

00:33:25: Also, wenn die Einer sagt, geht nicht, dann kann man das akzeptieren oder man kann halt gucken, okay, finde ich eine eigene Lösung.

00:33:31: Das soll man nicht andere Leute aufrufen, irgendwas Gefährliches zu machen oder man muss es mal für sich selber abwägen.

00:33:36: Aber das hört sich danach an, als wenn es genau die richtige Entscheidung gewesen ist.

00:33:39: Ja, und jetzt, das ist ja in mir, ne?

00:33:41: Wenn jemand zu mir sagt, das geht nicht, dann ja klar geht das.

00:33:44: Also, warum soll das denn nicht gehen?

00:33:46: Man kann erstmal, kann man im Leben alles lernen.

00:33:48: Egal was.

00:33:49: Und ich glaube, wenn du noble Interessen hast und das ist naturell für dich, also das einfach aus deiner Natur heraus, dann wird es immer groß.

00:33:56: Egal was du machst.

00:33:57: Und das haben meine Opa, meine Oma mir beigebracht.

00:34:00: Mach einfach, so.

00:34:01: Meine Mama, mach einfach.

00:34:02: Und genau so machst du das?

00:34:03: Also ich hab's ja gerade erst erlebt, auf der Bühne bist du rausgekommen, hast die Story mit dem Rucksack erzählt, den du nicht mehr tragen musst, zumindest jetzt, solange du auf der Bühne bist.

00:34:11: Alle waren berührt und dann hast du sie zum Lachen gebracht.

00:34:14: Als Thema, was war die Story?

00:34:15: Kannst du, ich hab's nicht mehr auf dem Schirm, aber ich weiß, dass ich direkt herzhaft gelacht habe.

00:34:19: Ja, die Geschichte war über Hassern.

00:34:21: Genau, meine Freunde geben mir nie Mitleid, weil ich das nicht brauche.

00:34:25: Und die wollten mir eine Freude machen.

00:34:26: Und ich hab ja keinen Dünnen da mehr.

00:34:27: Und die wollten mir eine Freude machen, ich komme aus der Klinik.

00:34:29: und sagen, mit Honi, wir fahren in Urlaub, egal wohin wir bezahlen.

00:34:32: Und Hassan kommt aus der Ecke und sagt, außer in der Darmstadt, da darf der nicht rein.

00:34:38: Das hat er wirklich gesagt.

00:34:39: Funktioniert.

00:34:40: Ja, und das hat er aber auch wirklich gesagt.

00:34:41: Also das ist ja das, was ich meine.

00:34:43: Ich fliege, die holen mich wieder runter.

00:34:45: Darmstadt, heute nicht.

00:34:47: So, aber du erzählst ja auch viel von Oma und Opa.

00:34:49: Erzähl mal so eine typische Story, die bei euch ans Hause passiert, die dann auf der Bühne landet.

00:34:53: Okay, guck mal.

00:34:54: Also das ist noch gar nicht so lange her, ne?

00:34:55: Das habe ich bis jetzt noch nicht auf der Bühne gespielt.

00:34:57: Das sage ich dir jetzt, okay?

00:34:59: Wir kriegen immer, darf man das sagen?

00:35:01: Flaschenpost?

00:35:01: Ist das okay?

00:35:02: Ja, klar.

00:35:03: Alles klar.

00:35:04: Wir kriegen immer, ich bestelle mal Wasser, Flaschenpost und das geht immer zu meiner Oma.

00:35:08: und meine Wohnung ist hier, okay?

00:35:10: Und da ist auch mein Wasser.

00:35:11: Also gehe ich immer nach dem Auftritt, wenn ich auf Tour bin, gehe ich rein, hole meine Kiste und gehe wieder rüber, okay?

00:35:16: Ich gehe rein letztes Mal vor zwei Wochen oder was?

00:35:18: Ich gehe rein, ich will so mein Kiste Wasser holen, mein Opa richtig am Sägen, richtig am Schnarchen.

00:35:23: Richtig laut, ne?

00:35:23: Aber unnormal laut.

00:35:25: Ohne Spaß.

00:35:26: Und meine Oma so... Boah, Schatz!

00:35:30: Boah, Schatz!

00:35:32: Macht den so wach.

00:35:34: Boah, Schatz!

00:35:35: Der so, hey, weiß nicht, ich kann nicht schlafen.

00:35:37: Da sagt der nochmal, dann böse schläft nie und dreht sich oben.

00:35:43: Und ich darf

00:35:45: nicht lachen.

00:35:46: Und ich gehe raus.

00:35:50: Die beiden sind originale einfach.

00:35:52: Comedygold.

00:35:53: Ja,

00:35:53: hundert Prozent.

00:35:54: Also, wenn du mit denen aufwächst, Marlene, ich schwöre dir, du wärst heute Komedien geworden.

00:35:58: Das geht gar nicht anders.

00:35:58: Es

00:35:59: ist ja so, wir erleben ja alle ständig coole Sachen.

00:36:01: Aber du musst halt die so wahrnehmen und dann musst du so gut erzählen können.

00:36:05: Und das ist Comedy.

00:36:06: Das

00:36:06: ist so, auch noch nie erzählt.

00:36:07: Wir sind letztes Mal, ich habe so eine tolle Wohnung und nebenan habe ich mir so ein eigenes Studio gebaut, ein Tourenstudio und so.

00:36:14: Dann machen wir ein paar Beats und machen so Songskizzen und so.

00:36:17: Dann geht einer rein, einer singt, einer rappt.

00:36:19: Wir machen einfach allen Scheiß so.

00:36:20: Wir sind zusammen.

00:36:21: Alle Jungs sind da.

00:36:22: Sechs, sieben Leute, ne?

00:36:23: Wir machen zusammen Kunst.

00:36:24: Weil sonst, ich hab gerne, dass die alle da sind, weil sonst wird's so mathematisch.

00:36:27: Dann hat's gar nichts mit Kunst zu tun, sondern so entsteht einfach irgendwas.

00:36:30: Auf einmal Lars sagt irgendein Sprichwort, ne?

00:36:33: Sagt was.

00:36:34: Andere Kollege sagt ein Sprichwort.

00:36:35: Hassan sagt, ich kenne auch eins.

00:36:36: Irgendwas mit einer Kuppel.

00:36:41: Trinkbeschluck vorbei.

00:36:43: Was ist das denn für ein Sprichwort, Alter?

00:36:44: So, weißt du,

00:36:46: das sind so Sachen, die entstehen

00:36:48: einfach.

00:36:49: Die entstehen einfach, ist so witzig.

00:36:51: Stimmt.

00:36:51: Wie entsteht überhaupt so ein Programm?

00:36:53: Also, wenn du hast gesagt, du standest irgendwann auf der Bühne dein erstes Mal, hattest du da schon ein fertiges Programm oder ist das dann so halbspontant und halb übernäht?

00:37:01: Also, ich

00:37:01: hatte, ich glaube, ich war kleiner Formel eins Wagen, weil ich das zu sagen darf.

00:37:05: Ich hatte schon eine Stunde irgendwie an Geschichten.

00:37:09: Keine ausgeschriebene Comedy.

00:37:10: sondern Geschichten einfach, womit ich wusste, wenn ich damit rede einfach, dann ist das schon unterhaltsam.

00:37:15: Das sind jetzt keine Punchlines, aber es ist schon irgendwie unterhaltsam.

00:37:19: Man hört das gerne, man hört es gerne zu, hat einen coolen Singensang und so was und wir hatten gar keine Ahnung.

00:37:24: ein guter Freund von mir, Erkin heißt er, sehr belesener Mensch, bespielt Piano brutal, was so Kunst angeht, Dramaturgie und so.

00:37:32: Ich glaub, sein Hobby ist Politik einfach.

00:37:34: Also das erklärt schon einiges so.

00:37:36: Und ich gehe zu dem.

00:37:36: und ich so, wie macht man, wie schreibt man Comedy-Programm?

00:37:39: Der ist so, was weiß ich, ich guck ja kein Comedy.

00:37:41: Ist so, okay, wie sollen wir das denn machen?

00:37:43: Und der macht einfach Sonate von Mozartern.

00:37:45: Und dann haben wir uns einfach dem bedient und haben dann den roten Faden, das ist ein klassisches Narrativ, haben wir uns bedient.

00:37:51: Ist ja so Gruppe eins, Gruppe zwei, Es gibt einen dramatischen Fall, am Ende trifft sich ein neues Werk.

00:37:56: Dem haben wir uns bedient und haben unser erstes Programm, Fallschirm-Springer, das ja unseres, sage ich ehrlich, weil alle daran mitgewirkt haben, haben wir das einfach nachgebaut und haben dann in erster Linie gar kein klassisches Comedy-Narrativ genutzt, sondern eins aus der klassischen Musik.

00:38:10: Und erst nachher kamen dann Sachen wie, okay, ich möchte, dass es klingt wie eine Geschichte.

00:38:14: Du hast jetzt beim Auftritt der geht's zwanzig Minuten, aber wenn du immer in ein Solo-Show kommst, dann erzähle ich anderthalb Stunden eine Geschichte.

00:38:21: Die Geschichte hat nur verschiedene... Ausflüge.

00:38:23: Aber die Grundthematik ist immer die gleiche.

00:38:25: Es geht immer um den gleichen Kern.

00:38:27: Ich erzähle dir eine Geschichte und am Ende gehst du nach Hause und hast das Gefühl, ich habe dir eine Sache erzählt, die einfach mega lang ging.

00:38:32: Das war dann so, dass ich das wollte.

00:38:34: Dann hat es angefangen, dass ich Wortestätik.

00:38:36: Ich finde, wenn du einen schönen Klang hast in Worten, wenn es alles so einen schönen Sing-Sang hat, wenn die Leute da draußen verstehen, warum du jetzt mit der Stimme runtergehst, weil das Wort so klingt, dann haben wir danach gesucht, dann haben wir sich nun Nüme gesucht.

00:38:49: Dann haben wir, ich habe einen Jog, da sage ich, Hassan ist bütsantinisch.

00:38:51: Kanake, weil ich das Wort Buzanz so schön finde.

00:38:54: Der ist aus Marmor geschlagen, weil ich das Bild schön finde, wenn jemand aus Marmor was schlägt, Augen wie die tragostische See.

00:39:01: Das ist eine Wortrektion, die tragostische See gibt es ja gar nicht.

00:39:04: Aber ich fand, dass Tragos einfach so einen schönen Klang hat und das nacheinander gebildet, das klingt so kunstvoll.

00:39:10: Dann haben wir uns daran gemacht.

00:39:11: Dann haben wir versucht, die einzelnen Informationen, die man eigentlich braucht, um den Joke zu verstehen, so zu kürzen, dass die sehr, sehr platt klingen, aber nach hinten raus intellektueller werden, dass jeder kommen kann, dass ein Arzt lacht, aber genauso ein Schweißer, dass es für alle irgendwie gemacht ist.

00:39:29: Dann haben wir uns daran gemacht, haben dann die Informationen immer aufs Wesentliche gekürzt.

00:39:34: Mein Opa hat mir eine Sache beigebracht.

00:39:35: Man kann fünfzig Jahre verheiratet sein und man muss sich nicht lieben.

00:39:40: Das ist die Information, die sind verheiratet, der Joke, die lieben sich nicht.

00:39:44: Das sind eigentlich zwei Sätze.

00:39:45: Daran haben wir das versucht.

00:39:46: Und so entwickelt man im Laufe der Zeit einfach etwas, was sowohl phonetisch als auch in der Dichte der Witze eigentlich die ganze Zeit so geht.

00:39:57: Der Rhythmus ist Hallo, Tag, Tag, Tag, Tag, Tag.

00:40:00: Hassan, Tag, Tag, Tag, Tag, Tag.

00:40:02: Oma, Tag, Tag, Tag, Tag, Tag.

00:40:04: Das war uns dann sehr wichtig.

00:40:05: Und das hat zwei Jahre gedauert.

00:40:07: Also das zu entwickeln hat zwei Jahre gedauert.

00:40:09: Das finde ich ja super interessant.

00:40:11: Das heißt, es ist nicht so, wir haben uns mal ein Wochenende hingesetzt und haben einfach mal drauf losgeschrieben, sondern es ist tatsächlich, da ist eine große Idee dahinter.

00:40:21: Und das war auch der Plan, dass in meinem Solo du kommst vorbei, Marlene, und dann lachst du, ne?

00:40:27: Von Anfang an lachst du.

00:40:28: Du lachst, du lachst, du lachst, du lachst.

00:40:30: Dann erzähle ich von meiner Transplantation, die in Paris war, die nicht geklappt hat.

00:40:33: Da hab ich ein Gedicht geschrieben.

00:40:35: Das lese ich dir vor, vor der Pause.

00:40:36: Dann weinst du, dann gehst du in die Pause, dann kommst du zurück und dann lachst du wieder.

00:40:40: Also hast du eigentlich so einen Abfall.

00:40:42: Und ganz am Ende lachst du, weil du weinst.

00:40:44: Und du hast verschiedene Emotionen.

00:40:46: Und das war mir wichtig, dass es nicht nur witzig ist.

00:40:49: Weil ich bin ja nicht nur witzig.

00:40:51: Ich glaube erst mal empathisch und emotional, dass ich witzig bin.

00:40:55: Ist irgendwie Bonus.

00:40:56: Und das wollte ich abbilden.

00:40:58: Das wollte ich den Leuten da draußen geben.

00:40:59: Und dadurch hatte es so ein bisschen was anderes als die klassischen Comedy-Programme, die man sonst so kennt.

00:41:05: Sonst geht man zum Beispiel zu Atze, der befeuert dich zwei Stunden mit Jokes.

00:41:08: Du gehst nach Hause, du hast dir in die Hose geschissen, weil du so gelacht hast.

00:41:11: Und dann sagst du, atze wieder.

00:41:13: Und bei mir kommst du und gehst nach Hause und denkst dir, okay, irgendwie schön.

00:41:17: Du lachst, aber du hast trotzdem dieses, wie schön ist das eigentlich.

00:41:20: Das war mir sehr wichtig, dass wir was anderes machen.

00:41:22: Und dieses Bedürfnis hatte ich ja ganz extrem, als wir uns nach diesem Dach-Deim-Auftritt vor Kurzem, sind wir uns bei der Aftershow-Party, war ich noch mit meinen Freundinnen und hab noch so gedacht, ach gehst du dahin und es ist ja schon so spät und so weiter.

00:41:34: Und dann war ich so schön für mich, wir kannten uns nicht, dass ich auch zu dir kommen konnte und sagen konnte, wie toll das war.

00:41:40: Genau das, was du gerade beschrieben hast, hat bei uns allen stattgefunden.

00:41:43: Das

00:41:43: ist das größte Kompliment überhaupt.

00:41:45: Das ist das größte Kompliment, weil ich hab das hier alles irgendwann mal angefangen, weil ich was anderes machen wollte.

00:41:50: Natürlich bin ich witzig.

00:41:52: Das ist auch in mir, weil ich das auch gerne bin.

00:41:55: Ich bin gerne witzig, aber ich bin auch gerne emotional und ich sage auch gerne die Wahrheit.

00:41:59: Und ich sage vor allen Dingen gerne, wie es wirklich war, weil damit kann ich anderen ein bisschen was geben, die vielleicht in ähnlichen Situationen sind und die hören mir zu und die denken okay.

00:42:08: So schlimm kann der ganze Scheiß vielleicht gar nicht sein.

00:42:11: Und ich kann den ein bisschen Motivation geben.

00:42:13: Dann ist entstanden daraus, dass wir... Okay, es war auch witzig.

00:42:17: Meine Mama war bei meiner Show.

00:42:18: Sieht meine Show.

00:42:19: Meine Mom ist so immer ehrlich.

00:42:20: Also, sie hat gar kein Filter.

00:42:23: Gar kein Filter.

00:42:24: Ich schwöre dir.

00:42:25: Weil ihr ist die ehrlichste Person der Welt.

00:42:27: Alle denken, es ist gut, ist nicht immer gut.

00:42:31: Die sagt halt auch, du bist ein Arsch.

00:42:33: So einfach so.

00:42:34: Es interessiert die gar nicht.

00:42:35: Und ich hab in Hagen gespielt, bei euch würde ich sagen.

00:42:38: Top-Fünf-Show.

00:42:39: Top-V.

00:42:39: Also wirklich brutal.

00:42:40: Das Dach ist weggeflogen.

00:42:41: Es war Tag, Tag, Tag.

00:42:42: Runter, wieder hoch.

00:42:44: Es war crazy.

00:42:44: Ich fahre mit meiner Mama nach Hause.

00:42:46: Ich bin tankend.

00:42:47: Meine Mama redet ganz seitlich mit mir.

00:42:48: Wir fahren sowieso.

00:42:49: Mama, wieso?

00:42:49: Was ist los?

00:42:50: Was ist denn?

00:42:51: Ja, ich bin nicht zufrieden.

00:42:52: Ist so, wie.

00:42:52: du bist nicht zufrieden.

00:42:53: Was ich hab, du hast gesehen, was ich da gerade gemacht hab.

00:42:55: Es waren tausend Leute und die sind durchgedreht.

00:42:57: Ja, aber das gefällt mir nicht.

00:42:59: Wow.

00:43:00: Okay, und ich so, okay.

00:43:01: Wie Jokes oder was?

00:43:03: Nein, nein, das nicht.

00:43:04: Du zeigst gar nicht, wer du eigentlich sonst auch bist.

00:43:06: Ist so wie, ja.

00:43:08: Meine Mama war halt früher Background-Tänzerin Jen Jackson und so, ne?

00:43:10: Ach so.

00:43:11: Und sie so, seit du neun bist, du tanzt.

00:43:12: Wieso tanzt du denn nicht?

00:43:13: Ich so, ja, weiß ich nicht, wie soll ich denn da, ja, tanzt doch.

00:43:16: Die Leute werden das schon verstehen.

00:43:18: Du bist doch du, die mögen doch dich.

00:43:19: Wenn du tanzt, die werden schon checken.

00:43:21: Okay, und dann sagt sie so, ja, du hast so dein Leben lang auch gesungen und geschrieben, Songs geschrieben und so, wieso singst du denn nicht?

00:43:26: Ich so, ja, ich mach doch, die so, ja, wieso, mach doch alles.

00:43:28: Mach doch das, was Indie ist.

00:43:29: Die Leute werden schon verstehen, wenn du das machst.

00:43:32: Und dann kam ja erst, okay, wir tanzen ein kleines Intro ganz am Anfang.

00:43:36: Okay, es ist so.

00:43:37: Okay, wenn man kleine Runs singt und so was, wenn man den Leuten auch ein bisschen das gibt, was wirklich in einem ist.

00:43:44: Und man muss sich gar nicht reduzieren.

00:43:46: Man muss gar nicht kleiner sein, als man ist.

00:43:48: Und das war, hab ich auch mit meiner Mama gesprochen, sagst du, Mama, ich will, aber dann bin ich so anders.

00:43:52: Und dann sagt meine Mama, hey, du bist ja gar nicht anders.

00:43:55: Die anderen sind alle gleich.

00:43:56: Und das war so, okay, ja, crazy.

00:43:58: Ja, stimmt.

00:43:59: Ich kann ja so sein, wie ich bin.

00:44:01: Das darf ich ja.

00:44:02: Ich darf ja einfach ich sein.

00:44:03: Und ich darf ja mit allem, was ich bin, ich sein, weil ich bin ja ... Ich bin ja trotzdem voll lieb und ich bin ja niemanden, der irgendjemanden auf den Fuß treten will.

00:44:10: Ich möchte einfach nur, dass was in mir ist, der Welt zeigen.

00:44:13: Und jetzt arbeiten wir am zweiten Programm, dass es eine ganz andere Dramaturgie auf einmal hat.

00:44:18: Also, dass das erste, was steht in dem Programm, ist gar nicht so sehr, dass die Nummern stehen, sondern als erstes, worüber ich mir Gedanken mache, ist, wie erzähle ich die Dramaturgie?

00:44:26: Also, wie versuche ich, dass die Leute die einzelnen Parts, die neben der Comedy entstehen, für sich so kanalisieren können, dass die nicht stören?

00:44:37: Kannst du mir ein Beispiel nehmen?

00:44:38: Okay, zum Beispiel, es gibt den Joke, meine Freundin hat mich verlassen, ne?

00:44:42: Und dann ist der Joke, meine Freundin hat mich verlassen per WhatsApp und das Witzige ist, die spielt Kommunikationswitz zu schaffen.

00:44:48: Das ist der Joke.

00:44:49: Und dann ist der gleiche Joke, die gleiche Prämisse, andere Emotionen, aber trotzdem vermisse ich die.

00:44:54: Und ich würde mir wünschen, dass sie ab und zu da ist.

00:44:56: Dann gehe ich ans Piano und singe was darüber.

00:44:58: Ist immer noch das Gleiche, aber ist auf einmal eine andere Kanalisation.

00:45:02: Und dann sage ich, zwischendurch würde ich mir einfach wünschen, dass sie zu mir kommt und mit mir in den Sonnenuntergang geht.

00:45:08: Und dann kommt eine Tänzerin und ich tanze mit der was und gehe so von der Bühne.

00:45:11: Dann ist es das Gleiche.

00:45:12: Es ist alles das Gleiche, aber es hat verschiedene Visualitäten und dadurch ist die Show eine ganz andere.

00:45:17: Dadurch hat es andere Ebenen.

00:45:19: Du erzählst nicht nur frontal einen Joke, sondern du erzählst die Emotionalität, die hinter dem Joke ist.

00:45:23: Und du erzählst die Physis, die dazugehört, dass die Emotionalität funktioniert.

00:45:28: Und das, was wir unbedingt als Nächstes machen

00:45:31: wollen.

00:45:31: Cool.

00:45:31: Weil Let's Dance haben wir natürlich... Also, da hab ich dich zum allerersten Mal gesehen, ne?

00:45:35: Und hab gesehen, wow, der kann ja so toll tanzen und ist so süß und so ein cooler Typ.

00:45:40: Auf jeden Fall sieht sehr gut aus.

00:45:42: Dankeschön.

00:45:42: Danke.

00:45:43: Du auch.

00:45:44: Dankeschön.

00:45:46: Und dann ... Du warst auch ganz toll.

00:45:48: Ich glaube, du hättest auch wirklich sehr, sehr weit kommen können.

00:45:50: Bist ja auch weit gekommen, aber irgendwann konntest du nicht mehr weitermachen.

00:45:53: Also deine Ärzte haben gesagt, du musst jetzt aufhören, weil du hast, glaub ich, zehn Kilo verloren.

00:45:57: Ich

00:45:57: hab zehn Kilo abgenommen, ja.

00:45:59: Weil du gar nicht genug Nahrung oder Nährstoffe aufnehmen konntest, wie du verloren hast durch das Training, ne?

00:46:03: Genau.

00:46:03: Über die Infusion hat es einfach nicht funktioniert.

00:46:05: Und

00:46:05: wie hat man auch ... Ich hatte so Angst gehabt um dich.

00:46:07: Also ich hab wirklich gedacht, okay, das Hauptsache wird der jetzt erst mal wieder kräftig und gesund.

00:46:12: Gab's da einen Moment, wo ... Und du selber daran gezweifelt hast und dachtest, jetzt war das so viel oder habe ich was falsch gemacht?

00:46:17: Nee, ehrlich gesagt, ich glaube, ich hätte durchgezogen, hätte nicht auch mein Management mit mir unter vier Augen gesprochen und gesagt, ey, hör mal auf.

00:46:23: So, das ist eine Phase.

00:46:25: Die Phase ist richtig cool, wir verstehen das.

00:46:26: Aber nichts ist wichtiger als deine Gesundheit.

00:46:29: Und was nützt dir das, wenn du gewinnst und kannst den Pokal nicht hochheben und so?

00:46:32: Und mir schon klar geworden.

00:46:33: irgendwann, weil ich weiß nicht, ob ihr die Gegenänder, haben wir keine Hebefiguren mehr gemacht, weil ich konnte Anastasia nicht mehr hochheben.

00:46:39: Und das war so ein kleines Problem.

00:46:41: dann, da musste mir das mit schreien.

00:46:42: Mussten mir das lösen, also haben wir versucht so viel zu tanzen, wie es geht.

00:46:46: Letzte Passo doble habe ich ja nicht eine Hebefigur.

00:46:48: Es hat mir auch weh getan, aufzuhören, weil es hat sich so angefühlt, als hätte ich aufgegeben und ich gebe nie auf.

00:46:53: Ich glaube wirklich mal, ich habe eigentlich kein Talent.

00:46:56: Ich habe nur unheimlich großes Durchhaltevermögen.

00:46:58: Ich mache es so lange, bis das klappt.

00:47:01: Mein einziges Talent ist mein Durchhaltevermögen.

00:47:03: Und ich glaube ab und zu ist es schwer für die anderen zu akzeptieren und mich anzuerkennen, weil dann müssten die sich eingestehen, dass sie vielleicht nicht alles dafür tun.

00:47:11: dass es klappt und dass das einzige was ich habe.

00:47:14: Und deshalb war es für mich richtig, richtig schwer, weil es auch brutale Zeit war.

00:47:18: Eine der schönsten Zeiten meines ganzen Lebens, weil ich hab Anastasia kennengelernt.

00:47:22: Immer noch meine beste Freundin bis heute.

00:47:24: Wir hatten so viel Spaß.

00:47:25: Marlene, unser Training, wir haben uns totgelacht.

00:47:28: Zwischendurch haben wir ein bisschen getanzt, sonst haben wir uns totgelacht.

00:47:30: Ihr

00:47:30: wart ein ganz tolles Paar, so toll auf der Bühne.

00:47:33: Alles daran hat einfach Spaß gemacht.

00:47:36: Dann haben wir natürlich zwischendurch auch ernst trainiert und so.

00:47:38: Und dann haben wir uns wieder hingesetzt, dann haben wir wieder irgendwie gelacht und die ganzen Realis- die auch dabei waren.

00:47:44: Das war ja irgendwann wie eine Familie.

00:47:46: Und die gucken dann so gespannt und die lachen sich mit tot und so, dass dann am Ende die Aufführung war vor Live-Publikum.

00:47:51: Das war nur Bonus.

00:47:53: Eigentlich war diese intensive Zeit, die man miteinander verbringt, indem man trainiert und sich alles erzählt.

00:47:58: Ich weiß ja auch alles von ihr.

00:47:59: Sie weiß alles von mir.

00:48:00: Das war eigentlich das wunderschöne.

00:48:02: Und da muss ich sagen, was auch ein bisschen fehlt ist, ich glaube, da bin ich aber auch einer von wenigen, ist dieser Moment, wenn es live ist, wenn es drauf ankommt.

00:48:10: Das war dieses.

00:48:11: Das hat mich immer irgendwie auch... Ich weiß nicht, wieso.

00:48:14: Ich fand es immer geil, wenn es live ist, wenn du weißt, okay, jetzt oder nie.

00:48:18: Total.

00:48:19: Total schön, ja.

00:48:20: Ich glaube, dass das, was du entweder hast oder nicht hast, manche Leute werden davon dritter eingeschüchtert.

00:48:24: Die können zu Hause die schönsten Lieder singen oder die können die tollsten Dinge sagen und machen.

00:48:28: Aber dann in der Situation sind sie so schüchtern, dass sie es nicht rauskriegen oder genau das Gegenteil.

00:48:33: Manche Menschen performen halt im Perfektion, obwohl sie es noch gar nicht so perfekt können.

00:48:37: Wir haben eben kurz bevor wir losgelegt haben darüber gesprochen ob man perfektionistisch ist oder nicht und du hast das ja von dir gesagt ich sag schon mal vorne weg ich habe bei mir ja irgendwann mal erkannt dass ich glaube ich nicht so perfektionistisch bin.

00:48:50: ich weiß ganz genau was ich machen möchte wie ich es haben möchte und alle die mit mir zusammen arbeiten oder irgendwas zusammen machen müssen auch klar kommen dass ich dann auch wirklich fünf mal sage ich hätte gerne noch ein bisschen so oder lass uns doch das mal ausprobieren das ja aber ich für mich habe irgendwann mal entschieden es muss nicht perfekt sein bevor ich es dann Ende mache.

00:49:08: Sonst hätte ich es nichts gemacht, weil sonst wäre ich nie beim Frühstücksfernsehen gelandet, weil da war ich noch weit entfernt von einer perfekten Moderatorin oder ich hätte den Podcast nicht angefangen, weil ich auch dachte, so richtig weiß ich gar nicht, wie es geht, aber ich mache es einfach mal.

00:49:19: Und du hast aber gesagt, du bist eigentlich richtig effektionistisch.

00:49:22: Vor allen Dingen wenn es um Bühne geht, da bin ich richtig anstrengend.

00:49:26: Da machen wir den Durchlauf dreihundertmal.

00:49:29: Wenn ich das Gefühl habe, du weißt immer noch nicht worum es geht, da machen wir den so, dann ist du auch nicht.

00:49:34: Ich bin, was das angeht, bin ich sehr, sehr... streckt.

00:49:37: Allein schon, weil wir Perfektion anstreben, wird es besser als alles andere.

00:49:41: Wir greifen nach den Sternen oder wir greifen zum Mond und wenn alles schlecht läuft, landen wir irgendwo dazwischen.

00:49:47: Aber wir müssen das machen, weil, das sage ich auch, ich habe das hier alles nicht angefangen, um Nummer zwei zu sein.

00:49:52: um irgendwie mal mitgemacht zu haben.

00:49:55: Auch wenn der Auftritt nicht so ist, wie ich das will oder wie ich fühle, was ich eigentlich kann, dann kann mir die ganze Welt sagen, war toll, dann war das nicht toll.

00:50:03: Dann geht man sofort rein, analysiert, ich sitze dann da und guck mir den ganzen Auftritt an.

00:50:08: Ich mach Notizen, dann kommt auch keiner rein.

00:50:10: Und dann kann ich auch kein Interviews geben oder so.

00:50:12: Weil es, dann hab ich dieses, es gibt kein Filter, das hier Gladiatorankampf entweder man lebt oder man stirbt.

00:50:18: Es gibt kein Unentschieden.

00:50:19: Ich bin nicht gemacht für Unentschieden.

00:50:20: Unentschieden ist, als würde man sein Bruder küssen.

00:50:22: Das mach ich nicht.

00:50:23: Und das ist so teilweise, glaube ich, für alle um mich herum sehr ermüdend, weil ich eine ganz klare Vision davon hab, wie ich gesehen werden will.

00:50:31: Und immer wieder das auch zu erklären, wie ich gesehen werden will.

00:50:34: Irgendwann ermüdet mich das und dann red ich gar nicht mehr, weil ich mit... Dann denk, okay, wenn ihr bis jetzt immer noch nicht gecheckt habt, dann halt nicht.

00:50:40: Und dann geh ich selber.

00:50:42: Und dann guck ich aber auch nicht rechts und links, sondern ich geh.

00:50:44: Und wenn du da nicht mithältst, dann hältst du nicht mit.

00:50:46: So, ich hab dann wenig Schulterblick und so.

00:50:49: Sondern ich geh straight.

00:50:50: Das ist schon in mir.

00:50:51: Und wenn ich was jetzt haben kann, dann will ich das jetzt haben.

00:50:54: Es gibt häufig den Satz, Geduld, Geduld, Geduld.

00:50:57: Gras wächst nicht schneller, wenn man dran zieht.

00:50:59: Aber Gras wächst schneller, wenn wir geile Dünger auslegen, was sonst keiner hat.

00:51:03: Und daran glauben.

00:51:04: und das einfach, wir können auch Acker verkaufen.

00:51:06: Wir verkaufen die Idee und dann sprießt es schon von alleine irgendwann.

00:51:10: Ich bin kein Fan von Warten.

00:51:11: Ich weiß, man muss sich im Geduld üben.

00:51:13: Ich habe so lange gewartet, dass ich sehr ungeduldiger Mensch bin.

00:51:16: Ich will das jetzt.

00:51:17: Ich bin doch ready und ich bin auch so, wenn so unglaubliche Möglichkeiten kommen oder unglaubliche Angebote, ich sage immer ja.

00:51:24: Ich lerne dann, während ich das tue, lerne ich, wie das richtig geht.

00:51:27: Am Anfang kann ich das auch nicht.

00:51:29: Ich tue nur so, als würde ich das können.

00:51:30: Ja klar, habe ich das schon tausendmal gemacht und so.

00:51:32: Ich habe dann noch nie gemacht.

00:51:33: Und dann stehe ich da und dann gucke ich ein bisschen links, gucke ich ein bisschen rechts.

00:51:36: Ich glaube, ich bin sehr schnell aufnahmefähig.

00:51:38: Wenn jemand vor mir ist, gucke ich mir viel von da ab, dann mache ich so meinen eigenen Spice dazu und dann smooth ich sogar durch.

00:51:43: Ich glaube, das kann ich ganz gut, aber ich bin schon poah.

00:51:46: Super interessant.

00:51:48: Hätte ich gar nicht gedacht.

00:51:50: Von dem, wie man dich auf der Bühne wahrnimmt, da ist so viel.

00:51:52: Also ich, ich beschreib das jetzt mal so.

00:51:54: So viel intuitives, fast kindliches, was halt Zartes, aber auch, ne?

00:51:59: Dann kommen die Brecher.

00:52:00: Also das ist ja eben das Faszinierende.

00:52:02: Du bist ein richtig guter Comedian und hast aber eben diese softe Seite und diese besondere Ausstrahlung.

00:52:07: Deswegen ist super, super interessant, was du sagst.

00:52:09: Und manchmal liegt ja auch in einem vermeintlichen Scheitern dann eigentlich im Nachhinein ein großer Gewinn.

00:52:17: Also ich würde mal sagen, du musst es bei... bei Let's Dance, um noch einmal darauf zu kommen.

00:52:21: Du musst es bei Let's Dance aufhören, weil man dir angesehen hat, dass du einfach ganz schwach geworden warst.

00:52:25: Aber ich habe das vom Fernseher.

00:52:26: Ich saß auf der Couch zu Hause und ich habe ... Wir liefen die Tränen runter.

00:52:30: Dieser ganze Saal hat geweint.

00:52:31: Ich glaube beide Moderatoren, Daniel Hartwig hat auch geweint.

00:52:34: Das haben alle geweint, ja?

00:52:35: Und insofern war das für dich ein ganz trauriger Moment und du musst das aufhören.

00:52:39: Aber es ist ein unvergesslicher Moment gewesen für deine Karriere und für alle anderen, die das miterleben konnten.

00:52:44: Und so ist ja ganz oft, dass man im Nachhinein auf etwas guckt, was man als ganz schlimmer Pfund hat.

00:52:48: Da steckt manchmal eine Wendung drin, die dein Leben besser macht.

00:52:52: Ja,

00:52:52: also in Nachhinein habe ich auch so verstanden, ne?

00:52:55: Ey, es gibt Menschen für dieses Glas halb leer, Menschen für die... und ich freu mich über ein Glas.

00:53:00: Dass ich überhaupt dabei sein konnte, war halt unfassbar, dass Leute an mich geglaubt haben, bevor ich irgendein Spielfeld betreten hab und zeigen konnte, dass ich überhaupt für irgendwas ready bin, ist halt unglaublich.

00:53:09: Und ich werd den Leuten dafür immer dankbar sein, weil ich einfach auch dann am Ende den letzten Tanz tanzen durfte.

00:53:15: und sowas war halt alles sehr, sehr, sehr speziell und sehr, sehr schön.

00:53:19: All das dabei mitzumachen bei einer Show, die ich im Krankenhaus geguckt hab mit meiner Oma, Teil davon zu sein, die Leute können für mich anrufen, für mich wo... Lambi, Mozi, Jorge, ich konnte in die Hand schütteln.

00:53:30: Mit den Chillen und so.

00:53:31: Das ist brutal, die ganze Produktion dahinter.

00:53:33: So lieb einfach.

00:53:35: Und Teil davon zu sein, bis heute auch gern gesehener Gast zu sein und alle wiederzusehen, ist richtig, richtig schön.

00:53:41: Und irgendwie hatte ich dann, nachdem das vorbei war, man legt, kennst du auch selber ab und zu, hat man so ein Gefühl, okay, jetzt geht's los.

00:53:47: Das ist es.

00:53:47: Das war's.

00:53:48: Und das hatte ich da.

00:53:49: Da war's Ende.

00:53:50: Wir haben uns im Arm genommen.

00:53:52: Anastasia und ich, wir haben uns verabschiedet.

00:53:54: Und nach dem Finale, wo ich gucken war oder wo ich noch... Wir haben das noch zwei, drei Mal gesehen und da war so dieses Gefühl von okay, jetzt das war so der Startschuss für alles, was noch kommt.

00:54:04: Und das ist ein unfassbares Gefühl, auch wenn man dann vielleicht nicht mit dem Pokal nach Hause geht, hat man irgendwie das Gefühl, dass man trotzdem gewonnen hat.

00:54:12: Das war es eigentlich so, ja.

00:54:13: Verrückt, oder?

00:54:14: Wie alt bist du jetzt?

00:54:14: Du bist dreißig?

00:54:15: Dreißig, ja.

00:54:16: Du bist jetzt dreißig?

00:54:17: Ja.

00:54:18: Und wenn du das deinem zehnjährigen, zwölfjährigen, ich gesagt hättest, dass das so passiert, hättest du dir selbst geglaubt?

00:54:26: Ich hab mal mit vierzehn, mit fünfzehn eine Oma ein Rief geschrieben.

00:54:31: Da hat er mich abgeholt.

00:54:32: Ich weiß nicht, wieso hab ich einen Brief geschrieben.

00:54:35: Und wir waren in Düsseldorf weg.

00:54:37: Du bist ja grad so in dem Alter, wo dann andere Frauen oder Mädchen interessant werden und so.

00:54:41: Und meine Oma hat das gehasst, wenn ich weg war.

00:54:43: Dann hab ich meine Oma einen Brief geschrieben und hab geschrieben.

00:54:45: Oma, ich komm heute Abend spät nach Hause, mach dir keine Sorgen.

00:54:48: PS, behalt den Zettel.

00:54:49: Eines Tages bin ich eins da.

00:54:52: Und meine Oma hat den Zettel immer noch, der ist eingerahmt.

00:54:55: Ich weiß nicht, hat sie immer irgendwie das Gefühl, irgendwas hat der Liebegott für mich bereitgestellt, dass es wegen Jokes ist?

00:55:01: Das hätte ich nie gedacht.

00:55:02: Die Idee ist ja gekommen von uns dreien.

00:55:04: Das ist mein alter Lehrer.

00:55:06: Herr Amari hat noch zu mir gesagt, machen Sie doch mal Kaberett.

00:55:09: Und ich dachte, was für Kaberett, ist der doof oder was?

00:55:10: Ich hab gar keine Ahnung, ich bin ja gar nicht sozial kritisch und so.

00:55:14: Und dann war Corona und wir saßen am Rhein.

00:55:16: Hassan, Erkinich, die sagen so, Toni, mach doch Comedy.

00:55:19: Ich guck dir ja, ich sag, euer Ernst.

00:55:21: Du bist brutal witzig, mach, versuch doch einfach, dass das alles gekommen ist wegen Jokes.

00:55:25: Das hätte ich nie gedacht.

00:55:26: Einfach, weil ich ich selber bin.

00:55:28: Das hätte ich nie gedacht.

00:55:29: Das ist crazy.

00:55:30: Das ist crazy.

00:55:31: Und alle deine Menschen in deinem Leben tauchen ja irgendwie in deinem, auf deiner, in deinem Programm auf oder bei deinen Jokes auf.

00:55:38: Was sagen ich Oma und Opa, wenn sie dann da manchmal ja auch nicht so gut bei wegkommen?

00:55:42: Ich glaube, die sind froh, solange ich den da... eine Couch kauf oder so.

00:55:46: Die Story kannst du bitte noch mal erzählen.

00:55:48: Wie ist es?

00:55:49: Es ist ja so Begehrlichkeiten kommetert, ne?

00:55:51: Also du verdienst jetzt ein schönes Geld, wenn du immer auftrittst.

00:55:54: Ja, ja, also ich komme von Let's Dance, okay?

00:55:57: Ich bin wieder fit, ich gehe wieder auf Tour und immer, Toni, du hast so viel Geld bei Let's Dance gemacht.

00:56:02: Was ist denn mal mit so einer Freude?

00:56:03: Und ich sage immer, klar, was brauchst du denn?

00:56:06: Da streichelt die so ihre Couch.

00:56:08: Das ist ein neuer Coach.

00:56:10: Ja, die ist so ranzig mittlerweile auch.

00:56:12: Ist ja kein Problem, ich geh auf Tour.

00:56:14: Ich komm zurück, kann mal drüber reden.

00:56:16: Vier Tage später, ich komm.

00:56:17: Hat die keine Couch gekauft, sondern eine Wohnlandschaft.

00:56:20: Also, Malene, ich schwör dir.

00:56:23: Für die Füße so ein Teil, wie heißt denn das Ding da?

00:56:25: So

00:56:25: ein Pansies.

00:56:25: Ja,

00:56:26: ja, so was.

00:56:26: Und dann so ein Vier-Eck auch, wo man so eine Decke drauf tut.

00:56:29: Das, was du da hast, nur in richtig groß, so in richtig brei.

00:56:32: Das passt gar nicht da rein.

00:56:33: Ich sag, Oma, was hast du?

00:56:34: Was soll das?

00:56:35: Was hast du?

00:56:36: Du musst die holen.

00:56:37: Schmaler Schuh, nix gekostet, Vasale.

00:56:40: Ich sag, was?

00:56:40: Was hat er denn gekostet?

00:56:41: Gar nix, dreieinhalb.

00:56:44: Ich sag, dreieinhalb?

00:56:45: Das kannst du gar nicht bezahlen.

00:56:46: Ich sag die, ja nicht ich, du.

00:56:49: Ja, jetzt ist Zahltag.

00:56:50: Am nächsten Tag.

00:56:53: Mein Oma macht sie einen Kaffee.

00:56:54: Ich gehe frisch immer zusammen.

00:56:56: Ich gehe Opa da, guck mich an, der Oma hat eine Freude und macht mir nicht.

00:57:00: Ich sag wie.

00:57:01: Ich will auch was.

00:57:02: Ich sag, was brauchst du denn?

00:57:03: Man hat auch ein neues Kniegelenk, ne?

00:57:05: Die haben so eine Schiene gemacht, so eine tolle Schiene.

00:57:07: Da kann ich wieder richtig drin laufen.

00:57:09: Ist ja ja kein Problem.

00:57:10: Machen wir doch.

00:57:10: Machen wir doch.

00:57:11: Alles klar.

00:57:12: Ich mach die Abdrücke, kann nur überreden.

00:57:14: Ich geh auf Tour, ich komm zurück.

00:57:15: Läuft ja richtig geradeauf einmal.

00:57:17: So richtig normal, ne?

00:57:18: Ich sag, oh, da hast du es schon gemacht, oder was?

00:57:19: Ja, hab ich sofort geholt, die Schiene.

00:57:21: Habe ich sofort geholt.

00:57:22: Ich sag, und?

00:57:22: Sagt er gar nicht, was das ist, sagt er.

00:57:24: Titan.

00:57:26: Damit arbeitet sogar die NASA.

00:57:27: Ich sag, ja, was hat er denn gekostet?

00:57:29: Ja, gar nichts.

00:57:29: Zehn Prozent Eigenanteil.

00:57:31: Ist da ja und?

00:57:31: Ja, sieben halb.

00:57:35: Ja, so ist

00:57:36: es.

00:57:37: Geld kurz weg.

00:57:38: Ist egal.

00:57:38: Mach für die doch gerne.

00:57:40: Ist doch geil.

00:57:41: Was zeug ich denn selber damit?

00:57:43: Sehr schön.

00:57:44: Ja, ist sehr gut investiertes Geld.

00:57:45: Habe ich den Eindruck.

00:57:47: Darf ich nach deiner Freundin fragen?

00:57:50: Von der du dich getrennt hast?

00:57:52: Kriegt sie mit, dass du das auf der Bühne erzählst?

00:57:54: Oder ist das irgendwie...

00:57:57: Ich denke schon.

00:57:58: Sie ist ja auch einfach Mensch aus Deutschland.

00:58:00: Ich glaube, dann kriegt man zwangsläufig mit, was ich so mache und wo die Reise so hingeht und so was.

00:58:06: Die ist super, ne?

00:58:07: Das ist wirklich ein unfassbar, unfassbar schöner Mensch.

00:58:11: Wenn die mich im Arm genommen hat, dann war es so, als wäre die Welt aus.

00:58:16: Sie zum Lachen bringen.

00:58:17: Aber ab und zu ist es nicht gut, wenn jemand die ganze Zeit weg ist, wenn eigentlich der andere Mensch jemanden braucht, der immer da ist.

00:58:23: Also war es eigentlich so die Zeit und die Umstände, die uns auseinander gebracht haben.

00:58:27: Und wir sind immer noch cool, ne?

00:58:28: Also ich will unbedingt, dass die glücklich wird und dass ihr Leben genauso wird, wie sie es sich vorgestellt hat.

00:58:33: Und ich freue mich, wenn alles gut ist und ein Teil von mir vermisst sie ja immer noch.

00:58:37: So, weil du weißt ja selber, wie es ist.

00:58:39: Man lernt dann immer wieder andere Menschen kennen.

00:58:42: Aber irgendwie hat man immer das Gefühl, die Intentionen sind nicht die richtigen.

00:58:45: des anderen Menschen.

00:58:46: Und eigentlich will man nur dieses eine Geschöpf, welches irgendwie dein Gegenstück ist.

00:58:50: Und ich hoffe, dass sie für sich das findet.

00:58:53: Und für mich ist es auch okay, wenn es alles so bleibt, wie es ist.

00:58:55: Ich bin alleine, aber ich darf eines Tages im Madison Square Garden spielen.

00:58:58: Und ich hoffe, dass sie, ich hoffe von ganz mehr, dass ihr es sieht und ein bisschen stolz auf mich ist.

00:59:06: Ich wünsche dir Menschen, die so eine große Karriere haben oder sie anstreben oder schon auf dem Weg sind oder einfach ihr Ding machen.

00:59:13: Manchmal denkt man ja, man muss sich entscheiden zwischen persönlichen, privatem Glück und der Karriere.

00:59:17: Und ich wünsche das jedem und vor allem dir, dass beides geht.

00:59:20: Fingers crossed.

00:59:21: Fingers crossed.

00:59:22: Ja, du hättest es sehr verdient.

00:59:24: Ich habe

00:59:24: das Gefühl, wenn man so groß träumt wie ich und das tue ich wirklich, also ich träume wirklich, glaube ich, größer als jeder andere in Deutschland.

00:59:32: Also, was soll ich jetzt auch lügen?

00:59:33: Ich wäre gern Deutschlands Michael Jackson.

00:59:35: Ich würde gern nicht das, was der gemacht hat, sondern einfach die Euphorie und die Hysterie, die auf der Straße ist, wenn ich was mache.

00:59:42: Deutschland hat es nicht so mit Superstars, die es huldigen.

00:59:45: Ich wäre gern der erste Superstar, der größte Einzelbühnenkünstler, der jemals aus Deutschland gekommen ist, dass die New York Times... Ich weiß, dass das eine Extrem nicht funktioniert, ohne was aufzugeben.

01:00:01: Das ist mir schon klar.

01:00:02: Und im Moment ist es noch so, okay, das für mich in Ordnung, das aufzugeben für den Traum, den ich hab.

01:00:07: Vielleicht ändert sich das eines Tages.

01:00:08: Vielleicht hab ich irgendwann einen neuen Traum, aber im Moment ist so, ich könnte mir selbst nicht verzeihen.

01:00:13: So viele Leute geben alles für mich und tun ihr Bestes, damit genau das Realität wird.

01:00:18: Ich könnte mir selbst nicht verzeihen, wenn ich nicht alles dafür geben würde, dass ... das in die Tat umzusetzen und mein Bestes zu geben, einfach jeden Tag mich reinzuhängen, hart zu arbeiten und auch dem lieben Gott, der mir das gegeben hat.

01:00:29: Sonst würde ich auch irgendwie unrecht tun, weil ich habe ein Leben lang danach gefragt, dann kriege ich das und dann mache ich nicht alles dafür, so bin ich nicht gebaut.

01:00:36: Ich sehe da noch eine Menge.

01:00:39: Und wenn du im Madison Square Garden spielst, dann bin ich da.

01:00:42: Hundert

01:00:42: Prozent eingeladen.

01:00:44: Schön.

01:00:45: Ganz viel Liebe geht raus zu dir.

01:00:47: Es war sehr, sehr schön dir zuzuhören.

01:00:49: Ganz toll, ganz faszinierend, ganz lehrreich und

01:00:52: schön.

01:00:53: Dankeschön.

01:00:54: Ich

01:00:54: danke dir sehr.

01:00:55: Toni Bauer.

01:00:56: Dankeschön.

01:00:56: Vielen Dank.

01:00:59: Toll, wirklich schön.

01:01:01: Ich muss wirklich sagen, es ist jedes Mal für mich ein Geschenk, dass ich die Chance habe, mit jemandem wie ihm zu sprechen und halt die Fragen zu stellen und jemanden so näher kennenzulernen, ist wirklich was ganz Tolles.

01:01:11: Für mich ist das was ganz Tolles und es freut mich so sehr, dass ihr das auch so empfindet und einfach deswegen zuhört.

01:01:17: Ich danke euch von ganzem Herzen dafür, was für ein wirklich, wirklich beeindruckender Mensch Toni Bauer und fantastischer Comedian.

01:01:24: Ich werde auf jeden Fall nächstes Jahr, wenn er auf Tour geht, gucken.

01:01:28: Ich muss das auch noch mal in großer, in ganzer Geld.

01:01:30: auf der Bühne sehen, weil es einfach so toll ist.

01:01:33: Ich freue mich sehr doll, dass ihr diesen Podcast, meinen Podcast so mögt und falls ihr euch einen Moment in Zeit nehmen würdet, dann gebt doch mal eine Bewertung ab.

01:01:41: Es ist immer ganz toll, wenn das besonders viele Leute machen und wenn ihr jetzt kurz mal eine Bewertung abgeben könntet, wo auch immer ihr diesen Podcast hört, würde ich mich sehr doll freuen.

01:01:50: Ich danke euch fürs Zuhören, ich wünsche euch heute einen wunderschönen Tag und wir hören uns in zwei Wochen.